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Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD): Ein vielschichtiges Praxisfeld Sozialer Arbeit

Titel: Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD): Ein vielschichtiges Praxisfeld Sozialer Arbeit

Hausarbeit , 2006 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Thomas Schlenker (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Tätigkeitsfelder von SozialarbeiterInnen sind, begründet durch die Vielschichtigkeit heutiger zum Teil sehr komplexer Lebenslagen und den damit einhergehenden sozialen Bewältigungsaufgaben sehr breit gefächert. Es ist für Studierende des Studienganges Soziale Arbeit daher bereits während des Studiums erforderlich Schwerpunkte innerhalb der Vielzahl möglicher Arbeitsfelder zu setzen. Dazu sind Praxiserkundungen und die Reflexion dieser Erkundungen ein wichtiger Bestandteil des Studienganges. Diese Arbeit reflektiert mit der Betrachtung des weiten in sich wieder herum sehr vielschichtigen Arbeitsfeldes des Allgemeinen Sozialen Dienstes ein solches Praxisfeld. Dabei ist dieses Praxisfeld Kommunaler Sozialarbeit so komplex, dass innerhalb dieser Arbeit nicht alle Bereiche und Aspekte in gleichem Umfang beleuchtet werden können. Daher bildet die Umsetzung einiger im Kinder und Jugendhilfegesetz (KJHG), oder korrekter ausgedrückt im achten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) verfassten Hilfen und Maßnahmen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe einen Schwerpunkt des vorliegenden Werkes.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Allgemeine Soziale Dienst –Was ist das (überhaupt)?

3. Die Aufgaben des KSD und dessen Strukturvielfalt

3.1. Strukturunabhängiger Aufgabenüberblick

3.2. Der Soziale Dienst des Landkreis Esslingen

3.2.1 Jugendgerichtshilfe

3.2.2 Betreuungshilfe / Erziehungsbeistand

3.2.3 Soziale Gruppenarbeit

3.3. Der KSD als „Reparaturbetrieb“ von Systemfehlern ?

4. Der ASD im Spannungsfeld von Verwaltung und Lebenswelt

4.1. Zwischen Kontrolle und Hilfe

4.2. Erforderliche Haltung

4.3. Erforderliche Kompetenzen der MitarbeiterInnen beim KSD

5. Sozialraumorientierung und Lebensweltbezug beim KSD

5.1. Gefahren der Sozialraumorientierung

6. Schlussbemerkungen

7. Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit analysiert den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) als komplexes, vielschichtiges Praxisfeld der Sozialen Arbeit. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie dieser institutionelle Basisdienst den Spagat zwischen gesetzlichen Verwaltungsvorgaben, präventiven Ansätzen der Lebensweltorientierung und der praktischen Unterstützung von Klienten in schwierigen Lebenslagen bewältigt.

  • Strukturelle Analyse und Aufgabenvielfalt des Kommunalen Sozialen Dienstes (KSD).
  • Spannungsfeld zwischen behördlicher Kontrolle und sozialpädagogischer Hilfeleistung.
  • Bedeutung der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit und Sozialraumorientierung in der Praxis.
  • Anforderungen an die professionelle Haltung und Kompetenzen der Mitarbeitenden.
  • Reflexion der Rolle des KSD als „Reparaturbetrieb“ für gesellschaftliche Systemfehler.

Auszug aus dem Buch

4.1. Zwischen Kontrolle und Hilfe

Da moderne sozialraumorientierte und damit lebensweltnahe Soziale Dienste den biographischen und situativen Eigensinn der Menschen als nicht hintergehbare Voraussetzung für gelingende Unterstützungsprozesse betrachten und gleichzeitig eine Abkehr von der Defizitorientierung verorten, konstituiert sich die „alte“ Frage nach der Balance zwischen Kontrolle und Hilfe in neuer Qualität. Diese Balance wurde bereits im Kapitel 3.2.1 (Jugendgerichtshilfe) ansatzweise thematisiert und wird in diesem Abschnitt weiter hinterfragt werden. Ein auf Freiwilligkeit basierender Aushandlungsprozess zwischen AdressatInnen und Helfenden im Kontext eines auf Lebensweltorientierung ausgerichteten KSD ist zwingend auf Gleichwertigkeit angewiesen. (Vgl. Grunwald/Thiersch 2004 S. 25) Genau diese Gleichwertigkeit ist innerhalb der KSD oftmals nicht gegeben, sondern muss erarbeitet werden.

