Praktikum an einer Grundschule und Unterrichtsentwürfe in den Fächern Sachkunde und Mathematik. Mit Analyse der Schule, pädagogisches Konzept, Unterrichtsbeobachtung, Kapitel über Unterrichtsstörungen und Abschlussreflexion.
Thema des Unterrichtsentwurfs Sachkunde: Das Buch "Das kleine ICH BIN ICH"
Lernziele:
Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass jeder Mensch unterschiedlich ist, verschiedene Interessen und Vorlieben hat
SuS wissen, dass es normal ist Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu haben
SuS können sich vor anderen mitteilen und eigenes Empfinden teilen
SuS können gehörte Geschichte auf sich selbst anwenden
SuS reflektieren sich selbst in Bezug auf Hobby, Lieblingsessen/ -spiel
Thema des Unterrichtsentwurfs Mathematik: Größer-Kleiner Zeichen
Lernziele:
Schülerinnen und Schüler verfestigen und wissen, die Bedeutung der einzelnen Dines-Bausteine.
Die SuS können Zahlen vergleichen und erkennen, welche größer- kleiner- oder gleichgroß sind.
Die SuS können die Zeichen (< = >) schriftlich und mündlich anwenden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bedingungsfeldanalyse: Schule
2.1. Rahmenbedingungen und Besonderheiten
2.2. Pädagogisches Konzept
3. Umgang mit Störungen- Interventionsmöglichkeiten
3.1. Theoretische Grundlage
3.2. Umsetzung der Theorie in der Praxis
4. Reflexionsaufgaben
4.1. Reflexion zu der von der Dozentin besuchten Unterrichtsstunde
4.2. Reflexion einer Störsituation nach Bräuer
5. Schlussteil- Abschlussreflexion
Zielsetzung & Themen
Dieser Praktikumsbericht dokumentiert die Erfahrungen einer Lehramtsstudentin während eines fünfwöchigen Schulpraktikums an einer Grundschule. Das primäre Ziel ist die Reflexion über die eigene Lehrerrolle, das Kennenlernen verschiedener Unterrichtsmethoden sowie die Auseinandersetzung mit Strategien zum Umgang mit Unterrichtsstörungen unter Berücksichtigung theoretischer Grundlagen.
- Analyse der schulischen Rahmenbedingungen und des pädagogischen Konzepts
- Umgang mit Unterrichtsstörungen und Interventionsmöglichkeiten
- Reflexion von Störsituationen unter theoretischer Einbeziehung (u.a. Nolting, Lohmann)
- Eigene Unterrichtsgestaltung und pädagogisches Handeln im Berufsfeld
- Berufliche Identitätsbildung und Vorbereitung auf den Lehrerberuf
Auszug aus dem Buch
3.1. Theoretische Grundlage
„ Störungsfreier Unterricht ist eine didaktische Fiktion“ (Lohmann, 2010).
Im Unterricht gab es und wird es immer Störungen geben. Man kann durch Prävention solche vorbeugen, jedoch schafft es keine Lehrkraft Störungen komplett auszuschalten. Deshalb möchte ich mich im Folgenden mit dem Thema beschäftigen, wie eine LK auf Störungen reagieren sollte und mich mit Interventionsmöglichkeiten auseinandersetzen.
Was sind Störungen?
„Unterrichtstörungen sind Handlungen, welche die von einer Lehrkraft beabsichtigte Unterrichtsdurchführung behindern, und zwar, (a) indem sie andere Personen, nämlich die Lehrkraft oder die Mitschüler, in ihre aufgabenbezogenen Aktivitäten beeinträchtigen, und/oder, (b) indem sie die eigene aufgabenbezogene Aufmerksamkeit und Mitarbeit beeinträchtigen“ (Nolting, 2002, S.13).
In einer Schulkasse kann man vor allem drei Typen von Störungen erkennen und diese klassifizieren: die „aktive Unterrichtsstörung, die passive Unterrichtsstörung, sowie Störungen der Schüler- Schüler- Interaktion“ (Nolting, 2002, S. 12).
