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Das Bedingungslose Grundeinkommen als Mittel zur Bekämpfung sozialer Ungleichheit? Risiken der Einführung für Individuen und Gesellschaft

Title: Das Bedingungslose Grundeinkommen als Mittel zur Bekämpfung sozialer Ungleichheit? Risiken der Einführung für Individuen und Gesellschaft

Term Paper , 2022 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Mahid Jamal Vedadi (Author)

Political Science - Universal basic income
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit sozialer Ungleichheit und möglichen Folgen einer Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE). Ein besonderer Fokus soll dabei auf den psychologischen Auswirkungen des aktuellen Systems auf die Psyche von Leistungsempfänger/innen liegen. Des Weiteren soll untersucht werden, inwieweit ein BGE als Mittel der gerechten Umverteilung monetärer Mittel dienen kann, um Ungleichheit zu mindern und die Schere zwischen extrem Wohlhabenden und derer, die am Existenzminimum leben, zu verkleinern. Derart radikale Umstellungen komplexer Systeme ziehen zwangsläufig eine Vielzahl teilweise unvorhersehbarer Konsequenzen nach sich. Aufbauend auf dem aktuellen Forschungsstand soll untersucht werden, welche möglichen Risiken die Einführung eines BGE für Individuen und die Gesellschaft mit sich bringt. Was bedeutet dies für Anreize und die psychische Gesundheit der Individuen? Wie reagiert der Arbeitsmarkt und welche Risiken trägt die Gesellschaft? Abschließend werden verschieden Modelle der Finanzierung und dessen zugrunde liegenden Glaubenssätze beleuchtet, um zu ermitteln, welche Auswirkungen jeweils zu erwarten sind.

Seit Beginn der Covid-19-Pandemie sind eine Vielzahl an Menschen in Not geraten. Unsicherheit und Existenzängste sind so präsent wie lange nicht mehr. Die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens, welche bereits vor über 200 Jahren entwickelt wurde, erscheint vielen Menschen als eine geeignete Maßnahme, um den prekären Situationen, in denen sich viele Menschen befinden, ohne bürokratische Hürden entgegenzuwirken. Während das Bedingungslose Grundeinkommen in der breiten Öffentlichkeit lange als hedonistisches Hirngespinst wahrgenommen wurde, führen heute renommierte Wirtschaftswissenschaftler Debatten zu dem Thema und Papst Franziskus bezeichnete das Konzept als „interessanten Lösungsansatz.“ Die deutsche Bevölkerung ist für ihre Liebe zur Sicherheit bekannt. Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck betonte in einem Interview: „Den Deutschen ist Sicherheit wichtiger als Freiheit.“ In einer Zeit geprägt von Unsicherheit und steigender Ungleichheit, hat die Versinnbildlichung von materieller Sicherheit auch im deutschen Diskurs erneut an Bedeutung gewonnen. Doch wie nachhaltig können Ungleichheit und materielle Not mit einem bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) bekämpft werden und gibt es realistische Modelle für eine Finanzierung?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Welche Probleme könnte das Bedingungslose Grundeinkommen lösen?

1.1 Soziale Ungleichheit im finanzialisierten Kapitalismus

1.2 Verstärkungen vorhandener Probleme durch die Covid-19 Pandemie und mögliche Auswirkungen eines BGE

1.3 Auswirkungen des aktuellen Sozialleistungssystems und mögliche positive Veränderungen durch ein BGE

2. Risiken eines BGE für Individuen und die Gesellschaft

2.1 BGE und Teilnahme an der Gesellschaft

2.2 BGE und Abhängigkeitsverhältnisse

2.3 Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl

2.4 Die subjektive Wahrnehmung von Armut

2.5 BGE und unbeliebte Tätigkeiten

3. Modelle zur Finanzierung und deren Effekte auf die Ungleichheit

3.1 Zugrunde liegende Motivation verschiedener Modelle

3.2 BGE als Mittel um soziale Ausgrenzung zu verhindern

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte

Diese Arbeit untersucht das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) als Instrument zur Minderung sozialer Ungleichheit. Ziel ist es, sowohl die Potenziale einer gerechten Umverteilung als auch die psychologischen Risiken und ökonomischen Herausforderungen einer Systemumstellung kritisch zu beleuchten.

  • Analyse sozialer Ungleichheit im modernen Kapitalismus.
  • Untersuchung des Einflusses der Corona-Pandemie auf das "Scarcity Mindset".
  • Psychologische Wirkungsanalyse des aktuellen Sozialleistungssystems.
  • Evaluierung verschiedener Finanzierungsmodelle für ein Grundeinkommen.
  • Diskussion von Abhängigkeitsverhältnissen und gesellschaftlicher Teilhabe.

Auszug aus dem Buch

1.1 Soziale Ungleichheit im finanzialisierten Kapitalismus

Ein häufiges Problem, dessen Verbesserung oftmals in Verbindung mit dem BGE genannt wird ist die soziale Ungleichheit. Die Kluft zwischen Geringverdienern und den Wohlhabenden geht in Deutschland wie im Rest der Welt immer weiter auseinander. Um sich die Dimensionen bewusst zu machen, hilft ein vor Augen führen der Zahlen. Außerdem soll das System kritisch hinterfragt werden, in das ein BGE implementiert werden würde.

Laut einem Bericht der Bundeszentrale für politische Bildung zur ungleichen Vermögensverteilung ist diese seit 2002 immer stärker auseinander gegangen. Die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung verfügen über 67% des Gesamtvermögens die reichsten 5% halten etwa 55% des Vermögens die reichsten 1% ca. 35% und die Top 0,1% noch etwa 20%. Doch wo kommt dieses Geld her? Wie wird der Wert erschaffen, für welches das Geld den Gegenwert darstellen sollte und warum ist es so ungleich verteilt?

Während eine umfassende Beantwortung dieser Fragen den Rahmen dieser Arbeit und die Expertise des Autors überschreiten würde, lohnt sich ein Blick auf die Ursprünge der Kapitalismuskritik und Veränderungen des Systems seit seiner Entstehung. Dabei ist es wichtig zu bedenken, dass das Kritisieren eines Systems deutlicher einfacher ist als das Präsentieren einer alternativen Lösung. Viele Errungenschaften im Bereich der Bekämpfung absoluter Armut, Hunger, sowie der Bildung und dem Zugang zu medizinischer Versorgung in Entwicklungsländern sind auch der Innovationsfähigkeit des Kapitalismus zu verdanken, wie Hans Rosling eindrucksvoll in „Factfulness“ darlegt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Relevanz des BGE ein und skizziert die Fragestellung bezüglich sozialer Gerechtigkeit und Finanzierung.

1. Welche Probleme könnte das Bedingungslose Grundeinkommen lösen?: Dieses Kapitel analysiert die zunehmende Ungleichheit und wie die Pandemie bestehende strukturelle Schwächen verschärft hat.

2. Risiken eines BGE für Individuen und die Gesellschaft: Hier werden psychologische Aspekte wie das Selbstwertgefühl und die Auswirkungen von Armut auf die Entscheidungsfindung kritisch hinterfragt.

3. Modelle zur Finanzierung und deren Effekte auf die Ungleichheit: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Ansätze zur Finanzierung und prüft, ob diese tatsächlich zu einer Minderung der sozialen Ungleichheit führen können.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ambivalenz des BGE zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung für eine realistische Umsetzung.

Schlüsselwörter

Bedingungsloses Grundeinkommen, soziale Ungleichheit, Finanzkapitalismus, Scarcity Mindset, Umverteilung, Sozialleistungssystem, Armut, Resilienz, Kapitalismuskritik, psychologische Auswirkungen, gesellschaftliche Teilhabe, Finanzierungsmodelle, Kaufkraft, ökonomische Sicherheit, Existenzminimum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich kritisch mit der Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens auseinander und prüft dessen Eignung als Instrument gegen soziale Ungleichheit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse ökonomischer Ungleichheiten, den Folgen des "Scarcity Mindset" sowie der psychologischen Bedeutung von Sozialleistungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ermitteln, ob ein BGE tatsächlich soziale Gerechtigkeit fördern kann oder ob es neue Risiken für das Individuum und die Gesellschaft birgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung relevanter Studien zu wirtschaftlichen und psychologischen Fragestellungen.

Was bietet der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Problemanalyse (soziale Ungleichheit), eine Risikoabschätzung (psychologische Faktoren) und eine Diskussion verschiedener Finanzierungsmodelle.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Soziale Ungleichheit, BGE, Kapitalismuskritik, psychische Gesundheit und gerechte Umverteilung bilden das inhaltliche Fundament.

Welche Rolle spielt die Corona-Pandemie für die Argumentation?

Die Pandemie dient als "Lupenglas", das vorhandene soziale Spaltungen und existenzielle Unsicherheiten deutlicher sichtbar gemacht hat.

Was versteht der Autor unter dem "Scarcity Mindset"?

Es beschreibt den psychologischen Zustand, in dem Mangel an existenziellen Ressourcen die kognitive Leistungsfähigkeit einschränkt und zu langfristig hinderlichen Entscheidungen führt.

Wie bewertet der Autor die ökonomische Leistungsfähigkeit?

Er erkennt die Innovationskraft des Kapitalismus an, warnt jedoch vor einer zunehmenden Finanzialisierung, die den eigentlichen Realwirtschaftszweck in den Hintergrund drängt.

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Details

Title
Das Bedingungslose Grundeinkommen als Mittel zur Bekämpfung sozialer Ungleichheit? Risiken der Einführung für Individuen und Gesellschaft
College
University of Applied Sciences Jena
Grade
1,7
Author
Mahid Jamal Vedadi (Author)
Publication Year
2022
Pages
19
Catalog Number
V1287927
ISBN (PDF)
9783346747082
ISBN (Book)
9783346747099
Language
German
Tags
bedingungslose grundeinkommen mittel bekämpfung ungleichheit risiken einführung individuen gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mahid Jamal Vedadi (Author), 2022, Das Bedingungslose Grundeinkommen als Mittel zur Bekämpfung sozialer Ungleichheit? Risiken der Einführung für Individuen und Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1287927
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