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Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts oder Naturrecht und Staatswissenschaft im Grundrisse: Welche Rolle kommt den Trieben innerhalb des Argumentationsganges der Einleitung zu?

Title: Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts oder Naturrecht und Staatswissenschaft im Grundrisse: Welche Rolle kommt den Trieben innerhalb des Argumentationsganges der Einleitung zu?

Essay , 2007 , 4 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Evelyn Habel (Author)

Philosophy - Philosophy of the 19th Century
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Der Begriff des Glücks spielt in der Philosophie des Rechts eine wichtige Rolle. In der Einleitung der Grundlinien der Philosophie des Rechts von Hegel fungiert er als methodischer Transformator von der Willkürfreiheit zur Willensfreiheit als der Grundlage der Rechtsphilosophie...

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Der Begriff des Glücks in der Rechtsphilosophie

1.2 Die Problematik der Willkür in § 14 bis § 18

1.3 Die Reinigung der Triebe als methodische Konsequenz

1.4 Die Funktion der Glückseligkeit in § 20

1.5 Der Übergang vom Prinzip der Glückseligkeit zum Prinzip der Freiheit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die systematische Rolle des Triebbegriffs innerhalb der Einleitung von G.W.F. Hegels „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ und analysiert, wie Hegel den Übergang von der willkürlichen Triebbefriedigung hin zur wahren Willensfreiheit konzipiert.

  • Die methodische Transformation von Willkür zu Willensfreiheit
  • Die Dialektik der Triebbefriedigung und Hierarchiebildung
  • Die Funktion der „Reinigung der Triebe“
  • Der Begriff der Glückseligkeit als reflexive Vermittlungsinstanz
  • Die Abgrenzung von hedonistischen Moralbegründungen

Auszug aus dem Buch

Die Funktion der Glückseligkeit als Vermittlungsinstanz

Der Status des § 20 ist damit klar. Im Zuge der Etablierung des Bodens, auf dem die Rechtsphilosophie für Hegel stehen muss, fungiert die Idee der Glückseligkeit als Vermittlungsinstanz zwischen Willkür und Willensfreiheit. Die beiden § 20 und § 21 präsentieren den „Übergang von Prinzip [der] Glückseligkeit in Prinzip der Freiheit“. Glückseligkeit als das Prinzip der Reflexion auf die einzelnen Triebe stellt damit etwas bereit, was die Willkür als solche noch nicht kannte, das „Maß“ der Systematisierung und Befriedigung der Triebe. Glückseligkeit ist allerdings für Hegel noch nicht der „Boden des Rechts“, denn dieser ist erst „der Wille, welcher frei ist“. Mangelhaft hinsichtlich einer Philosophie des Rechts ist also auch noch die Glückseligkeit.

Indem die „Wahrheit“ der formellen Allgemeinheit die inhaltliche Allgemeinheit oder die Freiheit ist, kann man sagen, dass die Wahrheit der Glückseligkeit die Freiheit ist und das Glück ist eine noch „unwahre“ Gestalt der Freiheit. Damit nimmt Hegel in der praktischen Philosophie eine Kantische Position ein und verwirft den Hedonismus in der Moralbegründung. Er verwirft nicht - so wenig wie Kant selbst - das relative Recht moralischer bzw. sittlicher Individuen auf Glück.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die methodische Relevanz des Glücksbegriffs ein, der als Transformator von der Willkür- zur Willensfreiheit dient.

1.1 Der Begriff des Glücks in der Rechtsphilosophie: Hier wird die zentrale Funktion des Glücks als Bindeglied zwischen subjektiver Triebstruktur und allgemeiner Rechtsphilosophie dargelegt.

1.2 Die Problematik der Willkür in § 14 bis § 18: Das Kapitel analysiert die Dialektik der Willkür, in der Triebe und Neigungen als unfreier Inhalt dem freien Willen gegenüberstehen.

1.3 Die Reinigung der Triebe als methodische Konsequenz: Es wird erörtert, wie Triebe von ihrer Zufälligkeit befreit und auf ihr substantielles Wesen zurückgeführt werden sollen.

1.4 Die Funktion der Glückseligkeit in § 20: Hier wird das Modell der reflexiven Reinigung der Triebe durch Überlegung, Abwägung und Nach-Denken erläutert.

1.5 Der Übergang vom Prinzip der Glückseligkeit zum Prinzip der Freiheit: Abschließend wird begründet, warum Glückseligkeit lediglich eine Übergangsform zur wahren Willensfreiheit darstellt.

Schlüsselwörter

Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, Willkür, Willensfreiheit, Triebe, Glückseligkeit, Reflexion, Dialektik, Reinigung, Subjektivität, Rechtsphilosophie, Maß, Hedonismus, Kant, Bildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die argumentative Rolle der Triebe in der Einleitung zu Hegels „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ und deren Bedeutung für die Entwicklung eines freien Willens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Willkür, die Dialektik der Triebbefriedigung, das Konzept der Glückseligkeit und den Übergang zur rationalen Willensfreiheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Hegel den Widerspruch zwischen Triebnatur und freier Selbstbestimmung methodisch auflöst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wendet eine textanalytische Interpretation der hegelscher Paragraphen an, um den systematischen Aufbau der Argumentation in der Einleitung nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Paragraphen (§ 14-21) analysiert, insbesondere die Strategien zur Triebkontrolle und der Wandel der Glückseligkeit von einer Reflexionsleistung zu einem notwendigen, aber unvollständigen Prinzip.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Hegels Rechtsphilosophie, Willkür, Freiheit, Triebe und der reflexive Bildungsprozess.

Warum reicht die Glückseligkeit bei Hegel nicht als Fundament für das Recht?

Weil Glückseligkeit laut Hegel noch auf einer Triebgebundenheit basiert und somit die Einheit von Form und Inhalt noch nicht vollkommen in der Freiheit realisiert ist.

Wie unterscheidet sich die „Reinigung der Triebe“ von einer Unterdrückung?

Die Reinigung ist keine „Ausrottung“, sondern ein reflexiver Prozess der Bildung, bei dem die Triebe durch Vernunft und Vergleichung in eine allgemeine Form gebracht werden.

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Details

Title
Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts oder Naturrecht und Staatswissenschaft im Grundrisse: Welche Rolle kommt den Trieben innerhalb des Argumentationsganges der Einleitung zu?
College
University of Leipzig  (Institut für Philosophie)
Course
Hauptseminar: G.W.F. Hegel: Grundlinien der Philosophie des Rechts
Grade
2,5
Author
Evelyn Habel (Author)
Publication Year
2007
Pages
4
Catalog Number
V128383
ISBN (eBook)
9783640352630
Language
German
Tags
Hegel Grundlinien Philosophie Rechts Naturrecht Staatswissenschaft Grundrisse Welche Rolle Trieben Argumentationsganges Einleitung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Evelyn Habel (Author), 2007, Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts oder Naturrecht und Staatswissenschaft im Grundrisse: Welche Rolle kommt den Trieben innerhalb des Argumentationsganges der Einleitung zu?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128383
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