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Stereotype Bilder von Frauen und Männern

Erwerb von Stereotypen

Title: Stereotype Bilder von Frauen und Männern

Seminar Paper , 2008 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marlena Biadala (Author)

Gender Studies
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Summary Excerpt Details

Geschlechterstereotype sind Eigenschaften, die je nach dem Geschlecht von der Gesellschaft als typisch weiblich oder typisch männlich gesehen werden. Ge-schlechterrollen sind die Rollen, die jedem der Geschlechter zugeschrieben wer-den, d.h. das sind so zu sagen „Vorschriften“, nach denen sich typische Frauen und typische Männer richten sollen.
Wir begegnen Stereotypen jeden Tag. Wie eine typische Frau und ein typischer Mann sein sollen, wurde im Kapitel 4 besprochen. Kapitel 5 „Geschlechterrollen“ geht auf das weibliche und männliche Benehmen ein. Diese sind Beweise dafür, dass es nicht ausreicht, als eine Frau/ ein Mann zur Welt zu kommen, um sich als diese/r zu fühlen oder als diese/r von den anderen behandelt zu werden.
Weiter wurden Beispiele herausgesondert, um auf die Quellen von Geschlechter-stereotypenerwerb hinzuweisen. In den Fernsehserien werden wir mit dem Hausfrau-Bild konfrontiert, die Zeichentrickserien zeigen immer noch die Männer als das „stärkere- Geschlecht“, aufgrund von den Zeitschriften schließen wir, dass sich die Frauen nur für die Mode, Klatsch und nichts Wichtiges interessierten und dass die Männer die Macht besitzen würden und dass sie klüger seien, denn in den Männer-Zeitschriften werden schwierigere Themen behandelt. Man könnte jetzt zu der Schlussfolgerung kommen, dass sich nichts innerhalb von Jahren verändert hat. Die Männer stehen im Vordergrund, die Frauen immer noch im Hintergrund. Die von der Verfasserin dieser Arbeit durchgeführte Umfrage zeigt aber, dass die Frauen des 21. Jahrhunderts zielstrebiger und selbstständiger geworden sind, obwohl sie dabei emotional und träumerisch geblieben sind. Vielleicht kann als Fehler dieser Umfrage angesehen werden, dass nur Studenten und Studentinnen befragt wurden. Möglicherweise wären die Antworten anders gewesen, wenn sie unter nicht gebildeten Menschen durchgeführt worden wäre. Vielleicht soll man also sagen, die StudentInnen des 21. Jahrhunderts sind zielstrebiger und selbstständiger geworden. Es ist aber als positiv zu sehen, dass man doch- auch wenn nur unter Studierenden- eine Spur von Veränderungen finden kann. Die Tendenz ist, dass sich die Geschlechterstereotype sehr langsam verändern. Es ist aber höchstwahrscheinlich, dass die Enkelkinder unserer Enkelkinder den Spruch „Männer weinen nicht“ nicht mehr kennen lernen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist überhaupt ein Geschlechterstereotyp?

3 Ursprünge der Geschlechterstereotype

4 Inhalte der Geschlechterstereotype

5 Geschlechterrollen

6 Erwerb von Stereotypen

6.1 Märchen

6.2 Lehrwerke

6.3 Zeitschriften

6.4 Fernsehserien

6.5 Zeichentrickserien

6.6 Werbung

6.7 Lieder

7 Zusammenfassung

8 Abstract

9 Literaturliste

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion und den Erwerb von Geschlechterstereotypen in verschiedenen gesellschaftlichen Medien und Lebensbereichen. Das primäre Ziel ist es, die Definitionen von Geschlechterrollen zu hinterfragen und anhand einer selbst durchgeführten Umfrage unter Studierenden aufzuzeigen, inwieweit sich diese traditionellen Rollenbilder im 21. Jahrhundert verändert haben.

  • Grundlagen und Definition von Geschlechterstereotypen
  • Ursprünge und Entstehung von geschlechtstypischen Verhaltensweisen
  • Analyse der Darstellung von Frauen und Männern in Medien wie Fernsehen, Märchen und Werbung
  • Einfluss von Geschlechterrollen auf die Berufswahl und das gesellschaftliche Selbstverständnis
  • Empirische Untersuchung zur Aktualität klassischer Geschlechterattribute bei Studierenden

Auszug aus dem Buch

6 Erwerb von Stereotypen

Die Stereotype erwerben wir in einem Lernprozess, der auf Beobachtungen oder auf Informationen von anderen beruht. Ständig begegnen wir in unserem Alltag typischen Eigenheiten der Geschlechter.

