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Analyse des Carmen VII aus dem vierten Odenbuch des Horaz

Title: Analyse des Carmen VII aus dem vierten Odenbuch des Horaz

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 25 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Benjamin Halking (Author)

Latin
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit soll sich mit dem Carmen VII aus dem vierten Odenbuch des Horaz beschäftigen. Es sollen auf Grundlage einer zuvor gegebenen Übersetzung sowohl inhaltliche als auch sprachlich-stilistische Mittel herausgegriffen und am Aufbau des Gedichts entlang analysiert werden. In der Forschung umstrittene Textpassagen sollen hierbei besondere Aufmerksamkeit finden und tiefer diskutiert werden. Im Anschluss daran wird eine Zusammenfassung des Gedichts gegeben und in Relation zu seinem „Vorbild“, der vierten Ode des ersten Gedichtbandes, gesetzt. In diesem Rahmen sollen sowohl die Gemeinsamkeiten des Carmen IV,7 zu I,4 als auch deren Unterschiede dargelegt und diskutiert werden.

Ziel der Arbeit ist eine Analyse des Carmen VII aus Horaz’ vierter Odensammlung unter den oben erwähnten Aspekten und die Gegenüberstellung zu einer seiner frühesten Oden in I,4. In diesem Rahmen und an diesem Odenpaar, das so ähnlich ist wie kein zweites Odenpaar der Horazischen Dichtung, soll beispielhaft herausgestellt werden, ob und inwiefern Horaz die vierte Ode seines ersten Bandes nur an einen anderen Adressaten gerichtet hat oder ob er sich in den Jahren, die zwischen beiden Gedichten lag, so – auch auf sein Leben und seine Lebenserfahrung bezogen – weiterentwickelt hat, dass die siebte Ode des vierten Buches nicht nur eine bloße „Kopie“ ihres Pendants ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aufbau und Inhalt

2.1 Die Jahreszeiten

2.2 Erneuerung und Zerfall

2.3 Horaz’ Denkanstoß

3 Vorbild und Vergleich

4 Fazit

5 Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Gedicht Carmen IV,7 von Horaz unter Berücksichtigung seines Aufbaus, der sprachlich-stilistischen Mittel sowie seiner inhaltlichen Thematik und stellt es in einen Vergleich zu Carmen I,4, um die Entwicklung des Dichters hinsichtlich seiner Sicht auf Vergänglichkeit und Leben zu beleuchten.

  • Analyse des formellen Aufbaus und der Metrik von Carmen IV,7
  • Untersuchung der jahreszeitlichen Metaphorik und der Natursymbolik
  • Gegenüberstellung und Vergleich mit der früheren Ode Carmen I,4
  • Reflektion der horazischen Auffassung von Tod und menschlicher Endlichkeit
  • Diskussion der Adressatenrolle und der gesellschaftlichen Bezüge

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Jahreszeiten

Der erste Teil des Gedichts beginnt mit dem Ende des Winters und einer recht mageren Beschreibung des Frühlings (V. 1-6). Das erste Wort in diffugere ist bereits programmatisch für das gesamte Gedicht: Es geht um Vergänglichkeit, Wechsel und Veränderung. Diffugere ist außerdem ein militärisch gebrauchter Begriff und tritt lt. Maurach im Zusammenhang mit Feinden auf, die zerstoben werden. Lt. Kiessling ist der Frühling „wie ein junger Held ins Land gekommen“.

Bei Lukrez bezeichnet diffugere das sich Verflüchtigen eines Parfums. Es wird hier also bereits eine Parallele zum Menschen gezogen, wobei diffugere auch mit der Vergänglichkeit des Lebens assoziiert wird. In redeunt erscheint unmittelbar im Anschluss das erste von insgesamt 3 Verben (im Folgenden in den Versen 12 mit recurrit und 24 mit restituet), die mit dem Präfix re- komponiert sind. In Narcissus und Echo in Ovids Metamorphosen ist ebenfalls ein solches Phänomen zu beobachten, wodurch Echos Wiederhall und die Spiegelbilder des Narcissus verdeutlicht werden.

