Diese Arbeit ist eine Zwischenprüfungsarbeit im Fach Psychologie im Rahmen des Lehramtsstudiums an Gymnasien. Sie geht den Fragen nach, wie sich die hyperkinetische Störung bei Kindern und Jugendlichen bemerkbar macht. Hier werden auch die Folgen der hyperkinetischen Störung (ADS / ADHS) für den Schulalltag beleuchtet.
In einem weiteren Schntitt werden Theorien über die Ursachen der hyperkinetischen Störung anaylsiert. Bei dem dritten Teil der Hausarbeit geht es um die pädagogische Intervention beim Vorliegen einer hyperkinetischen Störung bei Schülerinnen und Schülern. Pragmatische pädagogische Andätze werden hier vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
0. Vorwort
1. Einleitung
1.1. Wie zeigt sich die hyperkinetische Störung ?
1.2 Wie häufig tritt die hyperkinetische Störung auf ?
1.3 Welche Folgen kann die hyperkinetische Störung bei Kindern und Jugendlichen haben?
1.4. Wie verläuft die Entwicklung von Kindern mit einer hyperkinetischen Störung ?
2. Wie kann man die hyperkinetische Störung erklären ?
3. Wie kann die hyperkinetische Störung behandelt werden ?
4. Wie kann die Schule Kinder und Jugendlichen mit einer hyperkinetischen Störung helfen ?
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Störungsbild der hyperkinetischen Störung bei Kindern und Jugendlichen umfassend zu beleuchten, die Ursachen zu ergründen und konkrete Interventionsmöglichkeiten – insbesondere im schulischen Kontext – aufzuzeigen.
- Phänomenologie und Erscheinungsbild der hyperkinetischen Störung
- Epidemiologische Aspekte und geschlechtsspezifische Unterschiede
- Neurobiologische Erklärungsansätze und Ursachenforschung
- Multimodale Behandlungskonzepte und therapeutische Ansätze
- Schulpädagogische Strategien zur Unterstützung betroffener Schüler
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Sie fallen auf und stechen aus der Masse: die „etwa 1-3 % aller Kinder einer Altersstufen im Grundschulalter“. Sie machen es ihren Eltern, Erziehern, Lehrern und Altersgenossen nicht leicht, denn sie verhalten sich zappelig und handeln zügellos wild. Ihr Handeln erscheint impulsiv, die lassen sich nicht von Regeln und Grenzen beeindrucken und zeigen häufig aggressive Verhaltensweisen. Sie alle sind Kinder mit einer „hyperkinetischen Störung“. Die hyperkinetische Störung ist eine Störungen, die zumeist noch „vor dem sechsten Lebensjahr einsetzt“; sie bewirken ein sehr auffälliges kindliches Verhalten, welches durch „überaktives Verhalten“ gekennzeichnet ist und durch das Auftreten von „Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität“.
Das Kind verhält sich sehr unkonzentriert, nervös und hektisch, so als ob es ständig „unter Strom stehen“ würde. Es scheint sich nicht genügend auf seine Handlungen konzentrieren zu können und lässt sich bei der Ausführung dieser leicht von anderen Reizen ablenken.
Die „Impulsivität“ im Verhalten des Kindes bzw. des Jugendlichen besteht in einem „voreiligen Handeln“; alles scheint sofort und jetzt und hier geschehen zu müssen. Die Handlung wird also ausgeführt, bevor nachgedacht wurde.
Zusammenfassung der Kapitel
0. Vorwort: Der Autor führt in die Relevanz der Thematik ein und skizziert den geplanten Aufbau der Arbeit von der Begriffsdefinition bis hin zur schulischen Intervention.
1. Einleitung: Dieses Kapitel definiert die hyperkinetische Störung, beschreibt die Kernsymptome und erläutert die verschiedenen Diagnosen wie ADS und ADHS.
1.1. Wie zeigt sich die hyperkinetische Störung ?: Es werden die Kernsymptome Aufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität im Detail sowie deren Auswirkungen auf den Alltag und die soziale Interaktion analysiert.
1.2 Wie häufig tritt die hyperkinetische Störung auf ?: Das Kapitel thematisiert die Verbreitung der Störung und betont die höhere Betroffenheit von Jungen sowie den Anstieg der Symptomatik bei Schuleintritt.
1.3 Welche Folgen kann die hyperkinetische Störung bei Kindern und Jugendlichen haben?: Hier werden die negativen Konsequenzen für die schulische Laufbahn, das Selbstbild sowie die familiäre Situation untersucht.
1.4. Wie verläuft die Entwicklung von Kindern mit einer hyperkinetischen Störung ?: Es wird dargelegt, dass die Symptomatik oft bis ins Erwachsenenalter persistiert und häufig mit sozialen sowie substanzbezogenen Problemen einhergeht.
2. Wie kann man die hyperkinetische Störung erklären ?: Der Fokus liegt auf der neurobiologischen Stoffwechselstörung, insbesondere dem Dopaminmangel im Frontalhirn, sowie der genetischen Disposition.
3. Wie kann die hyperkinetische Störung behandelt werden ?: Das Kapitel stellt therapeutische Ansätze wie die medikamentöse Behandlung, Verhaltenstherapie und Elternberatung vor.
4. Wie kann die Schule Kinder und Jugendlichen mit einer hyperkinetischen Störung helfen ?: Hier werden konkrete, praxisnahe Strategien für Lehrkräfte präsentiert, um eine unterstützende Lernumgebung zu schaffen.
Schlüsselwörter
Hyperkinetische Störung, ADHS, ADS, Aufmerksamkeitsdefizit, Impulsivität, Hyperaktivität, Schulpädagogik, Ritalin, Verhaltenstherapie, Neurobiologie, Dopaminmangel, schulische Intervention, Sozialverhalten, Selbststrukturierung, multimodale Behandlung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt die hyperkinetische Störung bei Kindern und Jugendlichen, wobei das Erscheinungsbild, die Ursachen sowie Interventionsmöglichkeiten im Fokus stehen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Felder sind die medizinisch-psychologische Definition, neurobiologische Erklärungsansätze und pädagogische sowie therapeutische Hilfestellungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Verhalten betroffener Kinder zu schaffen und Lehrkräften sowie Eltern hilfreiche Ansätze für den Alltag an die Hand zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine fachliche Ausarbeitung auf Basis psychologischer Fachliteratur und Studien, um den aktuellen Wissensstand theoretisch fundiert darzustellen.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Symptomanalyse, die Erklärungsmodelle zur Entstehung der Störung und die verschiedenen Therapie- und Interventionsformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie ADHS, Impulsivität, Neurobiologie, Schulpädagogik und Verhaltenstherapie geprägt.
Wie sollte eine Lehrkraft laut Autor bei einem Schüler mit HKS reagieren?
Die Lehrkraft sollte laut Hans Biegert eine klare Struktur („R-U-H-E“) bieten, positiv und geduldig agieren sowie eine angstfreie Lernatmosphäre etablieren.
Welche Rolle spielt die medikamentöse Behandlung?
Die Medikation mit Ritalin wird als oft notwendiger Baustein in einem multimodalen Konzept beschrieben, der das Kind für weitere therapeutische Maßnahmen zugänglich machen kann.
- Quote paper
- Vinzent Fröhlich (Author), 2003, Kinder und Jugendliche mit einer hyperkinetischen Störung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128680