Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Illegale Migration - eine Herausforderung für die Soziale Arbeit

Title: Illegale Migration - eine Herausforderung für die Soziale Arbeit

Research Paper (undergraduate) , 2009 , 40 Pages , Grade: 1

Autor:in: Sabrina Heuer (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Schätzungen zufolge leben etwa eine Million Illegale in Deutschland , was einem Anteil von 8,5 % der Gesamteinwohnerzahl entspricht; und allein in Hannover haben sich vermutlich mehrere tausend Papierlose niedergelassen. Sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene ist demzufolge seit den 1980er Jahren der Umgang mit irregulärer Migration zu einem wichtigen Thema in der Politik und den Medien geworden. In regelmäßigen Abständen rückt es in den Fokus der Ge-sellschaft, wenn wieder einmal überfüllte Boote mit Flüchtlingen die Küsten Südeu-ropas erreichen, wenn Migranten die Grenze des Schengenraums illegal überqueren oder wenn bei einer polizeilichen Durchsuchung illegale Arbeitnehmer verhaftet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung

2 Definition und rechtliche Rahmenbedingungen von Illegalität

3 Aufenthaltsrechtliche Illegalität: Motive, Zugangswege, Unterstützung in der Aufnahmegesellschaft und „Ausgänge“

3.1 Motive für ein Leben in der Illegalität

3.2 Wege in die Illegalität

3.3 Anschlüsse in der Aufnahmegesellschaft

3.4 Wege aus der Illegalität heraus

3.4.1 Asylantragstellung

3.4.2 Eheschließung

3.4.3 Elternschaft

3.4.4 Aufenthaltsgewährung aus humanitären Gründen oder über Härtefallgründe

3.4.5 Duldung

4 Umfang und Struktur der illegal aufhältigen Migrationsbevölkerung in Deutschland

4.1 Größenordnung der illegalen Bevölkerung

4.2 Nationale Zusammensetzung

4.3 Alters- und Geschlechtsstruktur

4.4 Räumliche Verteilung

5 Lebenssituation illegal aufhältiger Migranten

5.1 Gesundheitsversorgung

5.2 Wohnverhältnisse

5.3 Beschäftigungsverhältnisse

6 Positionen zum Umgang mit illegaler Einwanderung und illegalem Aufenthalt

7 Möglichkeiten und Grenzen der sozialpädagogischen Arbeit mit illegalen Migranten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Studienarbeit untersucht die komplexe Lebenssituation von Menschen, die sich ohne legalen Aufenthaltsstatus in Deutschland befinden. Das primäre Ziel ist es, die strukturellen Rahmenbedingungen illegaler Migration zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, welche Möglichkeiten und Grenzen sich für die Soziale Arbeit im Umgang mit dieser oft rechtlosen Bevölkerungsgruppe ergeben.

  • Rechtliche Grundlagen und Definitionen von Illegalität in Deutschland
  • Motive und Zugangswege in die Illegalität sowie Unterstützungsnetzwerke
  • Strukturelle Analyse der Lebens- und Beschäftigungsverhältnisse
  • Gegenüberstellung ordnungsrechtlicher und menschenrechtlicher Positionen
  • Reflexion der Rolle der Sozialarbeit im Spannungsfeld zwischen Hilfe und staatlicher Kontrolle

Auszug aus dem Buch

3.1 Motive für ein Leben in der Illegalität

Bei der Betrachtung der vielfältigen Motive einer Migration ist es sinnvoll, zwischen illegalen Dauermigranten und pendelnden Arbeitssuchenden zu unterscheiden. Dauermigranten reisen in der Regel mit dem Vorhaben ein, ihren Lebensmittelpunkt dauerhaft oder für voraussichtlich viele Jahre in das Zielland zu verlegen, um einer akuten Verfolgungs- oder Bedrohungssituation auszuweichen und in Europa Schutz zu finden. Sie verstehen sich selbst überwiegend als Flüchtlinge.15 Aufgrund der Einschränkungen des Asylrechts und der damit einhergehenden hohen Zahl an Migranten, die bereits an der Grenze zurückgewiesen oder nach einer Ablehnung des Asylantrages ausgewiesen werden, ziehen viele den illegalen Aufenthalt in der BRD vor, um nicht in ihr Herkunftsland zurückkehren zu müssen. Bei einigen dieser Migranten besteht aber der Wunsch, nach einem Wegfall der Flucht- bzw. Migrationsursache(n) wieder in das Heimatland zurückzukehren.16

Flüchtlinge, deren Familienangehörige bereits in Deutschland leben, wählen häufig den Weg in die Illegalität, um sich dem bundesweiten Verteilungsverfahren nach dem Asylverfahrensgesetz, auch „EASY-Verfahren“ (Erst-Aufnahme-System) genannt, zu entziehen. Dieses sieht eine zentrale Verteilung der Antragsteller auf die Bundesländer vor, bei der die maßgeblichen Kriterien sowohl die gesetzlich festgelegten Aufnahmequoten der Länder als auch die freien Kapazitäten der Einrichtungen, nicht aber die Wünsche der Antragsteller sind.17

Ebenfalls in Kauf genommen wird ein illegaler Aufenthalt, wenn Verwandte bereits in Deutschland leben, die Migranten selbst im Rahmen des Familiennachzuges aber nicht einreiseberechtigt sind. Die Regelungen des Familiennachzuges sind in Deutschland sehr eng und unterliegen gravierenden Einschränkungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der illegalen Migration in Deutschland vor dem Hintergrund hoher Schätzungen zur Anzahl der Betroffenen und dem Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Akzeptanz und staatlicher Kriminalisierung.

