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Geschichte der Gouvernamentalität 1 und 2

Ein Vergleich zu Foucaults früheren Werken

Title: Geschichte der Gouvernamentalität 1 und 2

Term Paper , 2007 , 32 Pages , Grade: 1-

Autor:in: Eva Kostakis (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Ziel dieser Arbeit ist es die These von Thomas Lenke nach zu vollziehen. Lemke behauptet, im Gegensatz zu vielen Anderen, das es keinen gravierenden Bruch zwischen Foucaults früheren Arbeiten und den, in zwei Bänden erschienen, Vorlesungen von 1977 bis 1979
am College de France gebe. Um diese These nachzuvollziehen stelle ich in dieser Arbeit,
neben den zwei Bänden der „Geschichte der Gouvernementalität“,
auch „Die Sorge um sich“ und „Der Willen zum Wissen“ vor.
Diese Arbeit beansprucht nicht für sich vollständig und umfassend zu sein.
Im weiteren Verlauf werde ich Lemkes Theorie nur an Hand des Begriffs Bevölkerung untersuchen. Obwohl der Bevölkerungsbegriff hier Gegenstand meiner Untersuchung
sein soll, ist auch diese eingeschränkte Untersuchung nicht vollständig,
da ich mich auf die Vorlesungen in „Geschichte der Gouvernementalität I&II“,
„Der Wille zum Wissen“ und „Die Sorge um sich“ beschränke.
Diese Arbeit besteht im Wesentlichen aus einer Erläuterung der Lemke These, aus den Darstellungen der vier Bücher und wie genau der Begriff Bevölkerung in den verschiedenen Büchern definiert wird, danach folgt ein Vergleich und ein Fazit in dem erläutert wird ob ich Lemkes These „des roten Fadens“ nachvollziehen kann und warum.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

1.1. Lemkes These:

2. „Der Wille zum Wissen“ (allgemein):

2.1. Was sagt Foucault in „Der Wille zum Wissen“ über Bevölkerung?

3. „Geschichte der Gouvernementalität I & II“ (allgemein):

3.1. Was sagt Foucault in „Geschichte der Gouvernementalität I& II“ über Bevölkerung?

4. „Die Sorge um sich“ (allgemein):

4.1. Was sagt Foucault in „Die Sorge um sich“ über Bevölkerung?

5. Fazit:

5.1. „Die Sorge um sich“ und die „Geschichte der Gouvernementalität I &II“:

5.2. „Der Wille zum Wissen“ und „Die Sorge um sich“:

5.3. „Der Wille zum Wissen“ und die „Geschichte der Gouvernementalität I &II“:

6. Sackgasse? Ja oder nein?

7. „Statt eines Schlusswortes“:

8. Literatur:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die These von Thomas Lemke, dass es keinen gravierenden Bruch zwischen Michel Foucaults früheren Werken und seinen späteren Vorlesungen (1977-1979) gibt. Anhand des zentralen Begriffs der Bevölkerung analysiert die Arbeit Foucaults Machtanalytik, um nachzuweisen, dass es sich hierbei um eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Präzisierung seines Denkens handelt.

  • Analyse der Lemke-These zur Kontinuität in Foucaults Machtanalytik
  • Untersuchung des Begriffs der Bevölkerung als zentrales Analyseinstrument
  • Vergleichende Betrachtung der Werke „Der Wille zum Wissen“, „Geschichte der Gouvernementalität I & II“ und „Die Sorge um sich“
  • Reflektion über das Verhältnis von Selbstregierung und externen Machtformen

Auszug aus dem Buch

2.1. Was sagt Foucault in „Der Wille zum Wissen“ über Bevölkerung?

In „Der Wille zum Wissen“ wird vor allem das Verhältnis zwischen Souverän und Untertan beleuchtet, ausgehend vom Aspekt Leben anstatt Tod. Foucault beschreibt den Wandel den das Souverän- Untertan- Verhältnis durchschreitet. Charakteristisch für den Souverän der klassischen Zeit ist, dass er über Leben und Tod entscheiden kann. Dieses Recht ist vom römischen Recht des Familienvaters übernommen worden, der Vater darf über das Leben und den Tod seiner Kinder und seiner Sklaven entscheiden (patrias potestas). Allerdings darf der Souverän von diesem Recht nur Gebrauch machen, wenn er sich in seiner Existenz bedroht fühlt. Dieses Recht kann der Souverän indirekt ausüben, z. B. wenn er jemanden in den Krieg schickt oder auf direktem Wege, in dem er jemanden der gegen Gesetze verstößt hinrichten lässt. Beide Formen, sowohl die alte, absolute des römischen Familienvaters, als auch die moderne, beschränkte des Souveräns sind asymmetrisch. (vgl. Foucault, 1977, S.161f)

„Der Souverän übt sein Recht über das Leben nur aus, indem er sein Recht zum Töten ausspielt- oder zurückhält. Er offenbart seine Macht über das Leben nur durch den Tod, den zu verlangen er imstande ist. Das so genannte Recht „über Leben und Tod“ ist in Wirklichkeit das Recht sterben zu machen und Leben zu lassen.“ (Foucault, 1977, S.162)

Die Macht des Souveräns bezieht sich im klassischen Zeitalter eher auf die Abschöpfung von Produkten, Gütern, Diensten, Arbeit und Blut, später gibt es eine Veränderung hin zu Anreizung, Verstärkung, Kontrolle, Überwachung, Steigerung und Organisation der unterworfenen Kräfte. (vgl. Foucault, 1977, S.162f)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung legt die Forschungsfrage dar, welche die Kontinuität in Foucaults Werk basierend auf der These von Thomas Lemke anhand des Bevölkerungsbegriffs untersucht.

