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Die Vereinbarkeit des Sanierungserlasses mit höherrangigem Recht

Título: Die Vereinbarkeit des Sanierungserlasses mit höherrangigem Recht

Tesis (Bachelor) , 2016 , 58 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Die Bachelorarbeit behandelt die Vereinbarkeit eines Sanierungserlasses mit höherrangigem Recht. Die deutsche Wirtschaft kann auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurückblicken – die stabile konjunkturelle Lage und eine beständige Binnennachfrage lassen das Bruttoinlandsprodukt in 2015 um 1,7 Prozent wachsen. Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft spiegelt sich auch in der rückläufigen Anzahl der Unternehmensinsolvenzen wider. Im ersten Halbjahr 2015 meldet das deutsche Amtsgericht 11558 beantragte Unternehmensinsolvenzen und damit 3,9 Prozent weniger als im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Gleichwohl gibt es aktuell zahlreiche und vielseitige globale Krisenherde, die Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage versetzen können. Die schwächelnde Wirtschaft in China, der VW-Skandal, die weltweite Terrorgefahr sowie der sinkende Ölpreis sind nur Auszüge aus derzeitigen Unsicherheitsfaktoren. Aber nicht nur äußere Umweltfaktoren, sondern auch betriebswirtschaftliche Fehlentscheidungen und unwirtschaftliches Handeln können Unternehmen in eine existenzbedrohende Krisensituation zwingen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung

I. Problemstellung

II. Zielsetzung, Gang und Abgrenzung der Arbeit

B. Begriff der Sanierung und Entstehung von Sanierungsgewinnen

I. Begriffsbestimmung zur Sanierung

II. Entstehung von Sanierungsgewinnen

1. Erlassvertrag gem. § 397 Abs. 1 BGB

2. Negatives Schuldanerkenntnis

3. Bilanzielle Abbildung

C. Rechtsentwicklung der steuerlichen Behandlung von Sanierungsgewinnen

D. Allgemeine Billigkeitsregelungen der AO

I. Zweck der Billigkeitsregelungen

II. Tatbestandliche Voraussetzungen

1. Persönliche Unbilligkeit

2. Sachliche Unbilligkeit

E. Ertragsteuerliche Behandlung von Sanierungsgewinnen nach dem Sanierungserlass

I. Anwendungsbereich des Sanierungserlasses

II. Voraussetzungen eines begünstigten Sanierungsgewinns nach dem Sanierungserlass

1. Sanierungsbedürftigkeit des Unternehmens

2. Sanierungsfähigkeit des Unternehmens

3. Sanierungsabsicht der verzichtenden Gläubiger

4. Sanierungseignung des Schuldenerlasses

III. Ermittlung des Sanierungsgewinns der Höhe nach

IV. Rechtsfolgen

F. Vereinbarkeit des Sanierungserlasses mit nationalem Recht

I. Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung

1. Grundsätzliches

a) Vorrang des Gesetzes

b) Vorbehalt des Gesetzes

2. Anwendung der Grundsätze auf den Sanierungserlass

a) Stand der Rechtsprechung

b) Herleitung des gesetzgeberischen Willens

c) Ermessensentscheidung im Einzelfall

II. Leistungsfähigkeitsprinzip und Übermaßverbot

G. Vereinbarkeit des Sanierungserlasses mit europäischem Recht

I. Binnenmarktkonzept

II. Prüfung des Sanierungserlasses unter Beihilfe-Aspekten

1. Gewährung einer Begünstigung

2. Begünstigungsgewährung aus staatlichen Mitteln

3. Beeinträchtigung des Wettbewerbs und des innergemeinschaftlichen Handels

4. Selektivität der steuerlichen Maßnahme

a) Festlegung des Referenzsystems

b) Selektive Abweichung vom allgemeinen System

c) Rechtfertigung

H. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die steuerliche Behandlung von Sanierungsgewinnen und analysiert kritisch die Vereinbarkeit des sogenannten Sanierungserlasses des Bundesministeriums der Finanzen mit nationalem und europäischem Recht, insbesondere in Anbetracht des Grundsatzes der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung und des Beihilferechts.

