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Rassismus in der Sozialen Arbeit. Der Anti-Bias-Ansatz

Titel: Rassismus in der Sozialen Arbeit. Der Anti-Bias-Ansatz

Akademische Arbeit , 2022 , 23 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Sara Salih (Autor:in)

Pädagogik - Sozialpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll Rassismus in der Sozialen Arbeit aufgearbeitet werden. Dabei wird die Profession, aber auch die Professionellen der Sozialen Arbeit werden kritisch durchleuchtet. Für eine handlungsorientierte Perspektive in der Praxis der Sozialen Arbeit, soll der Anti-Bias-Ansatz vorgestellt werden. Dieser Ansatz soll hinsichtlich der Sozialen Arbeit Fachkräfte dahingehend schulen, ihre eigenen Verstrickungen in rassistische Strukturen zu erkennen und zu reflektieren.

Soziale Arbeit ist eine Profession, die sich in den letzten Jahren erweitert und etabliert hat und zu einem festen Bestandteil der Gesellschaft geworden ist. Sie nimmt Aufgabe wahr, die Menschen in jeglichen Situationen unterstützt und anleitet.
So wird ihr Auftrag vom Deutschen Berufsverband der Sozialen Arbeit definiert, als Profession, die sich insgesamt für benachteiligte Adressaten/-innen einsetzet. Dabei soll sie einen Austausch zwischen Adressaten/-innen und dem gesellschaftlichen System, in dem sie Leben schaffen. Diese Grundhaltung ist keineswegs eine Neuartige. So wurde der Gegenstand der Sozialen Arbeit bereits in den 1930er Jahren von Alice Salomon etabliert. Ihrer Theorie nach solle die Soziale Arbeit insgesamt für die Herstellung sozialer Gerechtigkeit einstehen.

In ihrer Grundhaltung zur Sozialen Arbeit vertritt sie die Grundannahmen, dass Soziale Gerechtigkeit nur gewährleistet werden kann, wenn sich sozial stärkere Gesellschaftsmitglieder um sozial Benachteiligte sorgen. Die Soziale Arbeit übernimmt die Rolle einer Profession, die sich, wie bereits erwähnt, in ihrer Gesamtheit für sozial benachteiligte Menschen einsetzt.

Diese Grundhaltung Sozialer Arbeit soll in dieser Arbeit hinsichtlich der Prämisse des Rassismus-Begriffes erarbeitet werden. Nach einer theoretischen Einordnung soll zunächst der Begriff des Rassismus enger zusammengefasst werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Rassismus Begriff

2.1 Rassismus nach Albert Memmi

2.2 Rassismus in Institutionen

3. Rassismus in der Sozialen Arbeit

3.1 Alltagsrassismus und Soziale Arbeit

3.2 Soziale Arbeit und Migrationsarbeit

3.3 Soziale Arbeit und gesellschaftliche Strukturen

4. Die Grundzüge des Anti Bias Ansatz

4.1 Der Anti-Bias-Ansatz in Deutschland

4.1.1 Das Projekt Kinderwelten

4.1.2 Das Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis (FiPP)

4.1.3 Anti-Bias-Werkstatt

4.2 Die Ziele des Anti-Bias-Ansatzes

5. Anti Bias Ansatz und Soziale Arbeit

5.1 Der Anti Bas Ansatz in der Praxis der Sozialen Arbeit

5.1.1 Anti Bias in Kontext der Sozialen Arbeit und Sprache

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Präsenz und Auswirkungen von Rassismus innerhalb der Sozialen Arbeit. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie rassistische Strukturen in der Praxis der Sozialen Arbeit wirken, wie sie von Fachkräften wahrgenommen oder reflektiert werden und inwieweit der Anti-Bias-Ansatz als Interventionsmöglichkeit zur Sensibilisierung und Handlungsfähigkeit beitragen kann.

  • Definition und historische Einordnung des Rassismus-Begriffs
  • Analyse rassistischer Strukturen in institutionellen und pädagogischen Settings
  • Untersuchung der Rolle der Sozialen Arbeit in gesellschaftlichen Machtverhältnissen
  • Vorstellung und kritische Evaluation des Anti-Bias-Ansatzes
  • Praktische Implementierungsmöglichkeiten des Anti-Bias-Ansatzes in der sozialpädagogischen Arbeit

Auszug aus dem Buch

Die Grundzüge des Anti Bias Ansatz

Der Anti-Bias-Ansatz ist ein jüngerer Ansatz in der Antidiskriminierungsarbeit. Der Ansatz wurde Mitte der 1980er-Jahre unter der Leitung von Louise Derman Sparks für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen in den USA entwickelt. Das Ziel war es, die Entwicklung von Kindern dahingehend zu unterstützen, dass sie ihre Umwelt nicht unreflektiert in Form von Vorurteilen übernehmen. Im Jahr 1990 wurde der Ansatz in Südafrika adaptiert. In diesem Zeitraum wurde das Ende der Apartheid, der sogenannten Rassentrennung, beschlossen. Anti-Bias sollte als Methode dienen, um eine Auseinandersetzung mit den vorherrschenden verinnerlichten Denkmustern zu ermöglichen und ein Bewusstsein für Unterdrückung und ungerechte Teilhabe zu entwickeln. Ab Ende der 1990er wird mit dem Anti-Bias-Ansatz auch in Deutschland gearbeitet (vgl. Trisch, 2013, S.40ff).

