Die vorliegende Hausarbeit soll in Form einer Literaturanalyse einen Einblick in Demenzerkrankungen gewähren. Das Ziel dieser Hausarbeit besteht darin, die Besonderheiten im Umgang mit Demenz bezüglich des Erhalts der Lebensqualität aufzuzeigen und den Lesern einen Einblick in die verschiedenen Demenzformen sowie Behandlungen zu verschaffen.
Ausgehend von diesem Ziel entwickelt sich die Forschungsfrage dieser Hausarbeit: Wie kann die Lebensqualität von Demenzerkrankten erhalten werden?
Zunächst ist es erforderlich, einige Begriffe zu klären. In Kapitel 2 werden die Begriffe Demenz sowie Lebensqualität vorgestellt. Im Anschluss daran werden in Kapitel 3 die Symptome sowie die Diagnose von Demenz erläutert. Für eine bessere Veranschaulichung geschieht dies am Beispiel der Alzheimer-Demenz. Daraufhin folgen generelle Symptome sowie Erkennungsmerkmale für Demenzen, die zu Beginn des Kapitels aufgezählt sind. Kapitel 3 endet mit der Erörterung des Diagnoseverfahrens „DemTec“ und dem „Uhrentest“.
Um einen Einblick in Demenzerkrankungen zu gewährleisten und um verstehen zu können, wie die Lebensqualität von Betroffenen explizit verbessert werden kann, sind im vierten Kapitel die häufigsten Demenzformen aufgezeigt. Denn die Formen verlaufen anders, tangieren Betroffene unterschiedlich und haben somit verschiedene Behandlungsmethoden.
In Kapitel 5 sind Ursachen/Risikofaktoren und in Kapitel 6 Präventionsmöglichkeiten von Demenzen dargestellt, weil eine Prävention und Vermeidung von Ursachen, Einbüßen der Lebensqualität im Zusammenhang mit einer Demenzerkrankung verhindern kann.
In Kapitel 7 wird die Relevanz der Demenzaufklärung ausführlicher behandelt und es wird auf einige Behandlungsmöglichkeiten von Demenzen unter dem Aspekt der Lebensqualität eingegangen. Eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Lebensqualität hat u. a. die Sozialarbeit. Deswegen werden im siebten Kapitel die Tätigkeiten der Sozialen Arbeit im Umgang mit Demenzerkrankten vorgestellt.
Kapitel 8 zeigt den aktuellen Forschungsstand von Demenz auf. Themen und Fragen, die noch offenbleiben, sowie die Zusammentragung der Ergebnisse erfolgen im Fazit dieser Studienarbeit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition
3 Symptome und Erkennung
4 Demenzformen
4.1 Alzheimerdemenz
4.2 Vaskuläre Demenzen
4.3 Frontotemporale Demenz
4.4 Lewy-Körperchen-Demenz
4.5 Vergleich primärer und sekundärer Demenzen
4.6 Korsakow-Syndrom
5 Ursachen und Risikofaktoren
6 Demenzprophylaxe
7 Behandlungen
7.1 Validation
7.2 Selbsterhaltungstherapie
7.3 Psychotherapie
7.4 Rolle der Sozialen Arbeit
8 Forschungsstand
9 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Besonderheiten im Umgang mit Demenz unter dem Aspekt des Erhalts der Lebensqualität aufzuzeigen. Die Forschungsfrage lautet: Wie kann die Lebensqualität von Demenzerkrankten erhalten werden?
- Grundlagen und Definition von Demenz
- Symptomatik und diagnostische Verfahren
- Differenzierung der verschiedenen Demenzformen
- Präventionsstrategien und Risikofaktoren
- Therapeutische Ansätze und die Rolle der Sozialen Arbeit
Auszug aus dem Buch
7.1 Validation
Bei der Validation geht es darum, den Menschen ganzheitlich dort abzuholen, wo er oder sie steht, und sich dabei für die Betroffenen anzupassen sowie sich zu verändern (also ihren Blickwinkel einnehmen und sich mit ihnen auf eine Stufe stellen). Validation ist die Akzeptanz, dass der Demenzpatient in seiner eigenen Welt lebt. Über dieses Verfahren/diese Umgangsform kann die Lebensqualität von Betroffenen erhalten oder gesteigert werden. Denn sie werden dabei gemäß Maier et al. (2009, S.112) wertgeschätzt und ihre Wahrnehmungen, Sicht- und Verhaltensweisen akzeptiert sowie anerkannt.
Mittels Empathie und Toleranz wird ressourcenorientiert mit den Betroffenen umgegangen, um sich in deren Gefühlswelt einzufühlen. Dies geschieht verbal und nonverbal. Das heißt konkret, wenn bspw. eine 90-jährige Demenzkranke sagt, dass sie auf ihre Oma wartet, sollte ihr nicht erklärt werden, dass ihre Oma schon längst tot ist. Es geht darum, dass sich die Betroffene in diesem Moment wohlfühlt. Deswegen sollten ihre Gefühle anerkannt und respektiert werden, indem ihr z. B. gesagt wird, dass ihre Oma gerade arbeiten ist und deshalb nicht kommen kann. Zudem könnten Fragen zur Oma gestellt werden, damit sich die Betroffene über diese Thematik aussprechen kann.
