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Arbeitslosigkeit und Krankheit

Was bewirkt was?

Titre: Arbeitslosigkeit und Krankheit

Dossier / Travail , 2006 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: B.A. Simon Rohlfs (Auteur)

Santé - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland überstieg zu Anfang des letzten Kalenderjahres zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg die 5-Millionen-Marke. Tagtäglich kursieren Schreckensmeldungen von geplanten Massenentlassungen infolge verschärfter Sparkurse grosser (deutscher) Unternehmen, die nicht selten Realität werden und in einem massiven Personalabbau gipfeln. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema „Arbeitslosigkeit und Gesundheit“ scheint im Hinblick auf diese hohe Zahl der Betroffenen – besonders im Zusammenhang mit dem Studiengang Public Health – von hoher Relevanz. Eine Definition von Arbeitslosigkeit, die deren Entwicklung in Deutschland berücksichtigt, soll hierbei den Einstieg in die Thematik ermöglichen. Wenn man sich dem Thema Gesundheit annimmt und in den Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit bringen will, werden schnell zwei grundlegende Stränge erkennbar, die auf den ersten Blick im Widerspruch zueinander zu stehen scheinen: Wird man krank, weil man arbeitslos ist? Oder wird man arbeitslos, weil man krank wird? Antworten können nur durch eine gesonderte Betrachtung gefunden werden: Die Thesen, die hierzu zu belegen sind, lauten:
• These 1: Arbeitslosigkeit geht mit einem erhöhten Krankheitsrisiko einher
• These 2: Krankheit führt zu einem erhöhten Arbeitslosigkeitsrisiko.
Diese Stränge möchte ich im Folgenden erarbeiten. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk sicherlich auf der ersten These. Hier gilt es, Gesundheitszustände in Abhängigkeit von
Arbeitslosigkeitserfahrungen zu sondieren und gesundheitsbezogenes Verhalten und Krankenstände mit denen von Nicht-Arbeitslosen zu vergleichen. Die zweite zu bestätigende These nennt Krankheit als Ursache für Arbeitslosigkeit und erscheint einleuchtender, gar logisch. Um letztendlich an Aussagen und eine Beantwortung der Frage nach Ursache und Wirkung zu gelangen, werde ich verschiedene Studien heranziehen (, die u.a. das Gesundheitsverhalten und die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen abbilden), und wenn möglich immer den Vergleich zu Erwerbstätigen bewerkstelligen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Arbeitslosigkeit

1.1 Definition von Arbeitslosigkeit

1.2 Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland

2. Zusammenhang von Gesundheit und Krankheit

2.1 Das Modell der Work-Life-Balance

2.2 Stress und psychische Beeinträchtigungen in der Arbeitslosigkeit

3. Gesundheitszustand und Arbeitslosigkeit

3.1 Gesundheitsbezogenes Verhalten

3.2 Gesundheitliche Beschwerden

3.3 Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den komplexen Wechselwirkungszusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit, um zu klären, inwieweit Arbeitslosigkeit krank macht oder ob gesundheitliche Einschränkungen das Risiko für Arbeitslosigkeit erhöhen.

  • Kausalitäts- und Selektionshypothesen in der Arbeitsmarkt- und Gesundheitsforschung
  • Analyse von gesundheitsbezogenem Verhalten und Lebensweisen
  • Auswirkungen von Stress und psychischen Belastungen auf Erwerbslose
  • Inanspruchnahme medizinischer Versorgungsleistungen im Vergleich zu Erwerbstätigen

Auszug aus dem Buch

2.2 Stress und psychische Beeinträchtigungen in der Arbeitslosigkeit

Anforderungen auf geistiger sowie sozialer Ebene sind positiv und „notwendig für die persönliche Entwicklung sowie die Ausprägungen von Fähigkeiten und Fertigkeiten“ (Kastner M. et. al. 2005, S. 93). Gemäßigte Beanspruchung und Stresserlebnisse scheinen ferner einen förderlichen, gar lebensnotwendigen Einfluss zu haben, der dann greift, wenn die Beanspruchung optimal verläuft, also weder „zu hoch noch zu niedrig liegt“ (Kastner M. et. al. 2005, S. 93) (siehe auch Work-Life-Balance).

