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Das Menschenbild Niccolo Machiavellis in 'Il Principe' / 'Der Fürst'

Title: Das Menschenbild Niccolo Machiavellis in 'Il Principe' / 'Der Fürst'

Term Paper , 2009 , 13 Pages , Grade: gut plus

Autor:in: Natascha Weimar (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Hausarbeit soll das von Machiavelli in seinem Werk Il Principe vermittelte Menschenbild analysiert werden. Hierbei soll vor allem darauf eingegangen werden, welche Eigenschaften er den Menschen zuordnet, wie er seine Aussagen rechtfertigt und welche Hintergründe seinem Menschenbild zu Grunde liegen. Der Principe teilt die Gemüter - Machiavelli polarisiert. Dieses Werk und die Discorsi, welche als Einführungslektüre für den Principe gelten, verbinden größtes Lob und schärfsten Tadel für den Florentiner. Die Werke machten Machiavelli berühmt und berüchtigt und wirken bis in unsere Zeit mit den Begriffen Machiavellismus und Anti-Machiavellismus fort. Dass der Florentiner an den Menschen seiner Zeit nichts Gutes lässt, ist allgemein bekannt. Frank Deppe bezeichnet den Ausgangspunkt der politischen Überlegungen Machiavellis als „anthropologischen Pessimismus“. Sein Werk steht aber, trotz der Abkehr vom optimistischen Lebensgefühl , in der „Tradition der humanistischen Menschenkunde“. Diese beruhe, so Buck, auf dem in der Renaissance neu erwachten psychologischen Interesse am Menschen, die Antriebe von dessen Handeln, seine Leidenschaften und Affekte zu analysieren und seine Tugenden und Laster zu definieren, meist in der Absicht, aus den Erkenntnissen praktische Folgerungen im Hinblick auf die Verhaltensweisen des Individuums in der Gesellschaft ziehen zu können. Genau dies macht Machiavelli im Principe. Er analysiert den Menschen für Lorenzo de` Medici, damit dieser mit diesen Erkenntnissen Italien zu neuer Kraft emporsteigen lassen kann. Hierfür ist dem Florentiner jedes Mittel recht. Die Erhaltung des Staates sollte nach Machiavelli oberstes Ziel eines jeden Fürsten sein. Retrospektiv wird Machiavelli die Idee der Staatsräson in den Mund gelegt. Des Weiteren ist der Einfluss des Humanismus auch eindeutig durch die vielseitigen antiken Beispiele im Principe zu erkennen.
Um die Entstehung seines Menschenbildes verstehen zu können, wird zuerst Machiavellis Leben und Werk sowie der historische Hintergrund des Werkes Il Principe beleuchtet. Erst dann wird nah an der Quelle arbeitend herausgestellt, welches Menschenbild dieser zu Grunde liegt. Abschließend soll ein Fazit die oben genannten Fragestellungen beantworten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Fragestellung

2. Quellenanalyse

2.1 Machiavelli – Leben und Werk

2.2 Historische Einordnung des Principe

2.3 Das Menschenbild Machiavellis in Il Principe

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das von Niccolò Machiavelli in seinem Werk "Il Principe" vermittelte Menschenbild systematisch zu analysieren, wobei insbesondere die zugrunde liegenden anthropologischen Annahmen, die Rechtfertigung der daraus abgeleiteten politischen Ratschläge sowie der historische und biographische Kontext untersucht werden.

  • Anthropologischer Pessimismus als Ausgangspunkt politischer Überlegungen
  • Die Rolle von "virtù" und "fortuna" in der Staatsführung
  • Einfluss des Humanismus und der Antike auf Machiavellis Denken
  • Notwendigkeit amoralischen Verhaltens zur Erhaltung staatlicher Macht
  • Psychologische Aspekte der Herrschaftssicherung und Wählergunst

Auszug aus dem Buch

2.3 Das Menschenbild Machiavellis in Il Principe

Der Principe gliedert sich in vier Teile. Im ersten Teil nennt Machiavelli verschiedene Möglichkeiten, die ein Fürst hat, um an die Macht zu gelangen. Hier unterscheidet er zwischen der ererbten, der neu erworbenen und einer Mischform beider. Sein Hauptaugenmerk richtet der Florentiner auf die neu erworbene Fürstenherrschaft, da sie seiner Meinung nach die meisten Schwierigkeiten mit sich zieht, wenn man sie erlangen und behaupten will. Im zweiten Teil geht er ausführlich auf das Heer- und Söldnerwesen ein, nennt die Vor- und Nachteile dieser und kommt zu der Erkenntnis, dass ein eigenes Heer immer den Söldnern vorzuziehen sei. Im dritten Teil des Principe geht Machiavelli auf die Notwendigkeit amoralischen Verhaltens von Seiten des Fürsten ein, da nur so eine erfolgreiche und beständige Fürstenherrschaft gewährleistet sei. Im letzten Teil gibt Machiavelli Ratschläge, wie ein Fürst sein Volk auf seine Seite bekommen kann und klärt die Frage, inwiefern Fortuna für den Fortgang der Geschichte verantwortlich ist. Alle Teile werden von Beispielen aus antiker und aktueller Zeit begleitet, um das Gesagte zu veranschaulichen oder zu beweisen.

Schon im Vorwort, der Widmung an Lorenzo de` Medici, beginnt Machiavelli sein Buch mit den folgenden Zeilen: "Jene, die eines Fürsten Gunst zu gewinnen suchen, pflegen ihm zumeist mit solchen Dingen aus ihrer Habe zu nahen, die ihnen am teuersten sind oder von denen sie sehen, daß er an ihnen am meisten Vergnügen findet..." Diese Aussage impliziert den Vorwurf der Bestechung und Schmeichelei. Auf letztere geht Machiavelli im Principe nochmals ein und versucht einen Ratschlag zu erteilen, wie man diese meiden könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Fragestellung: Das Kapitel definiert den Untersuchungsgegenstand der Hausarbeit und führt in das polarisierende Menschenbild Machiavellis sowie den historischen Kontext ein.

2. Quellenanalyse: Dieser Abschnitt beleuchtet die biographischen Hintergründe Machiavellis, den historischen Entstehungskontext des Werkes "Il Principe" und analysiert die anthropologischen Kernannahmen des Textes.

3. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert den Widerspruch zwischen dem negativen Menschenbild und dem politischen Idealismus Machiavellis und ordnet das Werk innerhalb der Renaissance ein.

Schlüsselwörter

Niccolò Machiavelli, Il Principe, Menschenbild, Renaissance, Anthropologischer Pessimismus, Staatsräson, Machtpolitik, Politische Theorie, Virtù, Fortuna, Fürstenherrschaft, Florentiner Republik, Historische Analyse, Staatskunst, Realpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse des Menschenbildes, das Niccolò Machiavelli in seinem einflussreichen Werk "Il Principe" ("Der Fürst") entwirft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Eigenschaften, die Machiavelli dem Menschen zuschreibt, sowie die daraus resultierenden Implikationen für eine erfolgreiche und stabile Fürstenherrschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu ergründen, welche anthropologischen Annahmen Machiavellis Werk zugrunde liegen und wie er seine politischen Ratschläge vor dem Hintergrund dieses Menschenbildes rechtfertigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quellennahe Analyse, die das Werk in den biographischen Kontext des Autors sowie in den zeitgeschichtlichen Rahmen der Renaissance einbettet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Skizze, eine historische Einordnung des Werkes und eine detaillierte Auseinandersetzung mit Machiavellis Ansichten zu Macht, Heerwesen und dem Verhalten eines Herrschers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Machiavelli, "Il Principe", Menschenbild, Machtpolitik, Realpolitik, Virtù und Fortuna.

Wie bewertet Machiavelli die Treue der Menschen?

Machiavelli sieht den Menschen grundsätzlich als treulos, wankelmütig, gierig und primär auf den eigenen Vorteil bedacht an.

Warum ist laut Machiavelli Furcht wirksamer als Liebe?

Er argumentiert, dass Menschen undankbar und egoistisch sind; während Liebe auf wankelmütigen Gefühlen basiert, lässt sich Furcht durch den strategischen Einsatz von Macht und Beständigkeit besser kontrollieren.

Welche Rolle spielt der Schein für einen Fürsten?

Für Machiavelli ist es für den Erhalt der Macht entscheidender, wie ein Fürst wahrgenommen wird, da die Menschen meist nur nach dem äußeren Schein urteilen.

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Details

Title
Das Menschenbild Niccolo Machiavellis in 'Il Principe' / 'Der Fürst'
College
University of Wuppertal
Grade
gut plus
Author
Natascha Weimar (Author)
Publication Year
2009
Pages
13
Catalog Number
V128808
ISBN (eBook)
9783640341450
ISBN (Book)
9783640337217
Language
German
Tags
Menschenbild Niccolo Machiavellis Principe Fürst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natascha Weimar (Author), 2009, Das Menschenbild Niccolo Machiavellis in 'Il Principe' / 'Der Fürst', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128808
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