Logistik als Summe unterschiedlicher Funktionen


Studienarbeit, 2009

15 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einführung
1.1 Einleitung
1.1 Ziel und Gang der Untersuchung

2. Wichtige Aspekte der Logistik
2.1 Logistik-Konzeption
2.2 Ziele der Logistik
2.3 Beschaffungslogistik
2.4 Distributionslogistik
2.5 Transportlogistik

3. Auswirkungen der Logistik auf andere Unternehmensbereiche
3.1 Auswirkung auf die Organisationsstruktur
3.2 Auswirkung auf den Einkauf

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Logistik-Konzeption

Abb. 2: Auswahlkriterien der Lagerstandorte

Abb. 3: Auswahlkriterien der Transportmittel

1. Einführung

1.1 Einleitung

Viele Unternehmen werden zunehmend von den sich laufend verändernden wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen des Weltmarktes geprägt. Die Unternehmen sind heute der größten Weltwirtschaftskrise seit 1929 ausgesetzt und werden aufgrund des derzeitigen Wirtschaftsabschwunges mit stagnierendem Wachstum, fehlenden Aufträgen, enormen Kostendruck, Steuerbelastungen, sinkenden Produktlebenszyklen und erhöhtem Wettbewerbsdruck konfrontiert. Diese Situation zwingt die Unternehmen zu handeln.

Schwellenländer bieten in Zeiten der Globalisierung und einem fortlaufenden Trend des Outsourcings[1] ein attraktives Beschaffungspotential für Unternehmen. Daher ist es unverzichtbar auf diesen Märkten tätig zu sein, um weiter konkurrenzfähig zu bleiben. Es geht nicht nur darum, in aller Welt einzukaufen, sondern vor allem auch darum, das in aller Welt Eingekaufte sicher und schnell an die Bestimmungsorte zu bringen. Daraus lässt sich folgern, dass die Logistik immer größere Anteile zur Wertschöpfung[2] in globalisierten Wertschöpfungsketten[3] beiträgt. Logistik ist mehr als nur Post und Spedition. In ihr stecken unheimlich viele logistische Leistungen, die notwendig sind, damit das Produkt letztendlich beim Verbraucher ankommt.

Um den aktuellen Bedingungen der Wirtschaft entgegen zu wirken, ist es essentiell eine auf die Marktsituation ausgerichtete Unternehmensstrategie zu wählen. Dabei ist es wichtig nicht nur Teilziele zu formulieren bzw. umzusetzen, sondern vielmehr die gesamte Wertschöpfungskette in Betracht zu ziehen.

1.1 Ziel und Gang der Untersuchung

Ziel der Seminararbeit ist, die zunehmende Bedeutung der Güter- und Informationsflüsse unter den einzelnen Funktionen der Logistik zu untersuchen, denn die Instrumente[4] der Logistik stehen in einer bestimmten Beziehung zueinander. Um die einzelnen Prozessabläufe optimieren und ein sogenanntes „Flussdenken“[5] über die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens schaffen zu können, bedarf es eines fundierten Wissens über die einzelnen Elemente der Logistik. Logistik wird demnach als Oberbegriff der unterschiedlichen Funktionen in der Logistikkette angesehen. Diese sind in Beschaffungs-, Lager-, Produktions-, Distributions-, Transport- und Entsorgungslogistik unterteilt, wobei im Kapitel 2 der Focus auf die externe Logistik, sprich Distributions- und Transportlogistik, gelegt ist. Definition und Ziel der Logistik und sowohl die internen als auch externen Güter- und Informationsflüsse[6] der Logistik werden dabei untersucht.

Kapitel 3 behandelt die Auswirkungen der Logistik auf den Einkauf und die Organisation, wobei sich letzteres mit der Frage auseinandersetzt, wie die Logistik bestmöglich in die Unternehmensorganisation eingebettet werden kann. Weiters werden die Vor- und Nachteile der Funktionalen Organisation, Spartenorganisation und Matrixorganisation in Anlehnung an die Logistik untersucht. Der Einkauf wird durch die Maßnahmen der Materialbedarfsermittlung, Materialbeschaffungsmengenplanung und der Wahl des optimalen Bestellzeitpunktes ergänzt.

2. Wichtige Aspekte der Logistik

2.1 Logistik-Konzeption

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anhand der Logistik-Konzeption sollen zunächst die verschiedenen Betrachtungs- und Gestaltungsweisen dargestellt werden. Die Produktionslogistik wird im weitern Verlauf der Seminararbeit nicht mehr erläutert.

Abb. 1: Logistik-Konzeption

Der Logistikbegriff stammt aus dem militärischen Bereich und wurde erstmals Mitte des 19.Jahrhunderts in den USA betriebswirtschaftlich weiterentwickelt. Erste Untersuchungen über Logistik gab es in Deutschland in den 70iger Jahren von Pfohl und Kirsch/Bamberger/Gabele und Klein[7].

