In dieser Arbeit werden die Flucht und Fluchtursachen (am Beispiel der DDR) näher beleuchtet. Erstens sind besonders die Ursachen essenziell, um zu verstehen, warum weltweit so viele Menschen auf der Flucht waren/sind. Zweitens es ist unausweichlich sich mit den Ursachen auseinandersetzen, um eine zukunftsorientierte Lösung zu finden. Drittens Fluchtursachen kommen nicht von heute auf morgen. Wenn man das Leid der Menschen in ihrer Heimat betrachtet, dann ist es kaum überraschend, dass die Menschen flüchten.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Flucht
2.1 Begriffserklärung: Flucht & Flüchtling
2.2 Flucht(ereignisse) im 20. Jahrhundert
2.2.1 Der Zerfall des Osmanischen Reiches
2.2.2 Erster und Zweiter Weltkrieg
2.2.3 Fluchtgeschehen nach dem Zweiten Weltkrieg
2.3 Aktuelle Beispiele von Flucht
2.3.1 Syrien
2.3.2 Afghanistan
2.3.3 Irak
3. Fluchtursachen
3.1 Push- und Pull-Modell
3.2 Kriege, Konflikte
3.3 Armut, Hunger, Überbevölkerung
3.4 Menschenrechtsverletzungen
3.5 Umweltzerstörung und Klimawandel
4. Flucht in der Geschichte – Am Beispiel der DDR
4.1 Flucht aus der DDR
4.3 Fluchtgründe und Fluchtwege aus der DDR
4.4 Maßnahmen gegen Flucht
4.2.1 Bau der Berliner Mauer
4.2.2 Kriminalisierung von „Republikflucht“
4.3 Ausgewählte Bespiele von Flucht
4.3.1 Tunnelflucht
4.3.2 Autofluchten und andere Fluchtversuche
4.4 Massenflucht 1989
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Flucht aus einer historischen sowie zeitgenössischen Perspektive, wobei das Hauptziel darin besteht, die komplexen Ursachen und Beweggründe für Fluchtbewegungen zu analysieren und insbesondere am Beispiel der DDR aufzuzeigen, wie staatliche Maßnahmen und gesellschaftliche Faktoren Fluchtprozesse beeinflussen.
- Theoretische Grundlagen von Flucht, Migration und Flüchtlingsdefinitionen
- Analyse globaler Fluchtursachen wie Krieg, Armut und Klimawandel
- Historische Untersuchung der Fluchtbewegungen aus der DDR
- Staatliche Maßnahmen der DDR gegen Flucht und deren Auswirkungen
- Vergleich zwischen historischen DDR-Fluchtmustern und modernen globalen Fluchttrends
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Bau der Berliner Mauer
Bevor die Mauer gebaut wurde gestaltete sich die Flucht in den Westen noch vergleichsweise einfach. Die Grenze zur Bundesrepublik Deutschland wurde seit 1952 stärker gesichert und überwacht, aber die Sektorengrenze zwischen Ost- und Westberlin konnte problemlos passiert werden. Da Berlin gemeinsam von den Besatzungsmächten, den Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich, Großbritannien und der Sowjetunion verwaltet wurde, hatte die DDR nur eine begrenzte Handlungsmacht. Wer in den Westen wollte, der konnte sich in die S-Bahn setzen und brauchte nicht allzu lange da war er schon dort125.
Während das Gipfeltreffens Anfang Juli 1961 zwischen John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow welches zunächst zu keinen nennenswerten Ergebnissen führte, reagierte man in Westberlin und im Osten unterschiedlich. Angst und Ratlosigkeit bestimmten Westberlin und im Osten flüchteten viele Zehntausende Menschen panikartig. Im Juli 1961 und in den ersten Augusttagen flüchteten rund 77.000 Menschen aus der DDR. Die DDR drängte deshalb auf die Schließung der Sektorengrenzen, um das Überleben der DDR zu sichern. Denn sie war wirtschaftlich und politisch am Ende und dies wiederum begünstigte noch mehr die Flucht in den Westen. Am 20 Juli 1961 stimmte Chruschtschow der Grenzabrieglung zu126.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der globalen Flüchtlingskrise seit 2015 ein und umreißt die Zielsetzung, die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Flucht: Hier werden zentrale Begriffe wie Flucht und Flüchtling definiert und eine allgemeine historische Einordnung von Fluchtbewegungen im 20. Jahrhundert vorgenommen.
3. Fluchtursachen: Dieses Kapitel analysiert systematisch verschiedene Triebkräfte der Migration, darunter das Push-Pull-Modell, kriegerische Konflikte, sozioökonomische Faktoren sowie ökologische Krisen.
4. Flucht in der Geschichte – Am Beispiel der DDR: Das Hauptkapitel widmet sich der spezifischen Untersuchung der Fluchtbewegungen aus der DDR, von den Ursachen über staatliche Gegenmaßnahmen bis hin zur Massenflucht 1989.
5. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die historische Vergleichbarkeit von Fluchtbewegungen.
Schlüsselwörter
Flucht, Flüchtling, DDR, Migration, Fluchtursachen, Fluchtbewegungen, Berliner Mauer, Republikflucht, Genfer Flüchtlingskonvention, Menschenrechte, Kriege, Armut, Klimawandel, Massenflucht, Asyl.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das menschliche Phänomen der unfreiwilligen Migration, wobei sie eine Brücke zwischen der historischen DDR-Flucht und aktuellen globalen Fluchtbewegungen schlägt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit beleuchtet die begriffliche Definition von Flucht, die Analyse von Fluchtursachen wie Krieg und Armut sowie die spezifische historische Analyse der DDR-Fluchtgeschichte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein Verständnis für die vielfältigen Ursachen von Flucht zu schaffen und aufzuzeigen, warum Menschen gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Literaturanalyse, unter Verwendung von Daten internationaler Organisationen (UNHCR, IOM) und geschichtswissenschaftlicher Sekundärliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert erstens globale Fluchtursachen nach theoretischen Modellen und untersucht zweitens detailliert die Fluchtgründe, Grenzregime und Fluchtwege der DDR-Bürger.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Flucht, Migration, DDR, Republikflucht, Fluchtursachen, Menschenrechte sowie der rechtliche Status von Flüchtlingen nach der Genfer Konvention.
Welche Bedeutung hat das Jahr 1989 für die DDR-Flucht?
1989 markiert den Höhepunkt der Massenflucht über die Botschaften und die ungarische Grenze, was letztlich zum Zusammenbruch des SED-Regimes und zur Grenzöffnung führte.
Was unterscheidet DDR-Flüchtlinge von modernen Flüchtlingen?
Neben den unterschiedlichen Fluchtrouten und politischen Rahmenbedingungen sieht die Autorin die zentrale Gemeinsamkeit vor allem im schmerzhaften Verlust der Heimat und der Hoffnung auf ein besseres Leben.
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- Anonym (Author), 2019, Flucht in der Geschichte am Beispiel der DDR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1288303