Unter der Aktiven Unterrichtsstörung verstehe man eine Unruhe in der Klasse die durch Reden zwischen den SuS, herumlaufen im Raum oder andere Nebengeräusche zustande komme. Solche werden als sehr unangenehm wahrgenommen, da man so nicht mit dem Unterricht beginnen bzw. fortfahren könne (Nolting, 2002). Unterrichtsstörungen gehen zwar häufig von den SuS aus, jedoch darf man nicht vergessen, dass Lehrkräfte ebenfalls eine Unterrichtsstörung sein können, z.B. wenn sie zu lange einen Monolog halten (Lohmann, 2003).
Die „Passive Unterrichtsstörung“ (Nolting, 2002, S. 12) bestehe nicht aus einem „Übermaß an unterwünschten Aktivitäten, sondern im Mangel an erwünschten Aktivitäten“ (S.12). Das heißt, die SuS arbeiten nicht gut mit, bringen sich nicht ein, dazu kommt, dass Hausaufgaben und Materialien vergessen werden. Dadurch würde das Lehren und Lernen erschwert (Nolting, 2002).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin legt ihre Beweggründe für ihre Berufswahl sowie ihre persönlichen Wünsche und Erwartungen an das Praktikum dar.
2. Bedingungsfeldanalyse: Schule: Dieses Kapitel beschreibt die sozioökonomischen Rahmenbedingungen der Schule sowie deren pädagogische Schwerpunkte und Leitbilder.
3. Umgang mit Störungen- Interventionsmöglichkeiten: Hier werden theoretische Definitionen von Unterrichtsstörungen dargelegt und deren praktische Umsetzung durch verschiedene Interventionsstrategien reflektiert.
4. Reflexionsaufgaben: Die Autorin reflektiert spezifische Unterrichtssituationen, darunter eine von der Dozentin begleitete Stunde sowie eine konkrete Störsituation unter Anwendung fachspezifischer Literatur.
5. Schlussteil- Abschlussreflexion: Abschließende Betrachtung der gewonnenen Erkenntnisse über die Lehrerrolle, die Arbeit mit Kindern sowie der persönliche Lernzuwachs während des Praktikums.
Schlüsselwörter
Praktikumsbericht, Grundschule, Unterrichtsstörungen, Interventionsmöglichkeiten, Lehrerrolle, Unterrichtsreflexion, Pädagogisches Konzept, Schulpraktikum, pädagogisches Handeln, Klassenführung, Unterrichtsmethoden, Inklusion, Hospitation, Lernumgebung, Lehramtsstudium.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht?
Der Bericht dokumentiert die praktischen Erfahrungen, Beobachtungen und Reflexionen einer Lehramtsstudentin an einer Grundschule mit dem Schwerpunkt auf Unterrichtsgestaltung und Klassenführung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Analyse des schulischen Umfelds, den Umgang mit Unterrichtsstörungen sowie die Reflexion der eigenen Rolle als angehende Lehrkraft.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, durch die Verknüpfung von pädagogischer Theorie mit der praktischen Hospitation und Unterrichtsversuchen die eigene berufliche Handlungsfähigkeit zu entwickeln und zu reflektieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Analyse verwendet?
Die Autorin nutzt Beobachtungsprotokolle zur Dokumentation und bezieht sich auf fachwissenschaftliche Literatur (u.a. Nolting, Lohmann), um Störsituationen zu analysieren und Handlungsalternativen abzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsfeldanalyse, eine theoretische und praktische Auseinandersetzung mit Unterrichtsstörungen sowie konkrete Reflexionsaufgaben zu eigenen und fremden Unterrichtssequenzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem Praktikumsbericht, Grundschule, Unterrichtsstörungen, Lehrerrolle, Reflexion und Interventionsmöglichkeiten.
Welche Bedeutung haben die "Flex-Klassen" in dieser Schule?
Die Flex-Klassen ermöglichen Kindern einen flexiblen Schulanfang mit einer Dauer von zwei bis drei Schulbesuchsjahren, um individuelle Lernvoraussetzungen besser zu berücksichtigen.
Warum wird im Anhang das Thema "Das kleine Ich bin Ich" reflektiert?
Dieses Thema dient als konkretes Fallbeispiel für eine Unterrichtseinheit, um die didaktische Planung, Umsetzung und Reflexion eines Unterrichtsbesuchs praktisch darzustellen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Praktikum an einer Grundschule und Unterrichtsentwürfe in den Fächern Sachkunde und Mathematik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1282693