Eine bekannte Definition der Logistik stammt von Koether[8]: „Ziel der Logistik ist die sichere Versorgung mit Materialien und Gütern zu optimalen Kosten und Beständen, also die sechs R der Logistik zu erfüllen, und die richtige Menge der richtigen Objekte am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Qualität zu den richtigen Kosten bereitzustellen […].“

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssen sowohl die Güterströme als auch die Informationsflüsse der internen und externen Logistik geplant und gesteuert werden.[9] Daraus leitet sich die Schlussfolgerung ab, dass die einzelnen Bereiche der Logistik in einer bestimmten Beziehung zueinander stehen und daher nicht isoliert betrachtet werden dürfen.[10]

In der Logistik ist für die Bereitstellung der richtigen Menge und Objekte die Beschaffungslogistik zuständig. Ziel der Transportlogistik ist die Verfügbarkeit der Menge und Objekte am richtigen Ort und zur richtigen Zeit zu garantieren. Zur Steuerung der richtigen Qualität und der richtigen Kosten ist die Produktions- bzw. Distributionslogistik verantwortlich. Um ein effektives logistisches System entwickeln zu können, ist es notwendig, die in Beziehung stehenden Bereiche der Logistik als Gesamtsystem zu optimieren und nicht nur deren Teilbereiche zu betrachten. Weiters darf die Erkenntnis des Güter- und Informationsflusses, als ein zentrales Element des „Logistikdenkens“[11], nicht außer Acht gelassen werden. Güter und Informationen sollen permanent in Bewegung sein, um ein optimales Flusssystem und geringe Lagerbestände schaffen zu können.[12] Die Verbesserung der Koordinationsfähigkeit logistischer Einzelaufgaben und Prozesse in größeren Organisationen wird durch die Einführung eines Logistikkonzeptes herbeigeführt. Diese Konzeption setzt das Fluss- und Systemdenken bereits voraus und ermöglicht dementsprechend verkürzte Durchlauf- und Lieferzeiten. Zusätzlich können neue Produkte schneller als die Konkurrenz in den Markt eingeführt werden. Das Logistikkonzept soll die Prozesse zwischen den logistischen Maßnahmen erkennen und optimieren und folglich die Abhängigkeiten einzelner Bereiche aufzeigen. Dadurch kann eine bereichsübergreifende Abstimmung der Logistikkette ermöglicht werden.[13]

[...]


[1] Outsourcing ist die Auslagerung von bisher nicht unmittelbar zum Kerngeschäft gehörenden intern erbrachten Leistungen an externe Partner und Firmen. Der Begriff stammt aus dem Amerikanischen und steht für „outside resource using“. Vgl. Simon, H., & Gathen, A., (2002), S. 146.

[2] Wertschöpfung bezeichnet den „Wertbildungsprozess im Unternehmen oder Institutionen oder anderen Wirtschaftseinheiten aufgrund der Kombination von Produktionsfaktoren“. Woll, A., (2000), S. 790.

[3] „Die Wertkette gliedert ein Unternehmen in strategisch relevante Tätigkeiten, um dadurch Kostenverhalten sowie vorhandene und potentielle Differenzierungsquellen zu verstehen. Wenn ein Unternehmen diese strategisch wichtigen Aktivitäten billiger oder besser als seine Konkurrenten erledigt, verschafft es sich einen Wettbewerbsvorteil.“ Porter, M. E., (2000), S. 63.

[4] Vgl. die Darstellung in Abbildung 1 auf S. 2.

[5] Beckmann, K., (2007), S. 19.

[6] Die interne Logistik bezeichnet die Warenbewegungen und Informationsflüsse innerhalb eines Unternehmens, die externe Logistik ist die logistische Schnittstelle zur Umwelt (Kunden).

[7] Vgl. Beckmann, K., (2007), S. 17.

[8] Koether, R., u.a., (2008), S. 21.

[9] Vgl. Pfohl, H.-C., (1996), S. 12.

[10] Vgl. Beckmann, K., (2007), S. 18.

[11] Beckmann, K., (2007), S. 19.

[12] Vgl. ebd. S. 19.

[13] Vgl. Ehrmann, H., & Olfert, K., (1997), S. 29.; Pfohl, H.-C., (1996), S. 240.; Pfohl, H.-C., (1994), S. 57 f.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Logistik als Summe unterschiedlicher Funktionen
Hochschule
Privatuniversität Schloss Seeburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V128728
ISBN (eBook)
9783640378944
ISBN (Buch)
9783640379057
Dateigröße
437 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Logistik, Summe, Funktionen, Thema Logistik
Arbeit zitieren
Roland Steiner-Holzmann (Autor:in), 2009, Logistik als Summe unterschiedlicher Funktionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128728

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