Man geht davon aus, dass die Menschen das ganze Leben lang stereotype Eigenschaften lernen, aber der Erwerb der Geschlechterstereotype bei den Kindern im Alter von ungefähr 10 Jahren als fast abgeschlossen zu sehen ist.22

Die Informationen kommen zu uns entweder auf dem direkten oder meistens auf dem indirekten Weg. Wenn ein Junge hört „als Junge sollst du nicht weinen“ ist es direkt. Wenn er aber sieht, dass der Vater das Auto ständig wäscht, so wird ihm auf dem indirekten Weg vermittelt, dass es Männersache ist.23

Wir sehen, was unsere Mutter macht, was der Vater, wie sich unsere Nachbarn, Gleichaltrige oder Lehrer benehmen, welches Bild von den Frauen und Männern in Medien vermittelt wird und das generalisieren wir auf Frauen und Männer, ordnen bestimmte Kategorien und übertragen dann diese auf andere Personen und auf unser Verhalten. Dieser Lernprozess fängt schon in der Kindheit an, wenn die Kinder die Märchen hören und dabei erfahren, dass die schönen, zarten Frauen von den starken, tapferen Männern gerettet werden. Nicht ohne Bedeutung bleiben Lehrwerke, Kinderbücher, Zeitschriften, Fernsehserien und schließlich Werbungen. 24 Die stereotypen Bilder werden gerne auch von den Witzeproduzenten, PolitikerInnen, den Romane Schreibenden und Dichtenden genutzt. Und was wichtig ist, diese Bilder dienen auch deren „Produzenten“ zur Manipulation.

So lernen wir, wie wir uns als Mann/ Frau verhalten sollen, was von der Frau/ von dem Mann erwartet wird und welches Verhalten angemessen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die alltägliche Konfrontation mit Geschlechterstereotypen ein und formuliert die Forschungsfrage nach deren Veränderung und gesellschaftlicher Bedeutung.

2 Was ist überhaupt ein Geschlechterstereotyp?: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Geschlechterstereotyps als kognitive Struktur und grenzt ihn von negativen Vorurteilen ab.

3 Ursprünge der Geschlechterstereotype: Es wird erörtert, wie historische Machtverhältnisse und die geschlechtstypische Arbeitsteilung zur Entstehung starrer Rollenbilder beigetragen haben.

4 Inhalte der Geschlechterstereotype: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Studien, die typische weibliche und männliche Eigenschaften identifizieren und deren zeitliche Entwicklung betrachten.

5 Geschlechterrollen: Der Fokus liegt hier auf dem Zusammenhang zwischen Geschlechterstereotypen und gesellschaftlichen Verhaltensvorschriften sowie deren Auswirkung auf die Berufswahl.

6 Erwerb von Stereotypen: Ein umfassendes Kapitel, das den Lernprozess untersucht, durch den Kinder mittels Märchen, Medien, Werbung und Alltagserfahrungen Rollenbilder verinnerlichen.

7 Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass sich Geschlechterrollen zwar langsam wandeln, traditionelle Zuschreibungen jedoch weiterhin stark präsent sind.

8 Abstract: Eine komprimierte Darstellung der Arbeit in polnischer Sprache.

9 Literaturliste: Eine Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Literatur.

Schlüsselwörter

Geschlechterstereotype, Geschlechterrollen, Sozialisation, Medienanalyse, Rollenbild, Identität, Geschlechterforschung, Arbeitsteilung, Stereotypisierung, Emanzipation, Verhaltensvorschriften, Sozialpsychologie, Kindheit, Geschlechtertrennung, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Aufrechterhaltung von Geschlechterstereotypen und untersucht, wie diese unsere Wahrnehmung von Frauen und Männern prägen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Stereotypen, deren historische Ursprünge, die Darstellung in den Medien (Märchen, Werbung, TV) sowie die Auswirkung dieser Bilder auf Geschlechterrollen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu klären, was Geschlechterstereotype sind, wie sie erlernt werden und inwieweit sich die Erwartungen an das Verhalten von Frauen und Männern im Laufe der Zeit verändert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert die Auswertung existierender Studien mit einer eigenen empirischen Umfrage unter 40 Studierenden, um aktuelle Trends in der Wahrnehmung geschlechtstypischer Attribute zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Stereotypen und Rollen, gefolgt von einer detaillierten Analyse verschiedener Medienkanäle wie Märchen, Schulbücher, Zeitschriften und Fernsehserien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geschlechterstereotype, Sozialisation, Medienanalyse, Rollenbild und gesellschaftliche Normen definiert.

Inwiefern beeinflussen Märchen und Zeichentrickserien das Rollenverständnis von Kindern?

Die Arbeit zeigt auf, dass diese Medien oft klassische Muster reproduzieren, in denen Männer als aktiv und stark, Frauen hingegen als passiv und bedürftig dargestellt werden, was Kinder frühzeitig prägt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Veränderungen bei Studierenden?

Die Umfrage ergab, dass Frauen heute zielstrebiger und selbstständiger wahrgenommen werden als früher, wenngleich traditionelle emotionale Zuschreibungen weiterhin bestehen bleiben.

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Details

Title
Stereotype Bilder von Frauen und Männern
Subtitle
Erwerb von Stereotypen
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Grade
2,0
Author
Marlena Biadala (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V128012
ISBN (eBook)
9783640357598
ISBN (Book)
9783640357406
Language
German
Tags
Stereotype Bilder Frauen Männern Erwerb Stereotypen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marlena Biadala (Author), 2008, Stereotype Bilder von Frauen und Männern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128012
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