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Erinnerung an 1683. Die Belagerung Wiens in den Neuen Medien

Title: Erinnerung an 1683. Die Belagerung Wiens in den Neuen Medien

Seminar Paper , 2020 , 25 Pages , Grade: 1

Autor:in: Anonym (Author)

History - Miscellaneous
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Wie wird die zweite Belagerung Wiens durch die Osmanen von 1683 in den Neuen Medien dargestellt?
Um diese Frage beantworten zu können, werde ich zunächst den Verlauf der Ereignisse von 1683 schildern. Bis heute wird vielerorts an die Belagerung Wiens im Jahr 1683 erinnert. Dies geschieht in Form von Gedenkstätten, Denkmälern oder auch eigens dafür veranstalteten Gedenktagen. Dabei wird die Geschichte oft instrumentalisiert, mithilfe von Propaganda sollen die Menschen manipuliert werden. Durch die Verbreitung von historischen Unwahrheiten wird das öffentliche Gedenken stark beeinflusst. Eine Schilderung der Ereignisse aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive ist notwendig, um unter Berücksichtigung des bisherigen Forschungsstandes Missverständnisse ausräumen zu können, und auf dieser Erzählung aufbauend dann auf die Behandlung der Ereignisse in der österreichischen Erinnerungskultur eingehen zu können. Diesen Aspekt werde ich im zweiten Kapitel der Arbeit erläutern. Das dritte Kapitel widme ich konkret der Behandlung der Ereignisse in den Neuen Medien. Dabei kläre ich zuerst, worum es sich bei den Neuen Medien überhaupt handelt, und was charakteristisch für diese Medien ist. Anschließend werde ich verschiedene Formen von Neuen Medien, welche die Belagerung Wiens 1683 thematisieren, unter Berücksichtigung der zuvor erwähnten Punkte analysieren. Im abschließenden Fazit werde ich anhand dieser Kriterien meine Fragestellung beantworten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Historische Darstellung der Ereignisse

4. 1683 in der österreichischen Erinnerungskultur

5. 1683 in den Neuen Medien

5.1 Was sind Neue Medien?

5.2 Ausgewählte Darstellungen in den Neuen Medien

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das historische Ereignis der zweiten Wiener Türkenbelagerung von 1683 in modernen digitalen Medien aufgegriffen, instrumentalisiert und zur Konstruktion zeitgenössischer gesellschaftspolitischer Feindbilder genutzt wird.

  • Kollektive Erinnerungskultur Österreichs im Wandel
  • Historischer Kontext der osmanischen Belagerung von 1683
  • Mediale Instrumentalisierung und Propaganda
  • Konstruktion europäischer Identität durch Feindbilder
  • Digitale Verbreitungswege rechter Narrative

Auszug aus dem Buch

Die Belagerung Wiens in den Neuen Medien

In diesem Kapitel möchte ich nun einige von mir untersuchte Formate aufzeigen, die ich mithilfe von Erkenntnissen aus der Geschichtswissenschaft analysiert habe. Da sich die Einträge auf Webseiten schnell ändern bzw. ganz entfernt werden können, und bei Kommentaren in Blogs o.ä. nicht sinnvoll zitiert werden kann, werde ich die Aussagen in diesem Kapitel mit Screenshots belegen. Für die eingefügten Screenshots habe ich ein Abbildungsverzeichnis erstellt, in dem die Links zu den Webseiten angegeben sind.

In Wien werden auch in der heutigen Zeit noch alljährlich Gedenkzüge zur Befreiung der Stadt 1683 veranstaltet. Die Online-Plattform www.gedenken1683.at veranstaltet beispielsweise solche Gedenkzüge. Die Seite ist sehr facettenreich. Neben vielen Bildern von vergangenen Gedenkzügen, die bereits organisiert wurden, findet man hier auch Texte. Darin werden die Plattform selbst und der Zweck der Gedenkzüge, die hier veranstaltet werden, beschrieben. Es wird die Möglichkeit zur Verfügung gestellt, Spenden an die Plattform zu richten. Außerdem können BesucherInnen einen speziellen Newsletter abonnieren, um wichtige Informationen zur Veranstaltung zu erhalten. Ein Countdown (welcher für das Jahr 2020 noch nicht aktualisiert wurde) gibt Auskunft über das genaue Datum und die Uhrzeit des Gedenkzuges. Die Website ist mit einem YouTube-Video verlinkt, welches ebenfalls Ausschnitte von vergangenen Veranstaltungen zeigt. Außerdem ist die Plattform mit allen gängigen sozialen Medien vernetzt: Facebook, Instagram, Telegram und Twitter. Es gibt die Möglichkeit zur direkten Kontaktaufnahme mit den Betreibern der Website, sowie einen eigenen Blog. Darin sind verschiedene Artikel zu finden, welche über die Gedenkzüge selbst, Pressemitteilungen oder bekannte Akteure während der Befreiung Wiens 1683 informieren. Insgesamt macht die Website einen sehr umfangreichen und professionellen Eindruck.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Jahres 1683 für die österreichische Erinnerungskultur ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Darstellung dieses Ereignisses in modernen Neuen Medien.

Historische Darstellung der Ereignisse: Dieses Kapitel liefert eine geschichtswissenschaftliche Aufarbeitung des militärischen Konflikts zwischen der Habsburgermonarchie und dem Osmanischen Reich im Jahr 1683.

1683 in der österreichischen Erinnerungskultur: Der Text analysiert den Wandel der Gedenkpraktiken und die instrumentelle Nutzung des Ereignisses in verschiedenen Jubiläumsjahren vom 18. bis zum 20. Jahrhundert.

1683 in den Neuen Medien: Dieser Abschnitt beleuchtet die Rolle digitaler Plattformen und sozialer Netzwerke bei der heutigen Verbreitung von Narrativen rund um das Jahr 1683, wobei sowohl die theoretischen Grundlagen als auch konkrete Fallbeispiele untersucht werden.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie historische Fakten durch rechtspopulistische und rechtsextreme Akteure für die Konstruktion aktueller Feindbilder sowie zur Schürung von Ängsten vor einer „Islamisierung“ manipuliert werden.

Schlüsselwörter

Wiener Türkenbelagerung, 1683, Erinnerungskultur, Kollektives Gedächtnis, Neue Medien, Politische Instrumentalisierung, Identitätskonstruktion, Osmanisches Reich, Propaganda, Rechtspopulismus, Islamfeindlichkeit, Geschichtsrevisionismus, Digitale Kommunikation, Europäische Identität, Gedenkkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die mediale Erinnerung an die zweite Wiener Türkenbelagerung von 1683 und analysiert, wie dieses historische Ereignis in Internetmedien für tagespolitische Zwecke instrumentalisiert wird.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die Arbeit verknüpft historische Ereignisanalyse mit kulturwissenschaftlichen Theorien zur Identitätsbildung und medienpädagogischen Ansätzen zur Analyse digitaler Propaganda.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Mechanismen aufzudecken, durch die 1683 als Referenzpunkt genutzt wird, um in modernen digitalen Netzwerken ein politisches Feindbild zu konstruieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse und vergleicht geschichtswissenschaftliche Erkenntnisse mit der aktuellen Darstellung des Ereignisses auf ausgewählten Websites und Blogs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben einer historischen Retrospektive auf das Jahr 1683 bietet der Hauptteil eine detaillierte Auswertung von Gedenkaktivitäten in Jubiläumsjahren sowie eine Fallstudie zu Online-Plattformen und deren Diskursen.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch?

Besonders prägend sind Begriffe wie „Instrumentalisierung“, „Erinnerungskultur“, „propaganda“, „Identitätskonstruktion“ und „digitale Medien“.

Werden auch spezifische politische Akteure oder Gruppierungen genannt?

Ja, die Arbeit verweist konkret auf die Rolle der Identitären Bewegung sowie auf publizistische Inhalte in verschiedenen Blogs, wie etwa jenem von Andreas Unterberger, welche das Gedenken an 1683 als politisches Werkzeug einsetzen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zu modernen Gedenkseiten?

Die Arbeit kommt zum Schluss, dass die meisten der untersuchten Webseiten das historischen Ereignisses instrumentell nutzen, um durch Angst vor einer vermeintlichen „Islamisierung“ eine europäische Identität gegen ein konstruiertes „Anderes“ abzugrenzen.

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Details

Title
Erinnerung an 1683. Die Belagerung Wiens in den Neuen Medien
College
University of Salzburg
Grade
1
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
25
Catalog Number
V1288093
ISBN (PDF)
9783346745873
Language
German
Tags
erinnerung belagerung wiens neuen medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Erinnerung an 1683. Die Belagerung Wiens in den Neuen Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1288093
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