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Das Bild der Stadt Lima in den Romanen von Mario Vargas Llosa

Title: Das Bild der Stadt Lima in den Romanen von Mario Vargas Llosa

Thesis (M.A.) , 1988 , 144 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Brigitta Marianna Rohdewohld (Author)

Literature - Latin America
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Das Leben in der peruanischen Metropole Lima hat den Schriftsteller und Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa immer wieder Anlass zu literarischen Reflexionen gegeben. Seine ästhetische Erfassung folgt hierbei der Idee einer urbanen Lebenswelt, die durch stadtteileigene "Mensch/ Ambiente" Vorstellungen geprägt ist. Diese verschiedenen "Realitäten" setzt er mittels Montagetechnik, milieuspezifischer Sprache und unterschiedlicher Erzählperspektiven zu einem Gesamtbild zusammen. Es entsteht ein vielschichtiges und vielstimmiges Porträt einer hässlichen Stadt, dessen BewohnerInnen allesamt falschen Werten und Normen nachhängen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lima in der peruanischen Literatur

2.1. Das Lima der Costumbristen

2.2. Das Lima der Romantiker

2.3. Das Lima der Realisten des 19. Jahrhunderts

2.4. Das Lima der Modernisten

2.5. Das Lima der Avantgardisten und Realisten

2.6. Das Lima der Neo-Realisten

3. Der Realist Mario Vargas Llosa

3.1. Das Eigenverständnis des Autors

3.2. Die Theorien des Autors

3.3. Der Realismus des Autors

4. Narrative Techniken

4.1. Montagetechnik

4.2. Sprache

4.3. Erzählperspektiven

5. Das räumlich-soziale Gefüge Limas

5.1. Geographischer Rahmen

5.2. Miraflores

5.3. Lima-Centro

5.4. La Victoria

5.5. Lince/Magdalena/Jesús Maria

5.6. Surquillo

5.7. Die "barriadas"

5.8. Übriges Lima

6. Die Probleme Limas

6.1. Die Korruption

6.2. Das Sexualverhalten

6.3. Die Gewalt

7. Zusammenfassung und Epilog

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Darstellung der peruanischen Hauptstadt Lima im Werk von Mario Vargas Llosa. Ziel ist es, die gemeinsamen narrativen Elemente und ästhetischen Strategien herauszuarbeiten, mit denen der Autor ein komplexes Gesamtbild der Megalopolis entwirft, das weit über die bloße Abbildung stadttopographischer Realitäten hinausgeht.

  • Literarische Repräsentation urbaner Räume bei Vargas Llosa.
  • Analyse narrativer Techniken (Montage, Sprachwahl, Erzählperspektiven).
  • Untersuchung der sozio-ökonomischen Schichtung und städtischer Probleme.
  • Vergleich zwischen dem "alten" Lima und den Marginalgebieten ("barriadas").
  • Einordnung des Autors im Kontext der peruanischen Literaturtradition.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Lima, lateinamerikanische Megalopolis und Hauptstadt Perus, hat dem 1936 in Arequipa geborenen Schriftsteller Mario Vargas Llosa seit den späten fünfziger Jahren immer wieder Anlaß zu literarischen Reflexionen gegeben. Schon in seinem ersten Erzählband Los jefes (1957) macht der Autor Lima und seine Menschen zum Thema. Weitere Auseinandersetzungen mit der seit den vierziger Jahren unaufhaltsam expandierenden Metropole und ihren Menschen sollten in den Romanen La ciudad y los perros (1963), Conversación en La Catedral (1969), La tía Julia y el escribidor (1977), Historia de Mayta (1984) und in der Novelle Los cachorros (1967) folgen.

Literaturwissenschaftler haben diese Werke nun unter den unterschiedlichsten Aspekten untersucht, doch beschränken sich die konkreten Diskussionen über das Bild, welches Vargas Llosa von der Stadt Lima vermittelt, auf ein Minimum. Erst in den letzten zehn Jahren scheint die Forschung ihr Augenmerk mehr auf die Frage nach der literarischen Verarbeitung des Phänomens Megalopolis zu richten. So gibt es bislang auch keine veröffentlichte Studie, die sich ausschließlich mit Vargas Llosas' Verständnis von Lima auseinandersetzt. Wohl aber ist der Autor im Zusammenhang mit anderen lateinamerikanischen Schriftstellern, die sich ebenfalls mit dem Leben in einer Großstadt auseinandersetzen, besprochen worden. Hierbei handelt es sich zur Hauptsache um Dissertationen, die nach Gemeinsamkeiten in der literarischen Erfassung der Großstadt fragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der literarischen Stadtbeschreibung und Definition der Forschungsabsicht bezüglich der Werke von Mario Vargas Llosa.

