Die Schüler sollen sich handelnd und selbsterfahrend mit dem Thema blind sein auseinandersetzen und ihre Erfahrungen auf die Bartimäus-Perikope übertragen können.
Inhaltsverzeichnis
Intention der Unterrichtsreihe
Aufbau der Reihe
Thema der Unterrichtsstunde
Schwerpunktziel der Unterrichtsstunde
Lernziele der Unterrichtsstunde
Fachwissenschaftliche Analyse des Unterrichtsgegenstandes (Sachanalyse)
Didaktische Schwerpunktsetzung
Literatur
Geplanter Unterrichtsverlauf
Zielsetzung & Themen
Die Unterrichtsreihe zielt darauf ab, Schülern durch handelndes und selbsterfahrendes Lernen das Thema Blindheit näherzubringen und die Bartimäus-Perikope aus dem Markusevangelium als Hoffnungsgeschichte zu erschließen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Menschen trotz körperlicher Blindheit durch ein „Inneres Sehen“ und die Zuwendung Jesu zu einem neuen, bereicherten Leben finden können.
- Handlungsorientierte Auseinandersetzung mit den Themen Blindheit und Sehfähigkeit.
- Erschließung der biblischen Heilungsgeschichte des blinden Bartimäus.
- Förderung der Empathie und Sensibilisierung für Ausgrenzung.
- Verbindung von biblischen Inhalten mit der persönlichen Lebenswelt der Kinder.
- Reflexion über eigene Stärken und die Fähigkeit, Herausforderungen anzunehmen.
Auszug aus dem Buch
Fachwissenschaftliche Analyse des Unterrichtsgegenstandes (Sachanalyse)
Körperliche wie geistliche Blindheit lassen sich in der Bibel oft nicht voneinander trennen. Visionen messianischer Heilszeit sind mit einer Aufhebung der körperlichen wie der geistlichen Blindheit verbunden, weshalb die Blindenheilungen als Zeichen der angebrochenen Heilszeit verstanden werden. Das Verb „sehen“ wird in der Bibel oftmals dem Verb „glauben“ gleichgesetzt, sodass das Sehen auch eine innere Wahrnehmung (nicht mit den Augen sichtbare Wirklichkeit) bezeichnet. Sehen der Person Jesu wird somit übertragen auf die Wahrnehmung des Glaubens.
Mit Theißen ist daran festzuhalten, dass Wundergeschichten symbolische Handlungen sind, in denen durch Berufung auf eine „Offenbarung des Heiligen die konkrete Negativität menschlichen Daseins überwunden wird. Sie überschreiten in ihrem Vollzug die Grenze des menschlich Möglichen.“
Die Perikope ist eine von vielen Heilungsgeschichten im Neuen Testament, die sich in der unterrichtlichen Praxis besonders gut eignen, um Kinder zu bekräftigen und zu ermutigen, an sich selbst und ihre Stärken zu glauben. Nur mit einem ausgeprägten Selbstvertrauen ist es ihnen möglich, die Herausforderungen, die das Leben an sie stellt, zu meistern.
Zusammenfassung der Kapitel
Intention der Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel erläutert das Ziel, Schüler durch Selbsterfahrung für das Thema Blindheit zu sensibilisieren und biblische Inhalte auf ihre Lebenswelt zu übertragen.
Aufbau der Reihe: Hier wird der tabellarische Ablauf der sechs Unterrichtseinheiten dargestellt, die von ersten Experimenten zum Thema Blindheit bis hin zur Heilung des Bartimäus führen.
Thema der Unterrichtsstunde: Der Fokus liegt auf der dritten Unterrichtsstunde mit dem Titel „Mit den inneren Augen sehen“.
Schwerpunktziel der Unterrichtsstunde: Dieses Kapitel definiert die Intention, den blinden Bartimäus als eine Person erlebbar zu machen, die trotz körperlicher Blindheit auf andere Art sehen kann.
Lernziele der Unterrichtsstunde: Hier werden kognitive, affektive, soziale und instrumentelle Lernziele für die Schüler präzisiert.
Fachwissenschaftliche Analyse des Unterrichtsgegenstandes (Sachanalyse): Dieses Kapitel bietet eine exegetische und theologische Einordnung der Perikope von der Heilung des blinden Bartimäus.
Didaktische Schwerpunktsetzung: Der Abschnitt begründet die methodische Entscheidung für eine Fantasiereise und die fächerübergreifende Einbindung von Kunst und Deutsch.
Literatur: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Quellen und didaktischen Hilfsmittel auf.
Geplanter Unterrichtsverlauf: Hier werden der genaue Ablauf der Stunde, didaktische Kommentare und die eingesetzten Materialien detailliert aufgeführt.
Schlüsselwörter
Katholische Religionslehre, Grundschule, Bartimäus, Heilungsgeschichte, Blindheit, Inneres Sehen, Bibeldidaktik, Fantasiereise, Markusevangelium, Inklusion, Symbole, Lebensweltbezug, Empathie, Wundergeschichten, Schulerfahrung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um eine schriftliche Planung für einen Beratungsbesuch im Fach Katholische Religionslehre, die den Unterrichtsverlauf zu einer Unterrichtsreihe über die Heilung des blinden Bartimäus skizziert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Reihe?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Themen Blindheit, das „Sehen mit dem Herzen“, biblische Heilungsgeschichten, soziale Ausgrenzung und die Stärkung des Selbstvertrauens bei Kindern.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Die Schüler sollen die Fähigkeit zum „Inneren Sehen“ nachvollziehen und den blinden Bartimäus als eine Person begreifen, die trotz ihrer körperlichen Einschränkung die Welt aktiv wahrnehmen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf fachwissenschaftlicher Sachanalyse der biblischen Perikope und didaktischer Strukturierung durch korrelatives Lernen und Mehrdimensionalität.
Was wird im Hauptteil der Unterrichtsplanung behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine exegesenahe Sachanalyse, didaktische Begründungen und einen detaillierten, phasenorientierten Unterrichtsverlauf mit methodischen Kommentaren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Bartimäus, Inneres Sehen, Bibeldidaktik, Heilungsgeschichte, Inklusion und Lebensweltorientierung.
Warum wird eine Fantasiereise als Methode gewählt?
Die Fantasiereise dient dazu, die Schüler handelnd und selbsterfahrend an die innere Gefühlswelt eines blinden Menschen heranzuführen, ohne sie direkt durch physische Beeinträchtigungen zu überfordern.
Welche Rolle spielt die „gestaltete Mitte“ im Unterricht?
Sie dient als visueller und symbolischer Ankerpunkt, an dem die Schüler ihre während der Fantasiereise entstandenen Bilder ablegen, um eine gemeinsame Präsentationsfläche zu schaffen.
Wie werden fächerübergreifende Bezüge hergestellt?
Der Kunstunterricht wird durch das bildnerische Gestalten der Fantasieerlebnisse integriert, während der Deutschunterricht durch mündliches und schriftliches Sprachhandeln bei der Präsentation der Ergebnisse gefördert wird.
Was bedeutet das Zitat von Saint-Exupéry für die Reihe?
„Man sieht nur mit dem Herzen gut“ dient als Leitmotiv für die gesamte Unterrichtsreihe, um den Kindern den spirituellen Wert des „Inneren Sehens“ jenseits körperlicher Wahrnehmung zu vermitteln.
- Quote paper
- Caroline Scholz (Author), 2008, Die Möglichkeit des Wechsels der eigenen Blickrichtung anhand der Perikope "Die Heilung des blinden Bartimäus" (Mk 10,46-52), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128297