2 Definition und rechtliche Rahmenbedingungen von Illegalität: Dieses Kapitel erläutert, dass es keine explizite Legaldefinition für aufenthaltsrechtliche Illegalität gibt, und grenzt den Status anhand der Bestimmungen des Aufenthaltsgesetzes ein.

3 Aufenthaltsrechtliche Illegalität: Motive, Zugangswege, Unterstützung in der Aufnahmegesellschaft und „Ausgänge“: Hier werden die Beweggründe für ein Leben in der Illegalität, die verschiedenen Einreisewege sowie potenzielle Wege in einen legalen Status, wie etwa Asyl oder Eheschließung, detailliert analysiert.

4 Umfang und Struktur der illegal aufhältigen Migrationsbevölkerung in Deutschland: Dieses Kapitel untersucht die demografische Zusammensetzung, Altersstruktur und räumliche Verteilung der betroffenen Bevölkerung, trotz der methodischen Herausforderungen bei der Datenerhebung.

5 Lebenssituation illegal aufhältiger Migranten: Hierbei werden die prekären Bedingungen in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Wohnraum und Arbeitsmarkt beleuchtet, die durch den Mangel an Papieren verschärft werden.

6 Positionen zum Umgang mit illegaler Einwanderung und illegalem Aufenthalt: Das Kapitel vergleicht die ordnungsrechtliche Sichtweise, die auf Repression setzt, mit einem menschenrechtlich orientierten Ansatz, der Rechte unabhängig vom Status fordert.

7 Möglichkeiten und Grenzen der sozialpädagogischen Arbeit mit illegalen Migranten: Den Abschluss bildet die Reflexion über die Rolle der Sozialarbeit, die zwischen dem Auftrag der Unterstützung und der systembedingten Kontrollfunktion vermitteln muss.

Schlüsselwörter

Illegale Migration, aufenthaltsrechtliche Illegalität, Papierlose, Soziale Arbeit, Aufenthaltsgesetz, Asylverfahren, Schwarzarbeit, Gesundheitsversorgung, Migrationssozialarbeit, Abschiebungsdrohung, Menschenrechte, Aufnahmegesellschaft, Ausländerbehörde, Prekarität, Integrationspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Migranten, die ohne gültigen Aufenthaltsstatus in Deutschland leben, und analysiert die daraus resultierenden Herausforderungen für die Soziale Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Rahmenbedingungen, den Motiven für ein Leben in der Illegalität, der sozioökonomischen Lebenssituation der Betroffenen sowie den politischen Diskursen zum Umgang mit diesem Phänomen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Lebensrealität illegal aufhältiger Menschen zu schaffen und aufzuzeigen, wie Sozialpädagogen angesichts enger rechtlicher Grenzen für die Würde dieser Menschen eintreten können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung von Statistiken und Studien zur illegalen Migration in Deutschland.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der rechtlichen Grundlagen, der Lebensverhältnisse (Wohnen, Gesundheit, Arbeit), der Strukturen der betroffenen Bevölkerung sowie der politischen Positionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Illegale Migration, Papierlose, Soziale Arbeit, Menschenrechte, Aufenthaltsgesetz und Prekarität.

Wie unterscheidet sich die ordnungsrechtliche von der menschenrechtlichen Position?

Die ordnungsrechtliche Position betrachtet illegale Migration als Rechtsbruch, der repressive Maßnahmen erfordert, während die menschenrechtliche Position die soziale Fürsorgepflicht für alle Menschen betont, unabhängig von deren Aufenthaltsstatus.

Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit in diesem Kontext?

Sozialarbeiter befinden sich in einem Dilemma zwischen ihrem Anspruch, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, und der innewohnenden Kontrollfunktion, die sie oft in die Nähe staatlicher Repressionsorgane rückt.

Excerpt out of 40 pages  - scroll top

Details

Title
Illegale Migration - eine Herausforderung für die Soziale Arbeit
College
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Grade
1
Author
Sabrina Heuer (Author)
Publication Year
2009
Pages
40
Catalog Number
V128416
ISBN (eBook)
9783640354474
ISBN (Book)
9783640354450
Language
German
Tags
Illegale Migration Herausforderung Soziale Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Heuer (Author), 2009, Illegale Migration - eine Herausforderung für die Soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128416
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  40  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint