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Die Peisistratiden-Tyrannis als Katalysator der athenischen Demokratie?

Eine Untersuchung des Aufsatzes "Eine Tyrannis als Vorstufe der Demokratie? Überlegungen zur Tyrannis des Peisistratos" von Karl-Wilhelm Welwei

Title: Die Peisistratiden-Tyrannis als Katalysator der athenischen Demokratie?

Term Paper , 2020 , 24 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Ove Frank (Author)

History - Miscellaneous
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Diese Hausarbeit entstand auf Grundlage des Aufsatzes "Eine Tyrannis als Vorstufe der Demokratie? Überlegungen zur Tyrannis des Peisistratos" von Karl-Wilhelm Welwei.
Sie soll die grundsätzlichen Probleme des zugrundeliegenden Aufsatzes ansprechen und dabei aufzeigen, wie seine Kernthese, dass Peisistratos die Entstehung der Demokratie in Athen ausgebremst hätte, widerlegt werden kann.
Tatsächlich geht diese Arbeit weiter und stellt die Gegenthese auf, dass die Tyrannis des Peisistratos und seiner Erben letztlich unabsichtlich der Entwicklung der attischen Demokratie als Katalysator gedient haben dürfte. Dies wird anhand der Problematiken mit den solonischen Reformen sowie durch die Maßnahmen des Peisistratos und letztlich durch die Startvoraussetzungen für die Phylen-Reform des Kleisthenes belegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Das Solonische Quellenproblem

Wie verlässlich ist unser Bild von Solon?

Solons Vermächtnis

Die Tyrannis als logische Konsequenz?

Die Machtergreifungen des Peisistratos

1. Stasis

2. Innerpolitisches Ränkespiel

3. Der Grundstein für Wirtschafts- und Außenpolitik

Peisistratos' Herrschaft

Förderer von Wirtschaft und Kultur

Das Ende der Tyrannis

Der Überdruss der Monarchie

Die Reformen des Kleisthenes

Ein erstaunlich geschmeidiger Übergang

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die These von Karl-Wilhelm Welwei, wonach die Tyrannis des Peisistratos keine notwendige Vorstufe zur athenischen Demokratie darstelle. Ziel ist es, durch eine Quellenanalyse der solonischen Zeit und der peisistratidischen Herrschaft aufzuzeigen, ob die Tyrannis tatsächlich als Katalysator für die späteren Reformen des Kleisthenes fungierte.

  • Kritische Auseinandersetzung mit den solonischen Reformen und der Quellenlage
  • Analyse der Machtergreifungs- und Herrschaftsmechanismen des Peisistratos
  • Untersuchung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Tyrannis
  • Bewertung des Übergangs von der Tyrannis zur Demokratie unter Kleisthenes

Auszug aus dem Buch

Die Machtergreifungen des Peisistratos

Laut Herodot buhlten neben Peisistratos noch der Alkmeonide Megakles und Lykurg um die Macht in Attika. Alle drei hatten dabei das erklärte Ziel eine Tyrannis zu errichten. Megakles führte die Küstenbewohner (parálioi) an und Lykurg jene des Innenlands Attikas (pediakoí). Peisistratos stellte sich wiederum an die Spitze der Menschen aus den Bergregionen (diákrioi). Bei diesen Leuten handelte es sich um die zahlenmäßig größte, aber auch ärmste Gruppierung. Es war also am ehesten in ihrem Interesse, dass die solonischen Reformen weiterhin Bestand hätten. Aufgrund dessen, dass Peisistratos von den drei Macht-Aspiranten als der volksfreundlichste galt, stellten sich die Hügelbewohner bereitwillig hinter ihn. Da es die von (Pseudo-)Aristoteles genannten und von den Parteien angeblich geforderten Staatsformen der "Oligarchie" und "Demokratie" zumindest in dieser Begrifflichkeit noch nicht gab, ist diese Stelle mit Vorsicht zu betrachten. Allerdings soll möglicherweise auch hier lediglich eine Wiedererkennungswert für die Leser geschaffen werden und die grundsätzliche Einteilung der politischen Strömungen mag gar nicht so verkehrt sein. Die gewählten Begriffe zur Unterscheidung der jeweiligen Parteien machten es für die Leser des späten 4. Jahrhunderts wahrscheinlich leichter die beschriebenen Konflikte zu verstehen.

