Die Arbeit setzt sich mit der #Dorfkinder-Kampagne des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft auseinander. Dabei sind folgende Fragen aus der Sozialgeographie relevant: Welche Implikationen bringt der Raum als solches für unser Handeln überhaupt mit sich? Welche Räume erlangen wie und unter welchen Voraussetzungen Bedeutung? Wie sind die vielfältigen Informationsflüsse, denen wir ausgesetzt sind, daran beteiligt?
Wir leben in einer globalisierten und vernetzten Welt, in der unser alltägliches Handeln in vielen Lebensbereichen immer weniger Notwendigkeit an unsere unmittelbare, räumliche Umwelt geknüpft ist, zum Beispiel durch moderne Kommunikations- oder Transportmöglichkeiten. Regionale Traditionen verlieren an Bedeutung und wir sind durch viele Alltagspraktiken in Globalisierungsprozesse eingebunden, was vermuten lassen könnte, dass Räumlichkeit, zumindest lokal, durch ihre scheinbare Überwindbarkeit an Bedeutung verliert. Gleichzeitig ist es uns aber wie nie zuvor möglich unterschiedlichste Weltbilder oder Bezüge zu unserer Umwelt zu schaffen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Sozialgeographie alltäglicher Regionalisierungen
- Informativ-signifikative Regionalisierungen
- Geographien der Information
- Geographien symbolischer Aneignungen
- #Dorfkinder - so stärkt das BMEL das Leben auf dem Land
- #Dorfkinder-Kampagne als Forschungsgegenstand der Geographien der Information und Geographien symbolischer Aneignung
- #Dorfkinder - Geographien der Information
- #Dorfkinder - Geographien symbolischer Aneignungen
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Sozialgeographie alltäglicher Regionalisierungen und analysiert den Einfluss von Informationsflussen auf die Bedeutungskonstitution von Räumen anhand der #Dorfkinder-Kampagne des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Ziel ist es, die Entstehung und Verbreitung von Regionalisierungen in der spät-modernen Gesellschaft zu untersuchen und dabei insbesondere den Zusammenhang zwischen Informationsmedien, symbolischen Aneignungen und Wiederverankerungsprozessen zu beleuchten.
- Sozialgeographie alltäglicher Regionalisierungen
- Informativ-signifikative Regionalisierungen
- Geographien der Information
- Geographien symbolischer Aneignungen
- Wiederverankerungsprozesse
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den aktuellen Forschungsstand zur Sozialgeographie alltäglicher Regionalisierungen vor und führt in das Thema der Arbeit ein. Das Kapitel „Sozialgeographie alltäglicher Regionalisierung“ erläutert die Theorie von Benno Werlen und stellt die drei Haupttypen von Regionalisierungen - produktiv-konsumtive, normativ-politische und informativ-signifikative Regionalisierungen - vor. Im Kapitel „Informativ-signifikative Regionalisierungen“ werden die beiden Bereiche „Geographien der Information“ und „Geographien symbolischer Aneignung“ näher beleuchtet. Es werden die Mechanismen und Folgen der Informationsübermittlung sowie die Konstruktion von symbolischen Bedeutungen analysiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Begriffen der Sozialgeographie alltäglicher Regionalisierungen, insbesondere mit informativ-signifikativen Regionalisierungen, Geographien der Information, Geographien symbolischer Aneignungen, Wiederverankerung, Informationsflüsse, Bedeutungskonstitution und symbolische Bezüge. Die #Dorfkinder-Kampagne des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft dient als Fallbeispiel für die empirische Untersuchung dieser Themen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der Analyse der #Dorfkinder-Kampagne?
Die Arbeit analysiert die #Dorfkinder-Kampagne des BMEL aus sozialgeographischer Sicht, um die Bedeutungskonstitution von Räumen durch Informationsflüsse und symbolische Aneignungen zu untersuchen.
Welche Rolle spielt die Sozialgeographie in dieser Untersuchung?
Sie hinterfragt, welche Implikationen der Raum für menschliches Handeln hat und unter welchen Voraussetzungen Räume in einer globalisierten Welt Bedeutung erlangen.
Was versteht man unter informativ-signifikativer Regionalisierung?
Dies ist einer der drei Haupttypen der Regionalisierung nach Benno Werlen, der sich mit den Mechanismen der Informationsübermittlung und der Konstruktion symbolischer Bedeutungen befasst.
Wie beeinflusst die Globalisierung die Wahrnehmung von Regionalität?
Obwohl räumliche Distanz durch moderne Technik überwindbar scheint, ermöglichen neue Informationsflüsse die Schaffung spezifischer Weltbilder und die Wiederverankerung in regionalen Bezügen.
Welche theoretischen Grundlagen werden in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Theorie der alltäglichen Regionalisierung von Benno Werlen sowie auf Geographien der Information und symbolischer Aneignung.
- Quote paper
- Sebastian Brandt (Author), 2022, Informativ-signifikative Regionalisierungen. Die #Dorfkinder-Kampagne des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1285457