Zu späterem Zeitpunkt dürfte dem Leser dann auch hier deutlich werden, dass dies ebenso für Erneuerung und Wiederkehr steht. Syndikus argumentiert an dieser Stelle, dass die Antithese in Vers 13 sorgfältig vorbereitet wurde. Einerseits wurde dem Leser seit Beginn des Gedichts der Zerfall und das „Dahinschwinden“ vor Augen geführt, was nun durch die Wiederholung des Präfixes re- kontrastiert wird und somit die Fähigkeit der Natur, sich selbst zu erneuern, sowie den eigenen Tod, der in Vers 7 bereits in Erscheinung getreten ist, noch stärker in den Vordergrund hebt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas und Zielsetzung der Analyse von Carmen IV,7 unter Einbeziehung des Vergleichs zu Carmen I,4.

2 Aufbau und Inhalt: Untersuchung der metrischen Struktur sowie der inhaltlichen Gliederung des Gedichts in drei Sektoren.

2.1 Die Jahreszeiten: Analyse der einleitenden Naturbeschreibungen und der thematischen Einführung in das Motiv der Vergänglichkeit.

2.2 Erneuerung und Zerfall: Vertiefung der Diskrepanz zwischen dem ewigen Zyklus der Natur und der Einmaligkeit des menschlichen Lebens.

2.3 Horaz’ Denkanstoß: Betrachtung der direkten Konfrontation des Adressaten mit der Unausweichlichkeit des Todes durch das Totengericht.

3 Vorbild und Vergleich: Vergleich der beiden Oden I,4 und IV,7 hinsichtlich Gemeinsamkeiten und signifikanter Unterschiede in Stimmung und Intention.

4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Analyseergebnisse und Einordnung des Gedichts in das Spätwerk des Horaz.

5 Bibliographie: Auflistung der verwendeten Textausgaben, Kommentare und der herangezogenen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Horaz, Carmen IV,7, Odenbuch, Vergänglichkeit, Naturzyklus, Carpe Diem, Torquatus, antike Dichtung, Literaturanalyse, Jahreszeiten, Tod, Rhetorik, Pietas, Komparatistik, Metrik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit einer wissenschaftlichen Analyse und Interpretation von Horaz' Carmen IV,7.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Themen Vergänglichkeit, der Kontrast zwischen Naturzyklen und menschlicher Endlichkeit sowie die Bedeutung des Todes.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob Carmen IV,7 lediglich eine Kopie eines früheren Werkes darstellt oder ob Horaz eine inhaltliche und philosophische Weiterentwicklung vollzogen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philologische Analyse angewandt, die Übersetzung, Metrik, Wortwahl und textinterne Vergleiche kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise den Aufbau, die Stropheninhalte und zieht einen intensiven Vergleich zu Horaz' früherem Carmen I,4.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Vergänglichkeit, Naturzyklus, Komparatistik und die philologische Analyse von Horaz' Stil.

Welche Bedeutung hat der Vergleich mit Carmen I,4?

Der Vergleich dient dazu, die im Alter gewandelte, dunklere Sichtweise des Dichters auf das Leben und den Tod aufzuzeigen.

Warum wird Torquatus als Adressat hervorgehoben?

Torquatus dient als Repräsentant römischer Tugenden, deren Nutzlosigkeit angesichts des Todes Horaz in seinem Gedicht thematisiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle des "Carpe Diem"?

Der Autor argumentiert, dass auch im scheinbar düsteren vierten Odenbuch der Kern des "Carpe Diem"-Motivs fortbesteht, wenn auch in realistischerer Form.

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Details

Title
Analyse des Carmen VII aus dem vierten Odenbuch des Horaz
College
University of Cologne  (Institut für Altertumskunde)
Grade
2,3
Author
Benjamin Halking (Author)
Publication Year
2017
Pages
25
Catalog Number
V1284524
ISBN (PDF)
9783346740557
ISBN (Book)
9783346740564
Language
German
Tags
analyse carmen odenbuch horaz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Halking (Author), 2017, Analyse des Carmen VII aus dem vierten Odenbuch des Horaz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1284524
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