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Perspektiven des Dollar als Leitwährung

Title: Perspektiven des Dollar als Leitwährung

Seminar Paper , 2008 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jan Paulick (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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Der Begriff Leitwährung ist allgemein bekannt und im Sprachgebrauch weit verbreitet. Was sich hinter dem Begriff verbirgt und wann eine Währung als Leitwährung bezeichnet wird ist jedoch nur wenigen klar. Heute wird der Dollar als Leitwährung bezeichnet. Ob dies auch in Zukunft der Fall sein wird ist Gegenstand zahlreicher Diskussionen und findet auch in den Medien Beachtung.
Nach dem Ende des 2. Weltkriegs löste der Dollar den Pfund Sterling endgültig als Leitwährung ab. Durch das Bretton Woods System wurde der Dollar als Leitwährung offiziell anerkannt.
Die Frage, die in dieser Arbeit beantwortet werden soll ist, was eine Leitwährung ausmacht, ob die Stellung des Dollar als Leitwährung gefestigt ist, welche Veränderungen zu erwarten sind und welche Voraussetzungen dafür nötig sind. Dabei werden auch mögliche Konkurrenten genannt, die den Dollar als Leitwährung verdrängen könnten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Begriffsklärungen: Leitwährung, internationale Währung

1.2. Funktionen einer internationalen Währung

2. Einflussgrößen einer internationalen Währung

2.1. Größe der Volkswirtschaft, Reservehaltung und Finanzmärkte

2.2. Netzwerkexternalitäten

3. Vorteile durch die Ausgabe der Leitwährung und mögliche Konkurrenten des Dollar

4. Aussichten des Dollar als wichtigste internationale Währung anhand der Einflussgrößen einer internationalen Währung im Vergleich zum Euro

4.1.1. Wichtige Kennzahlen im Vergleich

4.1.2. Status als Reservewährung

4.1.3. Finanzmärkte in den USA und im Euro-Raum

4.1.4. Politische Faktoren

4.1.5. Kontroverse um Zukunftschancen des Dollar im Vergleich zum Euro

5. Elektronisches Geld als Zukunftsszenario

6. Schlußfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Stellung des US-Dollars als globale Leitwährung und analysiert, inwieweit der Euro in naher oder ferner Zukunft eine ernsthafte Konkurrenz darstellen könnte. Dabei wird hinterfragt, welche ökonomischen und politischen Voraussetzungen eine Leitwährung definieren und welche Risiken für die derzeitige Vormachtstellung des Dollars bestehen.

  • Analyse der Funktionen und Einflussgrößen internationaler Währungen
  • Vergleichende Untersuchung von Kennzahlen zwischen USA und Euroraum
  • Bewertung von Netzwerkexternalitäten und Trägheitseffekten im Währungssystem
  • Diskussion politischer Einflussfaktoren und sicherheitspolitischer Aspekte
  • Ausblick auf technologische Entwicklungen wie elektronisches Geld

Auszug aus dem Buch

2.2. Netzwerkexternalitäten

Netzwekexternalitäten sind Vorteile der Nachfrageseite, die dadurch entstehen, dass mehrere Konsumenten dasselbe Gut benutzen. Netzwerkexternalitäten können auch als Degressionseffekt auf der Nachfrageseite bezeichnet werden. Treffender bezeichnet dies der englische Fachbegriff „demand-side economies of scale“. Als Beispiele lassen sich Kulturgüter wie eine Sprache oder auch Produkte aus dem Telekommunikationsbereich wie Software anführen. Durch die Verwendung einer weit verbreiteten Sprache oder eines Internetbrowsers profitieren die Nachfrager. Eben dies gilt auch für eine internationale Währung. Dabei kann man direkte positive Netzwerkeffekte ausmachen, die dadurch entstehen, dass weitere Akteure dieselbe Währung gebrauchen. Hierzu zählt zum Beispiel die Möglichkeit Rechnungen in einer einheitlichen Währung auszustellen. Dadurch entfallen lästige Wechselkursumrechnungen. Es entstehen aber auch indirekte Vorteile, die nur mittelbar durch den weit verbreiteten Gebrauch der internationalen Währung entstehen. Beispielsweise gibt es ein differenzierteres Angebot an Finanzprodukten, die auf Dollar lauten aufgrund der Tatsache, dass der Dollar als dominierende internationale Währung etabliert ist.14

Durch die positiven Netzwerkeffekte wird jedoch der Markteintritt bzw. der Ausbau des Marktanteils für die Anbieter erschwert, da die Nachfrager mit Kosten rechnen müssen, wenn sie ein anderes Gut benutzen möchten.15

