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Störungen der Gruppendynamik und erwachsenenpädagogische Interventionsmöglichkeiten. Eine Fallsituation aus der Pflegeausbildung

Title: Störungen der Gruppendynamik und erwachsenenpädagogische Interventionsmöglichkeiten. Eine Fallsituation aus der Pflegeausbildung

Scientific Essay , 2009 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.- Pflegepädagogin Birsel Tosun (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Die vorliegende Arbeit stellt eine gruppendynamische Störung an einer realen Fallsituation dar und zeigt Möglichkeiten pädagogischer Interventionen. Zur Analyse der reellen Fallsituation wird das erweiterte Gruppenphasenmodell von Tuckman und die Themenzentrierte Interaktion von Ruth Cohn genutzt.

Als Pflegepädagogin in einer Krankenpflegeschule arbeite ich mit meinen Kollegen nach dem Lernfeldkonzept. Beim Lernfeldkonzept wird der übliche Fächerkanon verlassen und stattdessen mit Lernfeldern gearbeitet. Ein Lernfeld setzt sich aus Lernsituationen zusammen, die den herkömmlichen Unterrichtsfächern wie z.B. Pflege und Bezugswissenschaften entnommen sind. Die Unterrichtsgestaltung ist durch ein handlungsorientiertes Lehren und Lernen gekennzeichnet und das Konzept sieht eine Theorie-Praxis-Vernetzung vor. Um das Konzept mit den unterschiedlichen Methoden und den Ansätzen umsetzen zu können, ist es meine Aufgabe, die Dynamik einer Gruppe zu beobachten und zu berücksichtigen.

Das Thema „Störungen der Gruppendynamik und Möglichkeiten einer (erwachsenen-) pädagogischen Intervention“ spielt in meinem beruflichen Arbeitsfeld also eine bedeutende Rolle, weil die Effektivität der Lehr-/Lernveranstaltung von der Gruppendynamik abhängig ist. Wenn gruppendynamische Störungen aufgetreten sind, steht das soziale Lernen im Vordergrund, das in diesem Fall von mir als Gruppenleitung angeregt werden sollte. Die einzelnen Gruppenmitglieder sollten dabei die Möglichkeit haben, ihren eigenen Gruppenprozess und ihre eigene Befindlichkeit zu reflektieren. Diese Kommunikation auf der Metaebene fördert die sozial-kommunikative und personelle Kompetenz der Teilnehmer.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fallbeschreibung: Gruppendynamische Störung in der Pflegeausbildung

3 Was ist eine Gruppe?

4 Phasen der Gruppenentwicklung nach dem erweiterten Tuckman-Modell

4.1 Forming: Die Gründungsphase

4.2 Storming: Die Streitphase

4.3 Norming: Die Vertragsphase

4.4 Performing: Die Arbeitsphase

4.5 Re-Forming: Die Orientierungsphase

5 Die Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn

6 Gestaltungselement als Interventionsmöglichkeit

7 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht gruppendynamische Störungen im Kontext der Pflegeausbildung und analysiert Möglichkeiten zur pädagogischen Intervention durch die Kursleitung. Dabei steht die Eigenreflexion der Autorin sowie die Anwendung theoretischer Modelle zur Analyse und Lösung solcher Störungen im Vordergrund.

  • Gruppendynamik in der pflegepädagogischen Praxis
  • Erweitertes Gruppenphasenmodell nach Tuckman
  • Themenzentrierte Interaktion (TZI) nach Ruth Cohn
  • Methodische Interventionsmöglichkeiten bei Gruppenstörungen
  • Reflexion der Rolle der Kursleitung

Auszug aus dem Buch

Die Aufgaben der Leitung im Forming

Die Leitung einer Lerngruppe sollte die Entwicklung einer Konventionsstruktur ermöglichen oder auch voranbringen. Sie sollte der Gruppe Kontaktmöglichkeiten bieten, ohne sie jedoch in peinliche Situation zu bringen. Daher sollten die Themen nicht zu persönlich sein. Zu Beginn sollte die Leitung der Gruppe deutlich machen, welche Regeln, z. B. bzgl. der Anrede, Zeiten etc., sie selbst setzten möchte. Sie sollte ihre organisatorischen Rahmen und inhaltliche Schwerpunkte klar vorstellen. Wenn die Gruppe während des Arbeitsprozesses besonders anleitungsbedürftig ist, ist es wichtig, zunächst Leitungsfunktion zu übernehmen, sowie verantwortungs,- darstellungs und verpflichtungsfreudig zu sein. Arbeitsaufträge, die entweder allein, zu zweit oder in Kleingruppen durchgeführt werden, sollten gut strukturiert und nicht zu komplex sein. Denn Aufgaben, die viel Eigenverantwortlichkeit erfordern, können TN überfordern. Bei der Ergebnispräsentation der Arbeitsaufträge ist zu beachten, dass diese nicht zu anspruchsvoll sind, da bei den TN sofort Konkurrenzdenken und damit verbundene Versagensängste geweckt werden könnten, was bei einer Gruppe ohne Konventionsstruktur zur Zurückhaltung führen würde (vgl. Stahl 2007, S.87-91/ Wellhöfer 2007, S.12).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Autorin erläutert ihre Motivation und das Ziel der Hausarbeit, gruppendynamische Störungen in ihrer beruflichen Praxis als Pflegepädagogin mittels theoretischer Modelle zu reflektieren.

