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Objektbeschreibung: Attische Kanne (T 548 a) aus der Antikensammlung Schloss Wilhelmshöhe, Kassel

Titel: Objektbeschreibung: Attische Kanne (T 548 a) aus der Antikensammlung Schloss Wilhelmshöhe, Kassel

Hausarbeit , 2005 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: MA Dietmar Mezler (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Arbeit werde ich die attische Kanne mit der Inventar Nr. T 548 a mit dem dazugehörigen Deckel aus den Antikensammlung des Museums Schloss Wilhelmshöhe vorstellen. Anhand einiger Beispiele wird zunächst ein Überblick über die geometrische Epoche gegeben. Dieser Teil stellt einen zeitlichen und stilistischen Bezug zu dem zu erörternden Exemplar her. Die Kanne selbst wird im nächsten Schritt beschrieben. Da die Ornamente des Objekts einerseits einen dekorativen, andererseits einen symbolischen Charakter besitzen, wird im Abschnitt „Tiersymbolik“ auf das Besondere der Tierdarstellungen eingegangen. Bei den Untersuchungen der Interpretationshorizonte und Lesemöglichkeiten der Tiersymbole habe ich mich auf Vorschläge in Erika Simons Buch „Die Griechischen Vasen“ (1981) gestützt. Diesem Abschnitt folgen Vergleichsbeispiele. Mit einem kurzen Abschnitt zum griechischen Totenkult schließt diese Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die geometrische Zeit.

2.1. Frühgeometrische Zeit

2.2. Mittelgeometrische Zeit

2.3. Spätgeometrische Zeit

3. Objektbeschreibung

3.1. Allgemein

3.2. Formbeschreibung

3.3. Kannenbemalung

3.4. Der Kannendeckel

4. Tiersymbolik

5. Vergleichsbeispiele

5.1. Die Münchener Kanne

5.2. Die Heidelberger Kanne

6. Totenkult

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht eine spezifische attische Kanne aus der Antikensammlung des Museums Schloss Wilhelmshöhe, um deren stilistische Einordnung in die geometrische Epoche sowie ihren funktionalen Kontext im griechischen Totenkult zu bestimmen.

  • Stilistische und chronologische Analyse der geometrischen Zeit
  • Detaillierte Objektbeschreibung und kunsthistorische Einordnung der Kanne
  • Untersuchung der Bedeutung von Tiersymbolik auf griechischen Vasen
  • Vergleichende Analyse mit ähnlichen keramischen Objekten
  • Kontextualisierung des Gefäßes im Rahmen des griechischen Totenkults

Auszug aus dem Buch

3.3. Kannenbemalung

Der Henkel ist mit einer Punktlinie und einer geraden Linie umrandet. Innerhalb dieser Umrandung findet man symmetrisch angeordnete Dreiecksformen, zwischen denen sich eine flach reliefierte Schlange emporringelt und in der Mündung der Kanne züngelt. Die Schlange selbst ist durch eine von Punkten umschlossene, wellenförmige Linie schematisch dargestellt. (Solche Darstellungen von Schlangen auf den Gefäßen des geometrischen Stils sind typisch. Auf manchen Gefäßen fehlt der Schlangenkopf und die Schlange degradiert somit zum reinen Ornament.) Rechts vom Kopf der Schlange steht ein silouettenhaft gemalter Vogel, der durch die langen Beine an Wasservogel denken lässt.

Abgesehen von dem auffallenden Element der vertikalen Rippen hat der Rest der Dekoration eine horizontale Ausrichtung und akzentuiert somit den Umlauf- und den „bauchigen“ Charakter der Kanne. Die Kanne wird durch die Konstellation von drei geraden Linien in einzelne, unterschiedlich große Ornamentzonen unterteilt.

