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Historisch-altertumskundlicher Interpretationsvergleich „In Catilinam IV, 1-10“ nach der Dissonanzmethode

Title: Historisch-altertumskundlicher Interpretationsvergleich „In Catilinam IV, 1-10“ nach der Dissonanzmethode

Lesson Plan , 2009 , 29 Pages , Grade: 1

Autor:in: Johanna Weinert (Author)

Didactics - Latin
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Eine Stunde im Fach Latein für eine 12. Klasse, L2. Ciceros Werk "In Catilinam" wird sprachlich und inhaltlich niveauvoll diskutiert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Thema

2. Kompetenzen und Standards

3. Allgemeine und spezielle Unterrichtsbedingungen

4. Sachstrukturanalyse/ Didaktische Reduktion

5. Didaktische und methodische Entscheidungen

6. Verlaufsplanung

7. Quellen

8. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Unterrichtseinheit zielt darauf ab, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, Ciceros vierte Rede gegen Catilina nicht nur sprachlich zu erschließen, sondern ihre historische und rhetorische Bedeutung kritisch zu bewerten. Im Zentrum steht die Untersuchung, inwiefern Ciceros Argumentation in dieser Rede dazu beitrug, ihn in den Kontext der späteren Vorwürfe bezüglich der unrechtmäßigen Hinrichtung der Verschwörer zu stellen, und ob seine Rhetorik als Manipulationsinstrument oder als notwendige politische Maßnahme zu deuten ist.

  • Analyse der Argumentationslinie und rhetorischen Ausgestaltung von Ciceros vierter Catilinarischer Rede.
  • Kritische Auseinandersetzung mit historisch-altertumskundlichen Interpretationsansätzen aus der Sekundärliteratur.
  • Erörterung der Legitimität von Staatsnotmaßnahmen im historischen Vergleich zwischen Antike und Gegenwart.
  • Schulung der Interpretations- und Präsentationskompetenz durch die Arbeit in Expertenrunden.
  • Reflexion über die Rolle Ciceros als Konsul und die politische Instrumentalisierung von Rhetorik.

Auszug aus dem Buch

(4,2) Ego sum ille consul, patres conscripti, cui non forum, in quo omnis aequitas continetur, non campus consularibus auspiciis consecratus, non curia, summum auxilium omnium gentium, non domus, commune perfugium, non lectus ad quietem datus, non denique haec sedes honoris umquam vacua mortis periculo atque insidiis fuit. Ego multa tacui, multa pertuli, multa concessi, multa meo quodam dolore in vestro timore sanavi. Nunc si hunc exitum consulatus mei di immortales esse voluerunt, ut vos populumque Romanum ex caede miserrima, coniuges liberosque vestros virginesque Vestalis ex acerbissima vexatione, templa atque delubra, hanc pulcherrimam patriam omnium nostrum ex foedissima flamma, totam Italien ex bello et vastitate eriperem, quaecumque mihi uni proponetur fortuna subeatur. Etenim si P. Lentulus suum nomen inductus a vatibus fatale ad perniciem rei publicae fore putavit, ego non laeter meum consulatum ad salutem populi Romani prope fatalem exstitisse?

Ich, versammelte Väter, bin der Konsul, für den nicht das Forum, auf dem alles Recht seinen Sitz hat, nicht das durch konsularische Auspizien geweihte Marsfeld, nicht die Kurie, die höchste Zuflucht aller Völker, nicht das Haus, der gemeinsame Hort der Sicherheit, nicht das zur Ruhe bestimmte Bett, ja sogar nicht dieser Ehrensitz, der kurulische Stuhl, jemals von Todesgefahr und Nachstellungen frei geblieben ist. Ich habe Vieles verschwiegen, Vieles ertragen, in Vielem nachgegeben, Vieles auf eine für mich ziemlich peinliche Weise trotz eurer Besorgnisse geheilt.

Wenn nun die unsterblichen Götter meinem Konsulat den Ausgang verleihen wollten, dass ich euch, versammelte Väter, und das römische Volk von dem jammervollsten Blutvergießen, eure Gattinnen und Kinder und die vestalischen Jungfrauen von der empfindlichsten Misshandlung, die Tempel und Heiligtümer, diese unser aller herrliche Heimat von dem grässlichsten Brand, ganz Italien von Krieg und Bedrohung erretten sollte, so will ich mich jedem Geschick, das über mich verhängt werden mag, unterziehen. Denn wenn Publius Lentulus, von Wahrsagern verleitet, annahm, sein Namen sei für den Untergang des Staates vom Schicksal bestimmt, sollte ich mich nicht freuen, dass mein Konsulat zur Rettung des Staates vom Schicksal beinahe ausersehen wurde?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Thema: Das Kapitel definiert den Rahmen der Unterrichtsreihe und das spezifische Thema der Stunde, welches den Interpretationsvergleich der vierten Catilinaria nach der Dissonanzmethode fokussiert.

