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Die Rolle der gefallenen Bundeswehr-Soldaten in der politischen Evaluation des Afghanistan-Einsatzes

Titel: Die Rolle der gefallenen Bundeswehr-Soldaten in der politischen Evaluation des Afghanistan-Einsatzes

Facharbeit (Schule) , 2021 , 22 Seiten , Note: 15

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Thema: Deutsche Außenpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der gefallenen Bundeswehr-Soldaten in der politischen Evaluation des Afghanistan-Einsatzes.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 beschloss der Bundestag, dass Soldaten der Bundeswehr am internationalen Afghanistan-Einsatz teilnehmen sollten, um dort im Rahmen der UN-Resolution 1368 Terrorismus zu bekämpfen und Frieden zu etablieren. Der Einsatz, der laut dem Beschluss des Bundestages vom 22. Dezember 2001 für eine Dauer von sechs Monaten vorgesehen war, dauerte bis zum 26. August 2021 an und somit beinahe 20 Jahre länger als ursprünglich vorgesehen.

Für die Bundeswehr war der Afghanistan-Einsatz von größter Bedeutung, da er maßgeblich zur Identitätsbildung der deutschen Streitkräfte beitrug. Ein ausschlaggebender Faktor für diese Bedeutung liegt in der Anzahl der im Rahmen des Einsatzes gefallenen Soldaten. 59 Soldaten der Bundeswehr kehrten nicht lebendig nach Deutschland zurück, eine so hohe Anzahl von Toten weist kein anderer Einsatz der Bundeswehr auf. Die erneute Machtübernahme der Taliban rückt diese Zahl auf tragische Weise abermals in den Vordergrund. Die deutsche Politik, die Bundeswehr und die gesamte deutsche Gesellschaft versuchen eine Antwort darauf zu finden, ob der Afghanistan-Einsatz ein Erfolg war oder die 59 Soldaten umsonst ihr Leben ließen.

Stehen die gefallenen Soldaten im Rampenlicht der Debatte oder werden sie vergessen? Wie nehmen die verschiedenen Parteien die Arbeit und das Opfer der Soldaten wahr? Welche Konsequenzen zieht die Politik aus ihrem Tod? Wie geht die Gesellschaft mit den Toten und dem Gedenken durch die Bundeswehr um? Ist der Zapfenstreich vom 13.10.2021 eine angemessene Würdigung für den Dienst der Soldaten? Wie äußern sich Bundeswehr-Veteranen zum öffentlichen Gedenken ihrer gefallenen Kameraden?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rolle der gefallenen Bundeswehr-Soldaten in der politischen Debatte

2.1 Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr

2.2 einleitende Worte zu der angewandten Verfahrensweise und verwendeten Quelle

2.3 Bundestagsfraktion der CDU/CSU

2.4 Bundestagsfraktion der SPD

2.5 Bundestagsfraktion der AfD

2.6 Bundestagsfraktion der FDP

2.7 Bundestagsfraktion die Linke

2.8 Bundestagsfraktion Bündnis 90/ die Grünen

2.9 Zusammenfassung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Beiträge aus der Debatte

3. Rolle der gefallenen Bundeswehrsoldaten in der medialen Debatte anhand des Beispiels der Printmedien

3.1 einleitende Worte zu der angewandten Vorgehensweise und dem verwendeten Beispiel

3.2 Berichterstattung über den und Kritik am Zapfenstreich vom 13.10.2021

3.3 Einordnung der Ergebnisse mithilfe wissenschaftlicher Fachliteratur

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht, welchen Stellenwert gefallene Bundeswehr-Soldaten in der politischen und medialen Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes einnehmen und inwieweit ihr Schicksal instrumentalisiert oder als Mahnmal für die zukünftige Sicherheitspolitik genutzt wird.

  • Analyse der Bundestagsdebatte zum Rückzug aus Afghanistan
  • Untersuchung der medialen Berichterstattung zum Großen Zapfenstreich 2021
  • Gegenüberstellung der parteipolitischen Narrative bezüglich gefallener Soldaten
  • Verknüpfung der Debatten mit der wissenschaftlichen Erinnerungskultur
  • Bewertung der Rolle von Gefallenen als politisches Argument oder Symbol

Auszug aus dem Buch

3.1 einleitende Worte zu der angewandten Vorgehensweise und dem verwendeten Beispiel

