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Begünstigt die Herkunft aus einem nicht europäischen Staat eine niedrige Bildung?

Titel: Begünstigt die Herkunft aus einem nicht europäischen Staat eine niedrige Bildung?

Hausarbeit , 2022 , 17 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Maximilian Wilding (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema Bildungsungleichheit gilt als eines der meistdiskutierten in der deutschen Gesellschaft. Diese kann in verschiedenen Formen auftreten und sowohl soziale, geschlechterspezifische als auch migrationsbedingte Gründe haben. Ein Problem, welchem aus politischer Sicht mit der großen Bildungsexpansion in den 1960er Jahren
entgegengewirkt werden sollte. Mit Erfolg wurde die Partizipation der Bevölkerung an höheren Bildungseinrichtungen gesteigert. Doch das Ziel der Bekämpfung sozialer Ungleichheit, auf Basis von Teilhabe an Bildungsmöglichkeiten, scheint ins Wanken zu geraten. So berichtet die PISA-Studie, unter Berücksichtigung des Bildungsniveaus und
des sozioökonomischen Status der Eltern, zum Teil von drastischen Unterschieden in den untersuchten Lernfeldern. Kinder mit Migrationshintergrund schneiden in Mathematik, Naturwissenschaften und dem Lesen wesentlich schlechter ab als jene ohne migrierte Eltern. Ein Trend, welcher sich besonders in Deutschland beobachten lässt. Belegt wurden Unterschiede zwischen migrierten Personen und der einheimischen Bevölkerung. Eine Unterscheidung in einem größeren
Maßstab wurde hierbei nicht durchgeführt.

So soll das Thema der folgenden Hausarbeit "Begünstigt die Herkunft aus einem nicht europäischen Staat eine niedrige Bildung?" sein. Nachfolgend findet ein Überblick über die verschiedenen Kapitel der Arbeit statt. Nach der Einführung in das Thema anhand der Einleitung folgt der Teil Theorie und Forschungsstand. Ziel dessen ist es, dem weiteren Vorgehen eine theoretische Grundlage zu bieten. Zudem wird ein Resümee der aktuellen Forschungserkenntnisse zu dem Thema gegeben.

Darauffolgend wird der Punkt Daten und Methoden den verwendeten Datensatz und die dazugehörigen Variablen genauer aufzeigen. Verteilungen und Eigenschaften jener Variablen werden anhand statistischer Mittel genauer im Teil der deskriptiven Statistik beleuchtet, ehe die Inferenzstatistik folgt. Im inferenzstatistischen Teil wird anhand eines Regressionsmodells der Forschungsfrage nachgegangen. Die Ergebnisse werden anschließend dargestellt und in Bezug zu den Theorien und dem Forschungsstand diskutiert. Am Ende der Abschlussarbeit steht das Fazit. Dies dient dem Zweck die wichtigsten Ergebnisse nochmals herauszustellen und einen Ausblick auf weitere Forschungsarbeiten zu geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie und Forschungsstand

2.1 Theorien

2.1.1 Wert-Erwartungstheorie

2.1.2 Primäre und sekundäre Herkunftseffekte

2.2. Forschungsstand

3. Daten und Methoden

3.1 Datensatz

3.2 Herangezogene Daten

4. Statistische Auswertung

4.1 Deskriptive Statistik

4.2 Inferenzstatistik

5. Diskussion

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Herkunft aus einem nicht europäischen Staat und dem erworbenen Bildungsniveau. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob eine nicht europäische Herkunft die Wahrscheinlichkeit eines niedrigen Bildungsabschlusses begünstigt, wobei individuelle soziale Faktoren wie Einkommen und Status berücksichtigt werden.

  • Anwendung der Wert-Erwartungstheorie auf Bildungsentscheidungen
  • Analyse primärer und sekundärer Herkunftseffekte
  • Empirische Auswertung mit dem Datensatz ALLBUS 2016
  • Untersuchung des Einflusses von sozioökonomischem Status und Nettoeinkommen
  • Überprüfung von Hypothesen zu Bildungsungleichheiten

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Wert-Erwartungstheorie

Die Wert-Erwartungstheorie, kurz WE-Theorie, ist eine Theorie, welche den Anspruch verfolgt, das alltägliche Handeln des Menschen zu erklären (Esser, 1999). Sie zeichnet sich durch ihre universelle Anwendbarkeit und ihre Einfachheit aus. Esser geht soweit sie als eine übergeordnete Theorie zu betrachten, welche die Mehrzahl der anderen Handlungstheorien verinnerlicht (S.248). Prinzipiell spricht Esser (1999, S.248) davon: „Versuche Dich vorzugsweise an solchen Handlungen, deren Folgen nicht nur wahrscheinlich, sondern Dir gleichzeitig auch etwas wert sind! Und meide ein Handeln, das schädlich bzw. zu aufwendig für Dich ist und/oder für Dein Wohlbefinden keine Wirkung hat!“.

Im Zuge des Grundprinzips der Wert-Erwartungstheorie werden in Kapitel 7 von Hartmut Esser (1999) 6 essentielle Punkte manifestiert. Erstens ist jede Entscheidung eine selektive Auswahl verschiedenster Alternativen. Zweitens hat jede dieser Selektionen Folgen. Der dritte Aspekt bezieht einen Akteur mit ein. Hier wird davon ausgegangen, dass jener Akteur diese Folgen unterschiedlich wahrnimmt. Dies kann von negativ über neutral bis hin zu positiv empfunden werden. Resultierend hieraus werden den Folgen differenzierte Bewertungen zugeteilt. Viertens gehen mit den verschiedenen Folgen auch unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten einher, diese sind als Erwartungen zu definieren. Das fünfte Prinzip geht von einer nachträglichen Evaluation der Alternativen aus. In diesem Zuge werden sie je nach Wertigkeit unterschiedlich gewichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bildungsungleichheit in Deutschland ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses der Herkunft aus einem nicht europäischen Staat.

2. Theorie und Forschungsstand: Das Kapitel bietet eine theoretische Fundierung durch die Wert-Erwartungstheorie sowie einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Bildungsungleichheiten und Herkunftseffekten.

3. Daten und Methoden: Hier wird der für die Analyse verwendete ALLBUS 2016 Datensatz vorgestellt und die methodische Vorgehensweise bei der Datenbereinigung und Variablendefinition erläutert.

4. Statistische Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptive Analyse der Variablen sowie die inferenzstatistische Untersuchung mittels Regressionsanalyse zur Hypothesenprüfung.

5. Diskussion: Die Ergebnisse werden in einen theoretischen Kontext eingebettet, kritisch hinterfragt und in Bezug zu den im zweiten Kapitel vorgestellten Thesen und dem Kenntnisstand gesetzt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, bejaht die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Wert-Erwartungstheorie, Herkunftseffekte, ALLBUS 2016, Sozioökonomischer Status, Bildungsabschluss, Migrationsstatus, Regressionsmodell, Integration, Bildungschancen, Einkommensabhängigkeit, Sozialstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Herkunft aus einem nicht europäischen Staat einen messbaren Einfluss auf das erreichte Bildungsniveau von Personen in Deutschland ausübt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Bildungsungleichheit, soziale Schichtung, Migration und die Analyse von Bildungsentscheidungen basierend auf individuellen Kosten-Nutzen-Kalkülen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die empirische Überprüfung, ob eine nicht europäische Herkunft bei Berücksichtigung sozioökonomischer Faktoren eine niedrigere Bildung wahrscheinlich macht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen Sekundärdatenanalyse. Es werden deskriptive Statistiken und ein Regressionsmodell auf Basis des ALLBUS 2016 Datensatzes angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die theoretische Basis durch die Wert-Erwartungstheorie und primäre/sekundäre Herkunftseffekte sowie die statistische Auswertung der Daten zur Bildungsverteilung und Einflussfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Bildungsungleichheit, Wert-Erwartungstheorie, Herkunftseffekte, Sozioökonomischer Status und Migrationsstatus.

Welche Rolle spielt der sozioökonomische Status?

Der sozioökonomische Status gilt in der Arbeit als Hauptdeterminante und zeigt eine signifikante Korrelation: Ein höherer Status reduziert die Wahrscheinlichkeit eines niedrigen Bildungsabschlusses.

Wie ist das Ergebnis für die Forschungsfrage zu bewerten?

Die Forschungsfrage, ob die Herkunft aus einem nicht europäischen Staat eine niedrige Bildung begünstigt, wird auf Basis der Daten vorerst bejaht, wobei der Autor weitere Forschung fordert.

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Details

Titel
Begünstigt die Herkunft aus einem nicht europäischen Staat eine niedrige Bildung?
Hochschule
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
Note
2.0
Autor
Maximilian Wilding (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
17
Katalognummer
V1280351
ISBN (eBook)
9783346733504
ISBN (Buch)
9783346733511
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Herkunft Boudon Esser Bildung Bildungsungleichheit Empirische Analyse Effekte Herkunftseffekte Werterwartungstheorie Soziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Wilding (Autor:in), 2022, Begünstigt die Herkunft aus einem nicht europäischen Staat eine niedrige Bildung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1280351
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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