Diese Arbeit untersucht folgende Frage: Wie hat sich die Rolle/Funktion von Tieren im Vergleich zwischen Mittelalter und der Neuzeit verändert? Dabei wird in erster Linie auf eine Auswahl von Tieren eingegangen und ihre Rolle/Funktion im Mittelalter dargestellt. Anschließend soll ein Vergleich zur heutigen Situation gezogen werden. Nach der Betrachtung der Neuzeit folgt ein Exkurs in die Medizin. Hier liegt mein Fokus auf dem Pferd (tiergestützten Therapie), weil besonders bei diesem Tier sich eine erkennbare und spannende Veränderung in der heutigen Therapie, auf die ich im Laufe meiner Ausführungen eingehen will, vollzogen hat.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2.Tiere im Mittelalter
2.1 Hund
2.2 Pferd
2.3 Rinder
2.4 Schwein
2.5 Katze
3. Tiere in der Neuzeit
4. Tiere als Therapie
4.1 Anfänge und Entwicklungen des Therapeutischen Reitens im deutschsprachigen Raum
4.2 Die drei Formen des Therapeutischen Reitens
4.2.1 Hippotherapie
4.2.2 Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren
4.2.3 Reiten als Sport für Menschen mit (körperlichen) Behinderungen
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Rolle und Funktion von Tieren durch eine vergleichende Analyse zwischen dem Mittelalter und der heutigen Zeit, mit besonderem Fokus auf den Einsatz von Tieren in therapeutischen Kontexten.
- Historische Betrachtung von Nutztieren im Mittelalter.
- Vergleich der Tierhaltung gestern und heute.
- Die zunehmende Bedeutung von Tieren als Partner und Haustiere in der modernen Gesellschaft.
- Wissenschaftliche Entwicklung und Praxis der tiergestützten Therapie.
- Spezifische Analyse des therapeutischen Reitens und dessen Formen.
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Hippotherapie
Bei der Hippotherapie handelt es sich um eine ärztlich verordnete und kontrollierte krankengymnastische Behandlung, bei der – genauso wie in den anderen beiden Bereichen - nicht die reiterliche Ausbildung sondern eine individuelle Förderung und Therapie im Vordergrund steht. Dies sind vor allem günstige Beeinflussungen des Befindens, des Sozialverhaltens und der Persönlichkeitsentwicklung. Im Umgang mit dem Pferd, das sich nur in Schritten bewegt, wird der Mensch ganzheitlich, d.h. körperlich, geistig und sozial angesprochen.Hippotherapie wird von Physiotherapeuten mit der beruflichen Zusatzbildung Hippotherapie des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten e. V. mit speziell dafür ausgebildeten Pferden und Pferdeführern durchgeführt. Diese Form der Therapie ist vor allem für Patienten mit körperlichen Handicaps, wie beispielsweise Muskelschwund, Spastiken, Verspannungen und Lähmungen zu empfehlen. Der auf dem Pferd sitzende Patient nimmt die Schwingungen, die über das Becken an das Gehirn weitergeleitet werden, beim Gehen des Pferdes, auf. Diese Bewegungsimpulse wirken sich beim Patienten positiv auf den gesamten Bewegungsapparat und innere Organe aus und führen zu Haltungsstabilisation und zur Verbesserung des Gleichgewichts. Muskelfunktionen oder Bewegungsabläufe wie zum Beispiel das Gehen können so erhalten, verbessert oder wieder neu erlernt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Ambivalenz der Mensch-Tier-Beziehung ein und definiert das Forschungsziel, den Wandel von Tieren als Nutztiere hin zu Partnern in der Therapie zu untersuchen.
2.Tiere im Mittelalter: Dieses Kapitel erläutert die Rolle verschiedener Tiere wie Hund, Pferd, Rinder, Schwein und Katze als Nutztiere und Wirtschaftsfaktoren im mittelalterlichen Alltag.
3. Tiere in der Neuzeit: Das Kapitel kontrastiert die historische Nutzung mit der modernen Rolle von Tieren als Haustiere, Statusobjekte und Begleiter in industrialisierten Gesellschaften.
4. Tiere als Therapie: Der Hauptteil widmet sich der Entwicklung der tiergestützten Therapie, insbesondere des therapeutischen Reitens in Deutschland und dessen verschiedenen medizinischen sowie pädagogischen Ausprägungen.
5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit ab, dass Tiere trotz des technologischen Wandels weiterhin eine essenzielle Bedeutung für das menschliche Wohlbefinden und die emotionale Gesundheit besitzen.
Schlüsselwörter
Mensch-Tier-Beziehung, Mittelalter, Neuzeit, Nutztier, Haustier, Therapeutisches Reiten, Hippotherapie, Tiergestützte Therapie, Heilpädagogisches Reiten, Rehabilitation, Voltigieren, Sozialverhalten, Historischer Wandel, Wohlbefinden.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit widmet sich dem historischen Wandel der Rolle und Funktion des Tieres, ausgehend vom Mittelalter bis hin zur heutigen Zeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung von Tieren als Nutztiere und wirtschaftliche Faktoren bis hin zu ihrem heutigen Status als Partner, Familienmitglied und therapeutischer Begleiter.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Beziehung zwischen Mensch und Tier historisch verändert hat und welche Bedeutung Tiere in der modernen Medizin und Pädagogik einnehmen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse zeitgenössischer Dokumente sowie aktuelle Fachliteratur zu tiergestützten Therapieformen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der mittelalterlichen Tiernutzung, die Einordnung von Tieren in der modernen Gesellschaft und einen detaillierten Exkurs über Formen des therapeutischen Reitens.
Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Mensch-Tier-Beziehung, therapeutisches Reiten, historischer Wandel und tiergestützte Therapie.
Welche besondere Rolle nimmt das Pferd in der Therapie ein?
Das Pferd wird aufgrund seiner Fähigkeit, Schwingungsübertragungen zu ermöglichen und eine starke emotionale Bindung aufzubauen, als zentrales Element der Hippotherapie sowie der Heilpädagogik hervorgehoben.
Wie unterscheidet sich die Hippotherapie von anderen therapeutischen Ansätzen mit dem Pferd?
Die Hippotherapie ist eine medizinisch-physiotherapeutische Maßnahme, die gezielt auf physische Defizite wie Spastiken oder Lähmungen abzielt, während das heilpädagogische Reiten eher kognitive und verhaltensschulende Prozesse fokussiert.
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- Anonym (Author), 2017, Rolle und Funktion von Tieren im Mittelalter und heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1288300