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Ressourcenorientierung als beruflicher Wertestandard in der Sozialen Arbeit. Wie führt die Suche nach Ressourcen dazu, den Klienten zu helfen?

Titel: Ressourcenorientierung als beruflicher Wertestandard in der Sozialen Arbeit. Wie führt die Suche nach Ressourcen dazu, den Klienten zu helfen?

Hausarbeit , 2022 , 21 Seiten

Autor:in: Jimmy Böttcher (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit ist eine theoretische Auseinandersetzung mit den relevanten Aspekten der ressourcenorientierten Arbeit. Es wird aufgezeigt, inwieweit der theoretische Ansatz der Ressourcenorientierung in der Sozialen Arbeit umgesetzt wird und welche Methoden dabei zum Einsatz kommen.

Es werden hierbei nicht nur die Grundzüge der Ressourcenarbeit erläutert, sondern vorhandene Methoden und Techniken explizit erklärt. Durch die explizite Beschreibung soll deutlich werden, weshalb die Ressourcenorientierung eine Notwendigkeit im Hilfeprozess darstellt. Innerhalb der Hausarbeit wird dennoch kritisch hinterfragt, zu welchen potenziellen Problemen eine Ressourcenorientierung führen kann.

Die Ressourcenorientierung hat seit den 1980er Jahren die Defizitorientierung als Wertestandard in der Sozialen Arbeit abgelöst. Ein ressourcenorientiertes Arbeiten ist die sozialstaatliche Reaktion darauf, dass es Personen häufig nicht gelingt, Ressourcen selbständig zu nutzen. Vorhandene Eigenschaften, Merkmale, Objekte und andere Potenziale werden häufig nicht als Ressource eigesetzt, was dazu führt, dass die Klient*innen Probleme damit haben, individuelle sowie gesellschaftliche Anforderungen bewältigen zu können.

Die Professionellen haben daher das Ziel, den Klient*innen die vorhandenen Potenziale als Ressource zugänglich zu machen. Ein ressourcenorientiertes Arbeiten ist eines der wichtigsten Merkmale der Sozialen Arbeit und gilt als ein nicht hinterfragter beruflicher Wertestandard, dessen Einhaltung Priorität hat. Die Ressourcenorientierung ist ein Konzept, welches eine komplexe, professionelle Perspektiveinnahme und ein methodisch strukturiertes Vorgehen benötigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Gefahr der Defizitorientierung

3. Was ist eine Ressource

4. Die taxonomische Aufteilung von Ressourcen

5. Die Hierarchisierung von Ressourcen

6. Ressourcendiagnostik in der Sozialen Arbeit

7. Basiskompetenzen der Professionellen

8. Ressourceninstrumente

9. Ressourcen im Umfeld: Die VIP-Karte

10. Die Notwendigkeit der Ressourcenerhaltung

11. Die Ressourcenaustauschtheorie

12. Die Kapitalarten nach Pierre Bourdieu

13. Kritik an der Ressourcenorientierung

14. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Ressourcenorientierung als zentralen Wertestandard in der Sozialen Arbeit und analysiert, wie durch die gezielte Suche nach und Stärkung von Ressourcen die Lebenssituation von Klient*innen verbessert werden kann.

  • Theoretische Fundierung und Entwicklung der Ressourcenorientierung
  • Taxonomie und Hierarchisierung von Ressourcen
  • Methoden der Ressourcendiagnostik und praktische Instrumente
  • Die Rolle der Unterstützung und Ressourcenerhaltung
  • Kritische Reflexion der ressourcenorientierten Praxis

Auszug aus dem Buch

9. Ressourcen im Umfeld: Die VIP-Karte

Die VIP Karte hat das Ziel, Ressourcen im Umfeld der Klient*innen zu erkennen und nutzbar zu machen. Auch wenn die Verwendung von Karten nichts Neues in der Sozialen Arbeit ist und zum standartmäßigen Gebrauch gehört, ist die VIP-Karte dennoch ein besonderes Konzept zur Erhebung von Ressourcen, da sie anders als üblich, auch außerhalb der Familie nach sozialen Ressourcen sucht (Herwig-Lempp 2007: 210). Auch außerhalb der Familie gibt es soziale Bereiche in denen potenzielle Ressourcen zur Verfügung stehen, jedoch werden diese in anderen Konzepten kaum systemisch und strukturiert beachtet (vgl. ebd.: 208). Die VIP-Karte will die „Very Important Persons“ im Leben der Klient*innen herausfinden, damit diese als Hilfsquelle genutzt werden können (vgl. ebd.). Die VIP-Karte ist ein nützliches Handwerkszeug in der systemischen Sozialarbeit, welches die wichtigsten Menschen der Klient*innen graphisch darstellt (vgl. ebd.).

Die VIP-Karte setzt sich aus einem Vier-Felder-Diagramm zusammen. In die vier verschiedenen Felder werden die wichtigsten Personen der Klient*innen eingetragen. Der/die Klient*in, also die Hauptperson der VIP-Karte, wird in den Mittelpunkt der Zeichnung eingezeichnet (vgl. ebd.). Drumherum sind die vier Felder, welche die Bereiche „Familie“, „Bekannte und Freunde“, „Arbeit/Schule“ und „professionelle Helfer*innen“ beinhalten (vgl. ebd.). Die benannten Personen werden dabei nach ihrer aktuellen Bedeutung und Relevanz in einem entsprechenden Abstand zur Hauptperson eingetragen (vgl. ebd.). Die Wirksamkeit der VIP-Karte liegt jedoch nicht im Ausfüllen des Vier-Felder-Diagramms, sondern in dem Gespräch, welches dabei entsteht. Die Professionellen erfahren neue relevante Erkenntnisse und es entwickelt sich eine engere professionelle Bindung zwischen Profi und Klient*in (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Ablösung der Defizitorientierung durch die Ressourcenorientierung als professioneller Standard in der Sozialen Arbeit.

