Was für die Konsumgüterindustrie die Werbespots im Fernsehen sind, ist für die Musikindustrie das Musikvideo. Genau wie Werbespots sollen auch Musikvideos das Produkt bekannt machen und einen gewissen Mehrwert erzeugen. Durch Visualisierung soll den Konsumenten das Produkt, im Falle der Musikindustrie der Tonträger angepriesen werden. Dennoch haben Musikvideos und Werbespots zwar einen ähnlichen Anspruch, unterscheiden sich aber in der Herstellung und haben gänzlich unterschiedliche kulturelle Bedeutungen. Während Werbeclips eher informativen Charakter besitzen, wird in Musikvideos das künstlerische Bedürfnis der Rezipienten befriedigt.
Die folgende Ausarbeitung stellt zum einen, den geschichtlichen und aktuellen Bezug von Musikvideos vor und ferner die verschiedenen Techniken und Möglichkeiten bei der Herstellung.
Literarisch ist dieses Segment der Werbung weitgehend unerforscht und somit beruhen manche Aussagen auf Erfahrungswerte von Verantwortungsträgern und Entscheidern der Musikindustrie.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffe und Definitionen
2.1 Der Begriff Musikvideo
2.2 Geschichtliche Abgrenzung
2.2.1 Die Ursprünge des Musikvideos
2.2.2 Zeitstrahl der visualisierten Musik
2.2.3 Entstehung des Musikfernsehens
3. Gesellschaftliche Bedeutung von Musikvideos
3.1 Kulturelle Bedeutung
3.2 Ökonomische Bedeutung
3.3 Zweck von Musikvideos
4. Gestaltung von Musikvideos
4.1 Gattungen von Musikvideos
4.2 Effekte im Musik-Video
4.3 Schnitttechnik
4.4 Filmwahl
4.5 Musik-Videos und Farben
5. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Möglichkeiten und kulturellen sowie ökonomischen Bedeutungen von Musikvideos. Ziel ist es, das Musikvideo als zentrales Instrument der Musikindustrie zu analysieren, welches über den reinen Promotionzweck hinaus künstlerische, technische und gesellschaftliche Einflussfaktoren vereint.
- Historische Entwicklung und Einordnung des Musikvideos
- Gesellschaftliche und kulturelle Wirkungsweisen auf Konsumenten
- Ökonomische Strategien, Product-Placement und Vermarktung
- Methoden der Gestaltung, wie Gattungen, Schnitttechnik und visuelle Effekte
- Einfluss der visuellen Gestaltung auf den Markterfolg und das Markenimage
Auszug aus dem Buch
1.1 Der Begriff Musikvideo
Seltsamerweise hat sich, obwohl fast jeder das Musik-Video als solches kennt und im Fernsehen zu erkennen vermag, nie eine einheitliche Begrifflichkeit für diese Form des Kurz- oder Werbefilms gefunden. Im deutschen Sprachraum dominierte, besonders in den 80ziger Jahren, kurz nach dem massenhaften Aufkommen dieses Mediums, die Bezeichnung „Video-Clip“. Auch dieser Begriff ist hinsichtlich seiner Schreibweise nur unscharf definiert, wodurch sich auch die Variante „Videoclip“ etablierte. In England und den USA wurde zur gleichen Zeit überwiegend von „Promotional Videos“ oder „Promos“ gesprochen. Mit dem zunehmenden Erfolg und Bekanntheit der Musik-Videos wurde diese Bezeichnung jedoch in den Hintergrund gedrängt. Eventuell auch wegen der schon im Begriff verankerten, vordergründigen Intention der Werbung und der Promotion. Diese Veränderung schwappte auch nach Deutschland und prägte die deutsche Fassung „Musik-Video“ bzw. „Musikvideo“. Im weiteren dieser Ausarbeitung werden die beiden letztgenannten Variationen sowie auch der Clip verwendet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema Musikvideo als zentrales Werbeinstrument der Musikindustrie und Abgrenzung zum klassischen Werbespot.
2. Begriffe und Definitionen: Erörterung der unterschiedlichen Bezeichnungen für das Medium sowie ein historischer Rückblick auf dessen Ursprünge und die Entstehung des Musikfernsehens.
3. Gesellschaftliche Bedeutung von Musikvideos: Analyse der kulturellen Identitätsbildung durch Musikvideos sowie der ökonomischen Bedeutung als Marketing- und Product-Placement-Werkzeug.
4. Gestaltung von Musikvideos: Detaillierte Betrachtung technischer und künstlerischer Aspekte wie Gattungen, visuelle Spezialeffekte, Schnitttechniken und Farbeinsatz.
5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Bedeutung von Qualität und zeitloser Gestaltung gegenüber kurzlebigen Trends in der Musikvideoproduktion.
Schlüsselwörter
Musikvideo, Videoclip, Musikindustrie, Promotion, Konsumentenverhalten, Werbefilm, Musikfernsehen, Popkultur, Schnitttechnik, Morphing, Product-Placement, Identitätsbildung, Filmwahl, visuelle Gestaltung, Vermarktung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den vielfältigen Funktionen, Gestaltungsmöglichkeiten und der Bedeutung von Musikvideos als zentrales Medium der Musikvermarktung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung, die ökonomische Strategie der Musikindustrie, die kulturelle Wirkung auf die Zielgruppe sowie technische Aspekte der Produktion.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Musikvideos technisch gestaltet sind, um sowohl künstlerische als auch werbliche Ziele zu erreichen und damit den Absatz von Tonträgern maßgeblich zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen und Modellen zur Klassifizierung von Musikvideos.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, die gesellschaftliche und ökonomische Bedeutung sowie eine detaillierte Analyse der Gestaltungsmittel, inklusive Gattungen und technischer Produktionsaspekte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Musikvideo, Promotion, ökonomische Strategie, Konsumentenverhalten und visuelle Gestaltungsmittel wie Schnitttechnik und Farbe.
Warum wird das Musikvideo als "Werbefilm" bezeichnet?
Es dient primär dazu, das Produkt – den Tonträger oder den Künstler – bekannt zu machen, den Absatz zu fördern und einen Mehrwert durch Visualisierung zu erzeugen.
Welche Rolle spielt das "Morphing" in Musikvideos?
Morphing wird als technisches Gestaltungsmittel genutzt, um visuelle Transformationen zu erzeugen, die Aufmerksamkeit erzielen und komplexe Aussagen, wie die Verwandtschaft von Menschenrassen, zu visualisieren.
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- Slobodan Brkic (Author), 2003, Möglichkeiten und Bedeutungen in der Darstellung von Musikvideos, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12849