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Berliner und Münchener Eingewöhnungsmodell. Übergang von elterlicher Betreuung in die Krippe aus bindungstheoretischer Sicht

Title: Berliner und Münchener Eingewöhnungsmodell. Übergang von elterlicher Betreuung in die Krippe aus bindungstheoretischer Sicht

Seminar Paper , 2021 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Rosa Oliva (Author)

Social Work
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Auf der Grundlage von der Bindungstheorie soll in dieser Arbeit gezeigt werden, warum Bindung im Rahmen einer Eingewöhnung wesentlich ist und wie eine positive Gestaltung des Übergangs zur Krippe gelingen kann, um das Wohlbefinden und die Entwicklung des Kindes nicht zu gefährden. Dementsprechend soll diese Arbeit folgende Forschungsfrage beantworten: Welche Modelle für den Übergang von elterlicher Betreuung in die Krippe im Alter von einem Jahr sind aus bindungstheoretischer Sicht sinnvoll? Anhand verschiedener Literatur sollen in dieser Arbeit das Berliner und Münchener Eingewöhnungsmodell unter Berücksichtigung der jeweiligen theoretischen Grundlage dargestellt werden.

Aufgrund des breiten Spektrums der theoretischen Grundlagen des Berliner und des Münchener Eingewöhnungsmodells ist jedoch im Rahmen dieser Arbeit eine thematische Eingrenzung notwendig. Dementsprechend fokussiert sich die Analyse dieser Arbeit auf eine komprimierte Darstellung der zwei Eingewöhnungsmodelle und der jeweiligen Forschungsbereiche, insbesondere die Bindungstheorie und die Bewältigung von Übergängen, als Teil der Transitionsforschung. Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Definition von Übergang und mit den signifikanten Auswirkungen in den zukünftigen Zeiten, die sowohl durch das Gelingen als auch durch das Misslingen einer Übergangsbewältigung hervorgerufen werden können. Das dritte Kapitel widmet sich der Bindungstheorie, welches durch eine Untergliederung in drei Unterkapiteln eine nachvollzierbare Übersicht über die Erkenntnisse und die Annahmen der Bindungstheorie schafft.

Der Unterkapitel 3.1 befasst sich mit der Begriffserklärung der „Bindung“ und thematisiert schließlich das Konzept der Verhaltenssystemen und die damit verbundene Bindungs-Explorations-Balance. Darauf aufbauend werden in den Unterkapiteln 3.2 und 3.3 die vier identifizierte Bindungstypen, die zur Beschreibung der Mutter-Kind-Bindung Qualität dienen sowie die verschiedenen Phasen der Bindungsentwicklung differenziert dargestellt. Im Fokus des vierten Kapitels stehen das Berliner und das Münchener Eingewöhnungsmodell, die im jeweiligen Unterkapitel (4.1 bzw. 4.2) vorgestellt und schließlich im Unterkapitel 4.3 gegenübergestellt werden, um deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede darzustellen. Ein Fazit und ein kurzer Ausblick auf weitere Perspektiven sowie eine kritische Betrachtung der Erkenntnisse unter Berücksichtigung der wichtigsten Aspekte, die zum Weiterdenken anregen, beschließen die Arbeit.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Übergang

3. Bindungstheorie

3.1 Was ist Bindung?

3.2 Bindungstypen

3.3 Phasen der Bindungsentwicklung

4. Eingewöhnungsmodelle

4.1 Das Berliner Eingewöhnungsmodell

4.2 Das Münchener Eingewöhnungsmodell

4.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Modelle für den Übergang von der elterlichen Betreuung in die Krippe bei Einjährigen aus bindungstheoretischer Perspektive sinnvoll sind. Dabei werden die theoretischen Grundlagen analysiert und die gängigen Eingewöhnungsmodelle gegenübergestellt, um Empfehlungen für eine gelungene Transitionsgestaltung abzuleiten.

  • Bindungstheoretische Grundlagen und die Bedeutung der sicheren Basis
  • Konzeptualisierung von Übergängen in der frühen Kindheit
  • Analyse und Vergleich des Berliner Eingewöhnungsmodells
  • Analyse und Vergleich des Münchener Eingewöhnungsmodells
  • Bedeutung der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Eltern und Fachkräften

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Der Bedarf nach einer guten Vereinbarung von Familie und Beruf und im Allgemeinen die Möglichkeit nach der Elternzeit wieder in die Arbeit einsteigen zu können, wächst heutzutage zunehmend (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2021). Aus den zusammengestellten Daten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2021, S. 17) ergab sich, dass 2020 die Betreuungsquote bei 35% lag und dass 48,7% der Eltern einen Betreuungsplatz für ihr Kind unter 3 Jahren benötigten. Um dies zu ermöglichen wurde 2013 der Rechtsanspruch auf eine Kindergartenbetreuung beschlossen, welcher vorgibt, dass Kinder zwischen 1 und 3 Jahren einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz haben (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2021, S. 11).