Diese Einteilung der Bevölkerung spielt bei der Phylenreform des Kleisthenes noch eine entscheidende Rolle. So versuchte dieser derartige Konflikte zu vermeiden, indem er seine Phylen so einteilte, dass in jeder sowohl Küsten- als auch Ebenen- sowie Bergbewohner involviert waren.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einführung in die Thematik und Diskussion der kontroversen Sichtweise Welweis zur notwendigen Rolle der Peisistratiden-Tyrannis bei der Entstehung der athenischen Demokratie.

Das Solonische Quellenproblem: Analyse der problematischen Quellenlage zu Solon, die eine objektive Bewertung seiner tatsächlichen Reformtätigkeit erschwert.

Solons Vermächtnis: Untersuchung der sozioökonomischen Auswirkungen der solonischen Politik und der daraus resultierenden Spannungen, die eine Stasis begünstigten.

Die Machtergreifungen des Peisistratos: Beschreibung der politischen Machtkämpfe in Athen und der List, mit der Peisistratos seine Herrschaft stabilisierte.

Peisistratos' Herrschaft: Betrachtung der wirtschaftlichen Aufbauleistungen und der Infrastrukturprojekte, die zur Entstehung einer stärkeren Mittelschicht beitrugen.

Das Ende der Tyrannis: Darstellung des Machtverlustes der Söhne des Peisistratos und des entscheidenden Einflusses der Alkmeoniden beim Umsturz.

Die Reformen des Kleisthenes: Bewertung des Übergangs zur kleisthenischen Ordnung unter Nutzung der durch die Tyrannis geschaffenen sozioökonomischen Voraussetzungen.

Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass die Peisistratidische Tyrannis trotz der autokratischen Ausrichtung eine strukturelle Basis für die spätere Demokratie bot.

Schlüsselwörter

Athen, Peisistratos, Demokratie, Solon, Kleisthenes, Tyrannis, Stasis, Quellenkritik, Polis, Machtverhältnisse, Wirtschaftsgeschichte, Sozialstruktur, Alkmeoniden, Antike, Herrschaftslegitimation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Rolle der Peisistratiden-Tyrannis als mögliche notwendige Vorstufe zur Entstehung der athenischen Demokratie im Kontext der Thesen von Karl-Wilhelm Welwei.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die solonischen Reformen, die Herrschaftsmethoden des Peisistratos, die wirtschaftliche Transformation Attikas sowie die politische Umbruchphase unter Kleisthenes.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Es wird untersucht, ob die Tyrannis des Peisistratos eine notwendige Bedingung für die spätere Etablierung der demokratischen Ordnung in Athen war oder ob Welweis These, dies sei nicht der Fall, durch eine kritische Quellenbetrachtung widerlegt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Analyse der antiken Autoren (u.a. Herodot, (Pseudo-)Aristoteles, Thukydides) im Vergleich mit moderner althistorischer Sekundärliteratur.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert das Quellenproblem bei Solon, die Machtkämpfe der archaischen Zeit, die wirtschaftlichen Fördermaßnahmen der Peisistratiden sowie den Machtverlust der Tyrannen und die kleisthenischen Reformen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Stasis, Tyrannis, Volksfreundlichkeit, Quellenlage, Machtkonsolidierung und sozioökonomische Transformationsprozesse.

Warum wird das "Solonische Quellenproblem" so intensiv behandelt?

Weil die historische Einordnung der solonischen Reformen eine Grundvoraussetzung für die Bewertung der nachfolgenden Tyrannis ist; eine unsichere Quellenbasis führt zu spekulativen Interpretationen der politischen Kontinuität.

Wie bewertet der Autor das Ende der Peisistratiden-Herrschaft?

Der Autor konstatiert, dass das Ende der Tyrannis eine logische Konsequenz der veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse und der gezielten politischen Agitation von Oppositionsgruppen wie den Alkmeoniden war.

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Details

Title
Die Peisistratiden-Tyrannis als Katalysator der athenischen Demokratie?
Subtitle
Eine Untersuchung des Aufsatzes "Eine Tyrannis als Vorstufe der Demokratie? Überlegungen zur Tyrannis des Peisistratos" von Karl-Wilhelm Welwei
College
University of Rostock  (Heinrich Schliemann-Institut für Altetrumswissenschaften)
Course
Die Entstehung der athenischen Demokratie
Grade
2.0
Author
Ove Frank (Author)
Publication Year
2020
Pages
24
Catalog Number
V1280958
ISBN (PDF)
9783346735270
ISBN (Book)
9783346735287
Language
German
Tags
Peisistratos Tyrannis Demokratie Katalysator Peisistratiden Athen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ove Frank (Author), 2020, Die Peisistratiden-Tyrannis als Katalysator der athenischen Demokratie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1280958
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