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Aufbau und Funktion des Dualen Systems in Deutschland

Title: Aufbau und Funktion des Dualen Systems in Deutschland

Term Paper , 2022 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anne Lindemann (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Die Veränderungen in den letzten zwei Jahrzehnten werden umgangssprachlich häufig als digitale Revolution bezeichnet. Auch die Arbeitswelt muss sich diesen Veränderungen anpassen, sie mittragen und teilweise auch vorantreiben. Diese Schnelligkeit der Veränderungen wird es in den nächsten Jahren immer wieder notwendig machen, auch die berufliche Ausbildung zu verändern, anzupassen, sich von veralteten Berufen zu verabschieden und neue zu erschaffen.

Um diesen Prozess besser verstehen zu können, lohnt ein Blick in die Geschichte – zurück zu einer vorangegangenen Revolution, die ebenfalls einen einschneidenden Wendepunkt in der Arbeitswelt mit sich brachte. Folgend wird daher die Entstehung der heutigen Berufsausbildung in ihrem Dualen System näher beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Abriss zur Entstehung des Dualen Systems

2.1 Die Zünfte als Vorreiter der beruflichen Ausbildung

2.2 Protophase

2.3 Konsolidierungsphase

2.4 Ausbauphase

3. Entstehung neuer Berufe

4. Beruf und Beruflichkeit

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die Funktionsweise des dualen Systems der Berufsausbildung in Deutschland. Ausgehend von den mittelalterlichen Wurzeln der Zunftlehre bis hin zu modernen Herausforderungen durch die Digitalisierung analysiert die Autorin, wie sich die berufliche Bildung an sozioökonomische Wandel anpassen musste und welche Rolle sie heute als Sozialisationsinstanz spielt.

  • Historische Evolution der Berufsausbildung vom Mittelalter bis zur Gegenwart
  • Die Rolle der Zünfte als erste strukturierte Form der Ausbildung
  • Einfluss der Industrialisierung auf die Entstehung moderner Ausbildungsberufe
  • Der gesetzliche Rahmen und die Rolle des Dualen Systems
  • Begriffsbestimmung von Beruf und Beruflichkeit im Kontext der Arbeitswelt

Auszug aus dem Buch

Die Zünfte als Vorreiter der beruflichen Ausbildung

Zu Beginn des 11. Jahrhunderts, mit Gründungen größerer Städte, unterteilte sich die mittelalterliche Gesellschaft in drei Stände, wobei der hierarchisch niedrigste Stand aus den Menschen bestand, welche ihren Lebensunterhalt und Dienst an Gesellschaft und Gott durch ihrer eigenen Hände Arbeit verdienten und leisteten. Dieser unterteilte sich dabei in Handwerker, Künstler, Kaufleute und Gelehrte. Der Einfachheit halber wird im Folgenden nur auf die Handwerker näher eingegangen.

Zum Ende des 12. Jahrhundert entwickelten sich Zünfte als kartellartige Zusammenschlüsse einzelner Gewerke aus Bruderschaften städtischer Handwerker. Teils erfolgte dieser Zusammenschluss auf Bestreben der Handwerker selbst, teils auf Druck durch die Stadtherren. Die Zünfte können dabei als Kartell verstanden werden, da sie sich durch ihre wettbewerbsbeschränkenden Maßnahmen, wie zum Beispiel die Bestimmung über Verkaufspreise, Anzahl der Handwerksmeister oder auch Lehrlinge, direkt in die wirtschaftlichen Bereiche der Stadt und der einzelnen Handwerker eingriffen, doch auch in politische oder kirchliche Belange griffen die Zünfte ein. Sie beriefen sich auf den christlichen Glauben. „Arbeit dient auch dem Nächsten, d.h. allen, dadurch, dass sie an Gott glauben, zur Gemeinde Christi gehören.“ Folglich war es auch nur (nicht ausschließlich) christlichen Menschen erlaubt ein Handwerk zu erlernen und in diesem tätig zu sein. Zünfte hatten damit einen großen Anteil an der antijudaistischen Haltung in der mittelalterlichen Gesellschaft, in dem sie jüdische Menschen ausschlossen und in nicht-christliche Tätigkeiten abtrieben. Durch ihren Machtanspruch und der ihnen innewohnenden Regeln und Vorschriften verhinderten sie maßgeblich die Exploration der Handwerker durch die Unterdrückung von Innovation zur Erhaltung ihrer Vormachtstellung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit, sich aufgrund der schnellen Veränderungen der Arbeitswelt und der digitalen Revolution mit der Geschichte der Berufsausbildung auseinanderzusetzen.