Daraus ergibt sich, dass aktuell immer mehr Kinder eine Kita besuchen, aber wie geht es Kleinkinder in der Krippe und wie können sie am besten diesen neuen Übergang und die erste Trennung von den Eltern bewältigen? Die Bindungstheorie hat bewiesen, dass Trennungen im Kleinkindalter mit einem erheblichen Stress verbunden sind und dass seine Folgen einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des Kindes haben können (Ahnert, 2010, S. 191; Scheuerer-Englisch, 2004, S. 2). Auf der Grundlage von der Bindungstheorie soll in dieser Arbeit gezeigt werden, warum Bindung im Rahmen einer Eingewöhnung wesentlich ist und wie eine positive Gestaltung des Übergangs zur Krippe gelingen kann, um das Wohlbefinden und die Entwicklung des Kindes nicht zu gefährden.

Dementsprechend soll diese Arbeit folgende Forschungsfrage beantworten: Welche Modelle für den Übergang von elterlicher Betreuung in die Krippe im Alter von einem Jahr sind aus Bindungstheoretischer Sicht sinnvoll? Anhand verschiedener Literatur sollen in dieser Arbeit das Berliner und Münchener Eingewöhnungsmodell unter Berücksichtigung der jeweiligen theoretischen Grundlage dargestellt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des steigenden Betreuungsbedarfs bei Kleinkindern ein und definiert Fragestellung sowie Zielsetzung der Arbeit unter Einbeziehung bindungstheoretischer Aspekte.

2. Definition von Übergang: Das Kapitel erläutert den Begriff des Übergangs als kritisches Lebensereignis und beleuchtet die Bedeutung einer gelungenen Bewältigung für die Kompetenzentwicklung des Kindes.

3. Bindungstheorie: Dieses Kapitel liefert eine wissenschaftliche Fundierung des Bindungsbegriffs, der Verhaltenssysteme sowie der verschiedenen Bindungstypen und Entwicklungsphasen.

4. Eingewöhnungsmodelle: Hier werden das Berliner und das Münchener Eingewöhnungsmodell detailliert vorgestellt und im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede analysiert.

5. Fazit: Das Fazit zieht eine Schlussfolgerung über die Sinnhaftigkeit der Modelle und betont die Notwendigkeit von Bindungswissen und passenden Rahmenbedingungen in der pädagogischen Praxis.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, Eingewöhnung, Krippe, Transitionsforschung, Berliner Eingewöhnungsmodell, Münchener Eingewöhnungsmodell, Fremde Situation, Bindungsperson, Explorationsverhalten, Übergangsbewältigung, Erziehungspartnerschaft, Kleinkindalter, Bindungstypen, Fachkraft-Kind-Beziehung, frühkindliche Bildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der Übergang von Kindern im Alter von einem Jahr aus der elterlichen Obhut in die Krippenbetreuung bindungstheoretisch optimal gestaltet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Bindungstheorie, die Transition (Übergang) von der Familie in die soziale Einrichtung sowie die vergleichende Analyse spezifischer Eingewöhnungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu bewerten, welche Eingewöhnungsmodelle aus bindungstheoretischer Sicht besonders sinnvoll sind, um das Wohlbefinden des Kindes bei der ersten Trennung von den Eltern zu schützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematisierenden Analyse bestehender wissenschaftlicher Konzepte, Studien und theoretischer Grundlagen zur Bindung und Eingewöhnung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsdefinition von Übergängen, eine Ausarbeitung der Bindungstheorie (inklusive Bindungstypen und Phasen) sowie die detaillierte Darstellung und Gegenüberstellung des Berliner und Münchener Eingewöhnungsmodells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bindungstheorie, Eingewöhnungsmodelle, Transitionsforschung, sichere Basis und Erziehungspartnerschaft.

Worin liegt der Hauptunterschied zwischen dem Berliner und dem Münchener Modell?

Während das Berliner Modell den starken Fokus auf die Bindung zur Fachkraft als schützende Instanz legt, betont das Münchener Modell eher das Kind als kompetentes Subjekt, das Beziehungen zu verschiedenen Personen und der Kindergruppe aufbaut.

Welche Rolle spielt der Fachkräftemangel für die Umsetzung dieser Modelle?

Die Arbeit weist darauf hin, dass eine professionelle Eingewöhnung Zeit, kleine Gruppen und einen guten Fachkraft-Kind-Schlüssel benötigt, was in Zeiten eines großen Fachkräftemangels eine reale Herausforderung für die Einrichtungsleitungen darstellt.

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Details

Title
Berliner und Münchener Eingewöhnungsmodell. Übergang von elterlicher Betreuung in die Krippe aus bindungstheoretischer Sicht
Grade
1,3
Author
Rosa Oliva (Author)
Publication Year
2021
Pages
15
Catalog Number
V1283068
ISBN (PDF)
9783346745255
ISBN (Book)
9783346745262
Language
German
Tags
Bindungstheorie Bindung Übergang Krippe Eingewöhnungsmodelle Eingewöhnung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rosa Oliva (Author), 2021, Berliner und Münchener Eingewöhnungsmodell. Übergang von elterlicher Betreuung in die Krippe aus bindungstheoretischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1283068
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