Der Begriff Anti-Bias setzt sich aus dem englischen Wort „Bias“, was übersetzt „Voreingenommenheit“, „Befangenheit“ oder auch „Schieflage“ bedeutet, und dem Wort „anti“ übersetzt „gegen“ zusammen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die Soziale Arbeit als Profession, die sich aktiv für benachteiligte Adressaten einsetzt, und führt in die Notwendigkeit ein, rassismuskritische Perspektiven in dieses Berufsfeld zu integrieren.

2. Der Rassismus Begriff: Dieses Kapitel definiert Rassismus als historisch gewachsenes, negativ behaftetes Konzept und beleuchtet die Theorie von Albert Memmi sowie die Ausprägung institutioneller rassistischer Mechanismen.

3. Rassismus in der Sozialen Arbeit: Hier wird der kritische Blick auf die Soziale Arbeit selbst gerichtet, wobei diskutiert wird, wie rassistische Strukturen oft unreflektiert bleiben und die Rolle der Profession dabei beleuchtet wird.

4. Die Grundzüge des Anti Bias Ansatz: Dieser Abschnitt führt den Anti-Bias-Ansatz als pädagogisches Konzept ein, das darauf abzielt, durch Vorurteilsbewusstsein und Machtreflexion Diskriminierung in Bildungseinrichtungen abzubauen.

5. Anti Bias Ansatz und Soziale Arbeit: Das letzte Kapitel verbindet die theoretischen Grundlagen mit der sozialarbeiterischen Praxis und zeigt auf, wie der Anti-Bias-Ansatz konkret genutzt werden kann, um diskriminierende Strukturen aufzubrechen.

Schlüsselwörter

Rassismus, Soziale Arbeit, Anti-Bias-Ansatz, Diskriminierung, Institutioneller Rassismus, Alltagsrassismus, Migrationsarbeit, Machtverhältnisse, Vorurteilsbewusstsein, Rassismuskritik, Pädagogik, Diversität, Interkulturelle Arbeit, Marginalisierung, Identitätsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik des Rassismus innerhalb der Sozialen Arbeit und hinterfragt, wie rassistische Strukturen in diesem pädagogischen Kontext existieren, reproduziert werden und wie diesen entgegengewirkt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Zentrale Felder sind die begriffliche Einordnung von Rassismus, die Rolle institutioneller Diskriminierung, die Machtverhältnisse innerhalb der Sozialen Arbeit und die Anwendung des Anti-Bias-Ansatzes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, Fachkräfte der Sozialen Arbeit für rassistische Strukturen zu sensibilisieren und aufzuzeigen, wie der Anti-Bias-Ansatz als Methode genutzt werden kann, um ein vorurteilsbewusstes Handeln im Arbeitsalltag zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Literaturanalyse sowie der Diskussion von Praxisbeispielen (wie dem Projekt "Kinderwelten"), um die Relevanz der Rassismuskritik für die Soziale Arbeit theoretisch zu fundieren.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die historischen Prämissen des Rassismusbegriffs, untersucht die Verstrickung der Sozialen Arbeit in gesellschaftliche Ausgrenzungsmechanismen und stellt das Konzept des Anti-Bias-Ansatzes zur Reflexion dieser Realitäten vor.

Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlüsselwörtern beschreiben?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rassismus, Soziale Arbeit, Anti-Bias, Diskriminierung und Machtverhältnisse beschreiben, die den Fokus auf die notwendige professionelle Reflexion legen.

Wie unterscheidet sich der institutionelle Rassismus vom individuellen Rassismus im Text?

Individueller Rassismus bezieht sich auf Handlungen einzelner Personen gegen Minderheiten, während institutioneller Rassismus komplexe gesellschaftliche Systeme und Abläufe in Verwaltungen, Schulen oder der Polizei beschreibt, die Diskriminierung normalisieren.

Warum betont die Autorin die Rolle der Eigenreflexion für Sozialarbeiter?

Die Autorin argumentiert, dass Sozialarbeiter ihre eigene Position innerhalb rassistischer Machtverhältnisse erkennen müssen, da sie ohne diesen bewussten Prozess unreflektiert Teil eines Systems bleiben, das die Adressaten der Sozialen Arbeit diskriminiert.

Welchen Stellenwert nimmt das Projekt "Kinderwelten" im Diskurs ein?

Das Projekt dient als konkretes Beispiel dafür, wie der Anti-Bias-Ansatz in der Praxis zur Frühkindlichen Bildung angewendet werden kann, um Chancengleichheit und einen vorurteilsbewussten Umgang mit Diversität bereits im Kita-Alltag zu verankern.

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Details

Titel
Rassismus in der Sozialen Arbeit. Der Anti-Bias-Ansatz
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
2.0
Autor
Sara Salih (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
23
Katalognummer
V1282483
ISBN (PDF)
9783346740595
ISBN (Buch)
9783346740601
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rassismus sozialen arbeit anti-bias-ansatz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sara Salih (Autor:in), 2022, Rassismus in der Sozialen Arbeit. Der Anti-Bias-Ansatz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1282483
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Leseprobe aus  23  Seiten
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