In dieser Arbeit wird ein qualitatives Forschungsdesign zum Thema "schulische Inklusion" erstellt und begründet, aber nicht in der Praxis durchgeführt. Im Fokus des zweiten Kapitels steht eine methodologische Positionierung und somit die Entscheidung über das am besten geeignete Forschungsverfahren gemäß der entwickelten Forschungsfrage. Die Wahl für ein qualitatives Vorgehen wird abschließend anhand einer theoretischen Gegenüberstellung der zwei unterschiedlichen Forschungsmethoden erklärt, damit auch die Lesende diese nachvollziehen können.
Kapitel 3 befasst sich hingegen mit der Bestimmung bzw. Eingrenzung des Forschungsfelds und des Samplings, da, wie vorhin herausgestellt, das schulische Umfeld aus unterschiedlichen Beteiligten besteht. Kapitel 4 widmet sich der reflektierten Wahl von Erhebungs- und Auswertungsverfahren, die angewendet werden sollen, um die benötigten Daten zu erhalten. Kapitel 4 ist zum Zwecke einer nachvollziehbaren Darstellung in zwei Unterkapitel untergegliedert worden. Im Unterkapitel 4.1 werden zwei Erhebungsverfahren dargestellt und deren Wahl in Hinsicht auf das eingegrenzte Forschungsfeld näher erläutert.
Beendet wird dieser Abschnitt mit der Erstellung von einem Erhebungsinstrument, das im Rahmen dieser Arbeit in der Praxis angewendet werden soll. Das Unterkapitel 4.2 widmet sich hingegen dem Auswertungsverfahren. Weiterhin soll in Kapitel 5 die grundlagentheoretische Einbettung der Forschung anhand der entwickelten Forschungsfrage erläutert werden. Ein Fazit und ein kurzer Ausblick auf Fragen für andere qualitative Forschungsuntersuchungen, die an diesem Forschungsdesign anknüpfen und zum Weiterdenken anregen, beschließen die Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Methodologische Positionierung
3. Forschungsfeld und Sampling
4. Erhebungs- und Auswertungsverfahren
4.1. Erhebungsverfahren und -instrument
4.2. Auswertungsverfahren
5. Grundlagentheoretische Einbettung der Forschung
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich mit der Einstellung von Grundschullehrkräften zur schulischen Inklusion auseinander, um ein tieferes Verständnis für die individuelle Wahrnehmung und die damit verbundenen Herausforderungen in der Praxis zu gewinnen.
- Qualitative Sozialforschungsmethoden in der Schulpraxis
- Methodologische Begründung der Wahl qualitativer Forschungsdesigns
- Erhebungs- und Auswertungsverfahren in der Inklusionsforschung
- Analyse des aktuellen Forschungsstands zur Lehrereinstellung
- Praxisnahe Konzeption eines qualitativen Forschungsdesigns
Auszug aus dem Buch
4. Erhebungs- und Auswertungsverfahren
Schließlich werden Verfahren ausgewählt, die es ermöglichen aussagekräftige Daten in dem vorab definierten Forschungsfeld zu erheben und letzten Endes auszuwerten (Przyborski & Wohlrab-Sahr, 2014, S. 9). Erhebungs- und Auswertungsverfahren stehen in Wechselwirkung zueinander. Das heißt, dass die Wahl der Auswertungsverfahren nicht unbedacht stattfinden kann, denn diese werden von der festgelegten Erhebungsmethoden beeinflusst.
4.1. Erhebungsverfahren und -instrument
Für die Beantwortung der Forschungsfrage werden die Erhebungsmethoden des narrativen Interviews und der offenen nicht-teilnehmenden Beobachtung angewendet, um einen umfangreichen Eindruck von dem Erleben der Lehrkräfte zu schaffen und ihre individuelle Wahrnehmung im Mittelpunkt zu stellen. Zunächst wird ein Überblick über die zwei oben genannten Methoden gegeben und abschließend soll diese Wahl näher erläutert werden.