Dabei könnte sich dann bspw. herausstellen, dass sich in ihrer Äußerung das Bedürfnis versteckt, sich mit schönen Erinnerungen zu beschäftigen. Dadurch können negative Gefühle nach Maier et al. (2009, S.113) ihre Bedrohlichkeit verlieren. Fragen nach dem „Warum“ wie z. B. „Warum vermissen Sie Ihre Oma?“ sollten vermieden werden, denn wegen der kognitiven Einschränkungen können Betroffene solche Fragen meist nicht beantworten, wodurch diese sich verunsichert fühlen und aversive Gefühle entwickeln. Menschen haben zudem gewisse Gewohnheiten, um sich wohlzufühlen (z. B. abends in schöner Kleidung spazieren gehen). Gewohnheiten sollten akzeptiert und umgesetzt werden können. Daher ist für die Validation eine Biografiearbeit wichtig.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einführung thematisiert die steigende Relevanz der Demenz aufgrund der demographischen Entwicklung und definiert das Ziel, den Erhalt der Lebensqualität zu untersuchen.
2 Definition: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Demenz als pathologische Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten und unterscheidet zwischen primären und sekundären Demenzformen.
3 Symptome und Erkennung: Hier werden kognitive, psychische und somatische Symptome klassifiziert sowie diagnostische Instrumente wie der Uhrentest und DemTect vorgestellt.
4 Demenzformen: Dieses Kapitel beschreibt diverse Erscheinungsformen der Demenz, wie Alzheimer, vaskuläre Demenzen, Frontotemporale Demenz und das Korsakow-Syndrom.
5 Ursachen und Risikofaktoren: Die Ausführungen beleuchten genetische Faktoren, das Alter als Hauptursache sowie beeinflussbare Lebensstilfaktoren wie Ernährung und kognitive Anregung.
6 Demenzprophylaxe: Das Kapitel widmet sich Strategien zur Risikominimierung durch Ernährung, körperliche Bewegung und Stressmanagement.
7 Behandlungen: Hier werden erlernbare Methoden wie Validation, Selbsterhaltungstherapie und Psychotherapie sowie die Aufgaben der Sozialen Arbeit detailliert dargestellt.
8 Forschungsstand: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über den aktuellen medizinischen Wissensstand zu Ursachen wie Plaques und dem Botenstoff Acetylcholin sowie laufende Studien.
9 Fazit: Das Fazit fasst die Strategien zum Erhalt der Lebensqualität zusammen und reflektiert die verbleibende Relevanz von Patientenverfügungen und professioneller Begleitung.
Schlüsselwörter
Demenz, Lebensqualität, Alzheimer, Validation, Selbsterhaltungstherapie, Soziale Arbeit, Demenzprophylaxe, Kognition, Kohärenzgefühl, Psychoedukation, Diagnostik, Demenzformen, Biografische Arbeit, Pflege, Altern.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Es geht um das Krankheitsbild Demenz und wie man trotz der kognitiven Abbauprozesse die Lebensqualität der Betroffenen bestmöglich erhalten kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die medizinischen Grundlagen, verschiedene Demenzformen, Präventionsmöglichkeiten, therapeutische Umgangsformen sowie die psychosoziale Unterstützung.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das Hauptziel ist es, Ansätze und Strategien zu identifizieren, die den Erhalt der Lebensqualität sowie der Autonomie von demenzkranken Menschen im Alltag fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine strukturierte Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand und bewährte Umgangsformen zusammenzutragen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Symptome, die Klassifikation der Demenzformen, Präventionsstrategien (Prophylaxe) und verschiedene Behandlungskonzepte wie die Validation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Lebensqualität, Demenz, Validation, Selbsterhaltungstherapie, Soziale Arbeit und Prävention.
Welche Rolle nimmt die Soziale Arbeit bei der Demenzpflege ein?
Sozialarbeiter fungieren als Koordinatoren und Berater, die unter anderem durch Psychoedukation und die Vermittlung von Kohärenzgefühl die Angehörigen entlasten und die Autonomie der Betroffenen stärken.
Warum ist die Validation ein wichtiges Konzept?
Validation ermöglicht es, den von Demenz Betroffenen in seiner Welt wertschätzend zu begegnen, wodurch sich Ängste mindern und das Wohlbefinden stabilisieren kann.
- Quote paper
- Lars B. Appel (Author), 2021, Einblick und Besonderheiten der Demenz. Wie kann die Lebensqualität von Demenzerkrankten erhalten werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1282159