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Stromnutzung von Privathaushalten mit Photovoltaikanlage

Titel: Stromnutzung von Privathaushalten mit Photovoltaikanlage

Bachelorarbeit , 2022 , 76 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Leon Schütz (Autor:in)

Energiewissenschaften
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zuge der deutschen Energiewende schaffen sich inzwischen immer mehr Privathaushalte eine Photovoltaikanlage an, nicht zuletzt mit den seit Herbst 2021 stark steigenden Strompreisen. Damit liegen erstmalig Produktion und Verbrauch von Strom in ihrer Hand. Dabei haben sie die Wahl, ob sie den erzeugten Strom selbst nutzen oder gegen eine Einspeisevergütung ins Stromnetz einspeisen möchten, mit verschiedenen Implikationen für sich selbst und die Gesellschaft. Dementsprechend ist es notwendig zu verstehen, wie Privathaushalte mit dieser Doppelrolle als „Prosumer“ (=Produzent und Konsument) umgehen.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu beantworten, wie sich mit der Anschaffung einer Photovoltaikanlage das Stromnutzungsverhalten der Prosumer ändert. Dazu wurde eine überwiegend quantitative Umfrage zu den betroffenen Privathaushalten und der Nutzung ihrer Photovoltaikanlagen durchgeführt. Dabei wurden neben Daten zur Photovoltaikanlage besondere Schwerpunkte auf die Anschaffung von Geräten mit hohem Strombedarf sowie Verhaltensänderungen der Privathaushalte und die resultierenden Auswirkungen auf Stromverbrauch und Eigenverbrauch gelegt. Außerdem wurde die Zufriedenheit der Prosumer näher untersucht.

Die Auswertung der Antworten zeigt, dass den PV-Besitzern die Autarkie wichtiger ist als Klimaschutz, Kostenkontrolle (Absicherung gegen steigende Strompreise) oder Rendite. Prosumer mit Elektroauto oder Batteriespeicher weisen einen erhöhten Eigenverbrauch auf. Während vor allem die Haushalte mit früh installierter Photovoltaikanlage vermehrt auf Elektroautos setzen, schaffen seit 2019 immer mehr Haushalte eine größere Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher an. Der prozentuale Eigenverbrauch sinkt mit zunehmender Größe (Leistung) der Photovoltaikanlage. Zudem zeigte sich eine erhöhte Zufriedenheit bei größeren Anlagen mit geringerem Eigenverbrauch.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Private Photovoltaik in Deutschland

2.1 Technische & wirtschaftliche Grundlagen

2.2 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen

2.2.1 Die Photovoltaik und das Erneuerbare-Energien-Gesetz

2.2.2 Die Einspeisevergütung

2.2.3 Netzparität

2.2.4 Eigenverbrauch & Autarkie

2.2.5 Die Rolle von Smart Homes

2.2.6 Netzdienlichkeit

3. Soziologische Konzepte zu Verhalten & Rolle der Prosumer

3.1 Verhaltenstheorie

3.2 Verhaltensökonomik

3.3 Kontrollüberzeugung (Locus of Control)

3.4 Das Prinzip Verantwortung

3.5 Diffusionstheorie

3.6 Private Photovoltaikbesitzer als Prosumer

4. Methodik

5. Stromnutzung nach Anschaffung einer Photovoltaikanlage

5.1 Gestaltung der Anlage

5.2 Anschaffung neuer Verbraucher & Elektrifizierung

5.3 Steuerung der Verbraucher & Nutzung von Smart-Home-Systemen

5.4 Stromverbrauch & Eigenverbrauch

5.5 Zufriedenheit & Verbesserungspotenziale

5.6 Zusammenfassung der Ergebnisse

6. Diskussion

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, wie sich mit der Anschaffung einer Photovoltaikanlage das Stromnutzungsverhalten der sogenannten "Prosumer" (Produzenten und Konsumenten gleichzeitig) ändert. Die Forschungsarbeit analysiert, welche Faktoren die Kaufentscheidung beeinflussen, wie Prosumer ihren Eigenverbrauch optimieren und welche Auswirkungen die neue Doppelrolle auf den privaten Stromverbrauch sowie die Zufriedenheit mit der Investition hat.

  • Analyse der Einflussfaktoren auf Kaufentscheidungen bei PV-Anlagen (Autarkie vs. Rendite).
  • Untersuchung des "Prosumer"-Verhaltens hinsichtlich Sektorkopplung und Lastverschiebung.
  • Evaluation des tatsächlichen Eigenverbrauchs in Abhängigkeit von Anlagengröße und Speichersystemen.
  • Einfluss von Smart-Home-Technologien auf die Stromnutzung.
  • Messung der Zufriedenheit von PV-Besitzern und Identifikation von Optimierungspotenzialen.