2. „Der Wille zum Wissen“ (allgemein): Dieses Kapitel analysiert Foucaults Kritik an der Repressionshypothese und die Verschiebung der moralischen Sorge hin zur Subjektivierung.

2.1. Was sagt Foucault in „Der Wille zum Wissen“ über Bevölkerung?: Hier wird der historische Wandel vom souveränen Recht über Leben und Tod hin zur Biopolitik und der Regulierung der Bevölkerung detailliert.

3. „Geschichte der Gouvernementalität I & II“ (allgemein): Dieses Kapitel stellt die Entwicklung der Regierungskunst von der Normalisierung bis zum Neoliberalismus vor.

3.1. Was sagt Foucault in „Geschichte der Gouvernementalität I& II“ über Bevölkerung?: Analyse der Verschiebung des Fokus auf ökonomische Zusammenhänge, den homo oeconomicus und die Steuerung über Rahmenbedingungen.

4. „Die Sorge um sich“ (allgemein): Erläuterung der „Lebenskunst“ als bewusste Formung der eigenen Existenz, die sich von humanwissenschaftlichen Zwängen abhebt.

4.1. Was sagt Foucault in „Die Sorge um sich“ über Bevölkerung?: Untersuchung der Ehepraxis und der Mikroebene der gesellschaftlichen Beziehungen im Kontext der Sorge um sich.

5. Fazit: Zusammenführende Betrachtung der untersuchten Foucault-Werke, die Lemkes These der Kontinuität und der Weiterentwicklung bestätigt.

5.1. „Die Sorge um sich“ und die „Geschichte der Gouvernementalität I &II“:: Ein Vergleich der historischen Zeiträume und der methodischen Herangehensweise an soziale Beziehungen.

5.2. „Der Wille zum Wissen“ und „Die Sorge um sich“:: Analyse der Unterschiede in der Fokussierung zwischen Bevölkerung als Ganzem und individueller Zweierbeziehung.

5.3. „Der Wille zum Wissen“ und die „Geschichte der Gouvernementalität I &II“:: Darstellung der chronologischen und theoretischen Fortführung von Macht- und Regierungsanalysen.

6. Sackgasse? Ja oder nein?: Diskussion der Kritik an Foucaults liberalen Bezügen und die Einordnung als politisches Problem der Gegenwart.

7. „Statt eines Schlusswortes“:: Reflexion über die Anwendbarkeit von Foucaults Theorien auf aktuelle Probleme, wie das der Akademikerinnen und der Kinderlosigkeit.

8. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Primärliteratur von Michel Foucault und der Sekundärliteratur von Thomas Lemke.

Schlüsselwörter

Bevölkerung, Foucault, Machtanalytik, Gouvernementalität, Biopolitik, Subjektivierung, Lemke, Neoliberalismus, Lebenskunst, Disziplin, Sicherheit, Humankapital, homo oeconomicus, Macht, Widerstand

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die These des Soziologen Thomas Lemke, dass Michel Foucaults Werk keine unüberbrückbaren Brüche aufweist, sondern eine kontinuierliche Weiterentwicklung darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Machtanalytik, Subjektivierungsprozesse, die Geschichte der Gouvernementalität, der Begriff der Bevölkerung sowie der Übergang von Disziplinierungsmaßnahmen zu Sicherheitsdispositiven.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu prüfen, ob die These des „roten Fadens“ in Foucaults Denken anhand des Begriffs „Bevölkerung“ in seinen späten Vorlesungen und Werken nachvollzogen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse, in der Foucaults Primärtexte systematisch mit der Sekundärliteratur von Thomas Lemke in Beziehung gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert, wie Foucault in verschiedenen Werken den Begriff der Bevölkerung definiert, von der Souveränität über die Biopolitik bis hin zum neoliberalen Humankapital.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Biopolitik, Bevölkerung, Gouvernementalität, Subjektivierung, Humankapital und Kontinuität charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die „Lebenskunst“ von der klassischen Machtanalyse?

Die Lebenskunst zielt auf die bewusste Gestaltung der eigenen Existenz ab und löst den Menschen aus den Zwängen rein funktionaler und normativer Machtsysteme.

Inwiefern spielt der Neoliberalismus eine Rolle für den Bevölkerungsbegriff?

Der Neoliberalismus verschiebt den Fokus von der direkten Regulierung der Bevölkerung hin zur Schaffung von Rahmenbedingungen, in denen der Einzelne als „Unternehmer seiner selbst“ agiert.

Was ist mit dem Begriff des Humankapitals gemeint?

Humankapital bezeichnet die Summe an angeborenen und erworbenen Fähigkeiten, durch die ein Individuum sein eigenes Einkommen produziert und sich selbst als eine Art Unternehmen begreift.

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Details

Title
Geschichte der Gouvernamentalität 1 und 2
Subtitle
Ein Vergleich zu Foucaults früheren Werken
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
1-
Author
Eva Kostakis (Author)
Publication Year
2007
Pages
32
Catalog Number
V128237
ISBN (eBook)
9783640343515
ISBN (Book)
9783640343935
Language
German
Tags
vergleich veränderung zu früher
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Kostakis (Author), 2007, Geschichte der Gouvernamentalität 1 und 2, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128237
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