Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Ursachen und Auswirkungen des Themas zu geben sowie darzustellen, welche möglichen Interventions- und Präventionsmaßnahmen Führungskräften zur Verfügung stehen, um in bestehende
Mobbing-Prozesse eingreifen und künftige Eskalationen verhindern zu können.
Das Assignment erläutert zunächst den Ursprung und die Begrifflichkeit "Mobbing" und gibt dann eine auf den beruflichen Kontext übertragene Definition der Thematik wieder. Anschließend ermöglicht die Arbeit einen Einblick in die fachlichen Grundlagen und in die verschiedenen Formen von Mobbing. Im Hauptteil werden mögliche Ursachen für Mobbing am Arbeitsplatz aufgezählt und kurz beschrieben, sowie daraus resultierende Auswirkungen auf verschiedene Beteiligte des Mobbing-Prozesses dargestellt. Im Folgenden widmet sich die Arbeit möglichen Präventions- und Interventionsmaßnahmen, welche sich eine Führungskraft zunutze machen kann.
Den Abschluss bildet ein Fazit, in welchem dem Leser nach einer kurzen Zusammenfassung der Arbeit die zukünftige Rolle der Führungskraft und die damit einhergehende Verantwortung angesprochen wird, sowie interessante weiterführende
Fragen zum Thema erwähnt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 1.1 Einführung
- 1.2 Problemstellung des Assignments
- 1.3 Ziel und Aufbau der Arbeit
- 2. Begrifflichkeit und fachliche Grundlagen von Mobbing
- 3. Mögliche Ursachen
- 4. Mögliche Auswirkungen
- 4.1 auf das Mobbing-Opfer
- 4.2 auf das private Umfeld
- 4.3 auf das Team und das Unternehmen
- 5. Geeignete Präventions- und Interventionsmaßnahmen
- 5.1 Präventionsmaßnahmen
- 5.1.1 Leitbild und Führungsstil
- 5.1.2 Aufklärung und Sensibilisierung
- 5.1.3 Kommunikation
- 5.1.4 Organisation und Arbeitsstrukturierung
- 5.1.5 Konfliktmanagement
- 5.2 Interventionsmaßnahmen
- 5.2.1 Mediation
- 5.2.2 Schlichtungsversuche
- 5.2.3 Konfrontative Intervention
- 5.2.4 Machtwort
- 5.2.5 Rechtliche Schritte
- 5.1 Präventionsmaßnahmen
- 6. Fazit
- 6.1 Zusammenfassung
- 6.2 Ausblick
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die Ursachen und Auswirkungen von Mobbing am Arbeitsplatz zu geben. Sie stellt dar, welche präventiven und intervenierenden Maßnahmen Führungskräften zur Verfügung stehen, um in bestehende Mobbing-Prozesse einzugreifen und künftige Eskalationen zu verhindern.
- Definition und Grundlagen von Mobbing
- Ursachen und Entstehung von Mobbing am Arbeitsplatz
- Auswirkungen von Mobbing auf Individuen, Teams und Unternehmen
- Präventionsstrategien für Führungskräfte
- Interventionsmaßnahmen bei Mobbingfällen
- Rolle und Verantwortung von Führungskräften im Umgang mit Mobbing
Auszug aus dem Buch
4. Mögliche Auswirkungen
4.1 Auf das Mobbing-Opfer
So zahlreich die Ursachen für Mobbing sind, so zahlreich sind auch die möglichen Auswirkungen auf das Opfer. Wie Franz Schmidberger in dem zu Beginn dieser Arbeit genannten Zitat bereits treffend formuliert hat, wird bei Mobbing die Persönlichkeit des Mobbing-Opfers langsam aber stetig abgewürgt.
