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Tod und Unsterblichkeit im dialektischen Diskurs. Vorschlag für eine vernunftgeleitete Konzeption der Kontingenzbewältigung

Titel: Tod und Unsterblichkeit im dialektischen Diskurs. Vorschlag für eine vernunftgeleitete Konzeption der Kontingenzbewältigung

Bachelorarbeit , 2022 , 46 Seiten , Note: 2,4

Autor:in: Bruno Fey (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit versucht das Thema Tod und Unsterblichkeit in einem dialektischen Diskurs zu erschließen und einen Vorschlag zu erarbeiten, der als Möglichkeit für eine vernunftgeleitete Konzeption der Kontingenzbewältigung angenommen werden kann. Dabei soll eine praktische allgemeine Handlungsempfehlung über den Umgang mit Tod und Unsterblichkeit entwickelt werden.
Im Zentrum dieser Arbeit stehen philosophische Untersuchungen über den Begriff der Unsterblichkeit. Gibt es Unsterblichkeit? Was ist Unsterblichkeit? Welche Bedeutungen haben Unsterblichkeitsvorstellungen? Wie ist Unsterblichkeit vorstellbar? Warum sehnen sich Menschen nach Unsterblichkeit? Sind die Sehnsucht nach Unsterblichkeit und die damit verbundenen Wünsche mehr als ein Hoffnungsanker, der die Erkenntnis der eigenen Endlichkeit zu kompensieren versucht? Warum ist der Wunsch nach Unsterblichkeit so tief verwurzelt? Gehört die Sehnsucht nach Unsterblichkeit zum Menschsein dazu?
Die hier vorgelegte Arbeit will verständliche Antworten auf solche Fragen finden, um die Sehnsucht und Hoffnung der Menschen nach Unsterblichkeit besser zu begreifen. Dabei werden grundlegende Fragen der Metaphysik validen wissenschaftlichen Erkenntnissen gegenübergestellt. In einer dialektischen Annäherung an das Thema werden verschiedene Thesen erarbeitet, mit deren Diskussion gezeigt werden soll, dass beide Perspektiven, die metaphysische wie auch die empirisch wissenschaftliche, philosophisch möglich und vertretbar sind.

Die Arbeit wird aber als Synthese auch versuchen einen Mittelweg zu beschreiben und zu begründen. Dabei soll zunächst die Kontingenz aufgezeigt werden, also die prinzipielle Möglichkeit, dass etwas eintritt oder nicht eintritt, oder dass etwas grundsätzlich anders sein könnte, als es ist, somit also die Erkenntnis einer eingestandenen Ungewissheit und Unsicherheit. Tod und Unsterblichkeit sollen als „zum Menschsein dazugehörig“ anerkannt, zu einem versachlichten und nüchternen Umgang führen, um damit den Weg freizumachen für deren Entmystifizierung und zu mehr Gelassenheit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Abstract

2. Forschungsliteratur

3. Einleitung

4. Dialektische Annäherung

4.1 These

4.2 Gegenthese

5. Der Tod

6. Unsterblichkeit

6.1 Sehnsucht nach Unsterblichkeit

6.2 Wörter, Begriffe und Deutungen

6.3 Seele, Geist und Bewusstsein

6.4 Monismus vs. Dualismus

6.5 Unsterblichkeit – ein lohnendes Ziel?

6.6 Andere Perspektiven

6.7 Andere Denkräume

6.8 Digitale Unsterblichkeit

6.9 Im Lichte medizinischer Wissenschaften

6.10 Hatte Kant doch recht?

7. Philosophische Schlussgedanken

8. Synthese / Fazit

9. Quellen / Literatur:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das menschliche Streben nach Unsterblichkeit im Spannungsfeld zwischen metaphysischen Sehnsüchten und den Erkenntnissen der modernen empirischen Wissenschaften. Ziel ist es, eine vernunftgeleitete Konzeption der Kontingenzbewältigung zu entwickeln, die einen versachlichten Umgang mit Tod und Unsterblichkeit ermöglicht.

  • Dialektische Auseinandersetzung zwischen metaphysischen und naturwissenschaftlichen Perspektiven
  • Analyse der philosophischen Wurzeln des Unsterblichkeitsbegriffs
  • Evaluation aktueller neurowissenschaftlicher und medizinischer Forschungsansätze
  • Kritische Betrachtung von Wunschvorstellungen und spirituellen Hoffnungen

Auszug aus dem Buch

6.2 Wörter, Begriffe und Deutungen

Was heißt unsterblich? Was besagt das Wort „Unsterblichkeit“ und welche Bedeutung hat es? Für die Bedeutung des Wortes Unsterblichkeit gibt es keine verbindliche, allgemein anerkannte oder gültige Definition. Man kann nicht im Lexikon nachschauen, um zu erfahren, was unsterblich, bzw. Unsterblichkeit bedeutet.