2 Fallbeschreibung: Gruppendynamische Störung in der Pflegeausbildung: Vorstellung des Kurses 05/08 und der dort aufgetretenen, den Lernprozess behindernden Unruhe.

3 Was ist eine Gruppe?: Definition von Gruppenmerkmalen und Erläuterung der Bedeutung von gemeinsamen Zielen sowie der Entwicklung eines Gruppenvertrages.

4 Phasen der Gruppenentwicklung nach dem erweiterten Tuckman-Modell: Detaillierte Darstellung der fünf Phasen (Forming, Storming, Norming, Performing, Re-Forming) und der jeweiligen Aufgaben der Kursleitung.

5 Die Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn: Einführung des TZI-Modells als Methode für lebendiges Lernen durch Ausbalancierung von ICH, WIR, ES und GLOBE.

6 Gestaltungselement als Interventionsmöglichkeit: Konkrete Vorstellung der Methode der TZI-Diagnose von Störungen als Instrument für die Kursleitung.

7 Zusammenfassung und Ausblick: Synopse der Ergebnisse und Reflexion über die Bedeutung von Lernwiderständen und weiteren Analysemöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Gruppendynamik, Pflegeausbildung, Lernfeldkonzept, Tuckman-Modell, Themenzentrierte Interaktion, TZI, Interventionsmöglichkeiten, Gruppenleitung, Lernwiderstände, Gruppenphasen, Praxisreflexion, Störungen, Gruppenvertrag, pädagogische Intervention, Gruppenprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit gruppendynamischen Störungen im Rahmen der Pflegeausbildung und untersucht pädagogische Interventionsmöglichkeiten für die Kursleitung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themenfelder sind die Gruppenentwicklung nach Tuckman, die Anwendung der Themenzentrierten Interaktion (TZI) nach Ruth Cohn und die gezielte Steuerung von Gruppenprozessen durch die Leitung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Analyse einer realen Fallsituation aus der Pflegeausbildung, um durch Eigenreflexion und Anwendung theoretischer Modelle konstruktive Interventionsstrategien für die Kursleitung abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt die Fallanalyse auf Basis des erweiterten Gruppenphasenmodells nach Tuckman sowie die TZI-Methodik, um gruppendynamische Prozesse und Störungen systematisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Fallsituation, die theoretische Fundierung der Gruppenphasen, die Erläuterung der TZI und die Vorstellung eines spezifischen Diagnose-Instrumentariums für Störungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Gruppendynamik, Pflegeausbildung, Interventionsmöglichkeiten und Themenzentrierte Interaktion charakterisiert.

Warum spielt das "TZI-Dreieck" eine so wichtige Rolle für die Leitung?

Das TZI-Dreieck hilft der Kursleitung, eine dynamische Balance zwischen der individuellen Befindlichkeit (ICH), dem Gruppenklima (WIR), dem Lerninhalt (ES) und dem Umfeld (GLOBE) herzustellen, was für arbeitsfähige Gruppen essenziell ist.

Was bedeutet das TZI-Postulat "Störungen haben Vorrang!" in der Praxis?

Es bedeutet, dass gruppendynamische Störungen nicht ignoriert oder unterdrückt werden dürfen, sondern direkt angesprochen und thematisiert werden müssen, da sie andernfalls den Lern- und Arbeitsprozess blockieren.

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Details

Title
Störungen der Gruppendynamik und erwachsenenpädagogische Interventionsmöglichkeiten. Eine Fallsituation aus der Pflegeausbildung
College
University of Kaiserslautern
Grade
1,3
Author
Dipl.- Pflegepädagogin Birsel Tosun (Author)
Publication Year
2009
Pages
20
Catalog Number
V128307
ISBN (eBook)
9783668215603
ISBN (Book)
9783668215610
Language
German
Tags
störungen gruppendynamik interventionsmöglichkeiten eine fallsituation pflegeausbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.- Pflegepädagogin Birsel Tosun (Author), 2009, Störungen der Gruppendynamik und erwachsenenpädagogische Interventionsmöglichkeiten. Eine Fallsituation aus der Pflegeausbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128307
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