Zu den häufigsten Auswirkungen zählen Demotivation, Misstrauen, Nervosität sowie Leistungs- und Denkblockaden. Da dies die Leistung des Mobbing-Opfers negativ beeinflusst, werden so im Zweifel weitere Motive geschaffen und der Betroffene hat mit weiteren Attacken zu rechnen.11
Es können allerdings auch gravierende gesundheitliche Folgen auftreten. Sind es zu Beginn noch typische Stressreaktionen wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schlafprobleme oder Magenschmerzen, kann anhaltendes Mobbing auch zu psychischen Erkrankungen, wie beispielsweise Persönlichkeitsstörungen, Depressionen und Phobien führen. In schlimmen Fällen sind chronische psychosomatische oder psychiatrische Störungen die Folge, dies umfasst Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch bis hin zu Suizidversuchen und Suiziden. Immerhin ist laut Schätzungen bei ca. 20 % der Suizide Mobbing die Ursache.12
4.2 Auf das private Umfeld
Die im Vorherigen genannten Auswirkungen auf das Opfer selbst beeinträchtigen auch das private Umfeld. So ist der Betroffene durch die belastende Situation gestresst, reizbar und unausgeglichen und das private Umfeld kann in diesem Fall oftmals keine professionelle Hilfe bieten. Dies kann sich in Distanzierung und sozialer Isolation widerspiegeln und im weiteren Verlauf des anhaltenden betrieblichen Mobbings aufgrund langer Krankheit oder Jobverlust auch zu finanziellen Schwierigkeiten führen. Dadurch kann das Privatleben beziehungsweise das Familienleben des Betroffenen so sehr beeinflusst werden, dass es zur Trennung kommt. 8,1 % der Befragten des Mobbing-Reports haben die Trennung vom Partner als Folge von Mobbing genannt.13
4.3 Auf das Team und das Unternehmen
Neben den Auswirkungen auf das Opfer sowie dessen privates Umfeld hat die Schikane auch Konsequenzen für das Team und das Unternehmen. Mobbing im Unternehmen beeinträchtigt das Betriebsklima, schürt Angst und lässt den Krankenstand sowie auch die Personalfluktuation ansteigen. Insbesondere lange krankheitsbedingte Ausfälle sind hier als negative Folge zu nennen. Laut dem Mobbing-Report erkrankte jeder Dritte an den Folgen von Mobbing langfristig, davon die Hälfte bis zu fünf Monaten, ein Viertel sechs bis elf Monate und ca. jeder Fünfte über ein Jahr.14 Der personelle Ausfall muss gegebenenfalls durch das verbleibende Team kompensiert werden, was eine höhere Arbeitsbelastung der Einzelnen, eine geringere Arbeitsmoral sowie Unzufriedenheit bei den Arbeitnehmern zur Folge haben kann. Die Mehrbelastung der Mitarbeiter kann durch eine abnehmende Arbeitszufriedenheit zu weiteren Konflikten und im schlimmsten Fall zu neuen Vorfällen führen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik von Mobbing am Arbeitsplatz ein, beleuchtet seine gesellschaftliche Relevanz und zeigt auf, in welchem Ausmaß Arbeitnehmer in Deutschland betroffen sind.
2. Begrifflichkeit und fachliche Grundlagen von Mobbing: Hier werden der Ursprung des Begriffs „Mobbing“ erklärt, verschiedene Definitionen vorgestellt und Leymanns Phasen des Mobbing-Prozesses sowie unterschiedliche Formen wie Bossing oder Cybermobbing erläutert.
3. Mögliche Ursachen: Das Kapitel identifiziert vielfältige Ursachen für Mobbing am Arbeitsplatz, basierend auf Studien, und nennt konkrete Auslöser wie unerwünschte Kritik, Konkurrenzdenken und Spannungen mit Vorgesetzten.
4. Mögliche Auswirkungen: Dieser Abschnitt beschreibt die gravierenden Folgen von Mobbing auf das Opfer selbst (gesundheitlich, psychisch), dessen privates Umfeld (Trennung, Isolation) sowie auf das Team und das gesamte Unternehmen (Betriebsklima, Fehlzeiten, finanzielle Verluste).
