Einleitung
Diese Hausarbeit handelt von Bilder als Medien. Es geht auch um das
Bildverständnis im allgemeinen und was ein Bild als Medium ausmacht.
Dies wird anhand der Texte „Bildende Künste. Eine Medien Geschichte“ von Hans Ulrich Reck und „Wiederkehr der Bilder“ von Gottfried Boehm untersucht.
Hans Ulrich Reck beschäftigt sich in seinem Text mit Regeln, die sich innerhalb des Medienbereichs Bild bewegen. Er versucht das Bild anhand von Unterscheidungen als Medium zu definieren.
Einen dritter wichtiger Bereich stellt die Codierung, d.h. die Kopplung und Endkopplung von Zeichensystemen dar.
In dem Text von Gottfried Boehm geht es um das Verständnis von Bildlichkeit im Bild und deren Regeln, welche mit Hilfe der Sprachwissenschaft, genauer der Metapher erklärt werden.
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Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Das Bildverständnis von Hans Ulrich Reck
Das Verständnis der Bilder von Gottfried Boehm
Das Bild als Medium
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den medialen Charakter des Bildes sowie das allgemeine Bildverständnis anhand der theoretischen Positionen von Hans Ulrich Reck und Gottfried Boehm. Dabei wird analysiert, inwiefern Bilder als Medium fungieren, welche Rolle Regeln der Produktion und Rezeption spielen und wie sich das moderne Bildverständnis von traditionellen Ansätzen unterscheidet.
- Medialität und Definition des Bildes als Medium
- Regelsysteme der Bildproduktion und -rezeption
- Die Rolle der Metapher im Bildverständnis nach Gottfried Boehm
- Konstruktive Bildprozesse und das Verhältnis von Zeichen und Bedeutung
- Vergleich der bildtheoretischen Ansätze von Reck und Boehm
Auszug aus dem Buch
Das Bildverständnis von Hans Ulrich Reck
In seinem Text beginnt Reck mit einer Definition von Bildern. Sie sind ein Medium, welches sich nicht speichern und vererben läßt.
Bilder sind künstliche Produkte und stellen eine Absicht des Künstlers dar. Der Betrachter nimmt diese Produkte wahr, indem er sie sieht. In seinem Gehirn werden diese dann zu Vorstellungen, da der Betrachter sie eventuell mit etwas, das er vorher schon gesehen, gehört oder gelesen hat, verbindet.
„Sie sind künstliche Produkte einer absichtsvollen Herstellung und werden in unterschiedlichen Vorgängen im Gehirn zu Gegenständen der Wahrnehmung, zuweilen auch zu Anreizen von Vorstellungen.“
Die Kultur ist der einzige Speicher der Bilder. Kulturelle Speicher stellen immer eine bestimmte Technik dar, auch wenn keine maschinellen Vorrichtungen dazu benötigt werden. Hier besteht die Technik des Speichers aus rhetorischen Figuren bzw. Erzählungen. Bei kulturellen Speichermethoden geht es immer um das Weitergeben und Bestehenbleiben von Traditionen.
Das Medium Bild besteht aus sozialen Regeln. Im Mittelalter gab es zum Beispiel Gestaltungsregeln, welche dazu dienten, die Einbildungs- bzw. Vorstellungskraft der Bevölkerung zu kontrollieren.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach dem medialen Status von Bildern vor und skizziert die methodische Analyse der Texte von Reck und Boehm.
Das Bildverständnis von Hans Ulrich Reck: Das Kapitel erläutert Recks Definition des Bildes als künstliches Medium und untersucht die Rolle von kulturellen Speichern sowie sozialen Regeln bei der Bildproduktion.
Das Verständnis der Bilder von Gottfried Boehm: Dieser Abschnitt analysiert Boehm's Fokus auf die Metapher als Mittel zur Erschließung von Bildlichkeit und die Funktion des Bildes als Medium der Suggestion.
Das Bild als Medium: In diesem abschließenden Kapitel werden die theoretischen Erkenntnisse beider Autoren gegenübergestellt, um den medialen Charakter des Bildes im Kontext von Kommunikation und Zeichencodierung zu bewerten.
Schlüsselwörter
Bild, Medium, Medialität, Bildverständnis, Hans Ulrich Reck, Gottfried Boehm, Metapher, Zeichensysteme, Wahrnehmung, Bildproduktion, Bildrezeption, Kultur, Kommunikation, Ästhetik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den medialen Charakter von Bildern und untersucht, was ein Bild als Medium im wissenschaftlichen Sinne ausmacht.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Bildtheorie, die Bedeutung von Regeln in der Bildproduktion, die Rolle der Sprache sowie die mediale Funktion von Bildern innerhalb von Kultursystemen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Bildkonzepte von Hans Ulrich Reck und Gottfried Boehm zu analysieren und zu prüfen, inwiefern sich das Bild als eigenständiges Medium definieren lässt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine vergleichende Textanalyse, die auf den theoretischen Schriften von Reck und Boehm basiert und durch philosophische sowie sprachwissenschaftliche Ansätze ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Recks Theorie der Bildregeln und kulturellen Speichermethoden sowie die Untersuchung von Boehms metaphorischem Verständnis von Bildlichkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Medialität, Zeichencodierung, visuelle Kommunikation, Metapherngebrauch und die Prozessualität von Bildern.
Wie unterscheidet sich laut dem Text die moderne Kunst in ihrer Medialität?
Moderne Kunst zeichnet sich laut Reck dadurch aus, dass sie sich aus traditionellen Repräsentationsmustern löst und das Bild zu einem ästhetischen Arrangement zur Intensivierung von Erfahrungen macht.
Welche Rolle spielt die Metapher bei Gottfried Boehm?
Boehm sieht in der Metapher ein zentrales Werkzeug, um das Visuelle und das Sprachliche zu verknüpfen und somit das Sichtbarmachen von zuvor Unsichtbarem zu ermöglichen.
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- Annegret Schwier (Author), 2001, Das Medium Bild, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1279