  • Steuerliche Behandlung von Forderungsverzichten bei Krisenunternehmen
  • Rechtliche Grundlagen und Anwendungsvoraussetzungen des Sanierungserlasses
  • Vereinbarkeit des Sanierungserlasses mit dem nationalen Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung
  • Analyse im Hinblick auf europäische Beihilfevorschriften (Art. 107 AEUV)
  • Bedeutung des Leistungsfähigkeitsprinzips bei Sanierungsgewinnen

Auszug aus dem Buch

1. Erlassvertrag gem. § 397 Abs. 1 BGB

Mit einem Erlassvertrag nach § 397 Abs. 1 BGB erklärt der Gläubiger den Verzicht auf eine einzelne, konkrete Forderung. Voraussetzung dafür ist der Abschluss eines beidseitigen Vertrages über die Aufhebung der Forderung, wobei der Vertrag formfrei geschlossen werden kann. Zwar ist auch ein Erlassvertrag durch konkludentes Handeln generell möglich. Jedoch muss ein eindeutiges Verhalten des Gläubigers erkennbar sein. Die Wirkung des Erlassvertrages ist identisch mit der einer Erfüllung: Das Schuldverhältnis erlischt unmittelbar.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Darstellung der Problematik von Sanierungsgewinnen in der Unternehmenskrise und der Zielsetzung, die Rechtmäßigkeit des Sanierungserlasses zu bewerten.

B. Begriff der Sanierung und Entstehung von Sanierungsgewinnen: Erläuterung des Sanierungsbegriffs sowie der bilanziellen Entstehung und Behandlung von Sanierungsgewinnen durch Forderungsverzicht.

C. Rechtsentwicklung der steuerlichen Behandlung von Sanierungsgewinnen: Historischer Rückblick auf die wechselhafte steuerliche Privilegierung von Sanierungsgewinnen in Deutschland.

D. Allgemeine Billigkeitsregelungen der AO: Erörterung der Zweckbestimmung und Voraussetzungen der Billigkeitsmaßnahmen nach §§ 163, 227 AO.

E. Ertragsteuerliche Behandlung von Sanierungsgewinnen nach dem Sanierungserlass: Analyse des Anwendungsbereichs, der Tatbestandsvoraussetzungen und Rechtsfolgen nach dem BMF-Schreiben.

F. Vereinbarkeit des Sanierungserlasses mit nationalem Recht: Untersuchung der Frage, ob der Sanierungserlass den Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung verletzt.

G. Vereinbarkeit des Sanierungserlasses mit europäischem Recht: Überprüfung, ob der Sanierungserlasses ein verbotenes Beihilfesystem im Sinne des Binnenmarktkonzepts darstellt.

H. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung zur Zulässigkeit des Sanierungserlasses unter nationalen und europäischen Gesichtspunkten.

Schlüsselwörter

Sanierungserlass, Sanierungsgewinn, Forderungsverzicht, Billigkeitsregelungen, Abgabenordnung, Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, Unternehmenskrise, Steuerbefreiung, BMF-Schreiben, Beihilferecht, Europarecht, Leistungsfähigkeitsprinzip, Ertragsteuer, Verlustvortrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung von sogenannten Sanierungsgewinnen, die durch einen Forderungsverzicht von Gläubigern bei einem finanziell angeschlagenen Unternehmen entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die rechtliche Qualifikation von Sanierungsmaßnahmen, die steuerliche Billigkeitsprüfung nach der Abgabenordnung, verfassungsrechtliche Aspekte der Verwaltungspraxis sowie Fragen des europäischen Beihilferechts.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen und rechtlich zu bewerten, ob der sogenannte Sanierungserlass des BMF mit höherrangigem nationalem und europäischem Recht vereinbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine juristische Arbeit, die auf einer umfassenden Analyse von Gesetzen, Rechtsprechung (insbesondere BFH) und der fachwissenschaftlichen Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Sanierung, die Entwicklung der steuerlichen Behandlung, die Analyse der Billigkeit, die Voraussetzungen des Erlasses sowie eine tiefgehende Prüfung der nationalen und europäischen Rechtmäßigkeit.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: Sanierungserlass, Billigkeit (AO), Beihilfenverbot (AEUV), Gesetzmäßigkeit der Verwaltung und Leistungsfähigkeitsprinzip.

Wie bewertet der Autor die Vereinbarkeit des Erlasses mit der Abgabenordnung?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Sanierungserlass eine zulässige Konkretisierung der Ermessensspielräume der Finanzverwaltung im Rahmen der §§ 163, 227 AO darstellt.

Spielt das europäische Beihilferecht für die Sanierung eine Rolle?

Ja, da die steuerliche Freistellung als staatliche Maßnahme eingestuft werden kann. Der Autor argumentiert jedoch, dass mangels Selektivität keine unzulässige gemeinschaftsrechtswidrige Beihilfe vorliegt.

Final del extracto de 58 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Vereinbarkeit des Sanierungserlasses mit höherrangigem Recht
Universidad
University of Hohenheim
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
58
No. de catálogo
V1284924
ISBN (PDF)
9783346747167
ISBN (Libro)
9783346747174
Idioma
Alemán
Etiqueta
vereinbarkeit sanierungserlasses recht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2016, Die Vereinbarkeit des Sanierungserlasses mit höherrangigem Recht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1284924
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