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Freundschaftsbeziehungen in Wolfgang Herrndorfs Roman “tschick”

Titel: Freundschaftsbeziehungen in Wolfgang Herrndorfs Roman “tschick”

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht das Motiv der Freundschaft in Wolfgang Herrndorfs Roman "tschick". Was wäre das Leben ohne Freunde, Freundschaft und Bezugspersonen, mit denen sich ausgetauscht werden kann? In Lebenskrisen, bei Liebeskummer, bei fehlender Inspiration oder auch bei Entscheidungsfindung wird gerne eine vertraute Person, die nicht unbedingt dem engen Familienkreis angehören muss, zu Rate gezogen. Ein Freund verkörpert viele Charaktere, Berater, Hinweisgeber oder auch Meinungsbefürworter. Freundschaften können eine kurze, aber auch eine lebenslange Dauer haben. Gründe für das eine oder andere, gibt es viele. Wissenschaftlich betrachtet, gibt es keine einheitliche Begriffsdefinition für Freundschaft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien Freundschaftsbeziehungen

2.1 Janosch Schobins allgemeiner Freundschaftsbegriff

2.2 Alois Hahns gesellschaftlicher Freundschaftsbegriff

2.3 Alois Hahns persönlicher Freundschaftsbegriff

2.4 Alois Hahns Freundschaftsbegriff unter dem Aspekt der Liebe

3. Das Werk tschick

3.1 Aufbau

3.2 Narrative Struktur

3.3 Begriffe Freundschaft und Liebe

3.3.1 Freundschaft

3.3.2 Liebe

4. Freundschaftssymbole in tschick

5. Freundschaftskonstellationen in tschick

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielschichtigen Freundschaftsbeziehungen in Wolfgang Herrndorfs Roman „tschick“ unter Einbeziehung soziologischer und literaturwissenschaftlicher Theorien. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die zwischenmenschlichen Bindungen der Protagonisten entwickeln, welche Rolle Symbole spielen und inwiefern der Roman Konzepte von Freundschaft und Liebe in der modernen Gesellschaft reflektiert.

  • Soziologische Verortung des Freundschaftsbegriffs
  • Narrative Struktur und Erzählweise von „tschick“
  • Bedeutung von Freundschaftssymbolen und Gesten
  • Untersuchung von Freundschaftskonstellationen
  • Die Entwicklung von Maik und Tschick als Außenseiter

Auszug aus dem Buch

3.2 Narrative Struktur

Martinez (2011) beschreibt das Erzählen als eine sprachliche Handlung, in diesem Fall, dass Maik seine realen Erlebnisse glaubwürdig und authentisch schildert. Das Erzählen vollzieht eine Sprachhandlung, die eine Beziehung zwischen Erzähler und Leser*innen schafft. Vollziehendes Erzählen zeigt sich in vielen Funktionen als nützlich. Folgende Formen können erzählerisch angewendet werden: Informieren, moralisch erläutern, geistlich motivieren oder politisch einwirken, sowie auch unterhalten und belehren.

Nach Baßler (2015), entspricht das Populärrealistische Erzählen dem Stil des Erzählens nach den Medien im zeitlichen sowie im systematischen Kontext. Der Autor skizziert, dass literarische Gestaltung keine Priorität mehr hat und weist den Themen Medien und Erzählen eine größere Bedeutung zu, da rekurrente Themen in Tschick eine große Rolle spielen. Entscheidend ist die Erzählform: Dem Ich-Erzähler Maik, ist es nur von der Außenperspektive möglich die Handlungsabläufe zu schildern. Stumme Gesten werden diesbezüglich semantisch aufgeladen und seine Erzählung wirkt in verschiedenen Passagen wie die Beschreibung eines Filmes, der mitten in einer kriminellen Szene spielt:

„Das ist ein bisschen so wie in Mafiafilmen wo einen die Gangster immer eine Minute schweigend angucken, bevor sie antworten. ,Hey!` Eine Minute Schweigen. ,Sieh mir in die Augen!` Fünf Minuten Schweigen. Im richtigen Leben ist das albern. Aber wenn man bei der Mafia ist, eben nicht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die wissenschaftliche Herausforderung, den Begriff „Freundschaft“ definitorisch zu greifen, da dieser als amorph und gesellschaftlich variabel wahrgenommen wird.

2. Theorien Freundschaftsbeziehungen: Hier werden verschiedene soziologische Ansätze, insbesondere von Janosch Schobin, Alois Hahn und Alexandra Pfleger, vorgestellt, um Freundschaft als dynamische Komponente des sozialen Lebens zu analysieren.

3. Das Werk tschick: Das Kapitel bietet eine literaturwissenschaftliche Analyse des Romans, beleuchtet den Aufbau, die Erzählperspektive sowie das Spannungsfeld zwischen den Begriffen Freundschaft und Liebe.

4. Freundschaftssymbole in tschick: Es wird untersucht, wie spezifische Gesten, Wortaustausch und Symbole die Vertrauensbasis und Freundschaftsqualität der Charaktere im Roman verdeutlichen.

5. Freundschaftskonstellationen in tschick: In diesem Teil werden die im Roman dargestellten sozialen Gefüge analysiert und mit den theoretischen Modellen aus Kapitel 2 in Bezug gesetzt.

6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Freundschaft im Roman als ein undefinierbares Spektrum und eine individuelle Erfahrung dargestellt wird, die Vorurteile überwinden kann.

Schlüsselwörter

Freundschaft, tschick, Wolfgang Herrndorf, Soziologie der Freundschaft, Alois Hahn, Janosch Schobin, Alexandra Pfleger, Romananalyse, narrative Struktur, Jugendliteratur, Außenseiter, soziale Bindungen, Liebeskonzepte, Identitätsentwicklung, Populärrealismus

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema der Arbeit?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Facetten und die Dynamik von Freundschaftsbeziehungen im Roman „tschick“ von Wolfgang Herrndorf unter Rückgriff auf soziologische Theorien.

Welche wissenschaftlichen Schwerpunkte werden gesetzt?

Der Schwerpunkt liegt auf einer soziologischen Fundierung des Freundschaftsbegriffs sowie einer literaturwissenschaftlichen Untersuchung der narrativen Struktur und Symbolik im Roman.

Was ist die Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Untersuchung geht der Frage nach, wie sich Freundschaft als soziales Phänomen in Herrndorfs Text manifestiert und inwiefern sie sich aus theoretischer Sicht definieren und interpretieren lässt.

Welche Methodik kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet eine Kombination aus Literaturanalyse und dem Vergleich mit soziologischen Definitionen von Freundschaft, um die Romanereignisse einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Schobin, Hahn, Pfleger) dargelegt, der Roman in Bezug auf Aufbau und Struktur analysiert und schließlich die Freundschaftskonstellationen sowie die Symbolik innerhalb von „tschick“ untersucht.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem der Freundschaftsbegriff, soziale Identität, das Wahlverwandtschaftsprinzip sowie die mediale Erzählweise des Romans.

Wie unterscheidet sich die Freundschaft zwischen Maik und Tschick von anderen Bindungen?

Ihre Freundschaft wird als bedingungslos beschrieben, die trotz der sozialen Ausgrenzung der Protagonisten als „Asis“ entsteht und auf geteiltem Humor sowie gemeinsamen Abenteuern basiert.

Welche Rolle spielt die Liebe im Roman laut der Autorin?

Die Arbeit stellt fest, dass der Roman Liebe und Freundschaft funktional vergleicht, wobei jedoch ein Übergang von platonischen zu komplexeren, teils widersprüchlichen Beziehungsgefühlen thematisiert wird.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Freundschaftsbeziehungen in Wolfgang Herrndorfs Roman “tschick”
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Universität)
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V1288031
ISBN (PDF)
9783346744371
ISBN (Buch)
9783346744388
Sprache
Deutsch
Schlagworte
freundschaftsbeziehungen wolfgang herrndorfs roman
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Freundschaftsbeziehungen in Wolfgang Herrndorfs Roman “tschick”, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1288031
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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