In umgangssprachlichen Gebrauch werden verschiedene Begriffe mehr oder weniger gleichbedeutend verwendet, die zunächst einer Präzisierung bedürfen. Ist „Unsterblichkeit“, das Gleiche wie „Leben nach dem Tod“ oder „Ewiges Leben?

Was wäre unter einem Leben nach dem Tode zu verstehen? Zumindest könnte ein Leben nach dem Tode seinerseits wiederum endlich sein. Was käme danach? Vielleicht wieder ein endliches Leben nach dem Tode? Das könnte theoretisch dann wieder endlich sein und dann immer so weitergehen. Das führt eher in eine Sackgasse denn zu einer begrifflichen Klärung. Ein Leben nach dem Tode kann in diesem Verständnis nicht endlich sein.

Diese Herleitung verweist zudem auf einen inneren Widerspruch: Der Begriff „Leben nach dem Tode“ könnte den Todesbegriff dann konterkarieren, wenn Totsein endgültig wäre und eindeutig die Abwesenheit von Leben beschreibt. Ob es diese Eindeutigkeit gibt, ist höchst umstritten und bleibt weiterhin zu klären.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abstract: Zusammenfassung der dialektischen Zielsetzung zur Erarbeitung einer vernunftgeleiteten Konzeption des Umgangs mit dem Tod.

5. Der Tod: Untersuchung des Begriffs Tod unter Einbeziehung biologischer Kriterien und aktueller hirnphysiologischer Forschungsergebnisse.

6. Unsterblichkeit: Eingehende Analyse verschiedener Vorstellungen von Unsterblichkeit, von religiösen Modellen bis hin zu digitalen Ansätzen.

8. Synthese / Fazit: Plädoyer für eine Entmystifizierung des Todes sowie ein gleichberechtigtes Nebeneinander von metaphysischen und wissenschaftlichen Sichtweisen.

Schlüsselwörter

Tod, Unsterblichkeit, Metaphysik, Kontingenz, Leib-Seele-Problem, Dialektik, Bewusstsein, Hirnforschung, Religion, Spiritualität, Selbsterhaltungstrieb, Existenz, Endlichkeit, Philosophie, Wissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die philosophische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Tod und dem menschlichen Wunsch nach Unsterblichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die metaphysische Definition von Unsterblichkeit, die Dialektik zwischen Glauben und empirischer Wissenschaft sowie die Rolle der Kontingenz im menschlichen Leben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Entwicklung einer Handlungsempfehlung für einen versachlichten und gelasseneren Umgang mit der eigenen Endlichkeit.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen dialektischen Diskurs, der metaphysische Reflexionen mit Erkenntnissen aus Medizin, Neurowissenschaften und Biologie konfrontiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Begriffe wie Seele, Geist und Bewusstsein sowie verschiedene Konzepte der Unsterblichkeit, inklusive digitaler Ansätze und medizinischer Einzelfälle wie der HeLa-Zellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Unsterblichkeit, Kontingenz, Metaphysik, sowie die Entmystifizierung des Todes.

Warum spielt Immanuel Kant eine so zentrale Rolle?

Der Autor bezieht sich auf Kants Kritik der reinen Vernunft, um die Grenzen menschlicher Erkenntnis bei unergründlichen Fragen wie dem Tod aufzuzeigen.

Wie steht der Autor zur sogenannten digitalen Unsterblichkeit?

Er betrachtet diese als bizarre Ausprägung der Informationstechnologie, die zwar eine virtuelle Kommunikation ermöglicht, aber kein echtes Weiterleben darstellt.

Was bedeutet die "Versachlichung" des Todes?

Sie beschreibt den Prozess, metaphysische Überhöhungen und Ängste abzulegen, um den Tod als natürliches, ontologisches Faktum anzuerkennen.

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Details

Titel
Tod und Unsterblichkeit im dialektischen Diskurs. Vorschlag für eine vernunftgeleitete Konzeption der Kontingenzbewältigung
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
2,4
Autor
Bruno Fey (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
46
Katalognummer
V1286506
ISBN (PDF)
9783346743541
ISBN (Buch)
9783346743558
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unsterblichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bruno Fey (Autor:in), 2022, Tod und Unsterblichkeit im dialektischen Diskurs. Vorschlag für eine vernunftgeleitete Konzeption der Kontingenzbewältigung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1286506
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Leseprobe aus  46  Seiten
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