Diese Arbeit geht der Frage nach, welchen Nutzen digitale Medien als Mittel der unterstützten Kommunikation für Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung haben. Am Beispiel des Tablets soll erläutert und welche Bedeutung dies für die pädagogischen Fachkräfte hat.
Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung und auch wenn es umstritten ist, welche Risiken digitale Medien auf unsere Kinder haben, so ist auf jeden Fall unumstritten, dass sie im Alltag unserer Kinder stetig präsent sind und auch im Bereich der unterstützten Kommunikation immer mehr Einzug nimmt. Nach den entsprechenden Bildungsvereinbarungen der jeweiligen Bundesländer ist sowohl die Inklusion als auch die Medienbildung ein Auftrag der frühkindlichen Bildung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Forschungsmethode
3. Begriffsklärungen
3.1. Autismus-Spektrum-Störung
3.1.1. Allgemeines
3.1.2. Symptome
3.2. Digitale Medien
3.3. Unterstütze Kommunikation
4. Nutzen digitaler Medien zur Unterstützten Kommunikation
5. Bedeutung für Fachkräfte
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den potenziellen Nutzen digitaler Medien, insbesondere von Tablets, als Instrument der Unterstützten Kommunikation für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Technologie die Kommunikationsfähigkeit sowie Teilhabe der betroffenen Kinder fördern kann und welche Anforderungen dies an pädagogische Fachkräfte stellt.
- Grundlagen der Autismus-Spektrum-Störung
- Einsatz digitaler Medien zur Unterstützten Kommunikation
- Tablets als inklusive Lern- und Kommunikationshilfe
- Medienkompetenzpädagogik für Fachkräfte
- Förderstufen des kommunikativen Verhaltens
Auszug aus dem Buch
Nutzen digitaler Medien zur Unterstützten Kommunikation
Digitale Medien bieten Menschen mit Einschränkungen die Möglichkeit sich in die Gesellschaft einzufügen, vor allem im sozialen Bereich und im Bildungssektor (Boenisch, 2010, S.211). Sie machen es möglich Kontakte zu Familie und Freunden herzustellen und aufrechtzuerhalten, Hobbies nachzugehen, autonom zu sein und zu kommunizieren. Vorteilhaft ist hierbei auch, dass z.B. Smartphones und Tablets nicht in der Gesellschaft auffallen und als spezielle Hilfsmittel angesehen werden (Reber & Luginbühl, 2016, S.13ff.).
Wegen ihrer Vielfältigkeit und verschiedenster Funktionen, wie z.B. die Einstellung der Helligkeit, der Farben, der Lautstärke und Textgröße oder auch das schneller und langsamer Abspielen und beliebiges Wiederholen von Videos oder Aufnahmen sind digitale Medien, wie Tablets sehr hilfreich für Kinder mit Einschränkungen, da man sie individuell auf ihre Interessen und Bedürfnisse anpassen kann (Zorn, 2019, S. 105).
Bislang gibt es noch keine ausreichenden Forschungen zu dem Thema, sprachtherapeutische mit medienpädagogischen Ansätzen zusammenzubringen.
Dies wäre jedoch eine gute Möglichkeit, gerade für Kinder, die mit Assistenztechnologien unterstützt kommunizieren, dies mit Hilfe von elektronischen Medien wie Tablets zu tun, da sie nicht nur als Assistenz fungieren, sondern ebenso als Bildungsmedium für alle Kinder. Somit könnten alle Kinder beispielweise Sprachaufnahmen tätigen und somit die eigene Sprache und Stimme und das Wirken auf Andere spielerisch besser kennenlernen. Auch würde dadurch eventuell die Motivation bei den eingeschränkten Kindern steigen, diese Technologie zu nutzen, da sie sehen, dass sie von allen anderen Kindern in der Gruppe ebenso als Spielzeug und Lernmaterial genutzt werden. (Zorn, 2019, S. 106)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Prävalenz der Autismus-Spektrum-Störung und erläutert die Relevanz digitaler Medien in der Unterstützten Kommunikation sowie den Bildungsauftrag zur Inklusion.
2. Forschungsmethode: Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche unter Einbeziehung von Fachliteratur, E-Books und Internetquellen.
3. Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen zu Autismus-Spektrum-Störungen, Symptomatiken, klassischen digitalen Medien sowie dem Bereich der Unterstützten Kommunikation.
4. Nutzen digitaler Medien zur Unterstützten Kommunikation: Es wird analysiert, wie Tablets durch ihre Vielfältigkeit und Akzeptanz als inklusive Kommunikations- und Lernhilfen für Kinder mit ASS fungieren können.
5. Bedeutung für Fachkräfte: Dieses Kapitel betont die Notwendigkeit von Medienkompetenz bei pädagogischen Fachkräften, um Technologien fundiert einsetzen zu können.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Tablets ein ideales inklusives Hilfsmittel darstellen, sofern Fachkräfte die nötige Medienkompetenz zur Anleitung mitbringen.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Autismus-Spektrum-Störung, Unterstützte Kommunikation, Digitale Medien, Tablets, Inklusion, Medienbildung, Medienkompetenz, Sprachförderung, Assistenztechnologie, Frühkindliche Bildung, Kommunikation, Lernhilfe, Sonderpädagogik, Sozialverhalten, Apps
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Publikation untersucht, welchen positiven Beitrag digitale Medien, primär Tablets und Apps, zur Unterstützten Kommunikation (UK) für Kinder im Autismus-Spektrum leisten können.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Die zentralen Felder sind die Autismus-Spektrum-Störung, die Theorie der Unterstützten Kommunikation, Medienpädagogik sowie die praktische Anwendung von Tablets im Bildungsalltag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel der Arbeit ist es zu erläutern, wie digitale Medien als Hilfsmittel für Kinder mit ASS genutzt werden können und welche Kompetenzen pädagogische Fachkräfte dazu benötigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Die Autorin hat eine Literaturrecherche durchgeführt und hierfür aktuelle Fachliteratur sowie diverse Internetquellen und E-Books ausgewertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Begriffserklärungen, die Analyse des Nutzens digitaler Medien für die UK sowie die Auseinandersetzung mit der Rolle der pädagogischen Fachkraft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Autismus-Spektrum-Störung, Unterstützte Kommunikation, Inklusion, Medienkompetenz und Tablets fassen den Kern der Untersuchung zusammen.
Warum gelten Tablets als besonders geeignet für autistische Kinder?
Tablets sind handlich, nicht als spezielle „Sondertechnologie“ stigmatisiert und lassen sich individuell an die spezifischen Bedürfnisse und Interessen der Kinder anpassen.
Welche Rolle spielt die Medienbiografie der Fachkräfte?
Es wird festgehalten, dass Fachkräfte sich ihrer eigenen geprägten Erfahrungen mit Medien bewusst werden müssen, da sie diese Erfahrungen bewusst oder unbewusst an die Kinder weitervermitteln.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Digitale Medien zur unterstützten Kommunikation bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung. Beispiel des Tablets, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1281512