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Strategien zur steueroptimalen Unternehmensnachfolge unter Berücksichtigung der Erbschaftssteuerreform. Möglichkeiten und Voraussetzungen

Titel: Strategien zur steueroptimalen Unternehmensnachfolge unter Berücksichtigung der Erbschaftssteuerreform. Möglichkeiten und Voraussetzungen

Projektarbeit , 2021 , 45 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Pia Schätzle (Autor:in)

Jura - Steuerrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erbschaftssteuer bei Unternehmensübergabe in Deutschland. Hierbei gilt es einige Möglichkeiten und je nach Möglichkeit auch einige Voraussetzungen zu erfüllen. Bei einer frühzeitigen Planung lassen sich diese Voraussetzungen durch verschiedenste Gestaltungsmöglichkeiten einfacher erfüllen. Die Ausarbeitung gibt einen Überblick darüber, welche Form der Übertragung bei einem Unternehmen infrage kommt und zeigt anhand von Rechenbeispielen, welche Form für die jeweiligen Beispielunternehmen am vorteilhaftesten ist.

Die Erbschafts- und Schenkungssteuer stellt eine politisch sehr brisante Steuerart dar. Insbesondere die Möglichkeit, betriebliches Vermögen erbschaft- bzw. schenkungssteuerlich begünstigt übertragen zu können, wird heftig diskutiert. Dass hier noch nicht alles optimal läuft, zeigt der ständige Reformierungsbedarf. In der Öffentlichkeit wird die Erbschaftssteuer kontrovers diskutiert und war auch Gegenstand zahlreicher Gerichtsverfahren. Erst im Jahr 2016 kam es aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts am 17. Dezember 2014, zu einer weiteren Reform des Erbschaftsteuergesetzes, da hier einige Aspekte der alten Regelung als verfassungswidrig ansehen wurden und dem Gesetzgeber eine Reparaturfrist bis zum 30. Juni 2016 gegeben wurde. Es wurde vor allem die fehlende Unterscheidung zwischen KMUs und Großbetrieben, die Ausnahme der Lohnsummenregelung bei Betrieben mit weniger als 20 Personen, sowie die Quote für Verwaltungsvermögen von bis zur Hälfte des Betriebsvermögens als unvereinbar mit dem Grundgesetz aufgeführt.

International kennen fast alle Staaten eine Erbschaftsteuer. Sie kann allerdings sehr unterschiedlich ausgestaltet werden. Hier muss besonders zwischen der Erbanfallsteuer und der Nachlasssteuer unterschieden werden. Im Fall der Erbanfallsteuer wird nicht die Nachlassmasse als solche, sondern die Bereicherung beim Erben besteuert. Das heißt, sobald mehrere Personen erben, müssen alle Erben die Steuer auf ihren Anteil erbringen. Die unter anderem in Deutschland angewendete Methode der Erbanfallsteuer, führt dazu, dass nur die Bereicherung des Erben der Erbschaftsteuer unterliegt. Im Gegensatz hierzu wird bei der Nachlasssteuer die Nachlassmasse als solche besteuert und erst dann auf die Erben verteilt. Das Konzept findet zum Beispiel in den USA Anwendung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bestimmung der Steuerpflicht

