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Die Entstehung der Menschenrechte. Grundgedanke und Entwicklung

Title: Die Entstehung der Menschenrechte. Grundgedanke und Entwicklung

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 20 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Evelyn Habel (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Wir befinden uns im 21. Jahrhundert und man sollte denken, dass die Menschheit aus ihren Fehlern und ihrer Vergangenheit gelernt hat. Jedoch vergeht kaum ein Tag an dem nicht in den Medien über Menschrechtsverletzungen berichtet wird. Jede dieser Meldungen zeigt, dass das Thema nichts von seiner Brisanz verloren hat.

Die vorliegende Arbeit möchte den Grundgedanken und die Entwicklung der Menschenrechte beleuchten und damit die wichtigsten Meilensteine zu und nach den großen Menschrechtserklärungen herausgreifen. Hierbei sollen Rückschläge außer Acht gelassen werden.
Beginnend mit den geistigen Wurzeln beschäftigt sich die Arbeit hauptsächlich mit einem Blick auf den abendländischen und nordamerikanischen Kulturkreis. Es sollen damit andere Kulturen nicht Geringschätzung erfahren, aber durch die westliche Zivilisation errang die dort entwickelte Menschenrechtsidee weltweite Verbreitung.

Die Definition und Auslegung von Menschrechten sind nicht unumstritten, geschweige denn allgemein anerkannt. Daher lassen sie sich nicht nur als etwas Naturgesetzliches, sondern auch als etwas Historisches verstehen. Ihre historische Entwicklung muss daher einbezogen werden. Es soll ein roter Faden erkennbar sein, wie sich die Entwicklung vollzogen hat. Die philosophischen Wurzeln werden ebenso beleuchtet, wie die politische Beschäftigung mit dem Thema. Geistige und politische Ideen sollten miteinander verknüpft werden. Durch den zweiten Weltkrieg und seine Folgen wird die Entwicklung der Menschrechte in Deutschland einen Teil dieser Arbeit bilden.

Man kann keinen definitiven Abschluss des Themas aufzeigen, da die Menschenrechte sich stets weiterentwickeln. Die Entwicklungen nach 1945 entsprechen aber weitgehend ihrer heutigen Bedeutung und sind daher als Schlusspunkt der Arbeit geeignet.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Charakterisierung der Menschrechte

3 Die philosophischen Wurzeln

3.1 Menschenrechte in der Aufklärung

4 Die politische Umsetzung

4.1 Amerika – Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung

4.2 Die Französische Revolution – Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte

5 Menschenrechte in Deutschland

5.1 Revolution 1848/ 1849 – Die Grundrechte des deutschen Volkes

5.2 Die Weimarer Republik – Die Weimarer Verfassung

6 Menschenrechte und Grundfreiheiten nach 1945

6.1 Die Vereinten Nationen – Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die historischen und geistigen Entwicklungslinien der Menschenrechte nachzuzeichnen und deren Verankerung in zentralen politischen Dokumenten vom 18. Jahrhundert bis zur Zeit nach 1945 zu analysieren, um ein tieferes Verständnis für die Entstehung und den Wandlungsprozess dieser grundlegenden Freiheiten zu vermitteln.

  • Philosophische Grundlagen der Aufklärung (Locke, Rousseau, Kant)
  • Politische Umsetzung in der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung
  • Einfluss der Französischen Revolution auf moderne Rechtsvorstellungen
  • Entwicklung und Brüche der Menschenrechte in der deutschen Geschichte
  • Bedeutung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die UN

Auszug aus dem Buch

3.1 Menschenrechte in der Aufklärung

Den entscheidenden Schritt von der Naturrechtslehre zur Menschenrechtslehre vollzog erst die Philosophie der Aufklärung, die den Menschen aus „selbstverschuldeter Unmündigkeit“ (Immanuel Kant) befreien wollte. Im festen Vertrauen auf die Kraft der menschlichen Vernunft wollte die Aufklärung die Menschheit aus den Ketten religiöser und staatlicher Bevormundung lösen.