Auszug aus dem Buch

2.2.4 Eigenverbrauch & Autarkie

Durch die Differenz zwischen Einspeisevergütung und Haushaltsstrompreis wird es seit 2012 zunehmend attraktiv, möglichst viel des erzeugten Stroms selbst zu verbrauchen. So liegen die Arbeitspreise für Privathaushalte im März 2022 bei deutlich über 30 Cent pro kWh, während die Einspeisevergütung für im März in Betrieb genommene Anlagen bei unter 7 Cent pro kWh liegt (Kümpel, 2022; Statistisches Bundesamt, 2021).

Der Begriff “Eigenverbrauch” bezeichnet den Anteil am erzeugten Strom, den der Prosumer selbst und direkt verbraucht, ohne ihn ins Netz einzuspeisen und ggf. später aus dem Netz zu beziehen. Der Eigenversorgungsgrad oder auch Autarkiegrad gibt dagegen an, welcher Anteil des Stromverbrauchs mit dem selbst erzeugten Strom gedeckt wird und gilt somit als Gradmesser für die Unabhängigkeit von der öffentlichen Stromversorgung. Eine 100-prozentige Autarkie gilt allerdings als nicht wirtschaftlich. So wird der Autarkiegrad eines typischen Einfamilienhaushalts mit einer 10-kWp-Photovoltaikanlage mit rund 35 % angegeben (Quaschning, 2015, S. 280).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz der Photovoltaik im Kontext der Energiewende und Einführung des Prosumer-Begriffs.

2. Private Photovoltaik in Deutschland: Erläuterung der technischen Grundlagen, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und gesetzlicher Regelungen wie dem EEG.

3. Soziologische Konzepte zu Verhalten & Rolle der Prosumer: theoretische Einordnung des Nutzerverhaltens unter Einbeziehung ökonomischer und psychologischer Modelle.

4. Methodik: Beschreibung des Forschungsansatzes mittels einer quantitativen Online-Umfrage unter PV-Besitzern.

5. Stromnutzung nach Anschaffung einer Photovoltaikanlage: Detaillierte Darstellung der Umfrageergebnisse zu Anlagengestaltung, Verbraucherverhalten und Zufriedenheit.

6. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf zukünftige politische Strategien und Marktdynamiken.

7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf notwendige politische Anpassungen.

Schlüsselwörter

Photovoltaik, Prosumer, Autarkie, Eigenverbrauch, Energiewende, Stromnutzung, Einspeisevergütung, Haushalt, Stromverbrauch, Speichertechnologie, Elektroauto, Sektorkopplung, Lastverschiebung, Anlagengröße, Klimaschutz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit untersucht, wie sich die Installation einer eigenen Photovoltaikanlage auf das tatsächliche Stromnutzungsverhalten von privaten Haushalten auswirkt, die sich vom reinen Konsumenten zum Produzenten (Prosumer) entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Kaufmotiv von PV-Anlagen, der Eigenverbrauch, die Autarkie, der Einsatz elektrischer Großverbraucher sowie die Zufriedenheit der Anlagenbetreiber.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Privathaushalte ihre PV-Anlage nutzen, welche Verhaltensänderungen im Alltag auftreten und wie diese mit technischen Spezifikationen der Anlage korrelieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Forschungsarbeit basiert auf einer quantitativen Online-Umfrage, an der 162 PV-Anlagenbetreiber teilnahmen, um Daten über ihr Nutzungsverhalten und ihre Anlagentechnik zu erheben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen, soziologische Verhaltenstheorien, die methodische Vorgehensweise und die detaillierte empirische Auswertung der Umfragedaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Prosumer, Photovoltaik, Eigenverbrauch, Autarkiegrad und Sektorkopplung sind die maßgeblichen Begriffe.

Was ist der wichtigste Antrieb für Prosumer beim Kauf einer Anlage?

Die Umfrage zeigt deutlich, dass Autarkie das wichtigste Kaufmotiv ist, noch vor dem Klimaschutz, Kostenkontrolle oder monetärer Rendite.

Welche Rolle spielt die Einspeisevergütung bei der Anlagengröße?

Überraschenderweise gaben die meisten Befragten an, dass die Einspeisevergütung keine Rolle für die gewählte Anlagengröße spielte, auch wenn eine Häufung bei den 10-kWp-Grenzen sichtbar ist.

Führt die Anschaffung einer PV-Anlage zu einem geringeren Stromverbrauch?

Nein, die Anschaffung führt eher zu einem stabilen oder sogar steigenden Stromverbrauch, da durch Sektorkopplung (Elektroauto, Wärmepumpe) ehemals fossile Energiebedarfe elektrifiziert werden.

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Stromnutzung von Privathaushalten mit Photovoltaikanlage
Hochschule
Hochschule Bremerhaven
Note
1,3
Autor
Leon Schütz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
76
Katalognummer
V1282137
ISBN (PDF)
9783346758682
ISBN (Buch)
9783346758699
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prosumer Eigenverbrauch Autarkie PV Photovoltaik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leon Schütz (Autor:in), 2022, Stromnutzung von Privathaushalten mit Photovoltaikanlage, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1282137
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  76  Seiten
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