5. Geeignete Präventions- und Interventionsmaßnahmen: Das Kapitel stellt detailliert verschiedene Strategien für Führungskräfte vor, um Mobbing vorzubeugen (z.B. durch Leitbilder, Kommunikation, Konfliktmanagement) und in akuten Fällen zu intervenieren (z.B. Mediation, Schlichtung, konfrontative Maßnahmen, rechtliche Schritte).
6. Fazit: Das Fazit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse über die Relevanz und Auswirkungen von Mobbing, betont die zentrale Rolle der Führungskräfte und gibt einen Ausblick auf zukünftige Fragestellungen.
Schlüsselwörter
Mobbing, Arbeitsplatz, Führungskräfte, Prävention, Intervention, Konfliktmanagement, Auswirkungen, Ursachen, Opfer, Betriebsklima, Digitalisierung, Cybermobbing, Personalentwicklung, Schikane
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen Mobbing am Arbeitsplatz und den damit verbundenen Herausforderungen für Führungskräfte, indem sie Ursachen, Auswirkungen und Lösungsansätze beleuchtet.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themenfeldern gehören die Definition und fachlichen Grundlagen von Mobbing, seine möglichen Ursachen und Auswirkungen sowie geeignete Präventions- und Interventionsmaßnahmen für Führungskräfte.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, Führungskräften einen Überblick über Ursachen, Auswirkungen und mögliche Maßnahmen zur Prävention und Intervention von Mobbing-Prozessen am Arbeitsplatz zu geben, um Eskalationen zu verhindern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf der Analyse bestehender Fachliteratur, Studien und repräsentativer Umfragen, wie dem "Mobbing-Report" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, um die Thematik wissenschaftlich zu erfassen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt ausführlich die möglichen Ursachen und gravierenden Auswirkungen von Mobbing auf Opfer, ihr privates Umfeld, das Team und das Unternehmen, sowie konkrete Präventions- und Interventionsstrategien, die Führungskräften zur Verfügung stehen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Mobbing, Arbeitsplatz, Führungskräfte, Prävention, Intervention, Konfliktmanagement, Auswirkungen, Ursachen, Opfer und Betriebsklima.
Welche Rolle spielt die Digitalisierung im Zusammenhang mit Mobbing am Arbeitsplatz?
Die Digitalisierung und die Anonymität des Internets reduzieren den direkten Kontakt mit Mitmenschen, wodurch Mobbing, insbesondere in Form von Cybermobbing, zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit und somit auch der Unternehmen rückt.
Was sind die letzten Instanzen bei erfolglosen Interventionsmaßnahmen gegen Mobbing?
Wenn alle präventiven und interventionsbezogenen Maßnahmen scheitern, kann ein "Machtwort" des Vorgesetzten ausgesprochen werden. Als allerletzte Instanz bleiben rechtliche Schritte, die im schlimmsten Fall zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses führen können.
Warum ist die Gesprächsbereitschaft des Vorgesetzten bei Mobbingfällen so entscheidend, aber oft ein Defizit?
Die Gesprächsbereitschaft des Vorgesetzten schafft Vertrauen zwischen Arbeitnehmer und Führungskraft und ist eine wichtige Grundlage für ein feindseligkeitsfreies Arbeitsumfeld sowie eine frühe Intervention. Laut dem Mobbing-Report fehlte diese jedoch bei über 60 % der Betroffenen zum Zeitpunkt der Feindseligkeiten.
Was sind die häufigsten Ursachen für Mobbing laut einer Studie in Deutschland?
Laut einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ist das Äußern unerwünschter Kritik die häufigste Ursache (60,1%), gefolgt von Konkurrenzdenken und Neid unter Kollegen sowie Spannungen mit dem Vorgesetzten.
- Arbeit zitieren
- Felix Hensel (Autor:in), 2022, Mobbing am Arbeitsplatz. Eine Herausforderung für Führungskräfte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1280567