An dem Punkt, an dem die Dominikaner und Franziskaner ihre Arbeit in Preußen aufnahmen, beginnt diese Seminararbeit. Sie beschäftigt sich mit dem Auftreten der Vertreter der beiden Bettelorden im 13. Jahrhundert in Preußen. Die Arbeit soll zeigen, wo und wie sie auftraten und welche Funktion sie ausübten. Abschließend soll versucht werden, eine Aussage zu treffen, wie erfolgreich die Bettelorden bei der Ausübung ihrer Tätigkeit waren. Da die Bettelorden nahezu zeitgleich mit dem Deutschen Orden in Preußen auftraten, muss auch der Deutsche Orden in Preußen rudimentär skizziert werden. Demnach ist die Arbeit auch so strukturiert, dass der Deutsche Orden etwa ein Drittel und die Bettelorden zwei Drittel der Arbeit einnehmen. Auf das Heranziehen von Quellenmaterial ist hier verzichtet worden, da diese in der Forschungsliteratur hinreichend behandelt worden sind und sie darüber hinaus den Rahmen dieser Arbeit gesprengt hätte.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Deutsche Orden in Preußen
I. Wann und wie kam der Deutsche Orden nach Preußen
II. Das Vorgehen des Deutschen Ordens in Preußen
3. Die ersten Dominikaner und Franziskaner in Preußen
4. Die Organisation und Lebensumstände der Bettelorden in Preußen
I. Dominikaner
II. Franziskaner
5. Die Missionsarbeit der Dominikaner und Franziskaner in Preußen
I. Dominikaner
II. Franziskaner
6. Schussbetrachtung
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Seminararbeit untersucht das Wirken der Dominikaner und Franziskaner im Preußen des 13. Jahrhunderts, um ihre Rolle und ihren Erfolg bei der Christianisierung sowie ihre Interaktion mit dem Deutschen Orden zu analysieren.
- Auftreten und Funktionen der Bettelorden in Preußen
- Rolle der Bettelorden bei der militärischen und gesellschaftlichen Entwicklung
- Verhältnis zwischen Bettelorden und Deutschem Orden
- Erfolgsanalyse der Missionsbemühungen
- Bedeutung der Bettelorden als Klerus in den neugegründeten Städten
Auszug aus dem Buch
Die Missionsarbeit der Dominikaner und Franziskaner in Preußen
Die Hauptaufgabe des Predigerordens lag in der Missionierung des heidnischen Volkes in Preußen. Aber auch andere Tätigkeitsfelder lagen in ihrem Bereich. Zum einen sorgten sie dafür, dass der Zustrom von Kreuzfahren nicht verebbte. Aus diesem Grund reisten sie jährlich durch die anliegenden schon christianisierten Länder, um dort für den Kampf gegen die heidnischen Prußen zu werben. Eine Aufgabe, die ihnen von höchster päpstlicher Stelle aufgetragen worden war. Den Kreuzfahren versprachen sie die selben Privilegien wie denen, die ins heilige Land nach Jerusalem zogen.
Weiterhin sollten die Mönche des Predigerordens für das Seelenheil der in Preußen kämpfenden Ritter und den eingewanderten Christen sorgen. Den Rittern sollten dadurch in ihrem weiteren Kampf gegen die heidnischen Prußen neuer Mut gegeben und etwaige begangene Verbrechen verziehen werden. Den sich in Preußen neu angesiedelten Christen aus den westlicheren Teilen Europas galt es in ihrer neuen Heimat Halt zu geben. Es wanderten allerdings auch Personen nach Preußen ein, die aus verschiedensten Gründen, wie etwa Schwierigkeiten mit dem Gesetz, ihre Heimat verlassen mussten. Um diese besser ausfindig machen zu können, und um sie besser kontrollieren zu können, wurde die Seelsorge in den neugegründeten Städten forciert vorangetrieben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die frühen, gescheiterten Missionierungsversuche in Preußen und führt in die Thematik der Bettelorden ein.
2. Der Deutsche Orden in Preußen: Dieses Kapitel erläutert die Ankunft und die koloniale bzw. machtpolitische Vorgehensweise des Deutschen Ordens.
3. Die ersten Dominikaner und Franziskaner in Preußen: Es wird der Beginn der Präsenz der beiden Bettelorden im Kontext der Kreuzzüge und päpstlicher Aufforderungen beschrieben.
4. Die Organisation und Lebensumstände der Bettelorden in Preußen: Hier wird die klösterliche Struktur sowie das wirtschaftliche und soziale Überleben der Orden in den Städten untersucht.
5. Die Missionsarbeit der Dominikaner und Franziskaner in Preußen: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Aufgaben, von der Seelsorge bis hin zur Rekrutierung von Kreuzfahrern.
6. Schussbetrachtung: Das Fazit bewertet das Wirken der Bettelorden als erfolgreich hinsichtlich ihrer stadtbildenden und ordensunterstützenden Funktionen, jedoch weniger als reine Missionserfolge.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Forschungsliteratur.
Schlüsselwörter
Preußenmission, Dominikaner, Franziskaner, Deutscher Orden, 13. Jahrhundert, Christianisierung, Kreuzzug, Bettelorden, Preußen, Seelsorge, Klostergründungen, Ordenspolitik, Mittelalter, Missionsgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Dominikaner und Franziskaner auf die Missionierung des Baltikums, speziell in Preußen, während des 13. Jahrhunderts.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Organisation der Bettelorden, ihrer Beziehung zum Deutschen Orden und ihrer Rolle bei der Integration Preußens in das christliche Europa.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Auftreten der Bettelorden zu dokumentieren, ihre Funktionen zu analysieren und den tatsächlichen Erfolg ihrer Tätigkeit im Kontext der damaligen machtpolitischen Umstände einzuschätzen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Auswertung bestehender Forschungsliteratur und Dissertationen, anstatt eigenes Quellenmaterial primär zu erschließen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Etablierung des Deutschen Ordens, die Organisation der Bettelorden sowie ihre vielfältigen Tätigkeiten wie Seelsorge, Vermittlung und Agitation beschrieben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Preußenmission, Bettelorden, Deutscher Orden, Christianisierung und Ordensgeschichte geprägt.
Welche Rolle spielten die Bettelorden für den Deutschen Orden?
Sie fungierten als Unterstützer und legitimierten das Vorgehen des Deutschen Ordens, profitierten jedoch auch von dessen Infrastruktur, um ihre eigenen Klöster in den Städten zu gründen.
Warum wird der Missionierungserfolg kritisch hinterfragt?
Da die Prußen auch nach Jahrzehnten teils an heidnischen Riten festhielten und die Bettelorden sich stärker in die machtpolitische Kolonialpolitik des Deutschen Ordens einbanden als in eine rein humane Missionierung.
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- Thomas Löwer (Author), 2002, Der Einfluss der Dominikaner und Franziskaner auf die Missionierung Preußens im 13. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12855