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Spiegelstadien: Eine psychoanalytische Untersuchung von Lewis Carrols Alice-Büchern

Title: Spiegelstadien: Eine psychoanalytische Untersuchung von Lewis Carrols Alice-Büchern

Seminar Paper , 2005 , 21 Pages

Autor:in: Nicolai Bühnemann (Author)

Didactics for the subject English - Literature, Works
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In meiner Arbeit werde ich zunächst aufzeigen, was wir über Alice an Hand ihrer Spiele und Träume, die den größten Teil beider Bücher ausmachen, erfahren. Welche zentralen Wünsche lassen sich aus ihrem Verhalten erkennen? Was für ein Bild von Kindheit präsentiert Carroll uns eigentlich mit diesem „curious child“(AW;I,33)? Der Fokus soll dabei zunächst auf dem Text beider Alice-Bücher liegen und biographische Fakten des Autors nur am Rande zur Hilfe nehmen. Im Schluss soll dann aus den bisherigen Erkenntnissen der Bogen zum Autor geschlagen werden. Als theoretische Grundlage werde ich einen Einblick in die bisherige psychoanalytische Rezeption geben, wobei ich mich besonders mit der umfangreichen Arbeit Klaus Reicherts befasse, außerdem stelle ich Lacans Konzeption des Spiegelstadiums vor. Die Aspekte der Theorie Freuds, die für meine Arbeit relevant sind, werde ich im einzelnen im Kontext erläutern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

a. Zu Lewis Carroll und seinen Büchern Alice’s Adventures in Wonderland und Through the Looking Glass

b. Aufgabenstellung

2. Zur psychoanalytischen Rezeption eines Kinderbuches

3. Jacques Lacans Theorie des Spiegelstadiums

4. Die Wünsche eines „curious child“

a. Der Wunsch groß zu werden in Alices Spielen

b. ...und in ihren Träumen

c. Regression I: Die umgekehrte Geburt in Alice’s Adventures in Wonderland

d. Regression II: Die Aufhebung des Spiegelstadiums in Through the Looking-Glass

5. Schluss: Alice/Carroll: Das Verhältnis des Autors zu seiner Figur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das psychologische Profil der Figur Alice in Lewis Carrolls Werken durch die Analyse ihrer Spiele und Träume. Ziel ist es, den zentralen Wunsch der Protagonistin nach kindlicher Reifung und Macht sowie dessen psychoanalytische Bedeutung unter Berücksichtigung von Freuds Triebtheorie und Lacans Spiegelstadium zu ergründen, um letztlich das komplexe Verhältnis zwischen dem Autor und seiner literarischen Figur zu beleuchten.

  • Psychologische Analyse von Alice als „curious child“
  • Untersuchung von Wunscherfüllungsmechanismen in Spielen und Träumen
  • Anwendung psychoanalytischer Konzepte (Spiegelstadium, Regression)
  • Erörterung des Identitätskonflikts von Lewis Carroll
  • Biographische und literarische Kontextualisierung des viktorianischen Zeitalters

Auszug aus dem Buch

Die Wünsche eines „curious child“

Wenden wir uns also nun den Spielen zu denen Alice, alleine, mit ihrer Schwester oder ihren Kätzchen, nachgeht. Eine erste aufschlussreiche Szene findet sich am Beginn von Wonderland :

“She [Alice] generally gave herself very good advice, (though she seldom followed it), and sometimes she scolded herself so severely as to bring tears into her eyes; and once she remembered trying to box her own ears for having cheated herself in a game of croquet she was playing against herself, for this curious child was very fond of pretending to be two people.” (WL;I,32-33)

Aus Looking Glass sei folgende Szene erwähnt:

„She had had quite a long argument with her sister only the day before – all because Alice had begun with “Let’s pretend we’re kings and queens;” and her sister, who liked being very correct had argued that they couldn’t, because there were only two of them, and Alice had been reduced at last to say “Well, you can be one of them, and I’ll be all the rest.” And once she had really frightened her old nurse by shouting suddenly in her ear, „Nurse, do let’s pretend that I’m a hungry hyaena and you’re a bone!”” (LG;I,180)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung skizziert das Leben und Wirken von Lewis Carroll, stellt die Alice-Bücher vor und definiert das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Zur psychoanalytischen Rezeption eines Kinderbuches: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die bisherige psychologische Forschung zu den Werken Carrolls und diskutiert verschiedene Interpretationsansätze.

3. Jacques Lacans Theorie des Spiegelstadiums: Hier wird Lacans psychoanalytisches Konzept des Spiegelstadiums als theoretischer Rahmen für die spätere Analyse eingeführt.

4. Die Wünsche eines „curious child“: In diesem Hauptteil werden Alices Spiele, Träume und die Motivik der Regression detailliert auf ihren psychologischen Gehalt hin untersucht.

5. Schluss: Alice/Carroll: Das Verhältnis des Autors zu seiner Figur: Das Fazit setzt die Erkenntnisse über Alice in Bezug zum Autor selbst und reflektiert das Scheitern des Kindheits-Idylls.

Schlüsselwörter

Lewis Carroll, Alice im Wunderland, Psychoanalyse, Spiegelstadium, Jacques Lacan, Sigmund Freud, Kindheit, Wunscherfüllung, Regression, Identität, Unsinnsliteratur, viktorianisches Zeitalter, Traumdeutung, Alice Liddell, Machtposition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den psychologischen Hintergrund der Protagonistin Alice in Lewis Carrolls berühmten Werken unter Anwendung psychoanalytischer Theorien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Kindheit, das Verhalten im Spiel, die Traumdeutung sowie die komplexe Identitätssuche des Autors Charles Lutwidge Dodgson.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu analysieren, welche Wünsche aus Alices Verhalten in Traum- und Spielsituationen ableitbar sind und wie diese mit der Biografie und der psychischen Struktur des Autors korrespondieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt primär psychoanalytische Methoden, insbesondere die Ansätze von Sigmund Freud (Triebtheorie, Traumdeutung) und Jacques Lacan (Spiegelstadium), um literarische Texte zu interpretieren.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Analyse von Alices Spielen und Träumen, der Funktion von Autoritätsverhältnissen sowie dem wiederkehrenden Motiv der Regression in beiden Alice-Büchern.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Schlagworten gehören Psychoanalyse, Regression, Wunscherfüllung, Identität und das Spannungsfeld zwischen Kindheitsideal und Realität.

Warum spielt das „Spiegelstadium“ nach Lacan eine so wichtige Rolle in der Arbeit?

Das Konzept dient dazu, Alices Handeln im „Looking-Glass House“ und ihre Identifikationsversuche mit Spiegelbildern oder anderen Figuren als Ausdruck einer existenziellen Suche nach Einheit zu erklären.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der „happy summer days“ in den Büchern?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das in den Alice-Büchern dargestellte Kindheits-Idyll eher ein nostalgisches Trugbild des Erwachsenen ist und der Wunsch nach einer Rückkehr in die Kindheit bei Carroll letztlich unerreicht bleibt.

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Details

Title
Spiegelstadien: Eine psychoanalytische Untersuchung von Lewis Carrols Alice-Büchern
College
Free University of Berlin
Author
Nicolai Bühnemann (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V128266
ISBN (eBook)
9783640347223
ISBN (Book)
9783640347360
Language
German
Tags
Spiegelstadien Eine Untersuchung Lewis Carrols Alice-Büchern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicolai Bühnemann (Author), 2005, Spiegelstadien: Eine psychoanalytische Untersuchung von Lewis Carrols Alice-Büchern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128266
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