2. Kompetenzen und Standards: Hier wird der Bezug zum Rahmenlehrplan hergestellt und die geplante Kompetenzentwicklung der Schüler in den Bereichen Interpretation und Methodenkompetenz konkretisiert.

3. Allgemeine und spezielle Unterrichtsbedingungen: Dieses Kapitel gibt einen Einblick in die Zusammensetzung, Motivation und Leistungsfähigkeit des Grundkurses sowie die spezifischen Rahmenbedingungen des Unterrichts.

4. Sachstrukturanalyse/ Didaktische Reduktion: Es erfolgt eine fachwissenschaftliche Einordnung der Rede und eine didaktische Begründung für die Auswahl der Kapitel 1-10.

5. Didaktische und methodische Entscheidungen: Dieses Kapitel erläutert den methodischen Aufbau der Stunde, insbesondere den Einsatz von Gruppenarbeit zur Diskussion von Interpretationsansätzen.

6. Verlaufsplanung: Diese Übersicht stellt den zeitlichen Ablauf der Unterrichtsstunde mit geplantem Lehrerverhalten, erwartetem Schülerverhalten und den eingesetzten Medien detailliert dar.

7. Quellen: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Literatur, Fachdidaktik und Internetquellen.

8. Anhang: Verzeichnis der Arbeitsmaterialien, wie Arbeitsbögen, Folien und die Diagnosematrix.

Schlüsselwörter

Cicero, In Catilinam, Lateinunterricht, Rhetorik, Dissonanzmethode, Interpretationskompetenz, Senat, Verschwörung, Politische Rede, Didaktische Reduktion, Staatsnotstand, Römische Republik, Oberstufe, Fachmethodik, Argumentationsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?

Die Arbeit stellt einen Entwurf für eine Unterrichtsstunde im Fach Latein dar, in der die Schülerinnen und Schüler Ciceros vierte Rede gegen Catilina analysieren und deren rhetorische sowie politische Bedeutung bewerten.

Welches ist das zentrale Thema der Unterrichtsreihe?

Die Reihe behandelt das Thema "Rhetorik als Mittel der Manipulation in Geschichte und Gegenwart", eingebettet in den Themenbereich "Geschichte und Politik – Krise und Umbruch".

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Stunde?

Das Ziel ist es, literaturwissenschaftlich zu untersuchen, inwiefern die vierte Rede Ciceros gegen Catilina dazu beigetragen hat, dass man ihm später die unrechtmäßige Hinrichtung der Verschwörer vorwerfen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Unterricht nutzt die sogenannte Dissonanzmethode, bei der die Schüler mit unterschiedlichen Interpretationsansätzen konfrontiert werden und zu diesen begründet Stellung beziehen müssen.

Was wird im Hauptteil der Unterrichtsstunde behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine Gruppenarbeitsphase, in der die Schüler verschiedene Interpretationsansätze zur Rede bewerten, sowie eine Auswertungsphase, in der diese Ergebnisse im Plenum präsentiert und diskutiert werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Entwurf am besten beschreiben?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Cicero, Rhetorik, Interpretationskompetenz, Dissonanzmethode, Staatsnotstand und politische Manipulationsanalyse charakterisieren.

Wie werden leistungsheterogene Gruppen in dieser Stunde gefördert?

Durch die Verteilung unterschiedlicher Arbeitsaufträge mit verschiedenen Anforderungsniveaus innerhalb der Gruppen wird sichergestellt, dass sowohl leistungsstärkere als auch schwächere Schüler aktiv am Unterrichtsgeschehen teilnehmen.

Welche Rolle spielt der aktuelle Bezug in der Planung?

Der aktuelle Bezug dient dazu, die historische Situation der römischen Republik mit modernen Fragen zu Terrorismusbekämpfung und Rechtsstaatlichkeit zu verknüpfen, um die Relevanz des lateinischen Textes zu verdeutlichen.

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Details

Title
Historisch-altertumskundlicher Interpretationsvergleich „In Catilinam IV, 1-10“ nach der Dissonanzmethode
Grade
1
Author
Johanna Weinert (Author)
Publication Year
2009
Pages
29
Catalog Number
V128281
ISBN (eBook)
9783640371686
ISBN (Book)
9783640371570
Language
German
Tags
Historisch-altertumskundlicher Interpretationsvergleich Catilinam Dissonanzmethode
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johanna Weinert (Author), 2009, Historisch-altertumskundlicher Interpretationsvergleich „In Catilinam IV, 1-10“ nach der Dissonanzmethode, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128281
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