Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Psychologie - Travail, Entreprise, Organisation

Kognitive Wahrnehmungsprozesse und ihr Einfluss auf das Personalauswahlverfahren

Titre: Kognitive Wahrnehmungsprozesse und ihr Einfluss auf das Personalauswahlverfahren

Dossier / Travail , 2020 , 28 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sina Weber (Auteur)

Psychologie - Travail, Entreprise, Organisation
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Ziel der Arbeit ist es, einen allgemeinen Überblick über kognitive Wahrnehmungsprozesse zu geben und wie, resultierend aus diesen Erkenntnissen, der Einfluss von Wahrnehmungsfehlern auf die Einstellung von Mitarbeiter_innen reduziert werden kann.

Im zweiten Kapitel wird die Wahrnehmung anhand der einzelnen Schritte des Wahrnehmungsprozesses erläutert sowie ein Einblick in die Wahrnehmungsinterpretation gegeben. Das darauffolgende Kapitel beschreibt den Einfluss der Wahrnehmung auf Personalauswahlverfahren und stellt eine Auswahl an Fehlurteilen, die bei der Einstellung auftreten können, dar. Schließlich werden die Gütekriterien der Eignungsdiagnostik erläutert, um ableitend aus diesen Erkenntnissen im vierten Kapitel konkrete
Handlungsempfehlung für die Personalauswahl zugegeben. Die Arbeit schließt mit einer kritischen Diskussion ab.

Viele kennen die Situation, dass der erste Eindruck des_der neuen Kolleg_in überzeugt und sich im Nachhinein dieser Eindruck aber nicht bestätigt. Täglich begegnen wir vielen Menschen, die wir insbesondere im beruflichen Alltag richtig
einschätzen müssen. Vor allem in Bewerbungsgesprächen muss sich möglichst schnell ein genaues Bild von der Person gemacht werden, um zu entscheiden, ob der_die Kandidat_in für die Stelle geeignet ist. Häufig wird sich dabei auf das
Bauchgefühl verlassen und versucht nachträglich die Fehleinstellung damit zu rechtfertigen. Dabei überschätzen die entscheidungsbefugten Personen ihre Fähigkeiten und erinnern sich nur an die positiven Fälle der Personaleinstellungen. Forschungen belegen, dass Fehlurteile Entscheidungen beeinflussen. So sollen 80 % der Einstellungsentscheidungen Fehlurteilen unterliegen. Umso essenzieller ist es, sich mit der Wahrnehmung zu beschäftigen und Einsichten in den Wahrnehmungsprozess zu gewinnen, um fehlerhafte Beobachtungen und damit fehlerhafte Einstellungsentscheidungen zu
vermeiden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wahrnehmung

2.1 Stufen des Wahrnehmungsprozesses

2.1.1 Stimulus und Transformation

2.1.2 Transduktion

2.1.3 Neuronale Verarbeitung

2.1.4 Wahrnehmung und Erkennen

2.1.5 Handlung

2.1.6 Bottom-up und Top-down-Verarbeitung

2.2 Wahrnehmungsinterpretation

3. Einfluss der Wahrnehmung auf Personalauswahlverfahren

3.1 Fehlurteile in der Personalauswahl

3.1.1 Ähnlichkeits-Effekt

3.1.2 Halo-Effekt

3.1.3 Primacy- und Recency-Effekt

3.1.4 Rosenthal-/Erwartungs-Effekt

3.1.5 Stereotype

3.2 Gütekriterien der Personalauswahlverfahren

3.1.6 Objektivität

3.1.7 Reliabilität

3.1.8 Validität

4. Handlungsempfehlungen für die Personalauswahl

4.1 Anforderungsanalyse

4.2 Multimodales Verfahren

4.3 Tests

4.4 Bewerbungsunterlagen

4.5 Interviews

4.6 Assessment Center

4.7 Weitere Empfehlungen

5. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss kognitiver Wahrnehmungsprozesse auf die Entscheidungsfindung bei der Personalauswahl. Dabei wird analysiert, wie Wahrnehmungsfehler systematisch zu Fehlbesetzungen führen können und welche diagnostischen Standards und praktischen Empfehlungen die Objektivität in Auswahlprozessen erhöhen können.

  • Grundlagen kognitiver Wahrnehmungsprozesse
  • Identifikation typischer kognitiver Fehlurteile in Interviews
  • Wissenschaftliche Gütekriterien der Eignungsdiagnostik
  • Optimierung von Auswahlverfahren durch systematische Anforderungsanalysen
  • Multimodale Strategien zur Reduktion von Bias in der Personalauswahl

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Stimulus und Transformation

Am Anfang des Wahrnehmungsprozesses wirken Sinneseindrücke der physischen Außenwelt auf die Sinnesorgane. In den Sinnesorganen befinden sich Rezeptoren, welche die Reize bzw. Stimuli aufnehmen und transformieren. Wird bspw. ein Baum betrachtet, so wird dabei das Licht des Baumes im Auge des Betrachters reflektiert, um durch die Fokussierung von Hornhaut und Linse transformiert zu werden, sodass auf der Retina ein scharfes Bild entsteht. Hier findet die erste Transformation statt: Der Stimulus, der Baum, wird zu einem Abbild auf der Retina. Das, was der Mensch wahrnimmt, beruht dabei nicht auf dem unmittelbaren Kontakt mit dem Umgebungsreiz, sondern auf dessen Repräsentation durch die Aktivität der Rezeptoren.