2.1. Persönliche Steuerpflicht

2.2. Sachliche Steuerpflicht

3. Wertermittlung

3.1. Bewertung

3.2. Sachliche und persönliche Steuerbefreiungen

3.3. Betriebsvermögensprivileg

3.3.1. Verfassungsrechtliche Anforderungen an die Verschonung von Betriebsvermögen

3.3.2. Begünstigtes Vermögen

3.3.3. Nettoverwaltungsvermögen

4. Begünstigungsregelungen

4.1. Regelverschonung/ Verschonungsabschlag

4.1.1. Voraussetzungen und Auswirkung

4.1.2. Gestaltungsmöglichkeiten

4.1.2.1. Zeitliche Streckung der Schenkung

4.1.2.2. Endgültigkeit der Übertragung

4.1.2.3. Beschränkung des Verwaltungsvermögens

4.1.2.4. Lohnsummenregelung

4.2. Optionsverschonung/ Vollverschonung

4.2.1. Voraussetzungen und Auswirkung

4.2.2. Gestaltungsmöglichkeiten

4.3. Vorwegabschlag für Familiengesellschaften

4.3.1. Voraussetzungen und Auswirkung

4.3.2. Gestaltungsmöglichkeiten

4.3.2.1. Familienzugehörigkeit

4.3.2.2. Entnahmebeschränkung und Buchwertabfindung

4.4. Verschonungsabschlagsmodell bei Großerwerben

4.4.1. Voraussetzungen und Auswirkung

4.4.2. Gestaltungsmöglichkeiten

4.5. Verschonungsbedarfsprüfung bei Großerwerben

4.5.1. Voraussetzungen und Auswirkung

4.5.2. Gestaltungsmöglichkeiten

4.5.2.1. Privatvermögensgestaltung

4.5.2.2. Besondere Stundungsregel

4.6. Stundung

5. Berechnung der Steuer

6. Steuerfestsetzung und Erhebung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, die steuerlichen Herausforderungen und Optimierungsstrategien bei der Unternehmensnachfolge unter Berücksichtigung der aktuellen Erbschaftsteuerreform zu analysieren, um ein praxisorientiertes Verständnis für die Begünstigungsregelungen des Betriebsvermögens zu vermitteln.

  • Analyse der persönlichen und sachlichen Steuerpflicht bei der Unternehmensübertragung.
  • Methoden der Wertermittlung und Bewertung von begünstigtem Betriebs- und Verwaltungsvermögen.
  • Detaillierte Untersuchung von Begünstigungsmodellen wie Regelverschonung, Optionsverschonung und Vorwegabschlag.
  • Gestaltungsmöglichkeiten zur Einhaltung gesetzlicher Anforderungen wie Lohnsummenfristen und Vermögensgrenzen.
  • Beurteilung der Verhältnismäßigkeit von Stundungsregelungen bei Großerwerben.

Auszug aus dem Buch

Die Erbschafts- und Schenkungssteuer

Die Erbschafts- und Schenkungssteuer stellt also eine politisch sehr brisante Steuerart dar. Insbesondere die Möglichkeit betriebliches Vermögen erbschaft- bzw. schenkungssteuerlich begünstigt übertragen zu können, wird heftig diskutiert. Dass hier noch nicht alles optimal läuft, zeigt der ständige Reformierungsbedarf. In der Öffentlichkeit wird die Erbschaftssteuer kontrovers diskutiert und war auch Gegenstand zahlreicher Gerichtsverfahren. Erst im Jahr 2016 kam es aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts am 17. Dezember 2014, zu einer zu einer weiteren Reform des Erbschaftsteuergesetzes, da hier einige Aspekte der alten Regelung als verfassungswidrig ansehen wurden und dem Gesetzgeber eine Reparaturfrist bis zum 30. Juni 2016 gegeben wurde. Es wurde vor allem die fehlende Unterscheidung zwischen KMUs und Großbetrieben, die Ausnahme der Lohnsummenregelung bei Betrieben mit weniger als 20 Personen, sowie die Quote für Verwaltungsvermögen von bis zur Hälfte des Betriebsvermögens als unvereinbar mit den Grundgesetz aufgeführt.

International kennen fast alle Staaten eine Erbschaftsteuer. Sie kann allerdings sehr unterschiedlich ausgestaltet werden. Hier muss besonders zwischen der Erbanfallsteuer und der Nachlasssteuer unterschieden werden.

Im Fall der Erbanfallsteuer wird nicht die Nachlassmasse als solche, sondern die Bereicherung beim Erben besteuert. Das heißt, sobald mehrere Personen erben, müssen alle Erben die Steuer auf ihren Anteil erbringen. Die unter anderem in Deutschland angewendete Methode der Erbanfallsteuer, führt dazu, dass nur die Bereicherung des Erben der Erbschaftsteuer unterliegt. Im Gegensatz hierzu wird bei der Nachlasssteuer die Nachlassmasse als solche besteuert und erst dann auf die Erben verteilt. Das Konzept findet zum Beispiel in den USA Anwendung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die steuerliche Bedeutung der Unternehmensnachfolge in Deutschland und den dringenden Reformbedarf angesichts verfassungsrechtlicher Vorgaben an die Verschonung von Betriebsvermögen.

2. Bestimmung der Steuerpflicht: Dieses Kapitel differenziert zwischen unbeschränkter und beschränkter Steuerpflicht und erläutert die Anknüpfungspunkte an den Erwerb von Todes wegen sowie Schenkungen unter Lebenden.

3. Wertermittlung: Hier werden die Bewertungsverfahren für Betriebsvermögen und nicht notierte Anteile an Kapitalgesellschaften sowie die Anforderungen an das Betriebsvermögensprivileg detailliert dargestellt.

4. Begünstigungsregelungen: Dieses zentrale Kapitel analysiert die verschiedenen Verschonungsmodelle inklusive der Anforderungen an die Lohnsummenregelung, Verwaltungsvermögensbeschränkung und spezielle Verschonungskonzepte für Großerwerbe.