Zentrale Bedeutung der neuzeitlichen Naturrechtsphilosophie kommt vor allem dem englischen Philosophen John Locke (1632 – 1704) zu. Sein Werk Zwei Abhandlungen über die Regierung bedeutete den entscheidenden geistigen Durchbruch zur Idee unveräußerlicher Menschenrechte. Für Locke bilden Leben, Freiheit und Eigentum unwandelbar angeborene Rechte des Menschen. Der Zweck eines jeden Staates ist es, diese natürlichen Menschenrechte zu schützen. Er verpflichtet also in seiner politischen Philosophie den Staat auf die Menschenrechte und vollzieht damit einen entscheidenden Schritt von der abstrakten Idee der Menschenrechte zu ihrer konkreten Umsetzung im Staat. Diese Gedanken wurden von den Verfassungsgebern in England und den Vereinigten Staaten von Amerika aufgenommen und fanden Eingang in deren Verfassungen.

Jean- Jacques Rousseau (1712 – 1778) spricht die Menschenrechte direkt an, auch wenn er eine sehr spezifische Auffassung hat. Für Rousseau ist Freiheit die Grundlage für das Menschsein. Da von Natur aus alle Menschen frei und gleich sind, sollen sie dies auch im Staat bleiben. Im Naturzustand ist der Mensch nicht wirklich frei, weil er von seinen Trieben und seinem Egoismus beherrscht wird. Wirklich frei ist er erst, wenn er sich frei dazu entscheidet sich an die gegebenen Gesetze zu halten. So verzichtet der Mensch für die Gesellschaft auf seine natürliche Freiheit. Der Übergang von der natürlichen zur sittlichen Freiheit ist die Vervollkommnung der Freiheit im Staat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die anhaltende Relevanz der Menschenrechtsthematik und erläutert den methodischen Ansatz, die Entwicklung von den geistigen Wurzeln bis zur Nachkriegszeit nachzuvollziehen.

2 Charakterisierung der Menschrechte: Dieses Kapitel definiert Menschenrechte als dem Menschen innewohnende, unveräußerliche Rechte, die maßgeblich vom jeweiligen Menschenbild geprägt sind.

3 Die philosophischen Wurzeln: Die theoretischen Ursprünge werden von der Antike bis hin zu den entscheidenden Impulsen der Aufklärungsphilosophen dargelegt.

3.1 Menschenrechte in der Aufklärung: Hier werden die spezifischen Beiträge von Locke, Rousseau und Kant als entscheidende geistige Meilensteine zur Etablierung unveräußerlicher Rechte analysiert.

4 Die politische Umsetzung: Das Kapitel beleuchtet den historischen Prozess der Transformation philosophischer Ideen in konkrete staatliche Gesetzgebung und politische Realität.

4.1 Amerika – Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung: Der Abschnitt behandelt den Einfluss der Virginia Bill of Rights und die Bedeutung des Unabhängigkeitskampfes für die politische Formung der Menschenrechte.

4.2 Die Französische Revolution – Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte: Hier wird der radikale Bruch mit alten Gesellschaftsstrukturen und die Wirkung der französischen Erklärung thematisiert.

5 Menschenrechte in Deutschland: Dieses Kapitel dokumentiert die Rezeption der Menschenrechtsideen in Deutschland während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

5.1 Revolution 1848/ 1849 – Die Grundrechte des deutschen Volkes: Die erste systematische Grundrechtsformulierung in der deutschen Geschichte und ihr Scheitern werden hier kritisch betrachtet.

5.2 Die Weimarer Republik – Die Weimarer Verfassung: Die Analyse konzentriert sich auf die Integration von Individualrechten und sozialpolitischen Schutzbestimmungen sowie deren Anfälligkeit für totalitäre Strömungen.

