Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Relaunch einer Website.
Im Zuge kontinuierlich wachsender Datenmengen und einer Vielzahl darstellender Endgeräte, besonders im mobilen Bereich, nimmt die Bedeutung strukturierter und intuitiv auffindbarer Informationen auf Webpräsenzen zu. Die Darstellung der Inhalte sollte sich dabei an den Bedürfnissen der Nutzenden sowie dem Nutzungskontext orientieren. Das Ziel dabei sei es, eine möglichst hohe Benutzerfreundlichkeit beziehungsweise Gebrauchstauglichkeit im Gestalten der Nutzeroberflächen zu erreichen. Diese Optimierung einer Webpräsenz bildet den Rahmen des vorliegenden Projekts.
Der Relaunch der Website umfasst die Optimierung der Darstellung einer bestehenden Internetpräsenz in Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit und setzt sich aus folgenden Teilaufgaben zusammen:
1. Ermitteln der spezifischen Nutzergruppen
2. Analyse des Ist-Zustandes unter deren Berücksichtigung
3. Optimierung der Website entsprechend der Nutzungsanforderungen
4. Darstellung zweier Varianten mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten. Jede Variante soll drei Webpages in jeweils mobiler bzw. Desktopansicht responsiv darstellen
5. Planung und Durchführung des Projekts nach einem nutzerzentrierten Prozessmodell
Zu Beginn des Projekts erfolgt eine Vorstellung des Auftraggebers beziehungsweise der hinsichtlich der Nutzungsgruppen und -bedürfnisse zu analysierenden und zu optimierenden Internetpräsenz. In der anschließenden Zeit- und Kostenplanung wird der Rahmen der zu erfolgenden Arbeitsschritte mithilfe von Meilensteinen und Arbeitspaketen sowie einer Drei-Punkt-Schätzung abgesteckt. Anschließend wird im Zuge einer Stakeholderanalyse ermittelt, welche Personen durch das Projekt in welchem Ausmaß betroffen und einzubeziehen sind.
Dies ermöglicht auch das Identifizieren potenziell unerkannter Teilaufträge und Projektwiderstände. Bevor die eigentliche Optimierung der Webpräsenz vorgenommen werden kann, wird zunächst ein nutzerzentrierter Gestaltungsprozess initiiert, um Nutzergruppen und -bedürfnisse zu ermitteln. Dieser ermöglicht anschließend, eine Ist-Analyse der Website durchzuführen. Auf Basis dieser Schlussfolgerungen kann iterativ ein Designprozess erfolgen, der den Nutzungskontext und die -anforderungen festlegt, Gestaltungslösungen hervorbringt und diese anschließend evaluiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Projektkontext
1.2 Auftrag
1.3 Ablauf
2. Projektdurchführung
2.1 Planung
2.1.1 Ermitteln eines Kooperationspartners
2.1.2 Stakeholder Management
2.1.3 Zeitplanung
2.1.4 Kostenplanung
2.2 Ermitteln der Nutzergruppen
2.2.1 Sammlung von Daten
2.2.2 Bilden einer Hypothese
2.2.3 Akzeptanz der Hypothese
2.2.4 Festlegen der Anzahl von Personas
2.2.5 Beschreibung der Personas
2.2.6 Erschaffen von Nutzungssituationen
2.2.7 Akzeptanz der Situationen
2.2.8 Verbreiten des Wissens
2.2.9 Das Team erschafft Szenarien
2.2.10 Fortwährende Anpassung
2.3 Ist-Analyse der Usability
2.4 Optimierung der Website
2.5 Evaluation der Gestaltungslösungen
3. Abschluss
Zielsetzung & Themenbereiche
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die nutzerzentrierte Optimierung der Website „gipfelgeil.de“. Im Rahmen eines Website-Relaunchs sollen durch die Identifikation spezifischer Nutzergruppen und deren Bedürfnisse zwei optimierte Design-Varianten entwickelt werden, die sowohl die Usability verbessern als auch die Benutzerführung für verschiedene Anwendertypen intuitiver gestalten.
- Anwendung eines nutzerzentrierten Designprozesses.
- Erstellung und Implementierung von Personas zur Zielgruppendefinition.
- Durchführung einer fundierten Ist-Analyse der Usability.
- Entwicklung und Evaluation zweier responsiver Interface-Varianten für Desktop und Mobil.
- Projektmanagement durch Zeit- und Kostenplanung mittels Meilenstein-Analyse.