Auf ein Band waagerechter Zickzacklinien folgt ein Feld, das durch eine wellenförmige, sich schlängelnde, leicht schraffierte Linie ausgefüllt wird. Der nächste Bereich ist in drei quadratische Felder, sog. Metopen, unterteilt. Das frontale Metopenfeld ziert ein Hackenkreuz. Die beiden seitlichen Felder sind jeweils mit einem achteckigen Blütenstern und Dreiecksformen bemalt. Die Bildflächen sind durch vertikale Gliederungselemente, sog. Triglyphen, voneinander getrennt. Diese bestehen aus drei Teilen, wobei die beiden äußeren einander gleichen. Die Ausfüllungen der jeweiligen Abschnitte innerhalb dieser Triaden verstärken die Vertikalität. Somit haben die Triglyphen nicht nur die trennende und auseinanderspreizende Funktion innerhalb des Ornamentbandes, sondern sie rhythmisieren den Fries und betonen die Form des Kannenhalses. Der Hals schließt ab mit einem Mäanderfries und leitet über zur vertikal gegliederten Schulterpartie. Auffallend ist die Schraffur, wie sie beim Mäander, Hackenkreuz oder den Blütensternen auftritt. Die Schraffur dient jedoch nicht der Nachahmung der Plastizität, sondern ist als eine Art Grau- oder Zwischenwert zu verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Objekts und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise anhand von Stilanalyse, Tiersymbolik und Vergleichsbeispielen.

2. Die geometrische Zeit: Historischer Überblick über die Entwicklung des geometrischen Stils in Athen von 900 bis 700 v. Chr. mit Unterteilung in drei Phasen.

3. Objektbeschreibung: Detaillierte Analyse der materiellen Beschaffenheit, der Form, der Ornamentik sowie des Deckels der attischen Kanne.

4. Tiersymbolik: Erörterung der komplexen Bedeutung von Schlangen- und Vogeldarstellungen auf Keramik im Kontext literarischer Quellen und der Totenklage.

5. Vergleichsbeispiele: Analyse der Münchener und Heidelberger Kanne zur Einordnung der Kasseler Kanne in den zeitlichen und stilistischen Kontext.

6. Totenkult: Untersuchung der Grabbeigaben der geometrischen Zeit, um den funktionalen Kontext und die Verwendung des Gefäßes im Bestattungswesen zu klären.

Schlüsselwörter

Attische Kanne, Geometrische Zeit, Vasenmalerei, Tiersymbolik, Totenkult, Kerameikos, Ornamentik, Mäander, Grabbeigaben, Archäologie, Antikensammlung, Gefäßkeramik, Bestattungsritus, Stilentwicklung, Vasen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kunsthistorischen Einordnung und Interpretation einer spezifischen attischen Kanne aus dem Museum Schloss Wilhelmshöhe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die Themen geometrische Epoche, antike Vasenmalerei, Tiersymbolik in der Kunst und den griechischen Totenkult ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Objekt stilistisch und chronologisch einzuordnen und seinen potenziellen funktionalen Kontext im Bestattungskontext zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine deskriptive Objektanalyse mit einem stilgeschichtlichen Vergleich und der Einbeziehung literaturwissenschaftlicher Interpretationsansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine chronologische Einordnung der Epoche, eine detaillierte technische und ornamentale Beschreibung der Kanne, eine Analyse der Tiersymbolik sowie den Vergleich mit weiteren Fundstücken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Attische Kanne, Geometrische Zeit, Vasenmalerei, Tiersymbolik und Totenkult.

In welche zeitliche Periode der griechischen Keramik wird das besprochene Objekt eingeordnet?

Das Objekt wird in die Mittelgeometrische Zeit (ca. 850-760 v. Chr.) datiert.

Welche Rolle spielen die Triglyphen auf dem Kannenhals?

Sie dienen als vertikale Gliederungselemente, die den Fries rhythmisieren, die trennende Funktion innerhalb des Ornamentbandes erfüllen und die Form des Gefäßhalses betonen.

Warum ist die Zuordnung zum Totenkult wahrscheinlich?

Diese Annahme stützt sich auf vergleichbare Funde in Gräbern sowie die symbolische Bedeutung der abgebildeten Tiere, die als Schutz der Seele oder als Zeichen des Lebens gedeutet werden.

Ist der Deckel des Gefäßes original?

Nein, der heute in Kassel befindliche Deckel ist nicht der ursprüngliche Deckel des Gefäßes.

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Details

Titel
Objektbeschreibung: Attische Kanne (T 548 a) aus der Antikensammlung Schloss Wilhelmshöhe, Kassel
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Griechische Vasenmalerei
Note
1,3
Autor
MA Dietmar Mezler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
16
Katalognummer
V128067
ISBN (eBook)
9783640352067
ISBN (Buch)
9783640351954
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Objektbeschreibung Attische Kanne Antikensammlung Schloss Wilhelmshöhe Kassel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
MA Dietmar Mezler (Autor:in), 2005, Objektbeschreibung: Attische Kanne (T 548 a) aus der Antikensammlung Schloss Wilhelmshöhe, Kassel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128067
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Leseprobe aus  16  Seiten
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