2. Die Gefahr der Defizitorientierung: Analyse der negativen Folgen einer rein defizitorientierten Perspektive auf den Hilfeprozess.

3. Was ist eine Ressource: Historische Herleitung und Definition des Ressourcenbegriffs im Kontext der Sozialen Arbeit und des Wohlfahrtsstaates.

4. Die taxonomische Aufteilung von Ressourcen: Einteilung von Ressourcen in ein Person-Umwelt-Schema.

5. Die Hierarchisierung von Ressourcen: Differenzierung in primäre, sekundäre und tertiäre Ressourcen zur Einschätzung der Dringlichkeit.

6. Ressourcendiagnostik in der Sozialen Arbeit: Erläuterung der diagnostischen Ziele im Hilfeprozess und der Bedeutung der Problemkonkretisierung.

7. Basiskompetenzen der Professionellen: Beschreibung notwendiger Voraussetzungen auf Seiten der Fachkräfte für eine erfolgreiche Ressourcenaktivierung.

8. Ressourceninstrumente: Überblick über Erhebungsverfahren wie Ressourcenkarten und Interviews.

9. Ressourcen im Umfeld: Die VIP-Karte: Detaillierte Darstellung des VIP-Karten-Konzepts als systemisches Instrument.

10. Die Notwendigkeit der Ressourcenerhaltung: Erörterung der Ressourcenverlust- und Ressourcengewinnspiralen.

11. Die Ressourcenaustauschtheorie: Vorstellung des Tauschprozesses von verschiedenen Ressourcenklassen zwischen Individuum und Umwelt.

12. Die Kapitalarten nach Pierre Bourdieu: Analyse soziologischer Kapitalbegriffe (ökonomisch, kulturell, sozial, symbolisch) als ressourcentheoretische Basis.

13. Kritik an der Ressourcenorientierung: Diskussion des Spannungsfeldes zwischen Defizitdiagnostik und lösungsorientiertem Handeln.

14. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung und der Grenzen ressourcenorientierter Arbeit im Hilfeprozess.

Schlüsselwörter

Ressourcenorientierung, Soziale Arbeit, Defizitorientierung, Ressourcendiagnostik, Empowerment, Selbstwirksamkeit, Hilfeprozess, VIP-Karte, Ressourcenerhaltung, Kapitaltheorie, Pierre Bourdieu, Professionelles Handeln, Person-Umwelt-Schema, Soziale Ressourcen, Unterstützung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Ressourcenorientierung als einem zentralen Wertestandard und Arbeitskonzept in der Sozialen Arbeit, welches die einseitige Defizitorientierung als primäres Diagnoseinstrument ablösen soll.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Es werden neben den historischen und theoretischen Grundlagen auch taxonomische Einteilungen, die Bedeutung von Ressourcenerhaltung sowie spezifische Erhebungsinstrumente und deren kritische Reflexion behandelt.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Suche nach Ressourcen die Lebenssituation von Klient*innen gestärkt werden kann, wobei die Forschungsfrage nach den konkreten Methoden und der praktischen Umsetzung dieses Ansatzes im Zentrum steht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit ist als theoretische Auseinandersetzung konzipiert, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Fachkonzepten zu Ressourcendiagnostik und Kapitaltheorien beruht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der methodischen Einteilung von Ressourcen, über diagnostische Verfahren wie das Ressourceninterview oder die VIP-Karte, bis hin zu soziologischen Theorien wie der Kapitaltheorie nach Bourdieu.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ressourcenorientierung, Selbstwirksamkeit, Systemisches Handeln, Ressourcendiagnostik und Empowerment charakterisiert.

Warum wird die VIP-Karte als spezielles Konzept hervorgehoben?

Die VIP-Karte wird besonders betont, weil sie eine systemische, grafische Methode darstellt, die soziale Ressourcen außerhalb der Kernfamilie sichtbar macht und durch das begleitende Gespräch die Bindung zwischen Professionellen und Klient*innen stärkt.

Wird auch die Arbeit mit Defiziten kritisch betrachtet?

Ja, die Arbeit thematisiert das Dilemma der Sozialen Arbeit, Defizite zur Begründung von Hilfemaßnahmen benennen zu müssen, und plädiert für eine Integration von Problem- und Ressourcenfokus, statt sie in künstliche Gegensätze zu drängen.

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Details

Titel
Ressourcenorientierung als beruflicher Wertestandard in der Sozialen Arbeit. Wie führt die Suche nach Ressourcen dazu, den Klienten zu helfen?
Autor
Jimmy Böttcher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
21
Katalognummer
V1285386
ISBN (PDF)
9783346821966
ISBN (Buch)
9783346821973
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ressourcenorientierung wertestandard sozialen arbeit suche ressourcen klienten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jimmy Böttcher (Autor:in), 2022, Ressourcenorientierung als beruflicher Wertestandard in der Sozialen Arbeit. Wie führt die Suche nach Ressourcen dazu, den Klienten zu helfen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1285386
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Leseprobe aus  21  Seiten
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