Die vorliegende Ausarbeitung soll sich vor allem auf Kinder mit türkischer Migrationsgeschichte im Übertritt auf die weiterführende Schule beschränken. Insbesondere soll hierbei auf die Frage eingegangen werden, ob Kinder mit türkischer Migrationsgeschichte bildungsbenachteiligt sind. Ausgehend von der Annahme, dass sie bildungsbenachteiligt sind, soll ein möglicher Erklärungsversuch ermittelt werden.
Die vorliegende Ausarbeitung wird die genannte Thematik zunächst mit einer Definition über den Begriff Migrationshintergrund einführen. Daraufhin wird die aktuelle Migrationssituation in Deutschland geschildert. Folglich werden das deutsche Schulsystem und die Komponente "schulischer Erfolg" erläutert. Anschließend folgt eine Erläuterung zu der aktuellen Bildungssituation von Migranten.
Das darauffolgende Kapitel befasst sich mit den Bildungschancen der Kinder mit Migrationshintergrund im Hinblick auf den Übertritt auf eine weiterführende Schule. Darauffolgend wird auf die Frage eingegangen, ob Schüler:innen mit türkischem Migrationshintergrund bildungsbenachteiligt sind und welche mögliche Erklärung es dafür gäbe. Abgeschlossen wird die Hausarbeit mit einer kurzen Stellungnahme und einem Ausblick.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Migrationshintergrund
2.1 „Migrationshintergrund“: Definition und Beschreibung
2.2 Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Deutschland
3 Bildungssituation in Deutschland
3.1 Das deutsche Bildungssystem
3.2 Schulischer Erfolg
3.3 Aktuelle Bildungssituation von Migranten
4 Bildungschancen und Bildungsbenachteiligung
4.1 Bildungschancen innerhalb der Übergangsgesellschaft
4.2 Erklärungsansatz für die Bildungsbenachteiligung
5 Schlussbetrachtung
6 Ausblick
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen einem türkischen Migrationshintergrund und dem schulischen Erfolg von Kindern und Jugendlichen im deutschen Bildungssystem, mit besonderem Fokus auf den Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule. Ziel ist es, Bildungsbenachteiligungen zu identifizieren und mögliche Erklärungsansätze für die Disparitäten im Übergangsverhalten zu analysieren.
- Definition und statistische Einordnung des Begriffs Migrationshintergrund.
- Struktur des deutschen Bildungssystems und Faktoren erfolgreicher schulischer Bildung.
- Empfehlungsstatus und realisiertes Übergangsverhalten türkischstämmiger Kinder.
- Vorschulische Bildung und Sprachkompetenz als Einflussfaktoren für den Bildungserfolg.
- Sozioökonomische Disparitäten und institutionelle Rahmenbedingungen der Benachteiligung.
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Kinder und Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund sind ein fester Bestandteil in deutschen Bildungseinrichtungen und dennoch sind Sie an deutschen Schulen weitaus weniger erfolgreich, als Schüler: innen deutscher Abstammung [vgl. Gogolin, Neumann & Roth, 2003] und das obwohl Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund meistens von Ihrer Geburt an in Deutschland leben und ausschließlich deutsche Bildungseinrichtungen besucht haben. Nicht zuletzt zeigten die Ergebnisse der Internationalen Vergleichsstudie Programme for International Student Assessment [PISA], dass die Disparitäten zwischen Schüler: innen mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland schwerwiegend sind. Darüber hinaus zeigte sich, dass Bundesländer mit hohem „Ausländeranteil“ auch prozentual schlechter abgeschnitten haben als Bundesländer mit geringerem Anteil. Als Beispiel sei hier der Stadtstaat Berlin genannt.
Seither wird über die Bildungsbeteiligung, Bildungsbenachteiligung und den geringeren Bildungserfolg von Schüler: innen mit Migrationshintergrund öffentlich diskutiert.
Gerade weil spätere Zukunftsperspektiven von der schulischen Bildungskarriere abhängen ist es wichtig zu analysieren, ob Kindern mit Migrationshintergrund den selben Zugang zur Bildung gewährt wird, wie Ihren Mitschüler: innen ohne Zuwanderungshintergrund.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungsbezogenen Disparitäten zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund und stellt die Zielsetzung der Untersuchung vor.
2 Migrationshintergrund: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Migrationshintergrund" und liefert statistische Daten zur Bevölkerungsgruppe mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland.
3 Bildungssituation in Deutschland: Es wird das deutsche Bildungssystem erläutert, schulischer Erfolg definiert und die aktuelle Bildungssituation von Migranten dargelegt.
4 Bildungschancen und Bildungsbenachteiligung: Das Kapitel analysiert die Übergangsquoten auf weiterführende Schulen und untersucht Erklärungsansätze wie vorschulische Förderung und Sprachkompetenzen.
5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die soziale Ungleichheit beim Schulübergang zusammen und bestätigt die Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund.
6 Ausblick: Der Ausblick hebt die fundamentale Bedeutung vorschulischer Einrichtungen für den späteren Bildungserfolg hervor und fordert eine individuelle Förderung.
Schlüsselwörter
Migrationshintergrund, deutsche Bildungssystem, Bildungsbenachteiligung, schulischer Erfolg, Übergangsgesellschaft, Übergangsempfehlung, Gymnasialempfehlung, Kompetenzentwicklung, sozioökonomischer Status, vorschulische Bildung, Sprachförderung, Bildungsdisparitäten, türkische Migrantenkinder, PISA-Studie, Bildungschancen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert die Benachteiligung von Kindern türkischer Abstammung im deutschen Schulsystem, insbesondere im Kontext des Übergangs von der Grundschule in die Sekundarstufe I.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Definitionen von Migrationshintergrund, die Funktionsweise des deutschen Bildungssystems, Einflussfaktoren auf den schulischen Erfolg und die Ursachen für Bildungsunterschiede.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, wie sich die Benachteiligung türkischer Migrantenkinder auf ihre Bildungschancen auswirkt und welche Faktoren das Übergangsverhalten in weiterführende Schulen erklären.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Die Analyse basiert auf einer systematischen Auswertung aktueller Studien, wie PISA, TIMSS sowie Sekundärdaten des Statistischen Bundesamtes.
Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Definitionen als auch empirische Daten zum schulischen Übergang diskutiert sowie Erklärungsmodelle zur Bildungsbenachteiligung kritisch beleuchtet.
Welche Keywords charakterisieren diese Publikation?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Migrationshintergrund, Bildungsbenachteiligung, Gymnasialempfehlung und sozioökonomischer Status klassifizieren.
Warum schneiden Kinder mit Migrationshintergrund statistisch oft schlechter ab?
Die Arbeit identifiziert Faktoren wie Sprachdefizite, den sozioökonomischen Status der Eltern sowie eine mangelnde oder verkürzte vorschulische Förderung als relevante Erklärungsvariablen.
Spielt der sozioökonomische Status eine Rolle bei den Disparitäten?
Ja, laut der Studie erhöhen Verbesserungen beim sozioökonomischen Status die Übergangschancen auf das Gymnasium signifikant, unabhängig vom Migrationshintergrund.
Welchen Einfluss hat die vorschulische Bildung laut der Autorin?
Der Besuch vorschulischer Einrichtungen wird als zentraler Hebel für den späteren Bildungserfolg gewertet, da er die Leistungsfähigkeit steigert und Sprachbarrieren mindern kann.
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- Anonym (Author), 2021, Migrationsgeschichte und schulischer Erfolg. Bildungschancen und -benachteiligung in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1288911