5. Berechnung der Steuer: Es wird die Ermittlung der Steuerlast nach § 19a ErbStG sowie die Funktionsweise der Tarifverschonung für Unternehmensübertragungen aufgezeigt.

6. Steuerfestsetzung und Erhebung: Dieser Abschnitt behandelt die verfahrensrechtlichen Aspekte der Steuererhebung und die Problematik der Doppelbesteuerung bei Unternehmensübertragungen.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Balance zwischen notwendiger Privilegierung für deutsche Familienunternehmen und der fiskalischen Notwendigkeit steuerlicher Gerechtigkeit.

Schlüsselwörter

Unternehmensnachfolge, Erbschaftssteuer, Schenkungssteuer, Betriebsvermögensprivileg, Regelverschonung, Optionsverschonung, Verwaltungsvermögen, Lohnsummenregelung, Erbschaftssteuerreform, Vorwegabschlag, Großerwerbe, Steuerpflicht, Bewertung, Familiengesellschaften, Stundungsregel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der steueroptimalen Gestaltung der Unternehmensnachfolge in Deutschland. Dabei wird insbesondere untersucht, wie das Betriebsvermögensprivileg genutzt werden kann, um Unternehmen steuerlich begünstigt an die nächste Generation zu übertragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Bewertung von Betriebsvermögen, die Voraussetzungen der verschiedenen Verschonungsmodelle (Regel- und Optionsverschonung), die Konzeption des Verwaltungsvermögens sowie die Anforderungen für Familienunternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, unter welchen gesetzlichen Bedingungen eine steuerlich begünstigte Übertragung von Unternehmen gelingt und wie Unternehmer durch strategische Planung (z.B. Lohnsummensteuerung) die Steuerlast optimieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine rechtsdogmatische Analyse auf Basis des ErbStG, des BewG und der aktuellen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts durchgeführt, ergänzt durch Rechenbeispiele zur Veranschaulichung der steuerlichen Auswirkungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung der Steuerpflicht, die Wertermittlungsmethodik sowie eine detaillierte Analyse der Begünstigungsregeln wie Regelverschonung, Optionsverschonung und Verschonungsbedarfsprüfung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Schlagworte sind Unternehmensnachfolge, Verschonungsabschlag, ErbStG, Verwaltungsvermögen und Lohnsummenregelung.

Warum ist das Verwaltungsvermögen für die Steuerplanung so entscheidend?

Da der Gesetzgeber nur betriebsnotwendiges Vermögen schonen möchte, führt eine zu hohe Quote an "schädlichem" Verwaltungsvermögen dazu, dass die steuerlichen Begünstigungen entfallen. Die gezielte Reduktion dieses Vermögens ist daher ein zentraler Hebel der Gestaltung.

Welche Rolle spielt der "90%-Test"?

Dieser Test stellt sicher, dass Unternehmen, die fast ausschließlich aus Verwaltungsvermögen bestehen, nicht von den Privilegien profitieren dürfen. Eine Quote von über 90% führt zum Ausschluss der Begünstigung.

Was verbirgt sich hinter der "Lohnsummenregelung"?

Dies ist eine Bedingung an den Erwerber, um die Steuerbefreiung dauerhaft zu erhalten. Er muss nachweisen, dass er die Lohnsumme der Beschäftigten über einen Zeitraum von fünf (oder sieben) Jahren in einem bestimmten Verhältnis zur Ausgangslohnsumme hält, um Arbeitsplätze zu sichern.

Ist eine steueroptimierte Nachfolge für jedes Unternehmen gleich umsetzbar?

Nein, die Möglichkeiten sind individuell. Besonders Familienunternehmen haben durch spezielle Vorwegabschläge Vorteile, während Einzelunternehmen oder Firmen mit hohem Verwaltungsvermögen (Cash-GmbHs) vor deutlich größeren rechtlichen Hürden stehen.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Strategien zur steueroptimalen Unternehmensnachfolge unter Berücksichtigung der Erbschaftssteuerreform. Möglichkeiten und Voraussetzungen
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Villingen-Schwenningen, früher: Berufsakademie Villingen-Schwenningen
Note
2,3
Autor
Pia Schätzle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
45
Katalognummer
V1282157
ISBN (eBook)
9783346739469
ISBN (Buch)
9783346739476
Sprache
Deutsch
Schlagworte
strategien unternehmensnachfolge berücksichtigung erbschaftssteuerreform möglichkeiten voraussetzungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Pia Schätzle (Autor:in), 2021, Strategien zur steueroptimalen Unternehmensnachfolge unter Berücksichtigung der Erbschaftssteuerreform. Möglichkeiten und Voraussetzungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1282157
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  45  Seiten
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