6 Menschenrechte und Grundfreiheiten nach 1945: Dieser Teil befasst sich mit der Zäsur durch den Zweiten Weltkrieg und dem darauffolgenden globalen Wunsch nach Absicherung der Menschenwürde.

6.1 Die Vereinten Nationen – Allgemeine Erklärung der Menschenrechte: Die Entstehung und Bedeutung der 30 Artikel der UN-Erklärung als universales Ideal bilden den Abschluss der inhaltlichen Betrachtung.

Fazit: Das Fazit resümiert die Diskrepanz zwischen dem idealen Anspruch der Menschenrechte und der oftmals unzureichenden politischen Umsetzung in der Gegenwart.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Aufklärung, Naturrecht, Freiheit, Gleichheit, Volkssouveränität, Verfassung, Unabhängigkeitserklärung, Grundrechte, Menschenwürde, Rechtsstaat, Vereinte Nationen, Gesellschaftsvertrag, Gewaltenteilung, Demokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Grundgedanken sowie die historische Entwicklung der Menschenrechte von ihren philosophischen Anfängen bis zur internationalen Verankerung nach 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Aufklärungstheorien, die Entstehung der ersten Menschenrechtserklärungen in Amerika und Frankreich, die deutsche Rechtsentwicklung sowie die universelle Ebene der Vereinten Nationen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den roten Faden der Menschenrechtsentwicklung freizulegen und die wichtigsten Meilensteine herauszuarbeiten, die den Schutz des Einzelnen heute definieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine geistes- und rechtsgeschichtliche Analyse, die primär auf der Auswertung relevanter philosophischer und historischer Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die philosophischen Wurzeln, die politische Umsetzung in Amerika und Frankreich, die historische deutsche Entwicklung bis 1933 sowie die Etablierung internationaler Standards nach dem Zweiten Weltkrieg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Menschenrechte, Aufklärung, Freiheit, Volkssouveränität und Rechtsstaat charakterisieren.

Warum spielt die Aufklärung eine so zentrale Rolle für die Menschenrechte?

Die Aufklärung vollzog den entscheidenden Wandel von einer rein naturrechtlichen, philosophischen Betrachtung hin zur Forderung nach konkreter staatlicher Umsetzung und dem Schutz des Menschen vor staatlicher Willkür.

Inwiefern beeinflusste die Virginia Bill of Rights spätere Deklarationen?

Sie gilt als das erste in einer Verfassung verankerte Dokument, das allgemeine Grundrechte expressiv auflistete und somit vielen nachfolgenden Staaten, insbesondere Frankreich, als formales und inhaltliches Muster diente.

Warum blieb der Schutz der Grundrechte in der Weimarer Verfassung lückenhaft?

Die Grundrechte konnten durch einfache Gesetze eingeschränkt werden, da die Verfassung davon ausging, dass gewählte Abgeordnete keine gegen die Freiheit gerichteten Gesetze verabschieden würden – eine idealistische Annahme, die den Weg in den Totalitarismus ebnete.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der heutigen Situation der Menschenrechte?

Das Fazit zeigt, dass trotz demokratischer Fortschritte und internationaler Abkommen die praktische Umsetzung der Menschenrechte weltweit weiterhin stark hinter den rechtlichen Normen zurückbleibt und von nationalen Interessen dominiert wird.

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Details

Title
Die Entstehung der Menschenrechte. Grundgedanke und Entwicklung
College
University of Leipzig  (Institut für Philosophie)
Course
Hauptseminar: Philosophie der Menschrechte
Grade
3,0
Author
Evelyn Habel (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V128397
ISBN (eBook)
9783640351930
ISBN (Book)
9783668145986
Language
German
Tags
Entstehung Menschenrechte Grundgedanke Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Evelyn Habel (Author), 2007, Die Entstehung der Menschenrechte. Grundgedanke und Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128397
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