Narrative Interviews sind spontane und authentische Erlebniserzählungen aus der Perspektive des Befragten, die sowohl mündlich als auch verbal stattfinden können (Misoch, 2019, S. 37-42). Ausschlaggebend in dieser Methode ist die Rolle des Forschenden, der eine eher offene und zeitgleich zurückgezogene Haltung einnehmen soll, damit die Teilnehmende die Möglichkeit haben, möglichst frei und ohne Unterbrechungen von sich erzählen zu können. Aus diesem Grund starten Narrative Interviews mit einer Erzählaufforderung bezüglich eines bestimmten Themas, das in Verbindung zu der Forschungsfrage steht. Darauf folgt die Haupterzählung, in der der Forschende auf die Gesprächsform des aktiven Zuhörens zurückgreift. Erst wenn der Teilnehmende fertig ist, können sowohl immanenten als auch exmanente Nachfragen gestellt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der schulischen Inklusion in Beispielhausen ein, benennt die Forschungsfrage zu den Einstellungen von Grundschullehrkräften und begründet das qualitative Forschungsdesign.
2. Methodologische Positionierung: In diesem Kapitel wird die Wahl für ein qualitatives Vorgehen anhand der theoretischen Gegenüberstellung zu quantitativen Methoden begründet.
3. Forschungsfeld und Sampling: Hier wird das Untersuchungsfeld der Stadt Beispielhausen eingegrenzt und das Sampling der beteiligten Lehrkräfte definiert.
4. Erhebungs- und Auswertungsverfahren: Das Kapitel erläutert die eingesetzten Erhebungsmethoden (narrative Interviews und Beobachtungen) sowie die gewählte Methode der qualitativen Inhaltsanalyse.
5. Grundlagentheoretische Einbettung der Forschung: Hier erfolgt ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Einstellungen von Lehrkräften gegenüber der Inklusion.
6. Fazit: Das Fazit reflektiert das entworfene Forschungsdesign, weist auf potenzielle Herausforderungen hin und formuliert Fragen für weiterführende Studien.
Schlüsselwörter
Schulische Inklusion, Grundschullehrkräfte, Qualitative Forschung, Narratives Interview, Qualitative Inhaltsanalyse, Lehrereinstellung, Theorie-Praxis-Transfer, Inklusiver Unterricht, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Forschungsdesign
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entwickelt ein qualitatives Forschungsdesign, um Einstellungen von Grundschullehrkräften zur schulischen Inklusion wissenschaftlich zu untersuchen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die qualitative Methodologie, die konkrete Erhebung von Einstellungen im Schulalltag und die theoretische Einbettung von Inklusionsforschung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist die Erforschung der Forschungsfrage: Welche Einstellung haben Grundschullehrkräfte zur schulischen Inklusion?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein qualitatives Forschungsdesign auf Basis von narrativen Interviews und offenen nicht-teilnehmenden Beobachtungen entworfen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodologische Begründung, die Bestimmung des Forschungsfeldes, die Darstellung der Erhebungs- und Auswertungsmethoden sowie die Einbettung in existierende Studien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Inklusion, qualitative Sozialforschung, narrative Interviews, Lehrereinstellungen und Inhaltsanalyse.
Warum wurde ein qualitatives Design gewählt?
Ein qualitatives Vorgehen wurde gewählt, da individuelle Einstellungen und subjektive Wahrnehmungen von Lehrkräften nicht durch standardisierte Zahlen oder strikte Vorgaben adäquat erfasst werden können.
Welche Rolle spielen die Beobachtungen bei der Datenerhebung?
Die offene nicht-teilnehmende Beobachtung ergänzt die Interviews, um Einblicke in das tatsächliche Handeln und die Interaktionen im natürlichen schulischen Umfeld zu erhalten.
Was unterscheidet das hier vorgeschlagene Design von rein quantitativen Studien?
Statt standardisierter Hypothesenprüfung legt dieses Design Wert auf die Offenheit, um die subjektive Perspektive der Lehrkräfte explorativ zu verstehen und mehr Tiefe in den Einzeldarstellungen zu erzielen.
- Arbeit zitieren
- Rosa Oliva (Autor:in), 2022, Welche Einstellung haben Grundschullehrkräfte zur schulischen Inklusion? Forschungsdesign, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1283067