Das IFO-Institut hat festgestellt, dass auch die neuen EU-Mitgliedstaaten unter Globalisierungsdruck geraten sind, da immer mehr einfache Produktionsschritte selbst von den mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten nach Weißrussland und sogar China verlagert werden.
Dieser Entwicklungsprozess, was den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit dieser Länder und der EU angeht, wird in dieser Hausarbeit recherchiert und aufgezeigt. Auch die komparativen Kosten werden als theoretische Analyse in dieser Hausarbeit mit eingebracht und auf die EU-Länder und deren Wettbewerbsverlust reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition
2.1 Das IFO-Institut
2.2 Globalisierung
2.3 Die EU und Ihre Mitgliedstaaten
2.4 Entwicklungs- und Schwellenländer
3. China und seine Wirtschaft
4. Weißrussland und seine Wirtschaft
5. Produktionsverlagerungen und ihre Folgen
6. Verlust an Wettbewerbsfähigkeit seitens der neuen EU-Mitgliedstaaten
7. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Ursachen des zunehmenden Wettbewerbsdrucks auf die neuen EU-Mitgliedstaaten. Im Fokus steht dabei die Analyse, warum einfache Produktionsschritte vermehrt aus diesen Ländern in Staaten wie Weißrussland oder China verlagert werden, wobei der Prozess vor dem Hintergrund theoretischer Erkenntnisse zu Kostendifferenzen beleuchtet wird.
- Globalisierungsprozesse und internationaler Wettbewerb
- Strukturanalyse der Wirtschaftssysteme Chinas und Weißrusslands
- Ursachen für Produktionsverlagerungen und Outsourcing-Trends
- Theoretische Grundlagen komparativer Kostendifferenzen
- Wettbewerbsfähigkeit der EU-Beitrittsstaaten im Vergleich
Auszug aus dem Buch
Verlust an Wettbewerbsfähigkeit seitens der neuen EU-Mitgliedstaaten
Nach einem Informationsbericht des IFO-Institutes haben die verarbeitenden Gewerbe in den neuen EU-Mitgliedstaaten spürbar an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Zudem drohen einfache Tätigkeiten aus diesen Ländern zunehmend weiter nach Osten, etwa nach Weißrussland oder China verlagert zu werden.
Der Untersuchung zufolge hat sich zwar in den 90er Jahren preisliche Wettbewerbsfähigkeit in den Beitrittsstaaten noch verbessert. Seit 2000 habe der Trend jedoch gedreht. Die Löhne sind stärker gestiegen als die Produktivität. In dieser Zeit haben auch die Lohnstückkosten stärker zugelegt als in den alten EU-Staaten. Einem jährlichen Produktivitätsanstieg in der Metall- und Elektroindustrie von 12,8 Prozent habe ein Lohnwachstum von 13,5 Prozent gegenüber gestanden. In den 15 alten EU-Staaten dagegen sei die Produktivität in dem Zeitraum stärker als die Löhne gestiegen.
Zudem wurden die Währungen der mittel- und osteuropäischen Länder in diesem Zeitraum aufgewertet, was ebenfalls die Wettbewerbsfähigkeit belastet hat. Studien zufolge büßte die Metall- und Elektroindustrie im Schnitt seit 2000 jedes Jahr 1,3 Prozent Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der alten EU ein. Dabei waren vor allem die Haushaltgerätehersteller und Elektroindustrie ein, die jährlich 4,1 Prozent beziehungsweise 4,7 Prozent an Wettbewerbsfähigkeit einbüßten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung bezüglich des Globalisierungsdrucks und der Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung komparativer Kosten.
2. Begriffsdefinition: Definition zentraler Begriffe wie IFO-Institut, Globalisierung, EU-Mitgliedstaaten sowie Entwicklungs- und Schwellenländer.
3. China und seine Wirtschaft: Überblick über die wirtschaftliche Lage Chinas, dessen Struktur und Bedeutung als globale Handelsnation.
4. Weißrussland und seine Wirtschaft: Analyse der weißrussischen Wirtschaftsstruktur, der Planwirtschaft und der aktuellen Handelsbeziehungen.
5. Produktionsverlagerungen und ihre Folgen: Erläuterung der Triebkräfte hinter der weltweiten Verlagerung von Produktionsschritten und den damit verbundenen Synergieeffekten.
6. Verlust an Wettbewerbsfähigkeit seitens der neuen EU-Mitgliedstaaten: Detaillierte Untersuchung der Gründe für den Wettbewerbsverlust, insbesondere durch Lohnkostensteigerungen und Währungsaufwertungen.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ursachen für die Abwanderung von Arbeitnehmern und die Auswirkungen der EU-Handelspolitik auf die Wettbewerbsfähigkeit.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Wettbewerbsfähigkeit, EU-Osterweiterung, Produktionsverlagerung, Lohnstückkosten, komparative Kostendifferenzen, Schwellenländer, IFO-Institut, Außenwirtschaft, Handelsbilanz, Outsourcing, Binnenmarkt, Weltwirtschaft, Industriepolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit dem zunehmenden Wettbewerbsdruck auf die neuen EU-Mitgliedstaaten durch die Globalisierung und die Verlagerung einfacher Produktionsschritte in Billiglohnländer.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit fokussiert sich auf die ökonomische Analyse von Kostendifferenzen, die Bedeutung der EU-Handelspolitik sowie die wirtschaftliche Entwicklung in China und Weißrussland.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit der neuen EU-Mitgliedstaaten zu recherchieren und diesen Prozess vor dem Hintergrund theoretischer Konzepte wie komparativer Kostenvorteile zu erklären.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Auswertung von Wirtschaftsdaten, Berichten des IFO-Instituts sowie statistischen Vergleichen internationaler Indikatoren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Definitionen, die Analyse der Volkswirtschaften Chinas und Weißrusslands, die Untersuchung von Produktionsverlagerungs-Trends sowie die spezifischen Ursachen für den Wettbewerbsverlust innerhalb der EU.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den prägenden Begriffen zählen Globalisierung, Wettbewerbsfähigkeit, Lohnstückkosten, Schwellenländer und komparative Kostendifferenzen.
Welche Rolle spielt das IFO-Institut in der Argumentation?
Das IFO-Institut liefert die wesentliche Datenbasis für die Feststellung, dass osteuropäische EU-Staaten zunehmend unter Wettbewerbsdruck geraten und ihre industrielle Basis verlieren.
Wie beeinflusst das Allgemeine Präferenzsystem (APS) die Wettbewerbssituation?
Laut Autor ermöglicht das APS Schwellenländern wie China und Weißrussland einen begünstigten Marktzugang, was den Wettbewerbsdruck auf EU-Produkte durch geringere Produktionskosten weiter verschärft.
- Citar trabajo
- Thomas Schnepf (Autor), 2009, Globalisierungsdruck der neuen EU-Mitgliedstaaten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127919