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Akustische Sprachmodulationen bei Ironie im Deutschen. Erhöhte Frequenz und Silbenverlängerung

Ein Perzeptionsexperiment

Titel: Akustische Sprachmodulationen bei Ironie im Deutschen. Erhöhte Frequenz und Silbenverlängerung

Hausarbeit , 2022 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Medina Duman (Autor:in)

Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht die Veränderung der Stimme bei ironischen Äußerungen. Es ist wissenschaftlich belegt, dass sich die Stimmeneigenschaften bei ironischen Äußerungen, im Gegensatz zur wörtlichen Rede, verändern. Die Veränderung der Stimmeigenschaften wird auch akustische Sprachmodulation genannt. Diese akustischen Sprachmodulationen dienen dazu, dem Empfänger das Verstehen der Ironie zu vereinfachen. Demnach sind Ironiemerkmale obligatorisch für das Verständnis von Ironie, damit sich diese von der wörtlichen Rede abheben.

Die Ironie weist drei Merkmalkategorien auf, die kontextuelle, verbale und die paralinguistische. In dieser Arbeit werden lediglich die paralinguistischen Merkmale untersucht. Zu den paralinguistischen Merkmalen gehört u.a. die Prosodie. Ironische Äußerungen werden mithilfe prosodischer Merkmale verdeutlicht. Zu den Merkmale gehören Veränderungen im Tonfall, in der Intensität, in der Sprechgeschwindigkeit und in der Betonung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Experiment

2.1 Methode

2.1.1 Gestaltung der Stimuli

2.1.2 Durchführung

2.1.3 Teilnehmende Personen

2.2 Ergebnisse

3. Diskussion

4. Schluss

Zielsetzung & Forschungsfragen

Die vorliegende Arbeit untersucht mittels eines Perzeptionsexperiments, ob die paralinguistischen Merkmale "erhöhte Frequenz" und "Silbenverlängerung" in ironischen Äußerungen des Deutschen als solche identifiziert werden können und ob diese als sprachübergreifende Ironiemerkmale gelten.

  • Analyse der akustischen Wahrnehmung von Ironiemerkmalen im Deutschen
  • Experimentelle Prüfung der "erhöhten Frequenz" an akzentuierten Silben
  • Untersuchung der "Silbenverlängerung" als Indikator für Ironie
  • Vergleich der Wirksamkeit von Einzelmerkmalen gegenüber ihrer Kombination
  • Diskussion über die Relevanz der Sprechintonation (z.B. bei rhetorischen Fragen)

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Es ist wissenschaftlich belegt, dass sich die Stimmeneigenschaften bei ironischen Äußerungen, im Gegensatz zur wörtlichen Rede, verändern. Die Veränderung der Stimmeigenschaften wird auch akustische Sprachmodulation genannt. Diese akustischen Sprachmodulationen dienen dazu, dem Empfänger das Verstehen der Ironie zu vereinfachen (Scharrer & Christmann 2011: 436, zit. n. Capelli, Nakagawa & Madden 1990). Demnach sind Ironiemerkmale obligatorisch für das Verständnis von Ironie, damit sich diese von der wörtlichen Rede abheben (Hartung 2002: 172, zit. n. Weinrich 1970). Mit dem Begriff der Ironie gehen weitere Begrifflichkeiten einher, z.B. die Satire und die Parodie. Ein Unterschied der genannten Beispiele im Gegensatz zur Ironie ist, dass eine Eigenschaft der Ironie in der versteckten Vermittlung liegt. Die Ironie wird weder offen signalisiert noch angekündigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Ironiemerkmale, Abgrenzung zu anderen Stilgattungen und Definition der untersuchten paralinguistischen Merkmale.

2. Experiment: Detaillierte Darstellung der methodischen Vorgehensweise, der Stimulustestung mittels "forced-choice"-Aufgaben und der statistischen Auswertung der Wahrnehmung durch Teilnehmer.

3. Diskussion: Interpretation der experimentellen Daten und Vergleich mit existierender linguistischer Literatur zu den Themen Frequenzmodulation und Silbenlänge.

4. Schluss: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen sowie Reflexion über die Limitationen und Ergebnisse bezüglich der Eindeutigkeit der Ironiemerkmale im Deutschen.

Schlüsselwörter

Ironie, Perzeptionsexperiment, paralinguistische Merkmale, Prosodie, erhöhte Frequenz, Silbenverlängerung, akustische Sprachmodulation, Deutsche Alltagssprache, rhetorische Frage, Pitch Akzent, statistische Auswertung, Sprechgeschwindigkeit, Phonetik, ironische Äußerung, Sprachwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die akustischen Merkmale von Ironie im Deutschen, speziell die Rolle von Frequenzveränderungen und Silbenlängen in der menschlichen Wahrnehmung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die paralinguistische Sprachanalyse, die perzeptive Kategorisierung von Ironie und der Vergleich zwischen verschiedenen prosodischen Markern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob eine erhöhte Frequenz und eine Silbenverlängerung bei akzentuierten Silben als verlässliche Indikatoren für Ironie im deutschen Sprachgebrauch fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Arbeit verwendet?

Es wurde ein kontrolliertes Perzeptionsexperiment durchgeführt, bei dem Probanden manipulierte Audio-Stimuli in einer "forced-choice"-Aufgabe bewerteten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Gestaltung des Experiments, die Durchführung mit Probanden sowie die statistische Auswertung der gewonnenen Daten mittels F-Tests und t-Tests.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Ironie, Perzeptionsexperiment, Prosodie, erhöhte Frequenz sowie Silbenverlängerung.

Wie schnitt das Merkmal der "erhöhten Frequenz" ab?

Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die erhöhte Frequenz kein eindeutiges Ironiemerkmal darstellt, da sie teilweise widersprüchlich wahrgenommen wurde.

War die "Silbenverlängerung" effektiver zur Identifikation von Ironie?

Ja, in diesem Experiment wurde das Merkmal der Silbenverlängerung von den Teilnehmenden häufiger und konsistenter als Merkmal für Ironie bewertet.

Hatte die Art der Äußerung Einfluss auf die Wahrnehmung?

Es wurde festgestellt, dass bei rhetorischen Fragen zusätzliche Faktoren wie die Frageintonation die Identifikation von Ironie erschweren können.

Eignen sich die Ergebnisse für eine allgemeingültige Aussage?

Die Ergebnisse stützen die Annahme, dass Silbenverlängerungen ein Indikator sind, weisen jedoch auf Limitationen der Arbeit hin, wie etwa die künstliche Erzeugung der Stimuli im Vergleich zur spontanen Alltagssprache.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Akustische Sprachmodulationen bei Ironie im Deutschen. Erhöhte Frequenz und Silbenverlängerung
Untertitel
Ein Perzeptionsexperiment
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (ISFAS)
Note
2,0
Autor
Medina Duman (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
21
Katalognummer
V1284834
ISBN (eBook)
9783346750945
ISBN (Buch)
9783346750952
Sprache
Deutsch
Schlagworte
akustische sprachmodulationen ironie deutschen erhöhte frequenz silbenverlängerung perzeptionsexperiment
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Medina Duman (Autor:in), 2022, Akustische Sprachmodulationen bei Ironie im Deutschen. Erhöhte Frequenz und Silbenverlängerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1284834
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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