Arbeitslose sind einer Dauerbelastung ausgesetzt, die sich aus ungewissen Zukunftsaussichten, resultierendem Stress innerhalb der Familie, der Stigmatisierung von ausserhalb und erfolglosen Bewerbungsversuchen speist. Stressempfinden resultiert bei Arbeitslosen aus einer Unterforderung, in dem Sinne, dass ein „förderliche[s] Ausmaß an Stress“ (Kastner M. et. al. 2005, S. 94) nicht vorhanden ist. Eine dauernde Anforderungsarmut kann eine sich dauerhaft einschleichende Sinnleere nicht abwehren und Stresssymptome bilden sich aus.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden Arbeitslosenzahlen in Deutschland und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Wechselwirkung zwischen Arbeitslosigkeit und gesundheitlichem Zustand.

1. Arbeitslosigkeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Arbeitslosigkeit und gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Erwerbslosigkeit in Deutschland seit den 70er Jahren.

2. Zusammenhang von Gesundheit und Krankheit: Hier werden theoretische Modelle wie die Work-Life-Balance vorgestellt und der Einfluss von Stress auf die psychische Gesundheit erörtert.

3. Gesundheitszustand und Arbeitslosigkeit: Das Kapitel analysiert empirisch das Gesundheitsverhalten, die physischen und psychischen Beschwerden sowie die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen von Arbeitslosen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die wechselseitige Verstärkung von Arbeitslosigkeit und gesundheitlichen Problemen als Teufelskreis.

Schlüsselwörter

Arbeitslosigkeit, Gesundheit, Krankheit, Selektionshypothese, Kausalitätshypothese, Work-Life-Balance, Stress, psychische Beeinträchtigung, Gesundheitsverhalten, Langzeitarbeitslosigkeit, Gesundheitsressourcen, Stigmatisierung, medizinische Versorgung, Arbeitsmarkt, Lebenslagen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen Arbeitslosigkeit und dem Gesundheitszustand von Menschen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Themenschwerpunkte sind die Definition von Arbeitslosigkeit, die gesundheitlichen Auswirkungen von Stress, das Gesundheitsverhalten sowie die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Klärung der Frage, ob Krankheit zu Arbeitslosigkeit führt (Selektionshypothese) oder Arbeitslosigkeit krank macht (Kausalitätshypothese).

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische und literaturgestützte Analyse unter Einbeziehung verschiedener Studien und statistischer Gesundheitsdaten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Definitionen der Arbeitslosigkeit, Stressmodelle, empirische Daten zum Gesundheitsstatus und den Verbrauch von Gesundheitsleistungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Arbeitslosigkeit, Gesundheit, Kausalität, Stress, Stigmatisierung und gesundheitsbezogenes Verhalten.

Welche Rolle spielt die Selektionshypothese bei der Arbeitslosigkeit?

Die Selektionshypothese postuliert, dass Menschen mit bereits bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind und dadurch eher arbeitslos werden.

Was zeigt der Vergleich zwischen Arbeitslosen und Erwerbstätigen bezüglich der Arztkontakte?

Die Daten zeigen, dass Arbeitslose aufgrund ihres im Schnitt schlechteren Gesundheitszustands deutlich häufiger medizinische Hilfe in Anspruch nehmen als Erwerbstätige.

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Résumé des informations

Titre
Arbeitslosigkeit und Krankheit
Sous-titre
Was bewirkt was?
Université
University of Bremen
Note
1,0
Auteur
B.A. Simon Rohlfs (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
16
N° de catalogue
V127932
ISBN (ebook)
9783640344833
ISBN (Livre)
9783640344567
Langue
allemand
mots-clé
Arbeitslosigkeit Krankheit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.A. Simon Rohlfs (Auteur), 2006, Arbeitslosigkeit und Krankheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127932
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Extrait de  16  pages
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