Historischer Abriss zur Entstehung des Dualen Systems: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung nach, von der Struktur der mittelalterlichen Ständegesellschaft bis hin zur Etablierung des heutigen dualen Systems als Kombination aus Betrieb und Berufsschule.

Entstehung neuer Berufe: Hier wird erläutert, wie durch sozioökonomische Faktoren und den Druck der Industrialisierung der Bedarf an neuen Berufsbildern entstand und welche Verfahren heute zur Entstehung und Anpassung von Ausbildungsordnungen durchlaufen werden.

Beruf und Beruflichkeit: Das Kapitel differenziert zwischen dem historisch gewachsenen Begriff der Berufung und dem modernen, konzeptualisierten Verständnis von Beruflichkeit als Standard für die Ausbildung.

Fazit: Das Fazit zieht eine Bilanz der historischen Entwicklung und betont die Notwendigkeit, das duale System gegenüber der Digitalisierung und veränderten Bildungsansprüchen der Jugend konkurrenzfähig zu halten.

Schlüsselwörter

Duales System, Berufsausbildung, Zünfte, Industrialisierung, Berufsbildungsgesetz, Beruf, Beruflichkeit, Ausbildungsordnung, Fachkräfte, Handwerk, Sozialisationsinstanz, Historie, Digitalisierung, Kompetenzentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem historischen Werdegang sowie dem aktuellen Aufbau und der Funktionsweise des dualen Systems der Berufsausbildung in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung der Zünfte, die Phasen der Entstehung (Proto-, Konsolidierungs- und Ausbauphase), das Berufsbildungsgesetz sowie das Konzept von Beruflichkeit.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit zielt darauf ab, durch eine historische Betrachtung der Berufsausbildung ein tieferes Verständnis für die heutigen Herausforderungen des dualen Systems im Kontext moderner Arbeitsanforderungen zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Literaturrecherche und der Analyse entwicklungstheoretischer Phasen der Berufsbildung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Abriss, die Analyse der Entstehung neuer Berufe sowie die inhaltliche Abgrenzung zwischen Beruf und Beruflichkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Duales System, Berufsbildung, Zünfte, Industrialisierung, Ausbildungsordnung und Beruflichkeit.

Welche Rolle spielte das DATSCH in der Berufsausbildung?

Der Deutsche Ausschuss für das Technische Schulwesen (DATSCH) war maßgeblich an der Formulierung von Leitsätzen zur Ausbildung beteiligt und wurde später in das Reichsinstitut für Berufsausbildung in Handel und Gewerbe überführt.

Wie unterscheidet sich "Beruflichkeit" von einem "Beruf"?

Während Beruf mit der historischen Identifikation (Vocatio) verknüpft ist, versteht sich Beruflichkeit als eine konzeptualisierte Grundlage, die Standards für die Aus- und Weiterbildung definiert.

Welche Bedeutung haben die Zünfte für das heutige System?

Obwohl sie den Fortschritt lange behinderten, legten die Zünfte den Grundstein für die strukturierte Vermittlung von berufs- und standesspezifischen Fertigkeiten.

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Details

Title
Aufbau und Funktion des Dualen Systems in Deutschland
College
University of Erfurt
Grade
1,3
Author
Anne Lindemann (Author)
Publication Year
2022
Pages
15
Catalog Number
V1287078
ISBN (PDF)
9783346744456
ISBN (Book)
9783346744463
Language
German
Tags
Berufsausbildung duale Berufsausbildung Berufsbildung duales System Berufspädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Lindemann (Author), 2022, Aufbau und Funktion des Dualen Systems in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1287078
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