Es braucht von Entscheidungsdruck und Nötigungsdruck befreite Räume, in denen AdressantInnen – als im Regelfall unterlegen PartnerInnen – ihre Eigensicht artikulieren können (Grunwald/Thiersch 2004 S.25)

In vielen Arbeitsfeldern des KSD erübrigt sich durch die Prinzipien der Partizipation und Freiwilligkeit eine direkte Kontrollfunktion. Was aber ist mit Bereichen innerhalb des KSD in denen Sozialarbeiterische Intervention die zu schützen ersucht, die sich selbst nicht schützen können? Ist somit ein lebensweltorientiert arbeitender KSD mit dem Schutzauftrag (gemäß §8a SGB VIII) für das Wohl von Kindern/Jugendlichen vereinbar? Ist also in der Kinder- und Jugendhilfe eine Lebensweltorientierte Konzeption in weiten Teilen nicht möglich? Und das ausgerechnet in einem Bereich in dem das Konzept der Lebensweltorientierung erstmals gesetzgeberisch institutionalisiert wurde. Ein bestehendes Dilemma aus Kontrolle und Hilfe wird hier wohl niemand ernsthaft leugnen wollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität des Arbeitsfeldes ASD ein, erläutert die Bedeutung der Praxiserkundung für Studierende und definiert den Schwerpunkt auf dem SGB VIII sowie dem Konzept der Lebensweltorientierung.

2. Der Allgemeine Soziale Dienst –Was ist das (überhaupt)?: Das Kapitel hinterfragt die wenig griffige Bezeichnung sowie die organisatorische Einbettung des ASD und diskutiert die öffentliche Wahrnehmung im Vergleich zu spezialisierten Fachdiensten.

3. Die Aufgaben des KSD und dessen Strukturvielfalt: Hier werden die vielfältigen Tätigkeitsfelder des KSD aufgeführt und am Beispiel des Landkreises Esslingen sowie inhaltlicher Schwerpunkte wie Jugendgerichtshilfe und Soziale Gruppenarbeit detailliert erläutert.

4. Der ASD im Spannungsfeld von Verwaltung und Lebenswelt: Dieses Kapitel thematisiert die notwendige professionelle Haltung, die erforderlichen Fachkompetenzen und das grundlegende Dilemma zwischen bürokratischer Verwaltung und dem Schutzauftrag der Kinder- und Jugendhilfe.

5. Sozialraumorientierung und Lebensweltbezug beim KSD: Die Arbeit erläutert die theoretischen Maximen der Lebensweltorientierung und analysiert, wie diese in die konzeptionelle Praxis der Sozialraumorientierung übersetzt werden können, sowie die damit verbundenen Gefahren.

6. Schlussbemerkungen: Die Zusammenfassung unterstreicht die regionale Heterogenität des ASD, die Herausforderung des „doppelten Mandats“ und den zukünftigen Anpassungsbedarf angesichts sozialer und bildungspolitischer Veränderungen.

Schlüsselwörter

Allgemeiner Sozialer Dienst, ASD, Kommunaler Sozialer Dienst, KSD, Lebensweltorientierung, Sozialraumorientierung, Jugendhilfe, SGB VIII, Soziale Arbeit, Verwaltungsfähigkeit, Schutzauftrag, Jugendgerichtshilfe, Hilfe zur Selbsthilfe, Professionelle Haltung, Netzwerkarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) als ein vielschichtiges Praxisfeld der Sozialen Arbeit, das an der Schnittstelle zwischen kommunaler Verwaltung und individueller Lebensweltorientierung agiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Aufgabenstruktur des Dienstes, die Spannungsfelder zwischen Hilfe und behördlicher Kontrolle, die Bedeutung der Sozialraumorientierung sowie die spezifischen Anforderungen an die Haltung und Kompetenzen der Mitarbeiter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, für Studierende der Sozialen Arbeit ein besseres Verständnis über die Praxis des ASD zu schaffen und die komplexen Herausforderungen in einem administrativen und gleichzeitig helfenden Kontext aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die durch eine Praxiserkundung, die Analyse offizieller Faltblätter und die Auswertung von Organisationsstrukturen des Landkreises Esslingen ergänzt wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Aufgabenvielfalt, die Reflexion über das Spannungsfeld zwischen Verwaltungshandeln und Lebensweltbezug sowie die Erörterung des Konzepts der Sozialraumorientierung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Lebensweltorientierung", "Sozialraumorientierung", "SGB VIII", "Rechtssicherheit", "Verwaltungsfähigkeit" sowie der "Schutzauftrag" in der Kinder- und Jugendhilfe.

Wie steht der Autor zur "Reparaturbetrieb"-Metapher?

Der Autor verwendet diese Metapher, um zu verdeutlichen, dass soziale Dienste oft versuchen, strukturelle Defizite des Bildungssystems zu kompensieren, was den KSD in eine schwierige, teils systemische Rolle drängt.

Was besagt die Arbeit über die Zusammenarbeit mit Schulen?

Der Autor fordert eine stärkere Vernetzung zwischen KSD und Schule, betont jedoch, dass diese Kooperation weit über die klassische Schulsozialarbeit hinausgehen muss, um Bildungschancen sozialer Herkunft zu entkoppeln.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD): Ein vielschichtiges Praxisfeld Sozialer Arbeit
Hochschule
Hochschule Esslingen
Veranstaltung
Praxiserkundung
Note
1,3
Autor
Thomas Schlenker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
26
Katalognummer
V128423
ISBN (eBook)
9783640354498
ISBN (Buch)
9783640354467
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Allgemeine Soziale Dienst Praxisfeld Sozialer Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Schlenker (Autor:in), 2006, Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD): Ein vielschichtiges Praxisfeld Sozialer Arbeit , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128423
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Leseprobe aus  26  Seiten
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