Aufgrund der Netzwerkexternalitäten und Umstellungskosten könnte man erwarten, dass es nur eine Leitwährung zu jeder Zeit gibt. Tatsächlich stellt eine internationale Währung, insbesondere in ihrer Funktion als Vehikelwährung, tendenziell ein natürliches Monopol dar. Wenn allerdings eine Währung die Stellung der führenden internationalen Währung herausfordert, kann es eine Übergangsperiode geben, in der es zwei fast ebenbürtige internationale Währungen gibt. Ein Beispiel hierfür ist die Zeit zwischen dem 1. und dem 2. Weltkrieg, in der das Pfund Sterling und der Dollar konkurrierten, bis der Dollar das Pfund Sterling schließlich als Leitwährung verdrängte.16

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Leitwährung, Klärung der historischen Bedeutung des Dollars sowie Definition der Forschungsfrage.

2. Einflussgrößen einer internationalen Währung: Darstellung der ökonomischen Determinanten wie Wirtschaftsgröße und Finanzmarkttiefe sowie Erläuterung von Netzwerkexternalitäten.

3. Vorteile durch die Ausgabe der Leitwährung und mögliche Konkurrenten des Dollar: Analyse der finanziellen und politischen Machtvorteile für die USA sowie eine erste Einschätzung globaler Konkurrenten.

4. Aussichten des Dollar als wichtigste internationale Währung anhand der Einflussgrößen einer internationalen Währung im Vergleich zum Euro: Detaillierter Vergleich der Kennzahlen, Reserve-Status, Finanzmarkteffizienz und politischer Faktoren zwischen USA und Euro-Raum.

5. Elektronisches Geld als Zukunftsszenario: Untersuchung, wie neue Technologien und künstliche Währungen das bestehende monetäre System langfristig verändern könnten.

6. Schlußfolgerungen: Fazit der Arbeit mit der Kernaussage, dass der Dollar trotz Herausforderungen seine Vormachtstellung auf absehbare Zeit behalten wird.

Schlüsselwörter

Leitwährung, US-Dollar, Euro, Währungsstabilität, Finanzmärkte, Netzwerkexternalitäten, Reservewährung, Vehikelwährung, Wirtschaftspolitik, Seignorage, Weltwirtschaft, Wechselkursanbindung, internationale Währung, Zentralbanken, elektronisches Geld

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des US-Dollars als weltweite Leitwährung und analysiert, ob und durch welche Faktoren er in seiner Stellung gefährdet sein könnte.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Zentrum stehen die ökonomischen Einflussfaktoren einer Leitwährung, ein detaillierter Vergleich mit dem Euro sowie die Bedeutung politischer und technologischer Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu bewerten, ob der Euro den US-Dollar als dominante internationale Währung ablösen kann und welche zeitlichen Horizonte hierfür realistisch erscheinen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Analyse ökonomischer Schlüsselindikatoren und aktueller Fachliteratur, ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen ökonometrischen Modellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung internationaler Währungen und einen empirischen Vergleich der USA mit der Europäischen Währungsunion hinsichtlich Kennzahlen, Finanzmarktentwicklung und politischer Stabilität.

Welche Schlüsselbegriffe definieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Leitwährung, Netzwerkexternalitäten, Reservehaltung und den systemischen Wettbewerb zwischen Dollar und Euro charakterisiert.

Welche Bedeutung misst der Autor dem Euro-Raum bei?

Der Autor erkennt den Euro als zweitwichtigste Währung an, stellt jedoch fest, dass ihm die politische Einigkeit und eine tiefe Harmonisierung der Finanzmärkte fehlen, um den Dollar kurzfristig herauszufordern.

Welche Rolle spielt die Politik bei der Währungsdominanz?

Der Autor führt, insbesondere gestützt auf die Argumente von Posen, aus, dass sicherheitspolitische Überzeugungskraft und außenpolitisches Auftreten einen entscheidenden, oft unterschätzten Einfluss auf die Akzeptanz einer Währung haben.

Wie bewertet der Autor den Einfluss technologischer Innovationen?

Technologische Entwicklungen wie elektronisches Geld werden als potenzieller langfristiger Disruptor gesehen, wobei der Autor betont, dass deren Erfolg primär von gesellschaftlichem Vertrauen und gesetzgeberischen Entscheidungen abhängt.

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Details

Title
Perspektiven des Dollar als Leitwährung
College
University of Göttingen  (Professur für Volkswirtschaftslehre, insbes. Wirtschaftspolitik)
Grade
1,7
Author
Jan Paulick (Author)
Publication Year
2008
Pages
26
Catalog Number
V128073
ISBN (eBook)
9783640341276
ISBN (Book)
9783640337897
Language
German
Tags
Perspektiven Dollar Leitwährung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Paulick (Author), 2008, Perspektiven des Dollar als Leitwährung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128073
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