2. Lima in der peruanischen Literatur: Ein historischer Abriss der Darstellung Limas in der peruanischen Literatur vom 19. Jahrhundert bis zur Neo-Realisten-Generation.

3. Der Realist Mario Vargas Llosa: Untersuchung des schriftstellerischen Selbstverständnisses und der theoretischen Grundlagen des Autors.

4. Narrative Techniken: Detaillierte Analyse der von Vargas Llosa eingesetzten Methoden wie Montagetechnik ("vasos comunicantes"), Sprachvariation und Erzählperspektiven.

5. Das räumlich-soziale Gefüge Limas: Eine topographische und soziologische Analyse, wie verschiedene Stadtteile wie Miraflores, La Victoria oder die "barriadas" im erzählerischen Fokus stehen.

6. Die Probleme Limas: Auseinandersetzung mit zentralen Leitmotiven des Werkes wie Korruption, Sexualmoral und Gewalt, die als Symptome einer Megalopolis gedeutet werden.

7. Zusammenfassung und Epilog: Resümee der Arbeit und abschließende Einschätzung zur literarischen Erfassung der Metropole Lima.

Schlüsselwörter

Lima, Mario Vargas Llosa, peruanische Literatur, Großstadt, Realismus, narrative Technik, Montagetechnik, Soziologie, Stadtentwicklung, Barriadas, Identität, Macht, Korruption, Gewalt, Megalopolis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie die peruanische Hauptstadt Lima in den ausgewählten Romanen von Mario Vargas Llosa literarisch konstruiert und dargestellt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die soziale Schichtung Limas, die erzählerische Gestaltung urbaner Räume sowie die moralischen Probleme der städtischen Gesellschaft, darunter Korruption und Gewalt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll das Gesamtbild Limas erarbeitet werden, welches der Leser durch die Lektüre der behandelten Romane erhält, und wie der Autor sich darin in die Literaturtradition einordnet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende literaturwissenschaftliche Analyse der Primärtexte und setzt diese in den Kontext bestehender Forschungsliteratur zur lateinamerikanischen Stadtliteratur.

Welcher Fokus liegt auf dem Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Säulen: Die literarische Tradition Limas, die spezifischen Erzählmittel von Vargas Llosa und eine detaillierte Untersuchung der Stadtteile und gesellschaftlichen Konfliktlinien.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die zentralen Konzepte sind urbane Literatur, Montagetechnik, räumlich-soziales Gefüge, peruanische Metropole und die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen.

Wie unterscheidet der Autor zwischen den sozialen Stadtteilen wie Miraflores und den Barriadas?

Vargas Llosa zeichnet Miraflores oft als wohlhabenden, jedoch moralisch korrupten Ort aus Sicht der Oberschicht, während die "barriadas" meist aus einer distanzierten oder sogar ignoranten Perspektive als Orte des sozialen Elends dargestellt werden.

Welche Rolle spielt die "Montagetechnik" in Vargas Llosas Romanen?

Die Montagetechnik, oft als "vasos comunicantes" bezeichnet, dient dazu, diverse Handlungsstränge und Realitätsebenen miteinander zu verknüpfen, um die Komplexität und Hektik des Lebens in der Großstadt Lima abzubilden.

Warum spielt die Korruption eine solch zentrale Rolle in der Analyse?

Korruption wird in der Arbeit nicht nur als krimineller Akt, sondern als maßgebliches Leitmotiv interpretiert, das tief in die Machtverhältnisse und das moralische Gefüge der peruanischen Elite und Politik eingebettet ist.

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Details

Title
Das Bild der Stadt Lima in den Romanen von Mario Vargas Llosa
College
Free University of Berlin  (Lateinamerika-Institut)
Grade
sehr gut
Author
Brigitta Marianna Rohdewohld (Author)
Publication Year
1988
Pages
144
Catalog Number
V1285451
ISBN (PDF)
9783346743817
Language
German
Tags
Mario Vargas Llosa Generación del 50 Stadtliteratur Lima Städtische Milieus Narrative Techniken Literarische Strömungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Brigitta Marianna Rohdewohld (Author), 1988, Das Bild der Stadt Lima in den Romanen von Mario Vargas Llosa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1285451
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