In diesem Teil der Analyse soll es um die mediale Berichterstattung über die gefallenen Bundeswehrsoldaten gehen. Für diese Auswertung nutze ich Online-Artikel diverser Zeitungen und öffentlich rechtlicher Fernseh- und Radiosender. Da die toten Soldaten selbst in der medialen Debatte über den Afghanistan-Einsatz weniger als kontroverse Thematik, als als trauriger Fakt behandelt wurden, wird diese Analyse auf einem anderen, eng verwandten Sachverhalt aufbauen. Das Ereignis und die einhergehende Debatte, an der das Verhältnis und der Umgang der Medien mit gefallenen Soldaten und der Erinnerungskultur um die Bundeswehr illustriert werden soll, ist der Zapfenstreich am 13.10.2021. Dieses Ereignis löste eine mediale Debatte über die Erinnerungskultur in der Bundesrepublik aus. Anhand der Analyse der Berichterstattung lässt sich erkennen, wie die zivilen Mitglieder der Gesellschaft die Erinnerungskultur der Bundeswehr wahrnehmen. Es zeigen sich auch verschiedene Ansätze, wie die Medien dieses heikle Thema aufgreifen und welche Positionen sie in ihren Berichten betrachten. Letztlich lassen sich aus dieser Analyse Schlüsse auf die breitere Gesellschaft ziehen. Vor allem hinsichtlich der Frage, wie die zivile Gesellschaft die Erinnerungskultur der Bundeswehr wahrnimmt. Für eine adäquate Beantwortung letzterer Frage werde ich die Monographie „Bedingt erinnerungsbereit: Soldatengedenken in der Bundesrepublik“ nutzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den zeitlichen Rahmen des Afghanistan-Einsatzes ab und formuliert die zentrale Fragestellung, wie mit dem Gedenken an die 59 gefallenen Bundeswehrsoldaten politisch und gesellschaftlich umgegangen wird.

2. Rolle der gefallenen Bundeswehr-Soldaten in der politischen Debatte: Dieses Kapitel analysiert anhand von Bundestagsreden, wie verschiedene Parteien die gefallenen Soldaten als Argument oder Mahnmal für ihre jeweilige Verteidigungspolitik nutzen.

3. Rolle der gefallenen Bundeswehrsoldaten in der medialen Debatte anhand des Beispiels der Printmedien: Hier wird untersucht, wie die mediale Aufarbeitung des Zapfenstreichs vom Oktober 2021 ein Bild der gesellschaftlichen Erinnerungskultur zeichnet und welche Konfliktlinien dabei sichtbar werden.

4. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die politische Instrumentalisierung sowie die mediale Resonanz, wobei die Notwendigkeit einer ehrlichen Aufarbeitung des Einsatzes betont wird.

Schlüsselwörter

Bundeswehr, Afghanistan-Einsatz, Gedenkkultur, Gefallene Soldaten, Zapfenstreich, Bundestagsdebatte, Erinnerungskultur, Verteidigungspolitik, Medienanalyse, Politische Evaluation, Militärsoziologie, Symbolik, Resolute Support, ISAF, Politische Narrative

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Rolle gefallene Bundeswehr-Soldaten in der politischen und medialen Debatte nach dem Ende des Afghanistan-Einsatzes spielten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die politische Aufarbeitung (Bundestagsdebatte), die mediale Darstellung (Zapfenstreich 2021) und die wissenschaftliche Einordnung der deutschen Erinnerungskultur.

Welches ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob die gefallenen Soldaten im Rampenlicht stehen, wie Parteien und Medien ihr Opfer wahrnehmen und welche Konsequenzen die Politik daraus für das Gedenken zieht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine exemplarische Analyse von Bundestagsreden sowie eine diskursive Auswertung digitaler Medienberichte unter Heranziehung von Fachliteratur zur Erinnerungskultur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der parteispezifischen Argumentationsmuster im Bundestag und eine Untersuchung, wie Medien den Zapfenstreich als Anlass für eine gesamtgesellschaftliche Debatte nutzten.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Afghanistan-Einsatz, Bundeswehr-Gedenken, politische Instrumentalisierung und mediale Erinnerungskultur beschreiben.

Wie unterscheiden sich die Parteien in der Bewertung?

Während CDU/CSU die Soldaten oft als Mahnmal für künftige Politik nutzen, verwenden linke und rechte Parteienränder das Thema stärker zur radikalen Kritik an der Bundesregierung.

Welche Bedeutung kommt dem Zapfenstreich vom Oktober 2021 zu?

Der Zapfenstreich dient als zentrales Fallbeispiel, da er sowohl das offizielle Gedenken der Politik als auch die gesellschaftliche Kontroverse über militärische Symbole deutlich widerspiegelt.

Wie bewertet der Autor das Medienecho?

Die mediale Berichterstattung wird als nuanciert beschrieben, wobei die Medien den Zapfenstreich meist positiv würdigten, während sie gleichzeitig die politische Handhabung des Rückzugs kritisierten.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für die Politik?

Der Autor fordert eine ehrliche Bilanzierung des Einsatzes und warnt davor, die Soldaten lediglich als rhetorisches Mittel zu benutzen, ohne ihre reale Lebensleistung und die Konsequenzen des Einsatzes angemessen zu würdigen.

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Details

Titel
Die Rolle der gefallenen Bundeswehr-Soldaten in der politischen Evaluation des Afghanistan-Einsatzes
Note
15
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
22
Katalognummer
V1280514
ISBN (PDF)
9783346736529
ISBN (Buch)
9783346736536
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Afghanistan EInsatz Bundeswehr Außenpolitik Erinnerungspolitik Bundeswehr Medien Zapfenstreich Auslandseinsatz Truppenabzug Soldatengedenken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Die Rolle der gefallenen Bundeswehr-Soldaten in der politischen Evaluation des Afghanistan-Einsatzes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1280514
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Leseprobe aus  22  Seiten
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