Bei dieser Stufe des Prozesses wird zwischen dem distalen und proximalen Reiz unterschieden. Das physikalische Reizobjekt der Außenwelt, der Baum, wird distaler Reiz genannt. Das Abbild auf den Sinnesrezeptoren, also das optische Abbild auf der Retina, stellt den proximalen Reiz dar. Hier löst das physikalische Signal als proximaler Reiz eine neuronale Aktivität aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Wahrnehmung für Einstellungsentscheidungen ein und umreißt die Struktur der Arbeit, die von theoretischen Grundlagen zu praktischen Handlungsempfehlungen führt.

2. Wahrnehmung: Das Kapitel erläutert den komplexen Konstruktionsprozess der Wahrnehmung, von der physikalischen Reizaufnahme bis zur kognitiven Interpretation durch das Gehirn.

3. Einfluss der Wahrnehmung auf Personalauswahlverfahren: Hier wird detailliert dargestellt, wie kognitive Verzerrungen wie der Halo-Effekt oder Vorurteile die Qualität von Einstellungsentscheidungen beeinträchtigen können.

4. Handlungsempfehlungen für die Personalauswahl: Dieses Kapitel präsentiert konkrete Methoden wie multimodale Verfahren, strukturierte Interviews und Anforderungsanalysen, um Auswahlprozesse objektiver zu gestalten.

5. Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert die Notwendigkeit von Standardisierung und geschulter Beobachtung, um Wahrnehmungsfallen in der Personalauswahl trotz evolutionärer Bedingtheit zu minimieren.

Schlüsselwörter

Wahrnehmung, Personalauswahl, Wahrnehmungsfehler, Eignungsdiagnostik, Halo-Effekt, Bias, Objektivität, Reliabilität, Validität, Anforderungsanalyse, Multimodales Verfahren, Assessment Center, Personalauswahlverfahren, Kognition, Einstellungsentscheidung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die psychologischen Grundlagen der menschlichen Wahrnehmung und deren kritischen Einfluss auf die Entscheidungsfindung bei der Besetzung von Stellen in Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit gliedert sich in die psychologische Theorie der Wahrnehmung, die Identifikation häufiger Beurteilungsfehler und die praktische Umsetzung wissenschaftlicher Standards in der Personalauswahl.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch Wissen über kognitive Prozesse und die Anwendung standardisierter eignungsdiagnostischer Instrumente Fehlbesetzungen reduziert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer Forschung zu Wahrnehmungsfehlern und eignungsdiagnostischen Gütekriterien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Fehlurteil-Mechanismen wie Stereotype oder Effekte (z.B. Primacy) als auch konkrete Instrumente wie strukturierte Interviews und Tests analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wahrnehmung, Eignungsdiagnostik, Personalauswahl, Bias, Validität und Objektivität sind die stärksten deskriptiven Begriffe der Arbeit.

Wie lassen sich Wahrnehmungsfehler im Bewerbungsprozess minimieren?

Laut der Arbeit helfen eine saubere Anforderungsanalyse, der Einsatz multimodaler Auswahlverfahren und die Trennung von Beobachten und Bewerten der Bewerber.

Warum ist eine hohe Objektivität in der Personalauswahl so schwer zu erreichen?

Der Mensch neigt evolutionär bedingt zu selektiver Wahrnehmung und nutzt mentale Abkürzungen (Schemata), die sich oft nicht willentlich abschalten lassen.

Welche Rolle spielen Intelligenztests in der Personalauswahl?

Die Arbeit hebt hervor, dass Intelligenztests eine hohe prognostische Validität besitzen und besonders zur Vorhersage zukünftiger Arbeitsleistung geeignet sind.

Welchen Einfluss hat das Assessment Center laut der Arbeit?

Das Assessment Center ist als simulationsorientiertes Verfahren wertvoll, verlangt aber hohe Standardisierung, um die Objektivität der Beobachtung zu gewährleisten.

Fin de l'extrait de 28 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Kognitive Wahrnehmungsprozesse und ihr Einfluss auf das Personalauswahlverfahren
Université
SRH - Mobile University
Note
1,3
Auteur
Sina Weber (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
28
N° de catalogue
V1280235
ISBN (PDF)
9783346734013
ISBN (Livre)
9783346734020
Langue
allemand
mots-clé
Wahrnehmungsinterpretation Wahrnehmung Personalauswahl
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sina Weber (Auteur), 2020, Kognitive Wahrnehmungsprozesse und ihr Einfluss auf das Personalauswahlverfahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1280235
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  28  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint