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Konflikte Heinrichs II. während der Bamberger Bistumsgründung Anfang des 11. Jahrhunderts

Title: Konflikte Heinrichs II. während der Bamberger Bistumsgründung Anfang des 11. Jahrhunderts

Seminar Paper , 2017 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Diplom Geograph Alexander Trabitzsch (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Mit dem kinderlosen Heinrich II. ging 1024 die Ära des liudolfingischen- ottonischen Herrschergeschlechts zu Ende, als dieser am 13. Juli in Grone verstarb und später im Bamberger Dom seine letzte Ruhestätte fand. Die erste Jahrtausendwende und die allgegenwärtige Endzeitstimmung bilden also den zeitlichen Rahmen der Arbeit, in welcher ich den Fokus auf die Vorgänge um die Bamberger Bistumsgründung lenken möchte. Die vorliegende Hausarbeit behandelt nun, ausgehend von der Chronik Thietmars von Merseburg und des Frankfurter Synodalprotokolls sowie unter Berücksichtigung ausgewählter Beispiele, den Verlauf mehrerer politischer und territorialer Konflikte und Widerstände während der Bamberger Bistumsgründung der Jahre 1007 bis 1009.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erarbeitung der Konflikte um die Gründung des Bamberger Bistums

2.1. Motive Heinrichs II. für die Bamberger Bistumsgründung

2.2. Erste Konflikte Heinrichs II. um Bamberg

2.3. Die Frankfurter Synode vom 1.11.1007 und die Errichtung des Bistums Bamberg

2.4. Konflikte Heinrichs II. nach 1007

3. Vergleich der Konflikte mit Gerd Althoffs Ritualisierungstheorie zur Austragung und Beteiligung von Konflikten im 10. und 11. Jahrhundert

4. Fazit

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die politischen und territorialen Konflikte, die mit der Gründung des Bistums Bamberg durch Heinrich II. zwischen 1007 und 1009 einhergingen, und analysiert diese unter Einbeziehung zeitgenössischer Quellen und moderner ritualtheoretischer Ansätze.

  • Politische Motive und Handlungsspielräume Kaiser Heinrichs II.
  • Die Rolle von Machtkonflikten und Widerständen bei Bistumsgründungen.
  • Ritualisierte Machtausübung des Herrschers, insbesondere der Kniefall als politisches Instrument.
  • Konkurrenzverhältnisse zwischen der neuen Diözese Bamberg und bestehenden Bistümern wie Würzburg und Regensburg.
  • Interdependenz zwischen weltlicher Herrschaft und kirchlicher Autonomie im 11. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

2.4. Konflikte Heinrichs II. nach 1007

Zwar hatte der König in Frankfurt seinen Willen durchgebracht, doch sind damit längst noch nicht alle Konflikte um die Bamberger Bistumsgründung angesprochen oder gar beigelegt. Denn neben den bereits erwähnten Konflikten, traf Heinrich II. nicht nur und während des Gründungsjahres 1007, sondern auch in den darauffolgenden Jahren auf Widerstand. Und dies vor allem im Kontext mit zahlreichen Schenkungen und Ausstattungen zu Gunsten des neu gegründeten, seines Bistums Bamberg, besonders in Konkurrenz zu Regensburg. So war denn Bamberg von Beginn an kein gewöhnliches Bistum, da die Ausstattung des Königs selbst hier einfloss und somit das Bistum engstens mit seinem Königtum verband. Diesbezüglich mussten auch die Stiftungen entsprechend dotiert werden, damit der Bamberger Bischof selbstständig regieren und seinen repräsentativen Verpflichtungen nachkommen konnte, sowie die Versorgung der Domherren sichergestellt sein. Mit diversen Gütern, Kirchen, Dörfern, Ländereien und Rechten, die teilweise dem Eigenbesitz des Königs entstammten, aber auch dem bayerischen Herzogsgut und in großem Umfang sogar dem Königsgut entnommen wurden, stattete Heinrich II. „sein Bistum Bamberg verschwenderisch aus“. Und obgleich das Königsgut eigentlich der finanziellen Absicherung des jeweiligen Herrschers dienen sollte, entzog es Heinrich bedenkenlos seinen Nachfolgern. Weinfurter spricht vor diesem Hintergrund von „einer Art Überbistum“, welches Regensburg, das alte Zentrum Heinrichs II., schnell an Bedeutung überragte. Und zweifellos, so gibt auch Schneidmüller zu Bedenken, entzog es der „so reichem Maß, dass die Ausstattung mit Reliquien, Büchern, Goldschmiedearbeiten und Gütern den Neid der Zeitgenossen und das Staunen der Nachgeborenen erregte“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt den historischen Kontext um die Jahrtausendwende dar und definiert den Fokus der Untersuchung auf die Konflikte bei der Bamberger Bistumsgründung.

2. Erarbeitung der Konflikte um die Gründung des Bamberger Bistums: Analysiert die komplexen kirchlichen und territorialen Voraussetzungen sowie die persönlichen Motive Heinrichs II. und die daraus resultierenden Widerstände bei betroffenen Bistümern.

3. Vergleich der Konflikte mit Gerd Althoffs Ritualisierungstheorie zur Austragung und Beteiligung von Konflikten im 10. und 11. Jahrhundert: Untersucht die Rolle symbolischer Akte, insbesondere des Kniefalls Heinrichs II., als Instrument zur Durchsetzung politischer Ziele.

4. Fazit: Fasst zusammen, dass Heinrich II. mit Erfolg und Geschick, wenn auch rücksichtslos, seine Ziele durchsetzte und dabei Wendepunkte in der königlichen Kirchenpolitik markierte.

5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten mittelalterlichen Chroniken, Urkunden und die wissenschaftliche Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Bamberger Bistumsgründung, Heinrich II., Machtkonflikte, Würzburg, Regensburg, Ritualtheorie, Gerd Althoff, Synode, Frankfurter Synode, 11. Jahrhundert, Königliche Kirchenpolitik, Schenkungen, Reichskirchensystem, Otto III., Thietmar von Merseburg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit den politischen und rechtlichen Auseinandersetzungen, die Kaiser Heinrich II. bei der Gründung seines Lieblingsbistums Bamberg zu Beginn des 11. Jahrhunderts überwinden musste.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben der kirchenpolitischen Organisation stehen die Konflikte mit benachbarten Bistümern, die Bedeutung königlicher Schenkungen und die Analyse ritueller Handlungen des Herrschers im Zentrum der Untersuchung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, mit welchen Mitteln Heinrich II. seine macht- und territorialpolitischen Ziele trotz Widerständen der Kirche durchsetzen konnte und welche Folgen dies hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine quellenkritische Analyse historischer Dokumente (vor allem Thietmars Chronik) sowie die ritualtheoretische Perspektive nach Gerd Althoff, um die Machtausübung zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Konfliktlinien um die Bistumsgründung, die spezifischen Ereignisse der Frankfurter Synode 1007 und den Theorievergleich hinsichtlich ritueller Konfliktbewältigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bistumsgründung, Heinrich II., Machtpolitik, Ritualtheorie, Konfliktmanagement und mittelalterliche Kirchenpolitik beschreiben.

Warum war der Widerstand des Würzburger Bischofs so signifikant für die Gründung?

Bamberg lag ursprünglich im Sprengel Würzburg; eine eigenständige Diözese erforderte daher die Abtretung von Gebieten, was die Würzburger Kirche in ihren Rechten und ihrer Machtstellung massiv einschränkte.

Welche politische Funktion hatte der „Kniefall“ Heinrichs II.?

Der Kniefall vor der Synode fungierte als Instrument der Selbsterniedrigung, um den Bischöfen eine Ablehnung seines Anliegens moralisch unmöglich zu machen und den Konflikt zu seinen Gunsten zu entscheiden.

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Details

Title
Konflikte Heinrichs II. während der Bamberger Bistumsgründung Anfang des 11. Jahrhunderts
College
University of Cologne
Grade
1,0
Author
Diplom Geograph Alexander Trabitzsch (Author)
Publication Year
2017
Pages
19
Catalog Number
V1288224
ISBN (PDF)
9783346744944
ISBN (Book)
9783346744951
Language
German
Tags
konflikte heinrichs bamberger bistumsgründung anfang jahrhunderts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Geograph Alexander Trabitzsch (Author), 2017, Konflikte Heinrichs II. während der Bamberger Bistumsgründung Anfang des 11. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1288224
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