Auszug aus dem Buch
2.2 Ermitteln der Nutzergruppen
Im Zentrum eines iterativen, nutzerzentrierten Designprozesses stehe die Nutzerin oder der Nutzer. Umso wichtiger sei es für Entwicklerinnen oder Entwickler, sich bewusst zu sein, dass das Produkt für eine andere Personengruppe gestaltet wird. Folglich sei eine zu erbringende Leistung im Design, die Bedürfnisse der Nutzenden zu identifizieren und in den Prozess einfließen zu lassen (Nielsen 2019: S. 4). Eine Methode, um das Design aus Sicht der Nutzenden zu betrachten, wird in Nielsen (2019) dargestellt und bedient sich der Abstraktion der „Persona“. Dies sei keine reale Person, sondern vielmehr eine Repräsentation der Nutzerin oder des Nutzers, um deren Anforderungen, Nutzungskontext und Fähigkeiten zu vermitteln. Die Methode habe sich in der Praxis als vorteilhaft erweisen, wobei der Mehrwert wie folgt beschrieben wird: Personas unterstützen beim Priorisieren der Zielgruppe und helfen, einen Schwerpunkt zu setzen. Weiterhin würden sie falsche Annahmen der Organisation über die Kundinnen und Kunden aufzeigen und in Frage stellen sowie die Produktentwicklung auf die Zielgruppe und nicht die Technologie abstimmen. Dem Designteam helfe die Methode, indem sie verdeutlicht, dass die NutzerInnen sich vom Team unterscheiden. Bezüglich der Designentscheidungen, die durch Stakeholder beeinflusst wird, helfe die Methode durch gezieltes Verhindern solcher Umsetzungen und stärke die Position der mit dem Design beauftragten Experten (Nielsen 2019: S. 10-11). Um konkrete Personas zu kreieren, zeigt Nielsen (2019) zehn Schritte auf, an denen sich im Folgenden orientiert wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Projektkontext ein, definiert den Auftrag zur Website-Optimierung und skizziert den geplanten Projektverlauf.
2. Projektdurchführung: Hier werden die konkreten Projektschritte von der Planung über die Identifikation der Nutzergruppen mittels Data-Mining und Personas bis zur Usability-Analyse und technischen Umsetzung detailliert beschrieben.
3. Abschluss: Dieser Abschnitt reflektiert den gesamten Projektverlauf, vergleicht das geplante Budget sowie den Zeitaufwand mit den tatsächlichen Ergebnissen und bewertet den Erfolg der durchgeführten Design-Optimierungen.
Schlüsselwörter
User Interface Design, Web-Optimierung, Usability, Persona-Methode, Nutzerzentrierter Designprozess, Projektmanagement, Website-Relaunch, Informationsarchitektur, Stakeholder-Management, Responsive Design, User-Experience, Nutzerszenarien, Usability-Evaluation, Drei-Punkt-Schätzung, Desktop/Mobile-Interface
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den professionellen Relaunch der Website „gipfelgeil.de“ unter Anwendung eines nutzerzentrierten Gestaltungsansatzes, um die Benutzerfreundlichkeit (Usability) für Wanderbegeisterte zu steigern.
Welches ist das primäre Ziel der Optimierung?
Das primäre Ziel ist es, die Webpräsenz durch strukturierte Informationsarchitektur und zielgruppengerechte Designanpassungen so zu gestalten, dass unterschiedliche Nutzertypen ihre Anforderungen intuitiver erfüllen können.
Welche zentrale wissenschaftliche Methode wird eingesetzt?
Die Arbeit basiert maßgeblich auf der „Persona-Methode“ nach Nielsen, ergänzt durch klassische Projektmanagement-Methoden wie Meilenstein-Planung und Drei-Punkt-Schätzungen zur Kosten- und Zeitkalkulation.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst das Stakeholder-Management, die Durchführung einer Usability-Analyse des Ist-Zustands, die Erstellung von Nutzerprofilen sowie die Entwicklung und Evaluation zweier unterschiedlicher Design-Varianten.
Welche Rolle spielen die Personas in diesem Projekt?
Personas dienen als Repräsentanten der Zielgruppe. Mit „Dieter“ und „Lisa“ wurden zwei konkrete Archetypen geschaffen, um Designentscheidungen nicht auf Basis subjektiver Annahmen, sondern auf Basis der Bedürfnisse realer Nutzer zu treffen.
Wie wird der Erfolg des Projekts bewertet?
Der Erfolg wird durch eine Evaluation der Gestaltungslösungen unter Einbeziehung der Zielgruppe sowie durch einen Abgleich der prognostizierten mit den tatsächlichen Projektkosten und dem Zeitplan gemessen.
Was unterscheidet Variante 1 von Variante 2 im Design?
Variante 1 fokussiert sich stark auf die Persona „Dieter“ (einfache Navigation, reduzierte Menüstruktur), während Variante 2 für die Persona „Lisa“ optimiert wurde (zielgerichtete Suche, interaktive Karten, spezifische Filterfunktionen).
Warum wurde eine "Drei-Punkt-Schätzung" verwendet?
Diese Schätzmethode wurde gewählt, um Projektunsicherheiten realistisch abzubilden, indem man Best-Case, Worst-Case und das wahrscheinlichste Szenario für den Personalaufwand berechnet.
- Quote paper
- Lennart Loose (Author), 2022, Relaunch einer Website, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1280591