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Lehrbarkeit des Glaubens - damals und heute

Title: Lehrbarkeit des Glaubens - damals und heute

Term Paper , 2007 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Claudia Waindok (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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Die Frage, ob man Glauben unterrichten kann, beschäftigt schon seit Jahrhunderten die Menschheit. Der Religionsunterricht wird seit Anbeginn einerseits stark befürwortet, andererseits arg kritisiert. Lange Zeit hat es nie eine gänzliche Einigung darüber gegeben, welches nun die optimale Lösung ist.
Auch in der heutigen Zeit herrscht kein Konsens darüber, ob Religion lehrbar ist oder nicht. In meiner Hausarbeit möchte ich mich mit den unterschiedlichen Meinungen auseinandersetzen, um anschließend die Frage beantworten zu können: Ist Glaube lehrbar?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was meint der Begriff „Glaube“?

3 Die Geschichte des Lehrbarkeitsstreits

3.1 Evangelische Diskussion

3.2 Katholische Diskussion

4 Die Lehrbarkeit des Glaubens heute

4.1 Das öffentliche Interesse an Glaube und Glaubensvermittlung

4.2 Die Abhängigkeit von Glaube und Bildung

5 Schwierigkeiten der Glaubensunterweisung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die grundlegende religionspädagogische Frage, ob religiöser Glaube als solcher überhaupt lehrbar ist, indem sie historische Debatten sowie aktuelle bildungstheoretische Ansätze kritisch beleuchtet.

  • Analyse des Glaubensbegriffs in seinen zwei Komponenten (Inhalt und Akt)
  • Historische Aufarbeitung des evangelischen und katholischen Lehrbarkeitsstreits
  • Untersuchung des aktuellen öffentlichen Interesses an religiöser Bildung
  • Darstellung der wechselseitigen Abhängigkeit von Glaube und Bildung
  • Reflektion über die Schwierigkeiten moderner Glaubensvermittlung

Auszug aus dem Buch

Die Geschichte des Lehrbarkeitsstreits

Blickt man zurück in die Zeiten, in denen der evangelische Lehrbarkeitsstreit sein größtes Ausmaß entfaltet hat, also in der Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert, so fällt auf, dass der Auslöser dessen noch viel weiter in der Vergangenheit liegt.

Bereits zu der Zeit, als Luther den Katechismus verfasst, ist sich jener der Glaubenslehre nicht allzu sicher. Er zweifelt daran, dass er nicht aus eigener Kraft heraus im Stande sei, an Jesus Christus zu glauben. Mit dieser Aussage betont Luther, dass der Mensch im Grunde unfähig ist über seinen eigenen Glauben zu verfügen. Nichtsdestotrotz sind die Bemühungen um eine Verbesserung der evangelischen Glaubensunterweisung enorm gewesen. Diese Widersprüchlichkeit scheint ein grundlegendes Problem in der Geschichte der evangelischen Religionspädagogik zu sein. Robert Schelander spricht hinsichtlich dessen von einem „spezifisch evangelischen Paradox“.

Weiterhin ist es der liberale Theologe Friedrich Schleiermacher (1768-1834) der die Diskussion über die Lehrbarkeit von Glauben auf evangelischer Seite wenige Jahre später entscheidend beeinflusst. Dieser ist nicht gänzlich für die Abschaffung des Katechismusunterrichts, dennoch vertritt er den Standpunkt, dass jener mit lebhaften Bildern angereichert werden soll, „damit die Kinder nicht nur totes Wissen über religiöse Wahrheiten sammelten, sondern zu wahrhaften Christen mit einem lebendigen Glauben heranwüchsen“. In seinen „Reden über die Religion“ bezeichnet Schleiermacher den Glauben als eine persönliche „Herzensangelegenheit“ und somit nicht als subjektive Religion vermittelbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Fragestellung der Arbeit ein und skizziert das methodische Vorgehen bei der Untersuchung der Lehrbarkeit von Glauben.

2 Was meint der Begriff „Glaube“?: Das Kapitel definiert den Glaubensbegriff als Zusammenspiel von Glaubensinhalt und Glaubensakt und hinterfragt die Möglichkeiten der Vermittlung.

3 Die Geschichte des Lehrbarkeitsstreits: Hier werden die historischen Kontroversen innerhalb der evangelischen und katholischen Konfessionen an der Wende zum 20. Jahrhundert aufgearbeitet.

4 Die Lehrbarkeit des Glaubens heute: Dieses Kapitel analysiert das gegenwärtige öffentliche Interesse an Religionsunterricht und die enge Verknüpfung von Bildung und religiöser Identitätsbildung.

5 Schwierigkeiten der Glaubensunterweisung: Es werden die gesellschaftlichen und individuellen Barrieren, wie Säkularisierung und das Spannungsfeld zwischen Rationalität und Unerklärbarkeit, thematisiert.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Glaubensinhalte lehrbar sind, der Glaube selbst jedoch eine zutiefst persönliche Entscheidung bleibt.

Schlüsselwörter

Religionsunterricht, Lehrbarkeitsstreit, Glaubensvermittlung, Katechismus, Säkularisierung, Glaubensinhalt, Glaubensakt, Schleiermacher, Religionspädagogik, Bildung, Konfessionen, Zwickauer Manifest, Münchener Methode, Identitätsfindung, Glaube.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Glaube als eine zutiefst persönliche Angelegenheit in einem schulischen Kontext gelehrt und vermittelt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition des Glaubens, die historische Entwicklung der Religionspädagogik, die Rolle des Staates und der Kirche sowie die Herausforderungen durch die moderne Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine historische und aktuelle Analyse zu klären, inwiefern Glaubensinhalte lehrbar sind und wo die Grenzen der religiösen Unterweisung liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche und die Analyse historischer Texte und bildungspolitischer Denkschriften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den historischen Lehrbarkeitsstreit, die aktuelle Situation des Religionsunterrichts im gesellschaftlichen Kontext sowie die pädagogischen Herausforderungen bei der Glaubensvermittlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Religionsunterricht, Lehrbarkeitsstreit, Säkularisierung, Glaubensinhalt und Identitätsfindung charakterisiert.

Welchen Unterschied gibt es zwischen evangelischer und katholischer Diskussion?

Die evangelische Diskussion war geprägt von heftigen Kontroversen und Reformforderungen, während die katholische Seite länger an traditionellen Methoden festhielt und Diskussionen eher methodischer Natur waren.

Was bedeutet der „Glaubensakt“ im Kontext der Arbeit?

Der Glaubensakt bezeichnet die persönliche Annahme der Botschaft durch das Individuum und dessen Umsetzung im vertrauensvollen Handeln gegenüber sich selbst und anderen.

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Details

Title
Lehrbarkeit des Glaubens - damals und heute
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,3
Author
Claudia Waindok (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V128242
ISBN (eBook)
9783640345052
ISBN (Book)
9783640345014
Language
German
Tags
Lehrbarkeit Glaubens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Waindok (Author), 2007, Lehrbarkeit des Glaubens - damals und heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128242
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